kennt sich jemand mit psychotherapeutischer Behandlung aus?

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5 Antworten

Psychologen sind bei solchen Fällen wie dem deinigen ziemlich inkompetent, weil sie so nen großen Andrang von 'einfacheren' Patienten haben. :D Die leisten es sich dann halt, nur Privatpatienten oder am besten nur Selbstzahler zu nehmen, damit sie mit den Kassen keinen Stress bekommen. Entweder bringst du viel Zeit mit - dann bekommst du in ein paar Monaten einen Termin - oder du gehst zum Heilpraktiker o.ä. Das sind zwar keine richtigen Psychologen, aber vllt brauchst du weniger eine differenzierte Diagnose, sondern viel mehr einfach nur Beratung und Unterstützung bei deinem Leiden. Und dafür sind Heilpraktiker gut genug, zumindest für die Zeit, wo du keinen Termin beim Psychologen bekommst.

Auf jeden Fall viel Glück und Gute Besserung!

okay vielen Dank! Heilpraktiker werden nicht von den Krankenkassen übernommen, oder? Wie ist es, wenn ich in eine psychiatrische Anstalt gehe? Ich kann das allerdings schwer einschätzen, ob ich denn jetzt einen an der Waffel habe, oder ob ich mich immer nur stark geredet habe und mein Körper mir jetzt die Retourkutsche gibt. Ich war heute wirklich sehr geschockt, weil ich das zum ersten Mal mitbekommen habe, dass die Ärzte teilweise bis Ende des Jahres voll sind. Gibt es noch eine andere Möglichkeit als Ärzte oder Heilpraktiker? An meiner Essensweise scheint mein Problem wohl nicht zu liegen, da ich jede Woche etwas anderes ausprobiere und immer beim selben Leiden lande.

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@Baerchen91

Heilpraktiker muss man leider selbst zahlen, da sie keinen Kassensitz haben. Ob du in die psychiatrische Anstalt willst oder nicht, solltest du selbst wissen, ich hab da keine Erfahrung ;-) So wie du es beschreibst, scheint es ja tatsächlich etwas psychisches zu sein, also Stress, Liebeskummer, Trauer, wasweißich... Wenn du es aber von der Kasse bezahlt haben möchtest, führt wohl kein Weg am Arzt oder Psychologen/Psychiater vorbei.

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@Luxemburgerli: das, was du geschrieben hast kann ich so nicht stehen lassen: Die oben beschriebenen Probleme lassen sich hervorragend mit Psychotherapie behandeln, jeder approbierte Psychotherapeut ist dazu qualifiziert. Wenn es wenig Plätze, bzw. lange Wartezeiten gibt, liegt es daran, dass niedergelassene Psychotherapeuten nur eine begrenzte Anzahl von Patienten aufnehmen können, die dann auch erst einmal eine lange Zeit behandelt werden. Das kann sich jeder selbst ausrechnen: 1 Sitzung dauert 50 Minuten. Mit 30 Patienten pro Woche hat man mehr als gut zu tun. Jeder verbleibt ca. 1/2 bis 2 Jahre in Behandlung. Ein neuer Pat. kann dann erst wieder aufgenommen werden, wenn eine Behandlung abgeschlossen ist. Im ambulanten Setting gut zu behandeln sind alle Pat., die es schaffen, sich zuverlässig an Absprachen zu halten und darum fähig sind zuverlässig zu den vereinbarten Sitzungen zu kommen. Unabhängig von der Diagnose ist es im ambulanten Setting kaum möglich mit Pat. zu arbeiten, die sich in der oben beschriebenen Art und Weise nicht selbst strukturieren können, es sei denn sie sind in der Lage, die darum ausfallenden Sitzungen selbst zu zahlen - dies wir von den KK nicht getragen.

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@Grandi

Du hast natürlich vollkommen recht, Grandi. Psychotherapeuten/Psychologen können natürlich nur eine begrenzte Anzahl von Patienten aufnehmen. Ich hatte bloß leider schon mehrmals die unschöne Erfahrung gemacht, dass sie bei ihren neuen Patienten sehr wählerisch sind. Da haben sie dann wieder 1 oder 2 freie Plätze und füllen die natürlich mit Privatpatienten oder gar Selbstzahlern, die am besten auch noch schön einfach zu therapieren sind - aber wer würde das nicht so machen? Viele Kassenpatienten bleiben dabei aber leider auf der Strecke und haben große Probleme, einen Termin zu bekommen, und wenn, dann ist es von Diagnose zu Diagnose unterschliedlich, ob es von der Kasse überhaupt gezahlt wird. Das Risiko wollen Psychotherapeuten natürlich auch nicht eingehen. Und in so einer Situation regt man sich dann gerne mal über die 'versnobten egoistischen Psychofuzzis' auf :D

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@Luxemburgerli

Wie, bitte, kannst du eine solche Erfahrung machen? Niemand wird dir erzählen, nach welchen Kriterien er seine Patienten aussucht. Was ein "leichter" Fall ist vermagst du von außen ganz sicher auch nicht beurteilen zu können. Und was die Bevorzugung von Privatpatienten angeht irrst du ebenso. Unter dem Strich bekommt man für Privatpatienten kaum mehr als für einen Kassenpatienten.

Ich denke, es handelt sich bei deinen Ausführungen eher um Vermutungen, die ich hoffentlich entkräften konnte.

Übrigens die Kosten für die Behandlung einer Störung von Krankheitswert werden nach Antrag von den KK auf jeden Fall übernommen.

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@Grandi

Meine Mutter ist Psychologin, und ich glaube nicht, dass sie mich anlügt. :-) Den Rest bezüglich meiner Erfahrung würde ich ganz gern für mich behalten. Auf jeden Fall kannst du mir glauben, dass es keine Vermutungen sind, die ich beschrieben habe.

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Es ist leider normal, dass man Wartezeit hat, bis man einen Therapieplatz bekommt. Meistens etwa ein halbes Jahr, mit Glück auch weniger. Trau dich ruhig, auf die AB's zu sprechen, das zurückrufen funktioniert meist gut. Du kannst pro Therapeut 5 Probesitzungen machen, bevor du dich entscheiden musst, ob du deine Therapie dort machen willst. Dabei musst du nachfragen, ob der Therapeut eine Kassenzulassung hat, sonst nehmen die nur Privatpatienten. Aber wie mein Vorredner schon sagte, vielleicht brauchst du nur jemandem zum reden. Guck doch mal, ob es bei dir eine Beratungsstelle gibt, die dich weiter bringt. Oder eine psychologische Beratung. Das sind Heilpraktiker mit Zusatzausbildung. Allerdings kostet das natürlich. Viel Glück!

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Ja, es gibt Möglichkeiten schneller zu einem Psychotherapeutenplatz zu kommen !!

Ich wohne jetzt z.B. in einer größeren Stadt (... weiß nicht ob bei Dir eine größere in der Nähe ist...) und da gibt es viele Instute für Psychoanalyse, Psychotherapie, tiefenpsychologische Gesprächstherapie, etc. etc. Das Heißt, das sind sogenannte Verbundstellen aller Psychotherpeuten (je nach Richtung), und auch die haben Sprechzeiten und man bekommt recht zeitnah einen Termin. Wird man dann vorstellig kann Dich der Therapeut mit dem Du gesprochen hast selbst in Therapie nehmen (sehr selten), oder verweist Dich an einen Kollegen. Auf jeden Fall geht das schneller als alle niedergelassenen Therapeuten durchzurufen. Die Adressen kannst Du von deiner Krankenkasse oder einer psychologischen Anlaufstelle der Stadt bekommen.

Vorraussetzung für eine jede Art von Psychotherapie ist, dass Du dir z.B. von einem Psychiater/Neurologen einen Konsiliarschein ausstellen läßt, der Dich schon mal zur Wahrnehmung von 5 Gesprächen (auch bei verschiedenen Therapeuten) berechtigt. Wenn Du dann einen Therapieplatz hast, werden weitere Stunden je nach Kasse in 20er, 40er oder 80er Stundenanzahl genehmigt. Der einzige ganz schnelle Weg zu einer Therapie ist die Einweisung in eine psychosomatische Klinik!

Alles Gute !! Marco (selbst Psychotherapeut) :-)

Vielleicht ist die organische Behandlung auch noch nicht ganz ausgeschöpft. Was nützen die Säureblocker, wenn womöglich ständig zu viel Magensäure produziert wird - sei es aus psychischen oder körperlichen bzw. ernährungsbedingten Gründen ? Hier setzt z.B. (das ziemlich teure) Nexium an neben einer Umstellung auf basische Ernährungsweise. Aber da sich das Ganze schon ziemlich hochgespult hat, ist vielleicht der Vorschlag mit der psychosomatischen Klinik als Einstieg in die Umstellung nicht schlecht; geht evtl. auch schneller.

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