Kennt sich jemand mit der gottesvorstellung von Homer aus?

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2 Antworten

Die Götter Homers sind übersteigerte Menschen. Nicht nur ihre Gestalt, auch ihre Umwelt entspricht menschlichen Vorstellungen. Das emotionelle Erfassen der Götter wird dadurch erleichtert, doch die Unterschiede sind deutlich: die Götter leben zwar, sie kennen aber den Tod nicht, und in ihren Adern fließt kein gewöhnliches Blut, sondern eines aus dem sie Kraft und Ewigkeit beziehen; sie essen Ambrosia und trinken Nektar, der ihnen ewige Jugend verleiht. Das Dasein der Götter entspricht äußerlich dem menschlichen, doch ist alles für sie ideal, prachtvoll und wunderbar: die leichthin Lebenden nennt sie Homer darum. Doch sie kennen auch menschliches Empfinden: Sie sind gekränkt, wütend, sie streiten, lieben, intrigieren, sie empfinden Schmerz und haben Rachegelüste.
Zitiert nach:
http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=8012 - Seite 20

Homer sah die Götter auch nicht anders, als die sonstigen Griechen seiner Zeit und das hieß, sie wurden sehr vermenschlicht, denn sie hatten ihre Liebesaffären, ihren Zorn, ihren Neid usw.

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