Kennt sich jemand mit Daten-Backup aus?

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6 Antworten

Aber so klein?

Clonezille komprimiert mit gzip, das ist schon ok und keine unueblich kleinere Groesse im Vergleich zu den belegten Daten.

Wie kann ich das anderweitig testen, ohne das Image auf einer anderen festplatte entpacken zu müssen?

Du kannst dir das Image lokal loop-mounten, eine gute Anleitung ist z.B. http://simonstamm.de/clonezilla-image-mounten-um-einzelne-dateien-wiederherzustellen/

Lokal gemountet kannst du z.B. die Files vergleichen, eine md5sum Schleife drueberlaufen lassen oder beliebig Anderes um die Datenintegritaet festzustellen.

cheers | barnim

b962662 29.07.2016, 16:05

Ok, du sprichst also aus Erfahrung.

Wie kann man die Datenintegrität feststellen? Ich habe ja die normale Systemplatte und brauche doch für das mounten mindestens nochmal diese Plattengröße, oder nicht? Oder nur nochmal soviel Speicher, wie ich belegt habe auf der Platte?

Ich steige mit diesem 1:1 noch nicht so ganz durch. Leerer Festplattenspeicher wird mitkopiert (in das Image) oder nicht?

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barnim 29.07.2016, 17:26
@b962662

Wie kann man die Datenintegrität feststellen?

 
Da gibts diverse Moeglichkeiten. Du kannst dir einfach Quelle und Ziel in einem Filebrowser aufmachen und grob miteinander vergleichen. Oder du kannst irgendwas drueberlaufen lassen, was die Pruefsummen von Quelle und Ziel miteinander vergleicht.

Da aber Clonezilla mit so "robusten" Tools unter der Haube arbeitet, reichts eigentlich wenn du nach dem Mounten deine Files siehst und drauf zugreifen kannst.

und brauche doch für das mounten mindestens nochmal diese Plattengröße, oder nicht? Oder nur nochmal soviel Speicher, wie ich belegt habe auf der Platte?

Jein, du brauchst soviel Platz um das komprimierte Image entpacken zu koennen, wie es tatsaechlich mit Daten befuellt ist. Lass dich dabei nach dem dekomprimieren und Image erstellen nicht von der Dateigroesse in die Irre fuehren, die ist so gross wie das Plattenimage brutto (also 1000G bei dir), belegt aber lokal nur den netto Platz (also 230G bei dir). Du brauchst auch keine 1000G freien Speicherplatz um das Image erfolgreich dekomprimieren und erstellen zu koennen.

Leerer Festplattenspeicher wird mitkopiert (in das Image) oder nicht?

Nein, Clonezilla erkennt ob Bloecke beschrieben sind oder nicht. Es wird nur die Bloecke mitgesichert, die wirklich Daten enthalten.

cheers | barnim

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b962662 29.07.2016, 18:08
@barnim

Ah ok, jetzt ist mir alles klar. Also heißt 1:1 doch nicht tatsächlich 1:1. Leere Blöcke werden nicht kopiert. Soweit ok.

Du brauchst auch keine 1000G freien Speicherplatz um das Image erfolgreich dekomprimieren und erstellen zu koennen.

Bist du dir da sicher? Ich dachte, dass die neue Platte mindestens so groß sein muss wie die alte. Also dass man beim entpacken des Images auf einer neuen Platte mindestens die 1000GB (bei mir) bräuchte, damit die ganzen Partitionen (auch wenn leer) erfolgreich erstellt werden können. Der zusätzliche Speicher ist dann
erstmal nicht zugewiesen. So habe ich das verstanden.

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barnim 29.07.2016, 18:33
@b962662

Wenn du das Image einfach nur loop-mounten willst um an die Daten zu kommen, geht das auch ohne 1000G freien Platz.

Wenn du das Image komplett auf ein Block Device restoren willst, wirft Clonezilla per default einen Fehler, dass die Zieldisk kleiner ist als die Gesicherte. Es gibt im Advanced Mode aber die Moeglichkeit diesen Check zu ueberspringen (solange man weiss was man tut, haut das hin. Darauf macht Clonezilla einen aber auch nochmal aufmerksam ;))

cheers | barnim

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b962662 29.07.2016, 18:54
@barnim

Wunderbar. Jetzt ist alles geklärt.

Vielen Dank.

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Das wird schon so alles korrekt sein, hört sich gut an.

Ich persönlich arbeite mit Macrium Reflect Free, eine Profi-Software, die in der Free-Variante halt um einige Funktionen abgespeckt ist. Clonezilla tut sicher seine Dienste, aber ich finde es äußerst unergonomisch, schlecht bedienbar.

Macrium: eine Anleitung zum Sichern inkl. Download-Link findest Du hier:

http://www.tutonaut.de/anleitung-kostenloses-windows-backup-mit-macrium-reflect-free-teil-1-die-sicherung.html

(Die Anleitung bezieht sich zwar auf die englische Version, Macrium ist aber komplett in deutsch!)



b962662 01.08.2016, 15:37

Ich habe eine Anleitung für Clonezilla benutzt, die recht einleuchtend war. Wenn man sich strikt dran hält, müsste es ja irgendwie schon passen. Man hat halt keine Gewissheit.

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funcky49 01.08.2016, 15:57
@b962662

Ja, das wird schon funktionieren mit Clonzilla - ich arbeite halt nicht gerne damit.

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Hallo b962662,

Das sieht ganz in Ordnung aus. Wenn du genügend Speicherplatz hast, dann könntest du auch eine 1:1 Kopie der Systemplatte machen, indem du diese auf der anderen klonst. Aber wenn du das Image schon getestet hast und alles normal funktioniert, dann solltest du dir keine Sorgen machen. 

lg

b962662 29.07.2016, 15:56

Getestet habe ich sie ja nur mit dem Clonezilla-internen Tool. Dort weisen sie aber darauf hin, dass nicht die Daten selbst, sondern lediglich die Funktionstüchtigkeit des Images getestet wird.

Ich dachte ja, ich mache mit dem Image eine 1:1-Kopie, die dann komprimiert wird. Nach dem Entpacken ist sie wieder 1:1 die gleiche Platte.

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Das ist im grunde Normal, es gibt besser als auch schlechtere kompression, das kommt immer auf die art des programmes und auf die art der Daten an.

Diese Größe ist eher normal.

du kannst das image villeicht auf einer vm spielen, das ist allerdings nur eine idee..

b962662 29.07.2016, 02:05

Das geht? Also mit der Live-DVD in der VM starten und dann (1TB vorrausgesetzt) die Platte dort wiederherstellen?

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sevy2010 29.07.2016, 02:06
@b962662

ich weiß es nicht, ich müsste es auch ausprobieren, allerdings habe ich kein cd laufwerk, weil ich alles über iso's mache

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b962662 29.07.2016, 16:00
@sevy2010

Das kann man ja auch per Live-USB machen. Das ist nicht der Punkt. Aber eigentlich müsste ich doch 1x den kompletten Festplattenspeicher innerhalb der VM bereitstellen, oder? Also brauche ich doch eine größere Festplatte, weil ich dann diesen Festplattenspeicher für die VM brauche plus das eigentliche System von  mir.

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Grauenhaft dieses Computer-Freak-Geschwätz hier über "Daten--Backups" per ISO Datei ... das ist alles ein derartiger Schwachsinn, dass es keinen auch nur einigermassen intelligenten Grund dafür gibt so eine ISo zu erstellen. Das bringt nichts, nur ärger und falsche Hoffnungen.

b962662 03.09.2016, 13:16

Ich verstehe nicht. Was ist der Grund, dass das nicht funktionieren soll? Und was ist die Alternative?

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advs78 03.09.2016, 17:52
@b962662

Wenn du eine "ISO-DATEI" erstellst, ist das das aktuelle Abbild, vom Betriebssystem und von den Daten. Sobald du, mit dem Computer wieder etwas machst, wird das zu "altem Mist".

Ein einfaches Beispiel, ist eine Installations CD, die mit einem Drucker mitgeliefert wird. Das ist ein Ding, was vor ein paar Wochen/Monaten fabriziert wurde und inzwischen hat der Hersteller alles schon mehrfach geändert. Die CD ist (fast) nur noch Müll.

Genauso ist es bei ISO Dateien vom Betriebssystem. Das wird ständig verändert und deine ISO Datei ist sehr schnell nur noch alter Mist.

Wenn man Dateien "sichert" (=einen backup macht), nach dem uralten System von IBM (.. Grossmutter, Mutter und Tochter), dann hat man ständig alte Zustände, die nur Speicherplatz versauen, aber nicht wirklich viel bringen.

Wenn du deine Daten, in Ordnern strukturiert unterbringst, dann sind deine Daten, auf dem backup so strukturiert, wie zum Zeitpunkt, wo du den backup gemacht hast.

Wenn du hinterher zum Beispiel Dateien gelöscht hast ... dann sind die immer noch auf dem Backup, auch dann wenn du sie absichtlich eliminiert hast. Wenn du eine Datei, in ein anderes Verzeichnis verschoben hast ... dann ist sie immer noch (auf dem Backup) am alten Platz. ,

Wir sichern Daten inzwischen nur noch, auf einem NAS, auf 2 Festplatten gleichzeitig.

Da werden alle Änderungen sofort auf der 2. Festplatte gesichert.

In Wirklichkeit arbeiten wir sogar mit 3 Festplatten. Zwei sind im NAS. Die haben beide genau den gleichen Inhalt (wenn also eine kaputt geht, dann ist alles noch auf der anderen). Alle 2 Wochen wird eine von den beiden Festplatten, durch die 3. Festplatte ersetzt. Das NAS kopiert dann, automatisch, den Inhalt der anderen Festplatte auf die Festplatte, die ersetzt wurde.

Die ersetzte Festplatte wandert in einen Safe, als Notkopie, für den Fall, dass da mal die anderen 2 Festplatten gleichzeitig kapputtgehen .... dann hat man noch eine Kopie (wie diese blöden ISO's), mit einem alten Zustand.

Das System verlängert auch die Lebensdauer der Festplatten, weil ja immer eine davon unbenutzt im Safe liegt. 

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Hier empfehle ich eine Zweitplatte, dann kann man so etwas wunderbar testen. Die 45 Euro sollte man einmal im Leben ausgeben, nur dann kann das Ergebnis rasch getestet werden - die Platten sind ja schnell getauscht.

Falls du Linux als Hauptbetriebssystem nutzt, kann die Cloneplatte auch in einem fremden PC genutzt werden (ohne Neuinstallation) - das kann nur Linux (Mint, Ubuntu, Knoppix...).

b962662 01.08.2016, 15:35

Linux MINT und Windows 10 im Dualboot. Windows 10 ist aber clean installiert. Geht das nicht auch in fremden Rechnern?

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gonzo1233 03.08.2016, 23:30

Ich wüsste niemand, der dich hindern kann das auszuprobieren.

Im Gegensatz zu dem nutzerfreundlichen Linux, wird Win mittels eines Zertifikatsservers aus Redmond überwacht um Doppelnutzung von Win zu verhindern.

Die Nutzung der Gerätetreiber ist bei Win wesentlich schlechter gelöst als bei Linux, hier erwarte ich Fehlfunktionen unter Windows.

Aber wie gesagt, ausprobieren schafft Klarheit - teile uns bitte dein Ergebnis mit.

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