Kennt sich jemand mit Antidepressiva aus? Ich hab ein paar Fragen dazu...

10 Antworten

Hallo Fluchimherz,

Deine Angst bei Psychopharmaka kann ich gut verstehen. Habe selbst eine Zeitlang welche genommen. Der Psychiater hat gleich zu Beginn der Therapie darauf hingewiesen, dass er das Medikament ab und zu wechseln muss. Da ich selbst sehr viel Angst vor Psychopharmaka hatte, habe ich bei jedem Präparat nachgeschaut wofür es ist und wie es wirkt. Natürlich habe ich auch mit meinem Psychiater darüber gesprochen. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass er mir sehr geholfen hat. Bonus1 schreibt totalen Unsinn. Natürlich gibt es keine Zwangsmedikation, wenn Du nicht willst. Aber ich bereue es nicht. Es hat mir sehr geholfen. Auch das Nachschauen was die Medikamente machen hat mir geholfen, zu verstehen was mit mir passiert. Meine anfänglichen Bedenken und mein Widerstand gegen die Medikament hat er mit viel Verständnis aufgenommen und mich überzeugt sie zu nehmen. Die Medikamente mussten gewechselt werden, da ich verschiedene Probleme hatte, die nur nacheinander gelöst werden konnten.

Ein Beispiel: Es gab eine Phase in meinem Leben, da war ich sehr aufbrausend. In der Sache hatte ich zwar recht, aber durch meine aufbrausende Art hörte mir niemand zu. In dieser Phase bekam ich ein Medikament, das mich bremste. Manchmal habe ich mir Tage später überlegt, „In dieser Situation hättest Du jetzt aber was sagen müssen!“ Da konnte ich die Erfahrung machen, dass schweigen manchmal besser ist. Wenn man sich die anderen erst einmal austoben lässt und dann das Schlusswort nimmt. Ich war in diesem Verhalten so gefangen, dass ich das ohne Medikament nie geschafft hätte. Natürlich waren da begleitend noch falsche Vorstellungen, die so einfach irreal waren. Heute verschaffe ich mir immer erst einmal breit fundiertes Hintergrundwissen. Da kommt so leicht keiner an. Natürlich hat sich irgendwann herumgesprochen dass ich zum Psychiater gehe, da meinten viele ich sei blöd. Da gab es einige die sich mir gegenüber mächtig aufgeblasen haben. Für die meisten war es dann total ernüchternd und peinlich, als sie feststellen mussten, dass sie sich mächtig weit aus dem Fenster gelehnt hatten. Es stimmt also, Psychopharmaka verändern die Persönlichkeit. Aber wie ich feststellen durfte: zum Vorteil. Meine Art, den Dingen auf den Grund zu gehen, mir Informationen zu verschaffen und das in der Schule gelernte sachliche argumentieren waren eine Zeit gebremst, um danach aber viel mächtiger in Erscheinung zu treten. Ruhig und sachlich zu bleiben, auf einem festen Fundament zu stehen hat auch mein Selbstbewusstsein mächtig gestärkt. Da haben gerade die, die mich für dumm hielten jetzt ein um so größeres Problem.

Also wenn Du zweifel hast, besprich das mit Deinem Arzt. Psychopharmaka sind nur in Ausnahmefällen eine Dauerlösung. Es gibt doch Nebenwirkungen. Und es sind Drogen. Das stimmt alles. Aber sie können da helfen, wo anders keine Hilfe möglich ist. Von den Nebenwirkungen habe ich z.B. einen trockenen Mund gehabt, habe mehr geschlafen. Das wars. Im Vergleich zum Nutzen waren die Nebenwirkungen vernachlässigbar. Und da können sie das Leben sehr erleichtern. Es gibt ja auch eine Zeit danach. Und dann ist alles besser. Glaube mir.

Hallo, ich würde auf jeden Fall Seroquel durch ein Antidepressivum ersetzen wollen; ich nehme Seroquel P selbst und es gehört zur Gruppe der Neuroleptika, also von antipsychotischen Medikamenten, die sehr hohe Nebenwirkungen haben: sie können aufs Herz gehen, machen sehr müde und machen ziemliche Gewichtszunahme. Also weg damit - und ein angstlösendes Antidepressivum nehmen. - Wer hat dir überhaupt Seroquel verschrieben? Finde das nicht in Ordnung.

Antidepressiva helfen auch bei Ängsten. Ich habe Citalopram genommen und mir haben sie sehr gut geholfen. Man kann das Medikament auch wieder absetzen allerdings nicht auf Schlag, es muss ausgeschlichen werden. Ich habe keine Depression bekommen, bei mir ist alles fast normal wieder.

wow cool. Vllt komme ich da doch irgendwann wieder raus...

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