Kennt jemand positive aspekte des demografischen wandels in deutschland?

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7 Antworten

Hallo,

Berufstätige haben jüngere Nicht-Berufstätige und Rentner zu versorgen.

Wenn es weniger Kinder gibt, sind die Berufstätigen nicht durch die Versorgung der Kinder und Jugendlichen belastet. Das kann in dem Moment ein Vorteil (ggf. auch nur vorübegehend).

Wenn der Anstieg der Rentner durch einen Rückgang der Kinder/Jugendlichen ausgeglichen wird gibt es keine zusätzliche Belastung. Wenn Kinder/Jugendliche nur 20 Jahre versorgt werden müssen, Rentner aber 40 Jahre Rente beziehen, wird es schwierig.

Die Generation, bei der die Zahl der Nachkommen nicht (mehr) spürbar zurückgeht, wird es dann aber entsprechend schwerer haben.

Ein weiterer Vorteil: in Deutschland bzw. Westeuropa droht kein "youth bulge":

http://de.wikipedia.org/wiki/Youth_Bulge

Gruß

RHW

Es erleichtert die Argumentation bei der Vorsorgeberatung....

Das ganze Gerede unserer Politiker über die Rente, ist doch nur dazu gedacht, den Arbeiter und Rentner auf Ihre Armut im Alter vorzubereiten. Am meisten regen sich die Leute auf, welche selbst nie etwas in die Rentenkasse einbezahlt oder einzahlen werden. Dabei heisst es doch schön: Alle Menschen sind gleich. Das bedeutet für mich, das auch Beamte, Millionäre und Selbstständige in die Sozialkassen zahlen. Aber es gibt Menschen, die sind gleicher. Siehe das "Schweizer Rentenmodell" Da zahlen alle ein. Aber unsere Politiker wollen davon nichts wissen.

Dazu müsstest du dich mal mit dem Generationenvertrag nach dem 2.Weltkrieg beschäftigen.

Da fing die Rentenversicherung bei 0 an. Die arbeitende Generation brachte die Beiträge der der Rentenversicherung auf. Die Beiträge zahlten die Renten für die Rentnergeneration, der Kriegerwitwen und Kriegsversehrten. Der Babyboom ermöglichte das auch für die nächste Generation.

Dieser Generationenvertrag gilt noch immer.

Da ist deine Frage schon berechtigt, wie dieser demografische Wandel mit diesem Vertrag fertig wird.

Hallo wolfgang11,

die entscheidende Rentenreform erfolgte erst 1957:

Die entscheidende Umstellung des bundesdeutschen Rentensystems wurde im Jahr 1957 unter Bundeskanzler Konrad Adenauer eingeleitet. Das bis dahin zugrundeliegende, aber in reiner Form nie tatsächlich praktizierte Kapitaldeckungsverfahren wurde schrittweise durch das umlagefinanzierte Modell ersetzt. Bei der Umlagefinanzierung, auch Abschnittsdeckungsverfahren genannt, werden die Aufwendungen der gesetzlichen Rentenversicherung nicht aus den Rücklagen der jeweiligen Rentner, sondern aus den laufenden Beitragseinnahmen bestritten. Fortan kam die jeweils aktiv im Erwerbsleben stehende Generation für die Renten ihrer Elterngeneration auf. Die arbeitende Generation wiederum konnte nach dem Erreichen des Rentenalters ihre Ansprüche gegenüber den nachfolgenden Generationen geltend machen. Es wurde aber an dem Grundsatz festgehalten, dass die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung durch Beiträge der Versicherten und der Arbeitgeber einerseits und einem Zuschuss des Bundes aus Steuermitteln andererseits zu decken sind. Im Jahr 1957 machte der Anteil des Bundeszuschusses an den Ausgaben der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten 31,8 Prozent aus.

Quelle:

http://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/Gesetzliche-Rentenversicherung/geschichte-der-gesetzlichen-rentenversicherung.html

Gruß

RHW

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@RHWWW

Vielen Dank für den Link. Es ist viel an dem Generationenvertrag gebastelt worden. Aber, egal woher das Geld kommt, ob über Beträge oder Steuer. die arbeitende Generation muss für die Rentnergeneration aufkommen.

Bezogen auf die demografische Entwicklung sehe ich einen Bumerang, der auf die nachfolgenden Generationen zukommt.

Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, endet sie bei einer Geburtenzahl rein rechnerisch bei Null. Die als letzte Generation geborenen könnte zwar noch die Vorgängergeneration unterhalten. Aber was würde mit der letzten geborenen Generation, wenn sie alt und gebrechlich werden? Der Generation würde auch kein Generationenvertrag, alles Geld und alle Maschinen usw. nicht mehr helfen.

Deshalb sehe ich in dem demografischen Wandel keinerlei Vorteile.

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Mehr Angebote für Rentner?

wie gesagt... ich habe schon standart infos ... habe grade noch etwas recherchiert und habe jetzt noch mehr gefunden ... trotzdem danke für deine antwort

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Positiv: Ich habe mehr Kumpel im Alter.

P.S.: recherchiert, Standard.
Korrekte Groß- und Kleinschreibung wäre hilfreich für die Lesbarkeit gewesen.

Gruß, earnest

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