Kennt jemand homäopatische Mittel gegen migräne, die wirklich wirken?

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14 Antworten

Hallo wolkenr8,

homöopathische Mittel gegen Migräne gibt es leider nicht. Migränepatienten haben eine genetische Veranlagung zu Migräne. (Menschen, ohne diese Veranlagung, können zwar andere Arten von Kopfschmerzen bekommen, aber keine Migräne.)

Diese genetische Migräneveranlagung (leichte Reizbarkeit der Nervenzellen im Gehirn) kann man nicht „heilen“ – weder durch Homöopathie, noch durch schulmedizinische oder durch andere Mittel.

Für Migränepatienten gibt es spezielle Akutschmerzmittel: Triptane, z. B. Sumatriptan. Sie wirken bei einer Migräneattacke gut gegen den Migränekopfschmerz und die Begleitsymptome.

Für manche Migränepatienten ist auch eine medikamentöse Migräneprophylaxe sinnvoll.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen, die zugleich auch eine Histaminintoleranz haben, auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane) für den Notfall.

LG Emelina

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Kommentar von faymorgane
02.06.2016, 18:44

Es gibt keine homöopathischen Mittel gegen Migräne, das stimmt. Aber es gibt homöopathische Mittel für Menschen, die Migräne haben. Und diese können gut helfen.

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Kommentar von Emelina
17.06.2016, 15:21

Danke für den Stern :)

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Hallo wolkenr8,

es gibt keine Homöopathika, die "wirklich wirken". Homöopathika sind Placebos. Placebos tun dem Patienten über unbewusste und ungerichtete Behandlungseffekte gut, haben aber keine gezielte Wirkung auf die Beschwerden. Diese verändern sich unter Placebobehandlung allein über die Faktoren "natürlicher Verlauf mit der Zeit" und "Regression zur Mitte".

Ich habe das in einer älteren Antwort einmal sehr ausführlich erklärt:

https://www.gutefrage.net/frage/was-bringt-homoepathie-und-wenn-es-was-bringt-warum-bringt-es-was

Es handelt sich also nicht um eine "Meinung", sondern ist sehr gut belegt. (Auch, wenn Homöopathen hier naturgemäß etwas anderes erzählen, wäre ja nicht gut für's Geschäft.)

Gerade bei der Migräne räumen sogar homöopathiefreundliche Webseiten wie die der Carstens Stiftung ein, dass eine Überlegenheit gegen Placebo nicht belegt ist.

Grüße

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Kommentar von Caithness
29.05.2016, 15:58

So ist es. Es gab auch mal eine Sendung von Ranga Yogeshwar die ausführlich zeigte, das Wirkstoffe mit so niedrigen Potenzen wie es oftmals in der Homöopathie angewandt wird, medizinisch nachweisbar keine Wirkung haben.

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Wenn Du diese Frage wirklich so meinst, wie Du sie geschrieben hast, dann ist die Antwort leicht: Nein, die gibt es nicht.

Natürlich gibt es homöopathiosche Mittel gegen praktisch alles. Da kann man Dir beliebig viel empfehlen.

Wenn Du aber ein Medikament sucht, das wirklich hilft, dann bist Du bei der Homöopathie leider auf dem Holzweg. Bis heute gibt es keinen einzigen Nachweis, dass irgendein Hochpotenz-Homöopathikum bei irgendeiner Krankheit besser geholfen hätte als ein reines Placebo.

Und wenn Du Placebos kaufen willst, also Medikamente ganz ohne Wirkstoff, dann gehst Du besser zum Supermarkt und kaufst eine Tüte Lutschbonbons. Die enthalten die gleiche Menge Wirkstoff, und helfen genauso gut. Bonbons sind aber deutlich billiger und man kann sich den Geschmack und die Farbe relativ frei aussuchen.

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Homöopathie hat noch nie gegen irgendwas gewirkt.

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Direkt kann ich deine Frage nicht beantwortet - weil ich die Homöopaitie für nicht sehr sinnig halte.

Die Ursachen einer Migräne sind unbekannt bzw. nicht unumstritten.

(...) Sicher ist jedoch, dass ein Magnesiummangel die Entstehung einer Migräne fördern kann (...) [Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/migraene.html]

Ich persönlich habe nur noch ziemlich selten Migräne, seitdem ich mich gesünder ernähre, so gut wie keinen Kaffee oder Softtrinks trinke und ausreichend Mineralstoffe (insbesondere Magnesium - 600-900 mg täglich) zu mir nehme.

Mir ist es auch einmal gelungen eine Migräne bei aufkommender Aura mit Magnesium abzuwenden.

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Trinke die nächsten Monate 3 Liter Wasser täglich, an Salzzufihr dabei denken. Trinke Wasser und nicht Kaffee (ganz streichen) oder Säfte. Nur Wasser, am besten stilles Wassser. Schaden kann es nicht, siehs als Experiment.

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Homöopathie und "wirklich wirken" ist eigtl. ein Widerspruch in sich.

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jedes homöopathische Mittel wird wirken, wenn du daran glaubst. Die haben alle keine Wirkung bis auf den Placeboeffekt, deswegen fallen die Studien auch immer negativer aus, je besser sie gemacht sind. bei guten Studien sind Homöopathie und Placebos gleichauf.

Eine gute Seite zum Thema, die alle wichtigen Informationen liefert:

http://www.howdoeshomeopathywork.com/

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Probiere mal Zuckerpillen - wirken genauso gut aber schneller als individuell ausgewählte Globuli.

http://www.zeit.de/2004/24/M-Interview

In der Münchner Kopfschmerzstudie, finanziert von der Karl und VeronicaCarstens-Stiftung, wurden 98 Patienten mit chronischen Kopfschmerzen beobachtet. Erst untersuchten die Ärzte sie nach allen Regeln der homöopathischen Heilkunst, dann erhielt die eine Gruppe zwölf Wochen lang ein Placebo, die anderen bekamen individuelle homöopathische Arzneien verordnet. Das überraschende Resultat: Den Probanden der Placebogruppe ging es nach den drei Monaten besser als jenen der Homöopathiegruppe. Nach einem Jahr hatte sich das Bild verändert. 18 Patienten führten über diesen Zeitraum ein Kopfschmerztagebuch. Allen ging es besser – unabhängig davon, zu welcher Gruppe sie gehörten.

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Kommentar von pluggy
31.05.2016, 15:26

Du solltest dich besser auf diesem "Spezialgebiet" tummeln, da kennst du dich wohl besser aus und ueber thailaendische Themen als Halbwissender besser schweigen.

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Es gibt viele homöopathische mittel gegen migräneartige Kopfschmerzen.. Darunter muss man das aussuchen, was individuell am besten zu den Symptomen passt. Das ist ein Unterschied zur Schulmedizin, dass man sehr individuell vorgeht.

Zweiter Unterschied zur Schulmedizin ist, dass man nicht an den Symptomen heumdoktert, sondern man versucht die Ursachen zu beseitigen. Das geschieht mit C potenzen oder Q Potenzen. Problematisch sind die D Potenzen, die gerne beworben werden, dass auch der Laie sie ganz einfach und nebenwirkungsfrei anwenden könne bei akuten beschwerden.

Ansonsten sollte man noch mal versuchen, nach den Ursachen der migräneartigen Kopfdschmerzen zu suchen; liegt oft an einer Störung des Gallenblasenmeridians und Lebermeridians.

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Kommentar von MalNachgedacht
18.06.2016, 08:42

Zweiter Unterschied zur Schulmedizin ist, dass man nicht an den Symptomen heumdoktert, sondern man versucht die Ursachen zu beseitigen.

Die Homöopathie kennt nur dummerweise von keiner einzigen Krankheit die Ursache - weswegen ihr Erfinder auch davon abgeraten hat nach den Ursachen einer Erkrankung zu suchen....

Ansonsten sollte man noch mal versuchen, nach den Ursachen der migräneartigen Kopfdschmerzen zu suchen; liegt oft an einer Störung des Gallenblasenmeridians und Lebermeridians.

Die Homöopathie kennt auch keine "Gallenblasenmeridiane" und auch keine "Lebermeridiane". 

Wenn die angeblich "oft" die Ursache sind (WER hat das eigentlich WIE herausgefunden) dann hat die Homöopathie ein weiteres Problem....

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Homöopathisch ist Euminz nicht, aber wirksam gegen Migräne, Spannungskopfschmerzen und andauerndes Pochen in der Schläfe.

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Falsche Frage: da alles individuell ist. Oft wirksam ist Iris versicolor. Danke an Esowatch für die rege Teilnahme. 

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Kommentar von MalNachgedacht
30.05.2016, 14:55

In der an anderer Stelle genannten Münchner Kopfschmerzstudie bekamen die Patienten individuell nach den Regeln der Homöopathie für sie ausgewählte homöopathische Mittel....

Gebracht hat es auch nichts - die Resultate waren nicht besser als bei der Verabreichung von Zuckerpillen.

Homöopathische Mittel wirken nun mal weder besser noch anders als Zuckerpillen - da hilft auch die Ausrede "individuell" nichts.

Ach ja - Esowatch heißt übrigens schon seit langem Psiram. Die haben übrigens dort auch einen lesenswerten Artikel über Homöopathie:

https://www.psiram.com/ge/index.php/Hom%C3%B6opathie

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Wie du siehst, antworten hier fast nur Gegner der Homöopathie, und das ist wohl nicht genau das, was du suchst.

Es gibt keine homöopathischen Mittel gegen Migräne. Es gibt eine Vielzahl homöopathischer Mittel, die Menschen mit Migräne helfen können. Das ist nicht Spitzfindigkeit, sondern liegt daran, dass die Homöopathie eine hochindividualisierte Heilkunde ist. Sie behandelt den Menschen in seiner Ganzheit, nicht seine Diagnose. Es kommt also total drauf an, wie das komplexe Symptomenbild der Migräne des Betroffenen genau aussieht. Und das passende Mittel für diesen finden kann nur eine Fachperson. Das geht nicht übers Internet, sondern nur persönlich. Aber Migränebetroffene reagieren oft gut auf fachgerecht angewandte Homöopathie.

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Kommentar von MalNachgedacht
18.06.2016, 08:44

Aber Migränebetroffene reagieren oft gut auf fachgerecht angewandte Homöopathie.

"Oft"?

In der Münchner Kopfschmerzstudien bei immerhin knapp 100 Teilnehmer reagierten die Betroffenen nicht besser auf "fachgerecht angewandte Homöopathie" als auf Zuckerpillen.....

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Kurz und bündig : Die gibt es nicht !!!

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