Kennt jemand gute Strategien gegen Zeitarbeitsfirmen/Leiharbeitsfirmen?

11 Antworten

"kennt jemand gute Strategien gegen Zeitarbeitsfirmen/Leiharbeitsfirmen, an die die Agentur für Arbeit einen vermitteln will ?"

Im Falle eines Vermittlungsvorschlags an eine Zeitarbeitsfirma empfehle ich folgende Bewerbungsmethode:

Sich per E-Mail bewerben! Hierzu rate ich, die Empfangsbestätigung zu aktivieren. Den Lebenslauf in eine passwortgeschützte PDF-Datei konvertieren und die PDF-Druckfunktion deaktivieren (beides ist z.B. mit dem kostenlosen OpenOffice möglich). Bitte nicht vergessen das Passwort in der E-Mail mitzuteilen. Wer sicher gehen will, kann eine Kopie (CC) an seine zweite E-Mail Adresse schicken.

Zum Inhalt:

Sätze wie "... Zeitarbeit ist bestimmt eine interessante Herausforderung..." kommen immer gut. Zusätzlich sollte man aber erwähnen, dass man vorab auf einen Muster-Arbeitsvertrag besteht.

Vorteile dieser Methode:

  • Man hat sich ernsthaft um diese Stelle beworben.
  • Man kann nachweisen dass man sich beworben hat, auch wenn die ZAF etwas anderes behaupten sollte.
  • Die ZAF kann nicht mit der Bewerbungsmappe bei Unternehmen hausieren gehen und damit die Chancen auf einen regulären Arbeitsplatz verringern.
  • Viele Disponenten haben erfahrungsgemäß kein Interesse an solchen Bewerbungsmethoden, weil es einfach mehr Arbeit macht.

Sollte es trotzdem zu einem Vorstellungsgespräch kommen:

Erhält man von der ZAF einen Rückruf und sie bitten um einen Vorstellungsgespräch, dann ist es nie verkehrt eine Mitschrift per E-Mail an die ZAF zu schicken und den Vorstellungstermin noch einmal zu bestätigen (zwecks Fahrtkostenerstattung).

Fragen beim Vorstellungsgespräch:

Die Grundlage vieler(?) ZAF ist "lügen und betrügen". Deshalb empfiehlt es sich, so viele Mitschriften wie möglich zu machen und alles zu hinterfragen.

Hier ein paar Beispiele (Quelle: Selbsthilfe Zeitarbeiter):

  • Besteht eine unbefristete Zulassung für die Arbeitnehmerüberlassung?
  • Welchen Arbeitgeberverband gehören Sie an?
  • Welcher Tarifvertrag kommt zur Anwendung?
  • Haben Sie zur Zeit Kurzarbeit angemeldet?
  • Darf ich vor Vertragsunterzeichnung den Arbeitsvertrag mit nach Hause nehmen? Oder erhalte ich jetzt sofort einen Muster-Arbeitsvertrag?
  • Erfolgt eine mögliche Beschäftigung nur für einen Kundeneinsatz? Die voraussichtliche Dauer des Einsatzes lt. Kundenaussage(!)?
  • Welche Entgelteingruppierung wird für die ausgeschriebene Stelle schriftlich im Arbeitsvertrag(!) vereinbart?
  • Welcher Bruttostundenlohn (ohne jegliche Zuschläge) wird ab dem 1. Arbeitstag gezahlt?
  • Wird eine Fahrtkostenerstattung zum Entleiher schriftlich im Arbeitsvertrag(!) vereinbart? Oder nur in der (ersten) Einsatzbeschreibung?
    • Wie hoch?
    • Ab dem wievielten Kilometer?
    • Alternative Leistungen, wie z.B. kostenlose(!) Monatskarte?
  • Wird das Zeitkonto rechtswidrigerweise bei Nichteinsatz belastet?
  • Muss bei Nichteinsatz Urlaub genommen werden?
  • Lassen Sie eine ablösefreie Übernahme zu?

Alle Antworten schriftlich festhalten! Bitte nicht vergessen den Namen des Gesprächspartners zu notieren. Auch hier kann man durchaus die Inhalte dieses Gesprächs per E-Mail an die ZAF schicken und sich nochmals für das nette Gespräch bedanken.

Wichtig:

Zeitarbeit gemäß der aSozialen Partei, Schröder, Clement und Co. ist Sklaverei und verstößt u.a gegen Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UN, insbesondere in Verbindung mit den VW-SPD Hartz-Gesetzen. Deshalb hat Verweigerung zur Zeitarbeit nichts mit "Leben auf Kosten der Allgemeinheit" zu tun - solange man sich anderweitig um ZA-freie Stellen bewirbt!


"Ich würde zusätzlich gerne Institutionen (Parteien, Gewerkschaften, Vereine, Lobbys) unterstützen, die sich gegen Zeitarbeitsfirmen/Leiharbeitsfirmen engagieren. Könnt Ihr mir konkrete Beispiele nennen?"

Hierzu empfehle ich Dir den Besuch einer Zeitarbeitsmesse. Man trifft engagierte Leute aus seiner Umgebung und kann Kontakte knüpfen.

Ein Beispiel: http://de.indymedia.org/2010/04/279331.shtml

guter Bericht, aber wenn man das alles macht, ist man weiter arbeitslos.

Ich gebe zu habe noch nie bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet, ich finde auch so eine Arbeit und da liegt der Hase im Pfeffer, wenn man mit allen Mittel nicht in einer Zeitarbeitsfirma arbeiten will, muß man das auch nicht, denn man wird auch so eine Arbeit finden und sie hätten keine Chance wie Pilze aus dem Boden zu sprießen, teilweise ist die Bevölkerung selber Schuld.

Nun sind nunmal da und viele sind auch schon in die Firma übernommen worden, was eigentlich der Zweck dieser Aktion sein sollte, ist nun leider teilweise in die Normalität abgeglitten, das man sich einfach Mitarbeiter aus leiht und dann wieder zurück gibt. Wir mußten vor kurzem auch Jemand aus einer Leiharbeitsfirma nehmen und das war eine sehr gute Kollegin und als man sie gefragt hat ob sie bei uns bleiben möchte, hat sie abgelehnt, weil es ihr gefällt bei verschiedenen AN zu arbeiten und sie ist auch mit dem Gehalt zufrieden und wir bezahlen nach TVÖD. Dann kam Jemand neues, auch er hätte übernommen werden können, was macht er, kaum da und fehlt ständig wegen Krankheit und das wars dann. Also was lernen wir daraus, wir das Volk füttern diese Zeitarbeitsfirma und dann beschweren wir uns.

LG Sophia

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@Pifendeckel

Moin Herr Pifendeckel,

Ich gebe zu habe noch nie bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet

Na sollteste die Erfahrung mal machen. - das muss man nicht Wirklich haben.

Oft ist arbeitslos besser, als für n Verleiher losgehen zu müssen.

Dass Leihbuden wachsen wie Unkraut, daran ist doch nicht die Bevölkerung Schuld.

Das haben wir den asozialen Schröder, Clement, Münte, Steinmeier u. Hartz zu verdanken.

Durch vom DGB abgesegnete Neppertarife sind Dumpinglöhne und Bedingungen, die schlechter sind, wie die gesetzlichen Regelungen, erst möglich.

Ohne DGB Tarife fürde seit Jahren auf gesetzlicher Grundlage Equal Pay gelten.

Die Gewerkschaften fordern etwas, waqs sie selbst verhindern.

Wie schäbig ist das denn?

Die tatsächlichen Übernahmequoten in der leihbranche liegen bei unter 10 %.

Ne leihbude kann auch gar kein Interesse an Übernahmen o. festen Jobs haben.

Wo ein fester Arbeitsplatz ist kann die Leihbude logischerweise keinen ausleihen.

Also was lernen wir daraus, wir das Volk füttern diese Zeitarbeitsfirma ...

Wie wahr.

Die Aufstockung der Dumpinglöhne vieler Leuhkeulen muss nämlich der Steuerzahler berappen.

Wobei die Zustände bei Friseuren, Pflegediensten, Wachpersonal usw. sicherlich noch asozialer sind, wie bei den Leihbuden.

Im Niedriglohnsektor ist es egal, ob einer 3€ o. 8€ Br Std-Lohn hat.

Damit bleibt er Aufstocker (wenn er nicht bein Mama u. Papa wohnt).

Der Steuerzahler löhnt also die goldenen Nasen der Leihbuden.

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hallo kleintier, wie meist du das mit,

Sich per E-Mail bewerben! Hierzu rate ich, die Empfangsbestätigung zu aktivieren. Den Lebenslauf in eine passwortgeschützte PDF-Datei konvertieren und die PDF-Druckfunktion deaktivieren (beides ist z.B. mit dem kostenlosen OpenOffice möglich). Bitte nicht vergessen das Passwort in der E-Mail mitzuteilen. Wer sicher gehen will, kann eine Kopie (CC) an seine zweite E-Mail Adresse schicken.

Läst man die Druckfunktion deaktiviert so das er nicht Drucken kann, oder muß er dafür auch das Passwort haben? Will keinen Ärger von der Arge bekommen. MFG

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@Vomdeichmann

Hallo Vomdeichmann,

hier eine kleine Anleitung mit dem kostenlosen LibreOffice (fast gleich mit OpenOffice):

Wenn Du das Programm noch nicht hast, downloaden kannst Du es z.B. hier:

de.libreoffice.org/download/
  1. Lebenslauf mit LibreOffice laden oder (neu) erstellen.

  2. Im Menü folgende Punkte auswählen: Datei ⇒ Exportieren als PDF...

  3. Im Reiter "Sicherheit" ein Rechte-Passwort vergeben. Danach kannst die Druckfunktion auf "nicht gestattet" setzen und zusätzlich "Änderungen nicht gestatten" sowie "Inhalte kopieren nicht erlauben" einstellen. Das Rechte-Passwort nicht weitergeben.

  4. Im Reiter Sicherheit ein "Öffnen-Passwort" vergeben. Das Öffnen-Passwort musst Du logischerweise der ZAF mitteilen.

Die Empfangsbestätigung aktivieren und Bewerbung per E-Mail an die ZAF schicken. Nicht vergessen: PDF-Datei als Anhang beifügen und in der E-Mail das Öffnen-Passwort mitteilen. Niemals die Telefonnummer herausgeben.

Meine Meinung ist, dass die ARGE nichts bemängeln kann. Man hat sich ernsthaft beworben und zusätzlich halbwegs sichergestellt, dass die Daten geschützt sind. Die ZAF kann Deinen Lebenslauf nicht in Massen kopieren bzw. ausdrucken und an andere Firmen weiter verteilen. (So was wird leider sehr oft gemacht.)

Du kannst übrigens zusätzlich Deine Zeugnisse einscannen und als Bilddatei mit in die PDF einfügen.

Wichtig!

Es gibt auch andere Vorschläge, wie z.B. hier: http://www.elo-forum.org/zeitarbeit-firmen/79242-zeitarbeitsfirmen-erfolgreich-abwehren-fahrtkostenuebernahme-zaf.html

Es wird der nachvollziehbare Rat gegeben, sich nur schriftlich bewerben, ohne Bekanntgabe von E-Mail-Adresse und (logisch) Telefonnummer.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, welcher Weg der bessere ist. Ich denke, dass es auch immer auf den Einzelfall ankommt.

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Zwei Fragebögen für Zeitarbeit-Vorstellungsgespräche kann man sich hier herunterladen: http://www.elo-forum.org/zeitarbeit-firmen/90180-vorstellungsgespraech-za.html

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@Kleintier

Hier gibt es ein Erfahrungsbericht bezüglich ZA-Vorstellungsgespräch und Fragekatalog: http://www.elo-forum.org/zeitarbeit-firmen/90180-vorstellungsgespraech-za.html#post1105368

Interessant:

Die Fragebögen fragen nach Arbeitsplatz, Lohn, Tarifvertrag usw. Normale Punkte die man bei einem Vorstellungsgespräch klären sollte. Schließlich ist das Vorstellungsgespräch dafür da.

Wie reagierte die Zeitarbeitsfirma:

"...ich gab dem Herren dann meinen Fragebogen und sagte dass sie den Fragebogen bitte ausfüllen sollen. Nach ca 5 min kam der Herr mit dem Fragebogen zurück und sagte das er diesen Fragebogen nicht auffüllen wird. Ich fragte ihn warum und er sagte das es interne geheime Firmeninformationen wären und mich das nichts angeht ..."

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Du sagst: "Viele Disponenten haben erfahrungsgemäß kein Interesse an solchen Bewerbungsmethoden, weil es einfach mehr Arbeit macht."

Ich gebe Dir Recht. Aber warum sollen die ZAF nicht ihre eigenen Resourcen verbrauchen?

Du kriegst von der Bundesagentur für eine Bewerbung auf Papier gerade mal 5 Euro erstattet. Selbst ein einfacher Hefter kostet bereits 1.50 €, dazu das Porto, da sind die 5 € schnell aufgebraucht.

Ich habe in einem Fall sogar deren Ausdruck 'zu deren Entlastung' per Post zugeschickt bekommen. Das spricht nicht gerade für eine kompetente Zeitarbeitsfirma.

Ich habe, nachdem ich, ohne Mitwirkung von ZAF, eine Arbeit gefunden hatte, alle Firmen angeschrieben und gemäß § 35 BDSG die Löschung meiner Daten verlangt.

Ergebnis: Alle Firmen hatten einen unerwünschten Mehraufwand an Arbeit. Aber, von 147 angeschrieben/angemailten Firmen haben 145 Firmen geantwortet.

Da ich eine Plausibilitätskontrolle gemacht habe, erhielt ich auch eine Antwort einer Firma, die keine Bewerbung von mir erhalten hatte.

Soviel zu Fachkompetenz ;-(

ich kann es bald nicht merh hören, wie alle über die Zeitarbeitsfirmen schimpfen.

Zugegeben ist der Lohn sehr gering und die sollen diese ZAF-Firmen lieber abschaffen und dafür sorgen, das die Arbeitssuchenden zu gutem Lohn einstellen, aber das wollen die Entleihfirmen nicht (fühlen sich auf hohem Sockel) und halten es nicht für nötig, sich mit den Leiharbeitern persönlich auseinander zu setzen. Stattdessen arbeiten die bequem mit der ZAF zusammen, die sich mit den Leiharbeitern und deren guten und unangenehmen Sachen herum schlagen müssen. In meinen Augen wird auf die ZAf dieses abgewälzt

Wo von der Entleihfirma teilweise (nicht von allen) eine respektlose Behandlung den Leiharbeitern gegenüber stattfindet.

Die behandeln den Arbeiter wie ein Sklave, der angetrieben wird. Auch werden abfällige Bemerkungen gemacht

Auch die Festangsetellen werten sich wegen ihre angeblich besseren Standes auf und lassen ihren Frust an den Leiharbeitern aus. Der Leiharbeiter bekommt in den meisten Antleihfirmen zu spüren, das er nur der Leiharbeiter ist, aber;

bei mir waren die ZAF immer freundlich und fürsorglich. Das Geld, auch wenn es gering war, habe ich immer pünktlich bekommen. Wobei es allerdings fraglich ist, bei eine Zeitarbeitsfirma zu arbeiten und es zu unterstützen, anstatt dafür zu sorgen, lieber die ZAF abzuschaffen und dafür zu sorgen, die Leute festanzustellen und das bei höherem Lohn.

Man könnte auch sagen; die ZAF fördern durch ihr Verhalten die Machenschaften der Sklaventreiber /Entleihfirma. Die setzen sich zwar dafür ein, das es ihren entliehenden gut geht und vermittelen angeblich bei Streitigkeiten, aber das nützt meist nichts.

trotz allem; das Verhalten der Kunden ist meines Erachtens das Hauptproblem

Mal davon abgesehen, dass ich die Frage vor fast fünf Jahren gestellt habe, halte ich Zeitarbeitsfirmen immer noch für eine Pest! Es ist immer eine zusätzliche Institution (=ZAF) mit im Spiel, die Geld abschöpfen will. Leute, die bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten, untergraben in meinen Augen dann auch noch mit Ihrer devoten Einstellung ('wenig Geld, aber besser als nichts', 'Ich muss ja froh sein, dass ich überhaupt etwas habe', etc.) die regulären Arbeitsverhältnisse. Ist doch klar, dass sich bei solch "willigem Arbeitnehmervieh" die ZAFs und ausleihende (kurzsichtige) Firmen ins Fäustchen freuen.  Als Chef bzw. Personalleiter würde ich auf die Einstellung von Zeitarbeitspersonal verzichten wollen, da eine entsprechende Motivation bei den Kandidaten oft nicht gegeben ist, wie die Erfahrung zeigt. Es geht nichts über eine gut eingespielte Stammmanschaft im Betrieb, die die Abläufe kennt, aus eigener Intention Verbesserungen einführt und nicht ständig neu angelernt werden muss. Wenn eine Firma auf Personal von einer ZAF zurückgreifen muss, liegt meines Erachtens bei dieser Firma etwas im Argen.

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Erfahrungen mit denen habe ich selbst auch machen dürfen.- einer v. denen wollte mal n Foto von mir machen.- Ich kann ja prima Grimassen schneiden.- Ich nur blöd gefragt, ob er mich als Model einsetzen will.- Wofür sonst soll n Foto gut sein.- Ich bin schließlich Schlosser.- Dem Eisen isses egal, wie ich aussehe.- Auch hat man für die Nepper grundsätzlich keinen eigenen Pkw.- Man sollte auch raushängen lassen, dass man die vom Finanzamt anerkannten Pauschbeträge kennt.- Da wöllte mir mal n Zuhälter zu erklären, dass das FA eh doof sei u. die Kosten doch gar nicht anfallen würden.- Deshalb gäbe es bei ihm nur 13 ct ab dem 41-ten Entfernungs-Km.- Dazu kommt noch dass z.B. lt. MTV-BZA-Tarif.- Fahrtkostenerstattungen u Aufwandsentschädigungen zu 25% mit dem Lohn verrechnet werden können.- D.h. dann gezahlte Aufwandserstattungen v. Malocher selbst getragen werden.- Der Leiharbeiter kann dann die Kosten, weil sie ja offiziell v. AG übernommen wurden, nicht mehr bei der Lohnsteuer geltend machen.- Die Zuhälter betreiben dabei in Wirklichkeit eine Lohnabsenkung.- Durch eine quasi Gehaltsumwandlung, also dadurch dann ein Teil des regulären Lohnes als Aufwand deklariert wird, werden der Allgemeinheit auch noch Sozialversicherungsbeiträge vor enthalten.- Fahrtkostenerstattungen, VMA usw. sind ja sozialabgabenfrei.- Die Erhöhung der KK-Beiträge haben wir also u.a. den Zuhälterbuden zu verdanken.- Wenn man v. der Arbeitsagentur zu ner Zwangsarbeit vorgeladen werden soll, ist es immer gut, wenn man sich gut informiert zeigt.- Wie Kleintier auch schreibt: immer viele detaillierte Fragen stellen.- Besonders gut kommt an, wenn man fragt, ob der MTV, der mit den christlichen Pseudogewerkschaften abgesprochen wurde, denn schon wieder tariffähig sei.- Man kann auch fragen, ob die (zeitweise) Aberkennung der Tariffähigkeit auch auf andere Zeitarbeitstarife übertragbar sei.- Im Moment haben die Christlichen aber nachgebessert.- die gelten also z.Zt. wieder als Tariffähig.- Aber möglichst dumme Fragen in die Richtung kommen "gut" an bei so nem Personaler in ner Zuhälterbude.-

Wie gesagt, man hat ja auch für die Zeitarbeit KEIN Auto.- Meinen Bekannten, (ausgelernter Werkzeugmacher) wollten se mal für 6,30 €/Std Brutto losschicken.- Der sollte mit eigenem Pkw 1 Wegstrecke 65 km fahren.- es sollte dann, wie oben schon beschrieben, 13 ct ab dem 41. Entfernungs-Km geben.- das sind dann 3,25 Fahrtkostenerstattung/Tg.- =65€/Mon, abzügl. der zu verrechnenden 25 %.- Das sind dann sage u. schreibe 48,75 für 2600 Km/Mon.- Also war die wirkliche FK-Erstattung effektiv 1,875 ct/km.- und dazu noch 1,5-2Std Farzeit/Tg.- Wenn man dann den wahren Nettolohn ermittelt.- Also bei 6,30Std brutto x 150 Std = ca. 1000€ Br /Mon.- Das sind dann Netto ca. 700€ + die 48,75€ FK, ergibt 750€ Lohn, abzügl der Fz-Kosten für 2600Km/Mon.- das sind bei nem sparsamen Auto locker 250€/Mon NUR für Sprit, + Verschleiß, Vers. usw. gibt Fz-Kosten v Mindestens 300€/Mon, nur dafür um für den Zuhälter los zugurken.- Der Leiharbeiter hat also ca. 450€ Netto zu Verfügung für n Aufwand v. inkl Fahrzeit 180-190 Std/Mon.- Das macht einen Netto Stdlohn v. 2,5€ Std.- Na DAS lohnt sich aber.- Da bleibt ja beim Zeitungsaustragen, o. beim Rasen mähen mehr über.- Man sollte sich, wenn man zu nem Zuhälter muss, also vorher über die Zusammenhänge informieren.- Dann kann man richtig dick auftragen u. einen auf dicke Hose machen, wie gut man doch informiert ist u. bescheid weiß.- Wissen ist schließlich gefragt.- Und durch gezielte Fragerei (siehe Kleintier) zeigt man auch besonderes Interesse für das tolle Unternehmen.-

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