Kennt jemand Gründe, warum es keine einheitlichen Akkus bei E-Autos gibt?

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11 Antworten

Naja, das Thema ist schon etwas komplexer

  • Akkus unter Autos zu setzen bzw. den ganzen Akku zu tauschen würde einen einheitliche Konstruktion der Autos erforderlich machen, darauf lässt sich kein Fahrzeugdesigner ein.
  • Selbst wenn dem so wäre, gibt es einen Sicherheitaspekt wenn der Akku einfach unter dem Auto angeschlossen wäre. Hinzu kommt (wieder bei der Konstruktion) das Crashverhalten des Autos ist bei jedem Modell anders und müsste hier entsprechend berücksichtig werden - betrachte ich als nahezu unmöglich
  • Ein weiteres (Sicherheits)Problem ist die Lagerung des Akkus. Es ist derzeit nur unter sehr schweren Auflagen möglich einen Akku zu lagern. Es ist logistisch unmöglich das auf Tankstellen (auch nur auf wenige) auszulagern. Den Platz + Erfüllung der Sicherheitsvorschriften, den diese vorhalten müssten, kann eine Tankstelle gar nicht aufbringen. Es würde mehr als ein Auto am Tag dort den Akku tauschen.
    Schau mal auf YouTube was passiert, wenn man einen Nagel in einen Akku rammt - dann kannst Du das auf einen Fahrzeugakku hochrechnen und x die gelagerte Menge nehmen. Die Tankstelle geht hoch wie eine Rakete.
  • Wenn wir die Sicherheitsapekte aussen vor lassen, dann geht es um gebundenes Kapital. Die gelagerten Akkus haben einen immensen Wert und der Tankstellenpächter/-besitzer/-konzern muss sicher in Vorleistung treten und trägt damit das Obsoletrisiko. Denke nicht, dass sich das rechnet
  • Die Ladezeit hält den Menschen nicht vom Kauf eines E-Autos ab. Es gibt hochleistungsstationen, da ist das Auto in 15-30 Minuten geladen. Problematisch ist eher die Netzabedckung und die Kompatibilität der Stecker. Es kann sich ja nicht einmal auf einen einheitlichen Ladestecker geeinigt werden (vielleicht inzwischen auch schon überholt)
  • Es ist nicht die Aufgabe der Politik die Märkte zu regeln!
  • Meiner Meinung nach sind E-Autos eine ebenso große Dreckschleuder wie es alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auch sind. Zwar stößt es unmittelbar keine Abgase aus, aber die Energie muss produziert werden. Das passiert in dieser Menge nicht durch erneuerbare Energie
  • Ein reines E-Auto halte ich daher nicht für zielführend, sondern sehe aus obigen Gründen den Plug-in-Hybriden als bessere Lösung an.

Hier handelt es sich um meine Meinung und meine Erkenntnisse aus Logistik und Betriebswirtschaft. Es muss nicht alles wissenschaftlich erwiesen sein und ich kann mich täuschen. Aber ich habe versucht nach bestem Wissen und Gewissen die Frage zu beantworten.

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Kommentar von OlafausNRW
08.08.2017, 12:45

Hallo,

entschuldige aber das mit der Tanke und Akkutausch geht sehr wohl, hat Renault in Frankreich wirkungsvoll bewiesen.

Und deine Horror-Szenarien  sind Humbug, denn dann stände nämlich kein Autowerk mehr in Deutschland :-)

Falls du es nicht weißt,in den Automobilwerken fahren nämlich jede Menge Elektrofahrzeuge herum.

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Kommentar von 180Grad
08.08.2017, 13:14

Danke für die ausführliche Antwort!

Da kann ich viel von mitnehmen!

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So einfach, wie Du es darstellst / wünschst, ist es leider nicht.

Der Akku eines E-Autos ist nicht so einfach zu händeln, wie der einer Akku-Bohrmaschine. Größe und Gewicht sind sehr unkomfortabel für den "schnellen Austausch".

Um nicht noch mehr Platz im Auto zu vergeuden, ist der Akku so gebaut, dass er in diese oder jene Lücke (im Bereich unter dem Kofferraum) gut reinpasst. Diese Formen / Größen sind natürlich bei den verschiedenen Autos nicht gleich. Somit gibt es keine einheitlichen Akkus.

Außerdem benötigten die Service-Stellen dann spezielle Stapler, um die schwergewichtigen Akkus zu manövrieren, vorausgesetzt, dass die Autobauer erstmal die Akkus zugänglich machen und den Wechsel auf den Plan rufen.

Wäre alles schön, aber es ist noch nicht die Zeit dafür.

UND: letztendlich bin ich mir gar nicht so sicher, ob das E-Auto wirklich die umweltfreundliche Alternative darstellt. Man darf ja nicht nur den fehlenden Schadstoff-Ausstoß unter die Lupe nehmen, nicht wahr?

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Unsinn, die Erdölvorräte sind noch lange nicht am Ende. Und die Umstellung auf Elektroautos wird kaum einen Positiven Beitrag zum Umweltschutz liefern. 

  1. Sind Akkus praktisch wegen der geringen Reichweite und den langen Ladezeiten kein adäquater Ersatz für Verbrennungsmotoren
  2. Ist die Herstellung von Akkus extrem umweltschädlich und auch hier werden begrenzte Rohstoffe benötigt
  3. Tragen Schiffe, Flugzeuge und Industrie wesentlich mehr Umweltverschmutzung bei als alle Autos. Und ich habe noch nichts von Elektroflugzeugen und Elektrocontainerschiffen gehört. Nicht einmal von Elektro-LKW

Ich bin sicher, dass wir auch in 50 Jahren noch jede Menge Autos mit Verbrennungsmotoren auf den Straßen sehen werden. 

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Kommentar von dagobert68219
09.08.2017, 23:04

leider hast du recht, aber mal im ernst, man kann mit öl viel bessere sachen machen, als es mit einem wirkungsgrad von 16% zu verbrennen

1. sehe ich anderst, fahre seit 5 jahren ALLES, ohne einschränkungen elektrisch (auto, mopped)
2. das ist falsch, der grösste "schad"-posten bei der akkuproduktion ist die produktionsenergie und die kann man regenerativ erzeugen
3. überleg mal wieviel abermillionen von pkw´s es gibt und was da aus den rohren kommt..... und so nebenbei fahren schon jede menge elektro-lkw´s nur eben nicht bei uns - zusätzlich wird tesla dieses jahr einen langstreckentruck vorstellen, der auch in serie gebaut werden soll
unsere post (dhl) wollte jahrelang elektrische zustellfahrzeuge kaufen - jetzt bauen sie selbst welche und verkaufen sie sogar noch - ups rüstet ihre vehikel auch auf elektro um

mit deiner prognose magst du wohl recht haben, sofern es noch mehr solche "esel" gibt und vermutlich "unsere" politik die fahrverbote nicht konsequent durchsetzen wird

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alleine in der frage sind schon einige typische denkfehler vorhanden....

viele e-fahrzeuge haben schon ihren akku im unterboden
bei tesla ist dieser sogar (schnell)-wechselbar (90sec)

aber es macht keinen sinn, den akku zu tauschen !

ein e-auto lädt, wenn es parkt, so kostet es keine zeit, bedingt aber ladeinfrastruktur, diese ist aber leichter zu erstellen, als eine unmenge von akkupacks
akkus sind mangelware, daher kommen auch die hiesigen hersteller nicht in die puschen - sie bekommen nicht die nötige akkukapazitäten geliefert
daher wäre das akkuwechselmodell aktuell schon nicht realisierbar

dazu kommt noch, dass es verschieden grosse, schnelle, schwere, lange, breite fahrzeuge gibt - die akkus müssen crashsicher sein, brauchen ein angepasstes bmz zur akkuüberwachung - also so einfach wie beim foto geht das also nicht
dazu "altern" akkus ja auch, d.h. du würdest nie wissen, was für ein akkupack du bekommst
also schon technisch schwierig umzusetzen

auf langstrecke solltest du eh alle 2 h eine pause einlegen, da die konzentration nachlässt und eine "bio"-pause auch fällig ist
an superchargern lädst du 400km in rund 30min - bisher war mein wagen immer schneller geladen als ich mit meiner pause

im normalen "tagesbetrieb" lädt der wagen, wenn er parkt

also wo ist da ein echter wechselbedarf ?

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Kommentar von dagobert68219
09.08.2017, 22:18

ps. was ich völlig vergessen hatte.....

der LEBENSZYKLUS eines teslaakkus dürfte nach heutigen erfahrungen zw. 1.000.000 und 1.500.000km liegen
dann hat der akku aber noch 80% restleistung, was immer noch einige hundert km sind

also auch von der warte her kein bedarf nach wechselakku :-)

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problematisch an der ganzen sache ist das akkus nicht ewig halten. jetzt will mir jemand womöglich ein akku einbauen der nur noch 80% seiner kappazität hat oder womöglich ein versteckten technischen defekt... nein danke

die akkus müsste man aus und wieder einbauen was technisches personal erforderlich macht und dadurch wird es natürlich teurer

es gibt oder gab auch ein projekt von toyota wo man das elektrolyt absaugen und wieder befüllen konnte, das würde mehr sinn machen

eautos haben noch viele nachteile und werden sie auch wohl behalten. deswegen muß jeder selbst dich gedanken machen ob sich eine anschaffung lohnt oder nicht

was auch noch erwähnenswert ist... glaubst du allen ernstes das man genug rohstoffe hat und die welt mit eautos zu versorgen? GARANTIERT NICHT

es wird wohl ein mix aus mehreren sachen sein. verschiedene energiequellen, neue infrastruktur und ausbau des öpnv 

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Habe noch mal genau nachgelesen, nachdem ich hier so angegiftet werde von Leuten, die nicht nachrechnen wollen oder können:

Ich hatte idealerweise angenommen: verlustfreie Ladung sowie ein Verbrauch von 25kWh auf 100km. Tesla gibt als günstigsten Verbrauch beim kleinsten Modell genau das 3-fache an....

Fazit: mit einer grünen Brille und allgemeiner Verklärung löst man keine Probleme. Da hilft nur Argumentation und DENKEN

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Kommentar von dagobert68219
09.08.2017, 21:44

n kleiner tip aus der praxis...... mit einem tesla model s: 15kwh auf 100km und das auf bisher 10.000km - und nein, ich schleiche nicht

was du da gelesen haben willst, würde mich echt interessieren...

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Weil diese Verantwortlichen in der Politik dumm sind.

Sieh dir doch mal das dümmliche Gerede über die Ladesäulen an. Wenn du dann mal realistische Energiemengen per Ladekabel transferieren wolltest, sollte jeder diesen Unfug durchschauen können. Da dies nicht geschieht, bleibt nur der Schluss auf unsägliche Dummheit... (deshalb "dumm", weil mit einfachem Nachdenken vermeidbar...).

Wer nicht mal kWh durch Leistung teilen kann, um die utopisch hohen Ladezeiten für gängige Energiemengen auch zu erkennen, hat in einem öffentlichen Amt nichts verloren, sorry to say... Dreisatz gehört für mich schon zur Allgemeinbildung.

Solange Fahrzeuge eine gewisse (hohe) Masse haben, ist der Energiebedarf doch in etwa der selbe, den wir realistisch anstreben, um wirklich damit auch "fahren" zu können, und nicht nur Linienbusbegleitend 4 Haltestellen überbrücken wollen...

In welcher Form die Energie dann auch bewegt wird, flüssig, Gas, elektro-chemisch, ist doch erst mal näherungsweise egal, Gefahren gehen davon allemal aus.

Nur, weil manche Gefahren davon historisch gewachsen sind (Benzintank), wird es weder sicherer noch gefährlicher. Was sollen diese Nebenschauplätze der Gedanken bei völliger Inkonsequenz und Undurchführbarkeit der Voraussetzungen?

Standard nicht um des Standards willen, sondern weil "mobiles" Laden unmöglich ist! Es geht nicht ohne einen Tausch, oder will einer ernsthaft im MW-Bereich Ladeleistungen für Laien bereitstellen wollen? Beim bisherigen "Tanken" transferieren wir höchste Energiemengen in 1--2 Minuten.

Das ist elektrisch ausgeschlossen, es sei denn, wir würden "tauschen" - entweder die Karre oder Teile davon, sprich die Batterie....

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Kommentar von Havenari
09.08.2017, 11:29

Komisch, die Tesla-Fahrer scheinen kein Problem mit dem Aufladen zu haben.

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Es ist nicht Aufgabe der Politik, technische Standards zu definieren - da hält sie sich raus, und das ist auch gut so. Das sollen besser die Fachleute unter sich ausmachen.

Der ohnehin verschwindend geringen Akzeptanz von Elektroautos würde es unter Garantie keinen Schwung verleihen, wenn beim "Tanken" ein wesentlicher Teil des Fahrzeugs ausgetauscht würde.

Wer garantiert dem Fahrer denn, dass er im Austausch für den nagelneuen Akku seines gerade erst gekauften Luxusschlittens ein gleichwertiges Exemplar erhält?

Davon abgesehen, haben schon die jetzt verfügbaren Elektroautos ganz unterschiedliche Batteriekapazitäten, was auch absolut sinnvoll ist. Soll dann jede Tankstelle x Akkus in 20 verschiedenen Größen vorrätig haben, oder wie stellst du dir das vor?

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Kommentar von Doktorelektrik
09.08.2017, 12:04

Wie stellst du dir das Laden vor? Bitte endlich mal einer NACHRECHNEN hier! Du redet aus völliger Unkenntnis Unsinn!

Das Rollerkonzept in Fernost ist ein Beispiel, wie es gehen KANN.

Der Zwang kommt von der enormen Energie, die bei jedem Ladevorgang benötigt wird.

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Gier, genau wie bei Handyladegeräten, inkl. Batterien

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konkurrenz belebt das geschäft

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Hallo.

Saubere e- Autos mit Strom aus Kohlekraftwerken. Wer den Schwachsinn glaubt.?

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Kommentar von Bley1914
09.08.2017, 16:20

Es ging um Batterien, fang mal an du bist sicher jung und erfahren bring die richtige Batterie. Du könntest Millionär werden.

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Kommentar von dagobert68219
09.08.2017, 22:34

ironie an:

der onkel einer tante deren schwager ihre kusine deren neffe soll angeblich schonmal gesehen haben, dass auf einer hütte so kleine schwarze plättchen liegen und da soll gerüchteweise strom rauslaufen - verrückt gell ?

ironie aus......

also dein "kommentar" ist mal echter schwachsinn, vom feinsten - bravo !

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