Kennt jemand Fische?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo

Du möchtest also auch Brokatbarben pflegen seh ich das richtig? Dann isg das gleich schon mal ein Anhaltspunkt.

Dazu wäre ein Becken ab 100 oder 120 cm plus Länge sehr gut geeignet. Je nach Vergesellschaftung vielleicht auch mehr. Will man Gewicht und Wasser sparen muss es aber kein hohes oder tiefes Becken unbedingt sein, wie die Standardbecken...

Sieh dir doch mal andere Barben an:

Fünfgürtelbarbe Desmopuntius pentazona

Rhombenbarbe Desmopuntius rhombocellatus

Rubinbarbe Pethia padamya

Purpurkopfbarbe Pethia nigrofasciata

Sonnenfleckbarbe Pethia stoliczkana

praktisch alle Rasbora Arten außer die zu großen (eigentlich alle selten)

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Ohne weitere Barben wäre in einem geschickt eingerichteten Becken die Vergesellschaftung mit Makropoden (Macropodus opercularis) möglich, hier müsste man allerdings gute Tiere bekommen erst mal.

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Schmerlen für den Boden: Kleinere Botia oder Ambastaia, Schistura, Sewellia, Lepdocephalichthys, Nemacheilus, usw usf hier gibt es jede Menge Fische, manche davon Strömungsliebend, die relativ neu sind und eher selten. Leider auch oft Wildfänge von unklarem Bedrohungsstatus.

Grundeln wäre auch etwas wo es unzählige Arten gibt die man gut halten kann aber die nicht so wahnsinnig bekannt sind.

https://ferraqua.de

Wildform- Schwertträger passen und sind durchaus was bessonderes für Becken ab 120 cm.

Uuuuuuuund was schreibe ich für einen unnötigen Dreck mal wieder.

Es geht um vielleicht ein 60 cm Becken. Das ist leider etwas zu klein um Brokatbarben zu halten. Du brauchst von den Standardgrößen ein 100x40x40 und Minimum eine Sonderanfertigung 90×30x30

Hierbei kannst du dir trotzdem immer noch Gedanken um eine Vergesellschaftung machen.

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@Grobbeldopp

PS noch eins Brokatbarben brauchen keine Heizung oder zumindest keine starke sofern es nicht ein relativ kühles Zimmer ist. Bei 21-24 Grad geht es ihnen schon super.

Das ist ja nett für den Geldbeutel. Wenn man nun einen Wärmeliebenden Fisch dazusetzt ist es natürlich anders.

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Makropoden (Macropodus opercularis) möglich, hier müsste man allerdings gute Tiere bekommen erst mal.

Gibt's die noch irgendwo? Was in letzter Zeit im Handel auftaucht macht auf mich einen derart traurigen Eindruck, dass ich nicht glaube, dass man sie längerfristig am Leben halten kann. Von Weitervermehrung ganz zu schweigen, obwohl Makropoden ja eigentlich die idealen Übungsobjekte für die Labyrintherzucht wären, wenn es denn gesunde Elterntiere gäbe.

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@eieiei2

Ich weiß es auch nicht. Vor allem wie hat man das hingekriegt dass die immer so blass sind 🤤 Privatzüchter müsste es ja noch geben.

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@Grobbeldopp

Ich vermute Jahrzehnte Inzucht ohne frisches Blut (bei einer in der Natur so weit verbreiteten Art eigentlich unbegreiflich), vermutlich auch zusammen mit zu warmer Aufzucht.

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@eieiei2

Ich bin da skeptisch, die Inzucht müsste man ja verhindern können. Es gibt ja so viele Zuchtformen sogar. Und so viele Halter... und selbst wenn man kann unter brutalster Inzucht immer noch viel auslese machen.

An zu warme Aufzucht glaub ich generell nicht- wenn man sich anguckt wo das physiologische Temperaturoptimum vieler Fische ohnehin liegt- abartig hoch, oft jenseits der 24 Grad Aquarienstandardtemperatur.

Aber es ist irgendwie ähnlich wie beim Zwergfadenfisch. Der wird allerdings gut verkauft immer noch- nur die Qualität ist zum gotterbarmen.

Wo kommt das her? Meine Idee wäre dass die Massenzüchter im Grunde ignorieren können ob die Fische die sie heranziehen gut altern- das müssen sie nicht. So schleppen sich frühe Alterserscheinungen ein. Dazu müssen sie die Fische nicht gegenüber normalen Gesellschaftsbeckenbedingungen abhärten- die Haltung ist super sauber.

Aber warum die Makropoden dann, im Gegensatz zu den Zwergfafis, schon auf den ersten Blick selbst für Anfänger hässlich wirken...? Keine Ahnung. Die Zwergfafis sind ja immerhin bunt lackierte Wracks und man merkt es eher an der Körperform und am Verhalten dass die Fische schlecht sind.

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@Grobbeldopp

Vielleicht werden die Makropoden auch so jung abgegeben dass sie einfach nur Wracks sind die später durchaus noch bunt werden können?

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@Grobbeldopp

PS Beispiel für die zu warme Aufzucht: Für Laborzwecke werden Zebrafische bei 28-29 Grad aufgezogen- Aquarianer sagen 23 Grad eher- kein Ding.

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@Grobbeldopp

Man kann vieles verhindern, wenn man sich dafür interessiert und bereit ist den nötigen Aufwand zu treiben. In der kommerziellen Zucht ist Mehraufwand aber gleichbedeutend mit höheren Preisen. Wenn diejenigen, die zahlenmäßig mit Abstand die meisten Fische umsetzen nur noch auf den geringstmöglichen Preis achten, wird früher oder später die ganze Produktion auf dieses Segment ausgerichtet, dann gibt es keine gute Qualität mehr.

Man sieht Qualitätsprobleme bei mehreren umsatzstarken Standardarten. Die Probleme bei T. lalius hast Du ja schon angesprochen. Gute C. paleatus mit normalgroßen Flossen und geraden Flossenstrahlen muss man inzwischen echt suchen (obwohl die Preise steigen). Gleiches gilt für Danio rerio und Pethia conchonius. Bei P. innesi gibt es immer öfter krumme Wirbelsäulen und Fehlbildungen der Kiemendeckel, H. flammeus gibt es ebenfalls zunehmend oft mit krummen Wirbelsäulen und kräftige Farben werden immer seltener. Schlimm ist es auch bei den eigentlich so prachtvollen H. columbianus, die nicht nur schon als Jungtier oft stark verkrümmte Wirbelsäulen haben, sondern regelmäßig vorzeitig altern und krank werden. Die eigentlich robusten T. albonubes werden in letzter Zeit in immer schwächerem Gesundheitszustand angeboten, außerdem werden die die angebotenen Tiere immer jünger. Die häufigen Gesundheitsprobleme von Guppys gehören auch in diese Kategorie. Das alles könnte durch mehr Sorgfalt in der Vermehrung verhindert werden, es wäre nur nicht mehr so billig. Fische wie Danio rerio oder Pethia conchonius überhaupt mit Schleierflossen zu züchten ist ein Unding, die schnellen, strömungsliebenden Streckenschwimmer sind dadurch ernsthaft behindert. Und neuerdings tauchen sogar die vor Jahren schon als Qualzucht eingestuften Schleierneons wieder auf.

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@Grobbeldopp
Aber warum die Makropoden dann, im Gegensatz zu den Zwergfafis, schon auf den ersten Blick selbst für Anfänger hässlich wirken...?

Dafür gibt es einen Faktor, der vom Gesundheitszustand weitgehend unabhängig ist. Makropoden stehen nicht so unter Dauerspannung wie T. lalius, sie präsentieren ihre Flossen nur, wenn sie es für nötig halten. Wenn sie gelangweilt vor sich hin dümpeln, sieht es oft aus als würden sie vor allem die Schwanzflosse krankhaft klemmen.

Vielleicht werden die Makropoden auch so jung abgegeben dass sie einfach nur Wracks sind die später durchaus noch bunt werden können?

Sie werden wirklich immer kleiner. Aber wer möchte schon das Risiko eingehen und sich krank aussehende Fische heim holen? Ein markopodengerechtes Quarantänebecken hab ich nicht.

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@Grobbeldopp
PS Beispiel für die zu warme Aufzucht: Für Laborzwecke werden Zebrafische bei 28-29 Grad aufgezogen- Aquarianer sagen 23 Grad eher- kein Ding.

D. rerio wachsen schon bei 26°C deutlich schneller als bei 23°C und sie entwickeln sich dabei prächtig. Den Jungtieren tut die Wärme sichtlich gut. Wenn sie groß sind, sollte die Temperatur aber wieder runter, sonst altern sie schneller als normal. Das kann man aber sicher nicht auf alle Arten übertragen.

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Wenn du etwas interessantes möchtest, suche dir (legale!!!) Guppy Wildfänge. Du wirst überrascht sein wie sie sich weiter entwickeln, sofern du sie gesund hältst und sie sich über einige Generationen stabil weiterproduzieren

Wo bekommt man die?

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@GuppGuppJuth21

Keine Ahnung ich hab vor einigen Jahren bei einem Klassenkameraden welche gesehen. Sein Zoohändler hat ihm die organisiert. Musst halt mehrere anfragen, vielleicht hast du Glück und einer hat die entsprechenden Kontakte

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Wie groß soll denn das Becken werden? Bepflanzt oder Felsenlandschaft?

Ist Dein Wasser weich, mittelhart oder hart?

Es soll optimal für Brokat Barben sein

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@GuppGuppJuth21

Dann nimm doch welche. Sind schöne Tiere und ganz typische Barben, also lebhaft, verspielt und verfressen.

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Ich würde mir vlt ein 60l becken holen und brokat barben züchten. Zu wieviel dürfte ich sie im 60l becken halten.Ich würde dann halt NUR Brokat barben in diesem Becken haben.

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@GuppGuppJuth21

Ein 60er finde ich für Brokatbarben zu klein, 80cm Beckenlänge müssen es mindestens sein und das ist noch verdammt knapp. Als Ablaich- und Aufzuchtbecken wäre ein 60er völlig in Ordnung, aber nicht für Dauerhaltung. Für Zuchtversuche dürfte im Sommer ein Balkonteich ab etwa 80 Liter gut geeignet sein, mit weichem Regenwasser, feingliedrig bepflanzt und an den Wänden flächig mit Algen bewachsen. Also die gleichen Bedingungen, unter denen sich auch Bitterlingsbarben von allein vermehren.

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@GuppGuppJuth21

Zur Erklärung, warum der kleine Fisch ein großes Becken braucht: Das sind schnelle, fast ruhelose Vielschwimmer, die gerne längere Strecken geradeaus schwimmen. Es sind einfach typische Barben.

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Anfänger sollten erstmal Fische nehmen die robust sind.

Exotischere kannst du später dazukaufen.

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