Kennt jemand einen Imam in Hamburg der einen Islamischen Ehevertrag machen kann?

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6 Antworten

Diese Frage und ein Kommentar von Kronleuchter

"er braucht auch gar nicht standesamtlich zu heiraten. :) und ist im Islam und vor allem vor Gott trotzdem verheiratet,"

beleuchten eine interessante rechtliche Situation.

Bis vor wenigen Jahren (2009) war es in Deutschland nicht erlaubt, kirchliche Trauungen vor einer standesamtlichen Eheschließung durchzuführen.

Man hat diese Regelung trotz Widerspruchs des Bundesrates aufgehoben, damit im Notfall kirchliche Trauungen straffrei gemacht werden können, bei Sterbenden z.B.

Beide Kirchen halten sich weiterhin an die bisherige Praxis, d.h. sie trauen erst nach standesamtlicher Eheschließung.

Ich nehme an, dass sich auch die islamische Glaubensgemeinschaft an diese staatliche Vorgabe hält.

Interessant wird dieses Thema, weil jetzt vermehrt Ehen auftauchen, die im Ausland geschlossen wurden, und die nach deutschem Recht nicht möglich sind. Da besteht jetzt politischer Handlungsbedarf. Gleichzeitig wird auch gefordert, die frühere (oben genannte) Bestimmung wieder einzuführen.

Solche Meinungen wie von Kronleuchter zeigen die Notwendigkeit einer erneuten klaren Regelung. Schließlich kann es nicht angehen, dass in einer Parallelgesellschaft Ehen existieren, die es nach deutschem Recht nicht gibt.

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الله أَكْبَر

Religiöser Würdenträger ist hier jeder, der in der Lage ist, den Vertag abzuschließen – es wird jedoch vornehmlich ein Imam aus der Moschee oder jemand mit guten islamischen Kenntnissen bevorzugt. Die Beteiligung eines religiösen Würdenträgers hat jedoch nur eine fakultative Funktion. Eine Person – ein religiöser Würdenträger oder ein Imam – muss für die Rechtsgültigkeit einer Eheschließung nicht notwendigerweise anwesend sein.

Im Ehevertrag wird die Höhe der Brautgabe festgehalten. Darüber hinaus gilt bezüglich der Eheschließung der Öffentlichkeitsgrundsatz, wonach die Ehe vor Zeugen geschlossen werden muss. Der Abschluss des Ehevertrages ist das eigentliche Element der Eheschließung und ausschlaggebend für das Gefühl religiös orientierter Muslime, verheiratet zu sein.

http://www.islamiq.de/2016/11/19/ehen-in-deutschland-eine-muslimischer-perspektive/

LG

mulle

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Eine islamische Heirat ist nur möglich, wenn vorher standesamtlich geheiratet wurde.

Ansonsten die Heirat nicht nur ungültig ist, es macht sich auch der Imam strafbar, da er eine islamische Heirat nur bei vorheriger standesamtlicher Trauung durchführen darf.

Aber wie eh bekannt, kümmern sich viele Muslime einen Scheixx um unsere Kuffar-Gesetze...... 

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Guten Morgen, Mitmensch. 

Heiratet beim Standesamt. 

Wenn deine konvertierte Freundin nur islamisch heiratet, dann hat sie keinerlei Rechte. Sie gilt dann in diesem Lande auch nicht als verheiratet. 

Es sieht so aus, als wolltest du genau das. Falls das so ist, dann tut mir deine Freundin leid. Ist sie extra deinetwegen konvertiert?

Das würde die Sache noch schlimmer machen.

Gruß, earnest

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Selamünaleyküm von wo kommen sie denn? Außerdem gibt es in Hamburg genug türkische Moscheen, deren Imame das machen können.

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Ich würde dir die Moscheen von VIKZ raten die machen alles richtig

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