Kennt jemand eine gute Definition für atheistischen Humanismus?

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6 Antworten

Das verstehe ich nicht ganz... was ist denn bitte theistischer Humanismus?

Humanismus - ja es gibt viele Strömungen - ist doch im Grunde ein streben nach Wissen und Tugend, aufbauend auf antiken Ideen und häufig sogar im Gegensatz zu gängigen Religionen? Wenn es zum Beispiel darum geht, das alle Menschen gleich sind? Das man sich darum bemüht die Lebensbedingungen aller Menschen zu verbessern? Im Zentrum des Humanismus steht der Mensch, und nicht irgend eine Märchengestalt.

Natürlich hält das entsprechende Vertreter menschenverachtender Ideologien wie der katholischen Kirche nicht davon ab sich als "christliche Humanisten" zu bezeichnen, im Sinne von "auch wir sind lieb zu anderen Menschen", aber das trifft nicht den Kern. Es handelt sich dabei um einen Versuch sich mit tollen Federn zu schmücken und den Früchten die Humanismus als Schlußfolgerung trägt, ohne die Grundlagen zu akzeptieren...

Meine Derfinition:
Unter atheistischem Humanismus versteht man eine Haltung, die von der Achtung der Würde des Menschen geprägt ist und die sich nicht auf irgendwelche religiösen Ideen, sondern ausschließlich auf die allgemeinen Menschenrechte beruft.

Grüß Dich theartistlina!

Eine allgemeine Definition gibt es nicht. Aber alle Atheisten sind auch Humanisten. Zusätzlich gibt es auch religiöse Atheisten, die zusätzlich eine religiöse Komponente haben, aber nicht an Gott glauben. Sie sind ebenfalls Humanisten.

Religiöse Atheisten: was das ist kannst Du unter dem Link hier drunter oder in meinem Profil unter 'Meine Lebensphilosophie' nachlesen. Das fällt unter freie Religion!

Beispiele:

http://www.freireligioese-pfalz.de/was-sind-grundsaetze-freier-religion-.html

und

http://www.unitarier.de/unitarier/wer-wir-sind/grundgedanken/erlaeuterung/

Und dies hier, was Nichtreligiöse angeht. Es gibt zwar dort auch religiöse Menschen, aber dieser Ansatz wird nicht besonders betont.

Humanistischer Verband

http://www.humanismus.de/

https://www.giordano-bruno-stiftung.de/

Und hier sind die Atheisten, die sich nicht als religiös bezeichnen

https://www.ibka.org/infos/ibka.html

http://www.freidenker.org/cms/dfv/index.php

Weiterhin kannst Du hier nachschauen auf der Seite des KORSO

Kordinierungsrat Säkularer Organisationen

http://www.korso-deutschland.de/

Da sind noch ein paar mehr Organisationen, aber nicht viel mehr.

Es gibt auch den Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW)

http://www.dfw-dachverband.de/

Das dürfte reichen, oder? :-). Damit hast du wirklich genügend Lesestoff. Sie sind alle miteinander vernetzt und befreundet und verteten ähnliches bis gleiches Gedankengut, die sich meistens nur in Nuancen unterscheiden. Jeder will eben seinen eigenen Kram machen. Herausfallen dürfte da der IBKA. Er lehnt das Religiöse ab. Das kann man kommentieren, würde hier aber zu weit führen.

Ich selbst gehöre zu der Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens und damit auch zum Dachverband (DFW) und somit zu der gesamten Szene.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Aber alle Atheisten sind auch Humanisten. 

Stalin,Lenin, Mao, Castro,Pol Pot, Kim Jong-un ebenso wie der praktische Atheist Hitler - ja, alles vorbildliche  Humanisten.
Nicht zu vergessen die vielen (freiwilligen) Mitarbeiter der großen atheistischen Hilfsorganisation.
Die von dir verlinkten Organisationen  betreiben doch jeweils humanistische Hilfsorganisationen - oder ?

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@Viktor1

Viktor1!

In der Frage oben ging es um Humanisten, die atheistisch sind oder auch umgekehrt um atheistische Humanisten. Deine angegebenen Personen haben sich selbst zum Gott erhoben und insofern waren sie religiös und keine Atheisten. Humanisten waren sie auch auf keinen Fall!

Die von mir dargestellten Verbände sind Organisationen. Ich kenne zwei von ihnen, die auch auch Hilforganisationen haben . Die Unitarier - Religionsgemeinschaft Freien Glaubens, die zum Paritätischen gehören ...

Hilfswerk der Unitarier

https://www.hilfswerk-ev.de/

... und die Humanisten:

http://www.humanistisches-hilfswerk.de/?q=node%2F2

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@vonGizycki
In der Frage oben ging es um Humanisten

Ja - aber worauf ich geantwortet habe ist eine Behauptung in einer Antwort - kapiert !
Hast du das nicht mitbekommen ?
Also - erst genau hinschauen, dann quaken.
Du machst es dir leicht wenn du behauptest, daß die von mir genannten Personen sich "selbst zum Gott machten" und dann keine Atheisten  mehr waren. Das ist haarsträubender Blödsinn - und das weißt du auch. Willst du mich hier verarschen ?
Die atheistischen "Hilfswerke" kommen ziemlich mager daher.
Gut - das ist nicht deren Metier  wie bei den rel. Hilfsorganisationen, man kann nicht mehr erwarten, weshalb meine Einlassung dazu nicht ganz OK war.

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@Viktor1

Ich habe das kapiert und ich sage Dir, das ich von den Atheisten sprach, die humanistisch ausgerichtet sind. Und das andere, da steh ich nach wie vor dazu.

Man kann sich selbst auch zu einem Gott machen. Man will angebetet werden und sich selbst als den Heilsbringer anpreisen. Der Glaube ist dann die Ideologie, die keinen Widerspruch duldet. Ein Verstoß gegen sie wird dann als eine Ketzerei betrachtet und bestraft.

Genau das trifft auf die Ideologien zu, wo Führer sich selbst zu einem Gott erheben. Sie sehen sich selbst Vollkommen und absolut an. Die Ideologie wird zur einer Art Religion. Da ist es gleichgültig, ob der Führer Stalin, Hitler, Mao, Pol Pot oder sonstwie heißt heißt.

Erich Fromm aus Psychoanalyse und Religion

Während Gott in einer humanistischen Religion das Bild des höheren Selbst des Menschen ist, ein Symbol dessen, was der Mensch potentiell ist oder werden sollte, ...

[Und hier füge ich ein und mich darauf beziehend und behaupte, das eigentlich alle Atheisten bzw. Menschen religiös sind, nur sind sie von der traditionellen Auffassung von Religion geprägt und lehnen sie deshalb ab. Mit Recht! Ist nun mal meine persönliche Ansicht.]

weiter ...

... wird er in einer autoritären Religion zum einzigen Besitzer dessen, was ursprünglich dem Menschen gehörte: seiner Vernunft und seiner Liebe. Je vollkommener Gott wird, desto unvollkommener wird der Mensch. Er projiziert das Beste, was er hat auf Gott und schwächt sich auf diese Weise selbst.

Nunmehr ist alle Liebe, alle Weisheit, alle Gerechtigkeit bei Gott, und der Mensch ist dieser Eigenschaften beraubt, ist leer und arm. Er hatte mit einem Gefühl der Kleinheit begonnen, nun aber ist er völlig ohnmächtig und schwach. Alle seine Kräfte hat er auf Gott übertragen.

Dieser Mechanismus der Projektion ist genau derselbe, der bei zwischenmenschlichenBeziehungen von masochistischer, unterwürfiger Eigenart beobachtet werden kann, wo eine Person die andere vergötzt und ihr die eigenen Kräfte und Strebungen zuschreibt. Es ist der gleiche Mechanismus, mit dem Völker ihre Führer oder sogar ihre inhumansten Systeme mit den Eigenschaften großer Weisheit und Güte ausstatten.

Genau das trifft auf die Personen zu, die Du oben angegeben hast. Sie sind somit keine Atheisten sondern frönen einer eigenen autoritären Religion, in der sie sich selbst zum Gott erheben. Und so führen sie sich auch auf.

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@vonGizycki
Man kann sich selbst auch zu einem Gott machen.

Das ist Blödsinn auch wenn es nur allegorisch gedacht wird.Schnell wird diese allegorische Betrachtung dann faktisch mißbraucht und es kommt nur Unsinn heraus - wie bei dir. Deine ganze Einlassung, soweit sie darauf abfährt, kannst du in die Tonne hauen.
Wenn wir von "Gott" sprechen , dann meinen wir dies auch so und bringend dies nicht in die Nähe zu menschlichem Größenwahn oder Personenkult.
Die ganze Mühe deine Aussage zu rechtfertigen ist für die Katz.



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@Viktor1

Natürlich ist die Schlußfolgerung falsch, daß der Unglaube an eine Märchengestalt aus einem Menschen einen Humanisten macht. Aber Humanisten sind Atheisten oder zu mindest Agnostiker.

Hitler war Christ (mal gelesen was er da - noch bevor er groß an die Macht kam) an religiösen Kram abgelassen hat? Luther zitiert hat in der Judenfrage? Hast Du seine Gemälde mit christlichen Motiven gesehen?

Und die Kim's und anderen die Du da aufführst sind auch nicht unreligiös. Gerade eine totalitäre Ideologie hat doch monotheistisch religiöse Züge? Duldet keine anderen Ideologien neben sich und verfolgt deren Anhänger? Kims sind ein tolles Beispiel, in deren "Geschichte" hat auch ein Stern die Geburt des "Erlösers" Kim Il-Sung angezeigt. Da ist 2/3 des Textes in der Bibel abgeschrieben. Es handelt sich dabei um Religionen. heilige Schrift, Erlösergestalt, Rettungsbotschaft, ... inklusive.

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@Viktor1

Viktor, ihr redet von irgendeinem "gott" - und beschreibt ihn genau so wie sich kims und erichs und pol pots selbst auch beschrieben haben.

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@Viktor1

An Viktor1!

Mohammed - Jesus - Buddha: alles ist Personenkult. Ihretwegen ist ja deren Religion entstanden. Sie sind die Erfinder zumindest sind sie die Grundlage für das, was andere daraus machten.

Etwas anderes ist Religion immer dann, wenn sie unter Kontrolle der Vernunft aus der Synthese von Wissenschaft, Philosophie und eigenem Erleben stammt. Und das führt meiner Meinung nach automatisch zum atheistischen Humanismus oder umgekehrt zum humanistischen Atheismus.

Religiosität ohne Gott!

Das es natürlich auch Fundamentalatheisten gibt, ist unbestreitbar. Das Wunder des Seins, vor dem man staunend und ergriffen steht, ist nach meinem Dafürhalten nicht wegzudiskutieren. Das aber ist, auch wenn diese atheistischen Fundis es nicht wahrhaben wollen, ein religiöses Gefühl. So fasse ich das auf.

Zur Begründung verweise dabei wieder mal auf die Definition von Gustav Mensching, was Religion ist und auf Wikipedia, was das Heilige ist. Das habe ich hier schon ziemlich oft gepostet und Du selbst hast es auch schon gelesen.

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Unitarier sind christliche Antitrinitarier, was soll das mit Atheismus zu tun haben?

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Ich kann dir eine kurze, griffige, nachvollziehbare Definition geben:

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!

Ach, der Goethe.  😇

MfG

Arnold

Der ist ja auch edel, hilfreich und gut!

Zumindest hat ihm noch kein anderes Wesen darin widersprochen!

:-)

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