Kennt jemand ein typisches gedicht aus der epoche des naturalismuses?

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1 Antwort

Deine Sprache ist monströs.

"Des Naturalismus" sagt man ...

Ich guck mal nach.

Also ...

Der dänische Germanist Bengt Algot Sørensen schreibt:

"(D)ie soziale Themenwahl und die antibürgerliche Haltung (in der naturalistischen Anthologie Moderne Dichter-Charaktere von 1885; Th.) entsprechen zwar den Intentionen des Naturalismus, die Form und die Sprache der Gedichte bleiben aber epigonal. (...) (Arno) Holz aber suchte, wie er es in Erzählung und Drama schon getan hatte, auch auf dem Gebiet der Lyrik neue Wege. Das Resultat zeigt sich in seinem Hauptwerk Phantasus (...). Die Konventionen des Reims, des Verses und des "poetischen" Vokabulars werden abgelehnt. Statt der Strophe setzt Holz die sogenannte "Mittelachse": Die Zeile wird zur Einheit, deren Mittelpunkt in der MItte der Seite gedruckt wird, was schon damals den Einwand hervorrief, es handele sich hier eigentlich um gehobene Prosa, deren Verscharakter nur optisch bedingt sei." (usw.)

Das verweist doch wohl darauf, dass du bei Holz am ehesten das finden wirst, was das Wesen des Naturalismus, seine Themen und ihnen angemessene Form wiedergibt. Die Gedichte aus Phantasus findest du hier:

http://www.phantasus.de/

Der US-amerikanische Germanist Keith Bullivant bezeichnet das Buch der Zeit. Lieder eines Modernen von 1884 als "eine Agglomeration aller (...) Charakteristika naturalistischer Lyrik", gibt allerdings den Hang zm Epigonentum bei Holz in diesem Band zu.

//gedichte.eu/71/holz/buch-der-zeit.php

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