Kennt jemand das "Vestibularsyndrom" bei Tieren? Erfahrungen, Hilfe?T

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Das Kongenitale Vestibularsyndrom (auch Kongenitales Vestibulärsyndrom) ist eine seltene Erbkrankheit bei Hunden und Katzen infolge einer Fehlbildung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Sie äußert sich in Kopfschiefhaltung, Koordinationsstörungen und häufig auch Taubheit.Das Kongenitale Vestibularsyndrom tritt bei einigen Rassen gehäuft auf. Vermutet wird ein autosomal-rezessiver Erbgang. Bei Hunden sind vor allem Akita-Inu, Cocker Spaniel, Deutscher Schäferhund, Dobermann und Tibet-Terrier, bei Katzen Burma-Katzen und Siamkatzen betroffen.

Betroffene Tiere zeigen eine Fehlbildung des Gleichgewichtsorgans mit fehlenden oder missgebildeten Statolithen sowie häufig auch eine Degeneration der Haarzellen des Corti-Organs in der Hörschnecke.

Die Erkrankung zeigt erste Symptome innerhalb des ersten Lebensmonats. Dabei treten Kopfschiefhaltung und Gleichgewichtsstörungen mit Neigung zum Umfallen und leichten Bewegungsstörungen. Meist tritt gleichzeitig eine ein- oder beidseitige Taubheit auf, die durch einen Hörtest oder eine Hirnstammaudiometrie nachgewiesen werden kann. Ein Augenzittern (Nystagmus) tritt, im Gegensatz zu den meisten anderen Gleichgewichtserkrankungen, nicht auf, allerdings lässt sich oft auch kein physiologischer Nystagmus auslösen.

Die Diagnose lässt sich anhand der Rasse- und Altersprädisposition und dem klinischen Bild stellen.

Eine Behandlung ist nicht möglich. Der Krankheitsverlauf ist sehr variabel. Zumeist stellt sich ab dem 2. Lebensmonat eine Besserung ein, da die Funktionsstörung des Gleichgewichtsorgans durch andere Sinne (Gesichtssinn, Propriozeption) ausgeglichen wird, so dass trotz Taubheit ein weitgehend beschwerdefreies Leben möglich ist. Betroffene Tiere sollten allerdings von der Zucht ausgeschlossen werden.

Sie rollt auch noch mit den Augen, dass hast Du am 11.4. nicht geschrieben oder? Dein Hund hatte mit Sicherheit einen Schlaganfall, Du solltest zu einem anderen Tierarzt gehen!!

Geriatrisches Vestibular Syndrom:

Die Folge sind Störungen der Bewegung und der Orientierung im Raum bzw. Störungen der Bewegungskoordination. Geriatrisch bezeichnet die Altersgruppe näher, bei der dieses Krankheitsbild häufiger auftritt, nämlich ältere Tiere, allerdings können auch jüngere betroffen sein. Idiopathisch steht in der Medizin für eine unbekannte Ursache, es gibt keinen offensichtlichen Grund für diese Krankheit, lediglich Theorien über die Entstehung.

Das für Tierhalter erschreckende an dieser Erkrankung ist, dass sie ohne jede Vorwarnung auftritt, das sich eben noch vollkommen normal verhaltende Tier kann unter Umständen umfallen und sich nicht mehr aus eigener Kraft erheben. Dazu kommt eine Kopfschiefhaltung (die kranke Seite zeigt nach unten), evt. eine Schiefhaltung des Ohres (wenn möglich auf Grund der Form). Oft haben die Tiere Mühe, geradeaus zu laufen, sie wirken wie Betrunkene, erscheinen desorientiert. Einige laufen im Kreis oder können, wenn sie schwer betroffen sind, eben nicht mehr aufstehen. Sehr viele Tiere zeigen gerade anfänglich und in den ersten Tagen ein Zucken der Augäpfel von einer Seite zur anderen (oder wie kreisend), das medizinisch Nystagmus genannt wird, möglich ist auch Schielen (Strabismus). Tiere, die schwerer betroffen sind, fühlen sich ähnlich Menschen, die Karussell fahren schlecht vertragen, ihnen ist übel, teilweise erbrechen sie auch. In den meisten Fällen aber fühlen sich die Tiere relativ wohl und können fressen und Wasser trinken, benötigen hier aber mitunter Hilfe, da durch den Schwindel der Weg zu den Näpfen und deren genaue Lokalisation schwierig ist. Oft ist es dann hilfreich, aus der Hand zu füttern. Da diese Auswirkungen einer vestibulären Störung beim Tier den Symptomen eines menschlichen Schlaganfalles sehr ähnlich sind, verwenden manche Tierärzte den Begriff „Schlaganfall“ in der Erklärung für die Besitzer, da dies deren Verständnis oft erleichtert.

Ich kenns bei ner Katze.Das Vestibularorgan befindet sich im Inneren des Ohres und kontrolliert das Gleichgewicht; deshalb wird es auch "Gleichgewichtsorgan" genannt. Erinnerst du dich an deine letzte Karussell-Fahrt? Dann weißt du sicherlich noch, wie du dich bei dem anschließenden Versuch fühltest, geradeaus zu gehen. Genauso fühlt sich auch ein Tier, das an dem Vestibularsyndrom leidet. Die Krankheit tritt ganz plötzlich auf, bessert sich aber meist spontan von selbst.

Eine vestibuläre Störung beim Haustier wird oft fälschlicherweise für einen Schlaganfall gehalten. Dieser kommt aber bei Hunden und Katzen fast überhaupt nicht vor. Die Symptome einer vestibulären Störung beim Tier sind denen des menschlichen Schlaganfalls jedoch tatsächlich sehr ähnlich, weshalb häufig die Tierärzte selbst die Erkrankung als "Schlaganfall" beschreiben, um dem Besitzer das Verständnis zu erleichtern. Jedes Tier kann an einer vestibulären Störung erkranken. Am häufigsten kommt sie jedoch bei alten Hunden sowie Katzen im mittleren Lebensalter vor. Hunde können das ganze Jahr über erkranken, Katzen werden ohne erkennbaren Grund dagegen meist im Spätsommer und Herbst betroffen. Die schlechte Nachricht ist, dass man eigentlich gar nichts gegen sie tun kann. Die gute Nachricht ist, dass die Erkrankung sich meist von selber normalisiert. Du solltest innerhalb von 48 Stunden eine Besserung bei dem Tier feststellen können und in den folgenden zehn Tagen eine schnelle Normalisierung des Allgemeinzustands. Die Normalisierung geht dann langsamer über die folgenden vier Wochen weiter, bis die meisten Tiere schließlich vollständig geheilt sind. Nur wenige Tiere behalten eine ständige leicht schräge Kopfhaltung.

ja mein Hund Cindy 14 Jahre hat das glaube ich seti 3 Tagen die Ärztin meinte zwar Hexenschuss aber das glaub ich nicht sie kippt ständig um rollt mit den augen und kann ihr fressen nicht treffen, total verwirrt, sie versucht glückilich zu sein springt an mir hoch aber fällt um, aber es wird Tag für Tag besser und ich bete das sie noch eine Zeit bei mir bleibt, also wenn es dieses Syndrom ist dann geht das wieder weg oder?? Leidet sie?? ´Hat sie schmerzen??? Will ihr helfen. Spritzen und Tropfen hat sie gekriegt und ne Massage ;-/ hoffe so sehr das es wieder wird. Danke ;-)

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@Meistertigi

Also Schmerzen wird sie nicht haben. Ist halt nur ein scheiß Gefühl...Eine meiner katzen hatte das genauso. ist auch immer umgekippt. Wart mal ein paar Tage ab. Wenn es sich nicht bessert wrd ich nochmal zum Arzt gehn. Gegebenenfalls Medikamente besorgen, um das Schwindelgefühl zu verringern und das Allgemeinbefinden des Hundes zu verbessern. Sehr schwer erkrankte Fälle müssen eventuell stationär aufgenommen werden und Infusionen erhalten. Häufig ist aber nur gute Pflege und Geduld erforderlich.:) Also war erstmal ab.

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