Kennt ihr Hörspiele, bei denen es um den Nationalsozialismus geht? Judenverfolgung etc.

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Das Mädchen mit dem Stern. Hörspiel mit Inge Auerbacher. Von Mark Ginzler und Cordula Dickmeiß, SWR 2009

http://kuerzer.de/wFX7fIZsd: "Als die kleine Inge vor 75 Jahren im südbadischen Kippenheim geboren wurde, ahnte noch niemand, dass sie das letzte jüdische Kind sein würde, das dort zur Welt kam. Die Nationalsozialisten hatten die Macht übernommen und ihre Schreckensherrschaft überschattete Inges Kindheit. Dennoch versuchte sie, beschützt durch die Geborgenheit in der Familie, überall das Gute zu sehen. Inge war sieben Jahre alt, als sie mit ihren Eltern in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Eine Zeit unfassbaren Leidens begann; im Lager herrschten Hunger, Krankheit, Terror, Angst, Verzweiflung und Tod. Dennoch gab es auch im schlimmsten Dunkel noch Sternstunden: Zum Beispiel, als die Kinderoper „Brundibár“ von Hans Krása aufgeführt wurde. Es gab illegalen Unterricht und die Kinder schrieben heimlich Gedichte. Und Inge hatte ihre Puppe dabei – Marlene. Ihr vertraute sie alles an: ihre Träume und Hoffnungen und Wünsche. Wenn Inge Auerbacher sich heute daran erinnert, was sie als Kind in Theresienstadt erlebt hat, werden die Bilder von damals wieder lebendig. Sie erzählt unmittelbar und ohne Umschweife, warmherzig und verständlich. Aus O-Ton-Protokollen, Interviews, literarischen Texten und Mitschnitten von Veranstaltungen entstand der Text für dieses Stück, das zu den Kindern der Nachgeborenen spricht, die so alt sind wie damals Inge. Viele der Aufnahmen, die dem Hörspiel zugrunde liegen, wurden während eines Besuchs von Inge Auerbacher in der Freiburger Anne-Frank-Grundschule gemacht. Am 12. Juni wäre Anne Frank, die Inge lächelnd als ihre „große Schwester“ bezeichnet, 80 Jahre alt geworden."

Fred von Hoerschelmann, Die verschlossene Tür, 1952 (ein deutscher Baron versteckt einen polnischen Juden)

Günter Eich, Die Mädchen aus Viterbo, (1952 / Neufassung des Hörspiels 1958; Ursendung am 10. März 1953, SWF/BR/RB. Neuproduktionen: NWDR 1953, RWR (Rot-Weiß-Rot) Studio Salzburg 1954, HR/SDR 1959): Eine in einer Berliner Wohnung versteckte siebzehnjährige Jüdin und ihr Großvater phantasieren sich in die Illustriertenstory von einer in den römischen Katakomben verirrten Mädchenschulklasse hinein, um sich ihrer selbst, ihrer gefährdeten Situation und ihrer Existenz gegenüber Gott bewusst zu werden: Menschen, die gefangen sind.

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