Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr daran denkt, dass alles Leben auf der Welt nicht endlos ist?

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14 Antworten

Nun, das hängt wohl auch damit zusammen, mit welchen Erfahrungen man groß geworden ist. Wir hatten früher als ordentliche Bergmannsfamilie noch eine Ziege, Hühner und Hasen. Da konnte ich zuschauen, wie Opa oder Papa die kleinen Tiere geschlachtet hat. Für die Ziege kam ein Metzger. Als kleiner Döps war ich - ich glaube schon ab 7 Jahre - Messdiener. Da bin ich öfter mit zu Beerdigungen, zumal es hinterher eine Extramark gab. Da sind die Leute (50er Jahre) noch mehrheitlich zuhause gestorben, nicht im Krankenhaus. Da ging der Beerdigungszug dann vom Haus weg zum Friedhof - oft 3/4 km. Und vorweg ging ein Junge, der das Grabkreuz trug. Weil ich das gut gemacht habe (gab auch ne Extramark!), durfte ich das ebenfalls öfter machen. So war ich in manchen Monaten mehrmals bei Beerdigungen. Dazu haben damals die Leute ihre Gräber noch gepflegt, gesäubert, Blumen gepflanzt - und wer musst helfen? Unsereins. Festlich war es immer an Allerheiligen. Das einzige mal, dass es mich gegruselt hat war nach Allerheiligen, wenn es früh dunkel wird (November!) und auf den Gräbern überall die Totolichter flackern. Da habe ich nach einer Party über den Waldfriedhof abgekürzt, und mittendrin schlug es 12.00 Uhr (nachts) - aber auch das habe ich überlebt.

Ansonsten - keine Bange. Wir Menschen können die Welt nicht kaputt machen. Wenn es hoch kommt, können wir unsere eigene Lebensgrundlage auf der Erde vernichten. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir die Erde kaputt machen können. Immerhin sind - wahrscheinlich durch Meteoriteneinschlag - vor 60 Millionen Jahren alle Dinosaurier ausgestorben. Und? Vermisst die jemand? Den Menschen vermisst auch niemand, wenn sich die Menschen selbst abschaffen. Dann machen halt die Ameisen weiter. Außerdem, bei dem Riesenweltall, wer sagt denn, dass wir die einzig intelligenten Wesen sind? Schon Epikur hat ca. 290 v.Chr. vermutet, dass es mehrere erdähnliche Planeten und Leben darauf geben könnte. In gewaltigen Zeiträumen explodieren oder implodieren ganze Sonnensysteme und neue entstehen. Das wird auch irgendwann mal unserem Sonnensystem passieren, ganz ohne unser Zutun. Gerade darum - sagt Epikur - ist es so wichtig, dass wir etwas aus der uns geschenkten Zeit machen. Es ist wahrscheinlich unsere einzige Chance.

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Hallo Annox,

es stimmt, unser alle Leben auf unserem Planeten Erde ist begrenzt. Es stimmt auch, dass der Tod irgendwann unserem Leben abrupt ein Ende setzt. Und es ist auch richtig, dass wir keine unsterbliche Seele haben, die den Tod überdauert und an irgendeinem Ort weiterlebt. Heißt das aber, dass alles wirklich so trost- und hoffnungslos ist, wie es den Anschein erweckt?

Aus Deinen Worten scheint hervorzugehen, dass Du offenbar nicht an einen Gott glaubst. Wenn es tatsächlich keinen Gott gibt, dann ist alles genauso, wie Du es beschreibst, ohne Wenn und Aber. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn es ihn gibt. Dann kann das wahr werden, was er uns für die Zukunft verspricht.

In seinem geschriebenen Wort, der Bibel, lässt Gott uns wissen, dass die Toten zwar nicht mehr existieren, sie jedoch dennoch nicht für immer verloren sind. Sie kündigt an, dass Gott eines Tages die Gräber der Toten leeren wird. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28,29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen zu einer Auferstehung des Lebens."Wo aber werden die Toten dann weiterleben? Wie die Bibel zeigt, wird die Auferstehung für die meisten Menschen bedeuten, dass sie hier auf der Erde leben werden, allerdings zu weitaus besseren Bedingungen als vor ihrem Tod. In der Bibel ist zu lesen: "Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29).

Wenn wir also an den Tod denken, dann brauchen wir eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein, im Gegenteil! Ist die Hoffnung, durch eine Auferstehung eines Tages hier auf der Erde weiterzuleben, ohne Leid und Elend, nicht etwas Großartiges? Die Bibel beschreibt diese Zeit mit den sehr ergreifenden Worten:"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn diese Worte in Erfüllung gegangen sein werden, dann braucht sich auch niemand mehr Gedanken darüber zu machen, ob die Erde eines Tages durch einen Atomkrieg oder eine globale Naturkatastrophe zerstört wird. Die Bibel gibt uns die Zusicherung: " Kommt, seht die Taten Jehovas, Wie er erstaunliche Ereignisse auf der Erde hat einsetzen lassen.   Kriege lässt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; die Wagen [Kriegswagen] verbrennt er im Feuer. Und über den dauerhaften Bestand er Erde heißt es: "Er hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden" (Psalm 104:5).

Müssen wir uns also angesichts unser eigenen Endlichkeit verloren fühlen? Müssen wir damit rechnen, dass das menschliche Leben hier auf Erden eines Tages für immer ausgelöscht werden wird? Und sollten wir uns angesichts der uns umgebenden Unendlichkeit des Weltraums irgendwie verloren fühlen? Die Antwort lautet ganz klar: NEIN!

LG Philipp

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Selbstverständlich gibt es eine Seele. Die lebt weiter. Ich weiß es, weil ich Erinnerungen an einige vergangene Leben von mir habe. Und ich wusste während der Rückführung interessante Details, die sich im Nachhinein als wahr herausgestellt haben.

Beispiel? Es gab 1939 eine zivile Flugverbindung von New York nach Europa. Aber nicht etwa dorthin, wohin man wollte - sondern nur bis Lissabon. Weshalb ich mich dann auch in Spanien wieder fand, auf dem langen Weg zurück in meine Heimat. 

Und es gab zwei Zwischenlandungen, auf den Bermudas und auf den Azoren. Gesehen in der Rückführung. Nachsehen kannst du das im Flugplan von Pan Am von 1939, den ich vorher mit Sicherheit noch nicht gesehen hatte.

Übrigens mag ich es nicht, wenn mein Glauben als "Schwachsinn" betitelt wird!

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Kommentar von Annox
26.12.2015, 22:24

Und wie bitte willst du an diese Erinnerungen gekommen sein?

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Wir werden alle sterben, und das macht uns zu den Glückspilzen. Viele Leute werden niemals sterben, denn sie werden garnicht erst geboren. Soviele Leute, die heute hier an meinem Platz sein könnten, aber niemals werden, es sind mehr als die Sahara Sandkörner hat. Einige von ihnen hätten größere Dichter sein können als Keats, oder erfolgreichere Wissenschaftler als Newton es war. Aus all den verschiedenen Leuten die hätten geboren werden können, haben du und ich das Gewinnerlos gezogen. Wie können wir auch nur daran denken, über den Tot zu weinen, bei solch einem Glück?

oder kurz: genieße das Leben solange du es noch kannst und mach dir keine Sorgen um Morgen ;)

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Kommentar von Gullaschkanone
26.12.2015, 02:27

Du weißt dass dein Text nur eine Theorie ist? ;) Aber gut geschrieben

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Du hast recht, alles ist nicht endlos, also alles wird vergehen, was immer in deinem Bewusstseinshorizont erschienen ist. Du bist der Betrachter deines Lebens und der Welt. Und vieles kommt und geht, manches frueher, manches spaeter. Aber das eine was wirklich endlos, fuer die Ewigkeit ist, das bist Du. Ja Du, der das hier gerade liest, du wirst der ewige Betrachter deiner Erfahrungen und Welten sein, auch wenn du das manchmal nicht weisst, weil du es vergessen hast. Aber die Welten aendern sich, deine Erfahrungen aendern sich, aber dein Bewusstsein wird es beobachten fuer alle Zeit. Also Du bist mit dabei, kein Aussteigen moeglich, denn Du als Teil der goettlichen Quelle bist die Erfahrung fuer diese ewige Energie des Absoluten. Alles Gute!

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Ja, dieses Gefühl hat mich eine ganze Weile in meinem Leben verfolgt. Angefangen mit meinem eigenen Tod, über den Tod all derer, die ich kenne, bis zum Ende des Lebens im Universum.

Ich wundere mich heute, wenn ich daran denke, sehr, wie ich mir über Leben und Universum so sicher sein konnte. Ich meine: Dass diese Welt die einzige ist, die es gibt - dass dieser Planet der einzige bewohnte ist - dass mit dem Ende dieses Universums "Alles" zu Ende ist, ...

... und nicht zuletzt, dass das, was sich in Zeit und Raum abspielt, alles sein soll. Ich finde das im nachhinein eine sehr arrogante Sichtweise, die den wichtigsten Teil des Lebens ausblendet - all das, was wir nicht wissen, ja: niemals wissen, sondern nur erahnen können. Vor allem, wenn sich diese Ahnung auf das bezieht, was das eigentliche Wunder in allem ausmacht, und was sich nicht in die Grenzen von Raum und Zeit fassen lässt.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Phase überwunden habe.

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wenn die menschen auf der erde nichts mehr lernen können, wird diese vergehen, und die menschen werden andere daseinsgrundlagen schaffen können.

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Klar kennen viele Menschen die Gefühle, die du beschreibst. Darauf die Antwort:            carpe diem

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Ja der Tod gehört zum Leben sagt man......,aber ist schon ein beängstigender Gedanke wieder weg zu müssen ggf mit Schmerzen.

Denn ein Hochentwickeltes Individuum wie der Mensch ,möchte weiterleben und den Wandel erleben.

Leider ist das Gesetz der Natur ,dass etwas sterben muss, damit etwas neues nachkommen kann..

traurig aber wahr

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Genau das hatte ich früher auch. Ich habe über sowelche Dinge nachgedacht und sie immer mehr vertieft, bis ich geweint habe. War nicht so schön.

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Deshalb am besten seine Zeit nutzen, so gut es möglich ist. Was später mal kommt, wissen wir nicht.

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Ja das ist ein proplem von menschen die zu viel nachdenken, ich hatte das auch als ich als kind erfahren habe das uns 2020 angeblich ein komet trifft der sämtliches leben auslöschen soll habe ich 1 woche geheult, weil ich damit nicht klarkam weis garnet was jetzt mit dem komet ist aber ich glaub das nichts passieren wird aber zu dem zeitpunkt hat mich das fertig gemacht ^^ mann merkt das du klug bist sonst würdest du dir solche gedanken nicht maczhen. Beunruigend finde ich auch den gedanken, wen mann sich seiner elbst mal bewusst wird und man das eig. Selbst ist mit den man sich den ganzen tag unterhällt oder nicht, man ist irgendwie allein mit seinen gedanken. Achja die erde geht sowiso erst in 100000000 jahren unter undzwadan wen die sonne sich ausbreitet um zum roten riesen zu werden und dan zu implodieren oder so.

ZPeace

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Kommentar von Dogvahkiin
26.12.2015, 11:20

Jup, als ich das mit dem Kometen damals gehört hatte, war ich einen Monat traurig. Mittlerweile habe ich aber begriffen, dass die meisten Weltuntergangsvorhersagen ziemlicher Unsinn sins, sehr unwahrscheinlich stattfinden oder schon von ein paar Wissenschaftlern gelöst werden ;)

Don't worry, be happy!

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Mal zum Leben nach dem Tod: Es gibt so einige Wissenschaftler, die an ein Leben nach dem Tod glauben. Schau im Internet doch mal nach Nahtoderfahrungen. Ich bin Christ, in dieser Religion glaubt man an die Auferstehung der Toten. Gründe, warum ich an Gott glaube findet man auf meinem Profil.

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Ja, ich habe es verdrängt

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