Kennt ihr “böse” Zauberkräuter?

8 Antworten

Alraunenwurzel, Bilsenkraut, Tollkirsche, Eisenhut, und vielen weiteren.

Je giftiger eine Pflanze ist, desto geringer die Heilung bei der Anwendung.

Früher nahm man an, dass man eine "Hexensalbe" herstellen konnte, mit der eine Hexe zum Hexensabbat fliegen konnte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hexensalbe

Das hat natürlich so nicht funktioniert, es ist aber gut denkbar, dass man manche Pflanzen als Rauschdrogen verwendet hatte (die immerhin die Vorstellung des Fliegens vermittelten). Nachtschattengewächse enthalten mitunter Alkaloide, wie etwa Hyoscyamin.

Zu den Nachtschattengewächsen zählt auch das schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), welches dieses Alkaloid enthält. Auch als Azneimittel konnte man die Pflanze einsetzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bilsenkr%C3%A4uter

Der Name des Bilsenkrauts steht vielleicht im Zusammenhang mit dem keltischen Gott Belenus (Asterix-Fans wird dies etwas sagen). In Ungarn heißen Bilsenkräuter "beléndek". In den keltischen Sprachen nannte man das Kraut u.a. "belenuntia".

Womöglich hatten schon die Druiden dieses Kraut benutzt.

Der Mai heißt in der irischen Sprache (gälisch!) bealtaine - das ist auch das Wort für die Nacht auf den 1.Mai, bei uns nennt man diese Nacht "Walpurgisnacht", auch diese wurde ja früher als "Hexennacht" interpretiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beltane

Hallo,

ein Beispiel:

die Eibe wurde von den Römern bei uns in Deutschland nahezu ausgerottet, da man ihr böse Kräfte nachsagte und sie als Pflanze des Todes angesehen wurde.

Es gab große Eibenwaldflächen hier in Deutschland und die Bäume wurden von germanischen Druiden verehrt und genutzt.

Die Eibe ist in weiten Teilen giftig, aber die Indianer Nordamerikas z.B. haben die Heilkraft der Eibe schon sehr früh erkannt. Große Pharmakonzerne haben aus Bestandteilen der Eibe jedoch ein Heilmittel für Krebs entwickelt, was auch die Indianer benutzen.

In der Folge wurden die alten großen Eibenbäume abgeholzt, um diese für die Herstellung von Medikamenten zu nutzen.

Ich denke, es gibt keine "bösen" Zauberkräuter, da alles seine zwei Seiten hat. In geringen Dosierungen sind nahezu alle Giftpflanzen wieder hilfreich, denn die Dosis macht das Gift.

Ob etwas gut oder böse ist, entscheiden wir in unserem Gehirn bzw. in uns selbst. Wenn ich die Früchte der Eibe jemandem jeden Morgen in sein Müsli mische, ohne vorher den inneren Kern zu entfernen, könnte ich ihn damit umbringen.

LG Jürgen

Z.B. Hundspetersilie, das war früher ein lebensgefährliches Abtreibungsmittel. Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Tollkirsche ...

Dankeschön! :)

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Alle, die so in eine Flugsalbe reinmüssen, also Bilsenkraut, Tollkirsche, Stechapfel, Nachtschatten usw... Alles mögliche, was eben giftige Alkaloide enthält.

Dankeschön, die erste Antwort, mit der ich was anfangen kann! :)

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@KatieElder

Ich hoffe, du willst nicht damit experimentieren, das Zeug ist alles hochgiftig!

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