Keltenstämme ...

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2 Antworten

Berühmte waren z.B. Belger = Stammesgruppe in Nordgallien, deren Gebiete sich von der Seine und Marne bis zum Rhein erstreckten. Teile ihrer Bevölkerung bestanden aus eingewanderten und später keltisierten Germanen. Im 1. Jh vor Chr. siedelten sich belgische Gruppen in Südengland an. (Belovarker waren ein Stamm unter diesen)

Biturien waren gr. gallisch. Stamm (heut westl. von London)

Borier waren sehr bedeutend die urspr. in Gallien siedelte und im 4. Jh vor Chr. nach Oberitalien auswanderte, wo Bologna an seinen Namen erinnert. Nach ihrer endgültigen Niederlage gegen die Römer zogen sie nach Mitteleuropa und besiedelten Teile Tschechiens, wo ihr Name in dem Böhmens fortlebt. Von dort wanderten sie im 1. Jh vor Chr. teils nach Westen und teils nach Ungarn.

Britannier (dürften bekannte sein).

Dumnonier waren britan. Stamm in Cornwall und Südwestengland, wo er der Grafschaft Devon ihren Namen gab. Nach Ende der röm. Herrschaft entstand dort im 5. Jh vorübergehend das keltische Königreich Dumnonia, von dem aus die Bretagne besiedelt wurde.

Eburonen- von Cäsar besiegt.

Haeduer waren mächtiger Stamm (gallisch) dessen Gebiete sich zw. Loire und Saône erstreckten. Das Hauptoppidum der tradt. mit Rom verbündeten Kelten war Bibracte bei Autun.

Helvetier kelti. Stamm, der angeblich aus SW Dtl. in die heutige Schweiz eingewandert war. Seine Abwanderung ins westliche Gallien verhinderte Caesar 58 vor Chr.

Ikenier (wo die Königin einen Aufstand unternahm.

Insubrer waren ein nach Oberitalien eingewanderter Stamm, dessen Siedlungsgebiete um seinen Hauptort Mailand (Mediolanum) lagen. 225 vor Chr. wurde der Stamm in der Schlacht von Telamon von den Römern besiegt, die 3 Jahre später seinen Hauptort einnahmen. Um 196 vor Chr. erfolgte die endgültige Unterwerfung.

Kadurker unter denen der letzte gallsche Widerstand gegen Cäsar brach.

Kaledonier waren schottischer Stamm die niemals von den Römern unterworfen worden aber sorgten immer wieder für Überfälle am Hadrianswall und gingen schließlich in den Pikten auf.

Karnuken zu den Cäsar meinte deren Land wäre Mittelpunkt Galliens, wo sich an heiliger Stätte 1x jährlich alle Druiden versammelten.

Keltiber die erbitterten Widerstand gegen die röm. Eindringlinge leisteten.

Noriker waren keltisch-illyrischer Stamm in den Ostalpen im Gebiet der Steiermark und Kärntens, der im 2. Jh vor Chr. ein einflussreiches, stark romanisiertes Reich begründete. 15 vor Chr. besetzten röm. Truppen das Land, das schließlich die Provinz Noricum wurde.

Pikten waren mehrere nordschottische Stämme, die seit dem 3. Jh nach Chr. erwähnt wurden und deren Kultur wohl starke vorkeltische Elemente enthielt. Ihr Name bedeutet vermutlich "die Bemalten" und verweist auf die Berichte antiker Historiker, die einen derartigen Körperschmuck schildern. Im frühen Mittelalter gingen die Pikten in den Skoten auf, wonach ihre Sprache und Kultur verschwanden.

Remer waren belgischer Stamm an Marne und Aisne. Zu Beginn des gallischen Krieges gehörte er zu den angesehensten Stämmen Galliens.

Salluvier waren keltisch-ligurischer Stamm in Südfrankreich. In Nachbarschaft zur griech. Kolonie Marseille. 122 vor Chr. wurden die Salluvier von den Römern besiegt und der Provinz Gallia Narbonensis eingegliedert.

Sequaner waren ostgallischer Stamm. Kurz vor Caesars Intervention in Gallien waren die Sequaner zu den mächtigen Rivalen der Haeduer geworden.

Skordisker war Stamm, der an dem Angriff auf Delphi beteiligt gewesen sein sollund danach Singidunum an der Donau gründete, das heutige Belgrad. Später wurden die Skordisker von den Römern unterworfen.

Vindeliker mit denen sollen sich die Römer auf dem Bodensee eine Schlacht geliefert haben. Die Vindeliker stellten mutmaßlich die Bevölkerung des Oppidums Manching.

Lit. Wilson, David M. "Kulturen im Norden. Die Welt der Germanen, Kelten und Slawen 400-1100" nach Chr. München 1980.

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