Wie kann ich den Keller dämmen?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich muss Dietars Antwort vehement widersprechen. Die Kellerwände haben in der Regel Erdreichkontakt - sonst wäre es ja kein Keller. Damit sind sie durch das Erdreich gekühlt, ebenso wie der Boden.

Im Sommer haben wir daher kühle Kellerwände, das klingt ja noch recht nett. Draußen haben wir aber schwülwarme Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das bedeutet, dass jeder Luftwechsel neue Feuchtigkeit in den Keller und dort an Boden und Wände bringt. Und damit entsteht Schimmel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Onki73
13.06.2016, 13:06

Der Schimmel kann vermieden werden durch die ganzjährige "Beheizung" des Kellers. Was die Kellerräume in den Wintermonaten nicht an Heizenergie benötigen (wegen dem relativ warmen Erdreich) muss im Sommer in den Keller gebracht werden, um zu kühle Oberflächen zu vermeiden.

In der Gesamtenergiebilanz wird der ganzjährig beheizte Keller also nicht mehr Heizenergie verbrauchen, als jeder andere Wohnraum über der Erde.

Wichtig ist die Vermeidung kalter Oberflächen (Schimmelprävention), weshalb die Räume nicht mit Warmluft beheizt werden sollten, sondern mit Wärmestrahlung, da Wärmestrahlung die Wärme schneller und gleichmäßiger im Raum verteilt.

0

Mit der Erhöhung des Dämmwertes werden Heizkosten gesenkt. Die Beheizung eines Raumes erzeugt warme Oberflächen, Trockenheit und wohnliche Verhältnisse.

Daher ist für den Wohnraum die Heizmöglichkeit wichtig, nicht eine zusätzliche Dämmung. In der Regel besitzen die Wände schon baulich einen ausreichenden Dämmwert, der ggf. durch Trocknung wieder herzustellen ist.

Kellerräume können - wenn baurechtlich gestattet - zu trockenen Wohnräumen umgebaut werden, wenn sie eine Heizmöglichkeit mit viel Wärmestrahlung bekommen.

Wärmestrahlung ist hier sehr wichtig, denn diese erwärmt die Oberflächen direkt, was die Schimmelgefahr senkt. Wärmestrahlung bieten alle Flächenheizungen (Fußbodenheizungen, Wandheizungen) aber auch die hydraulische Heizleiste. Letztere eignet sich sehr gut zum preisweren Nachrüsten in Bestandsgebäuden.

Zum Wohnraumumbau eines Kellerraumes also Elektroinstallation unter Putz verlegen, im Sockel der Innenwände Heizrohre knapp unter Putz zur Feuchteverdrängung verlegen (ca. 10cm über Fußboden - siehe "Temperierung" im Internet) und vor den Außenwänden hydraulische Heizleisten installieren.

Die Wände mit Kalkspachtel spachteln und mit wischfesten Kreide- oder Kalkfarben, Silikatfarben o.ä. streichen. So bekommt man einen trockenen Wohnraum mit warmen, schimmelfreien Wänden. Vorausgesetzt, die Außenabdichtung ist intakt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du in einem Keller wohnen willst, muss er trocken sein. Damit er trocken sein kann, muss eine gute Drainage vorhanden sein. Da die Bauherren meist nichts oder wenig von der Sache verstehen, wird hier zuerst und am Leichtesten gepfuscht. Am Besten ist es, man gräbt rundherum auf und legt ein neues, dickes Drainagerohr in ein Kiesbett 150 mm unter den Kellerboden. Dann isoliert man die Hauswand neu undisoliert die Erdseite mit einer Elefantenfolie. Dann wird bis oben mit Kies gefüllt. Sand darfst du bei einer Drainage nie verwenden.
Jetzt hast du einen trocknen Keller. Die Wände brauchst du nicht zu dämmem, den Fußboden aber schon. Ich würde 50 -60 mm Zellulose Hartplatten auflegen und darüber ein Fertigparkett.
Von Laminat rrate ich ab, da das noch ein paar Jahre sehr "gesundheitsfördernde Stoffe" ausgast. Als Fenster bestellst du dir solche, die eine Entlüftung eingebaut haben.
Das ganze kostet zwar eine ganze Stang Geld aber du hast dann bestimmt keine Schimmelprobleme und du wohnst in einem geruchlosen Keller.
Es herrscht der Irrglaube, ein Keller sei eine günstige Wohn- oder Abstellfläche. Wie so oft irren die Experten. Ein guter Keller ist meist teurer als ein Wohngeschoss.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Onki73
13.06.2016, 13:00

Dietar, die Drainage hilft nicht gegen Wohnraumfeuchte, die sich an/vor kalter Wandoberfläche aus der Raumluft bildet.

Drainagen müssen gereinigt werden, da sie sich mit der Zeit mit Sand zusetzen und dann wirkungslos sind. Viel Geld für fragwürdige Effekte.

Die intakte Schwarzabdichtung reicht in der Regel völlig aus, bzw. im Altbaubestand hilft auch die Tonabdichtung. Siehe Dernoton im Internet.

0

Eine gute Drainage setzt sich nicht zu, da sie in Kiesverlegt wird. Kies kommt auch an der Hauswand bis Erdhöhe zum Einsatz. Isolation mit Teerfarbe reicht nicht aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ist der Keller als Wohnraum genehmigt???

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Warum willst du in deinen Keller ziehen? :D

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?