Keinen sinn im leben sehen. psychiatrie?!?

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5 Antworten

Du brauchst professionelle Hilfe.

und ich möchte es auch eigentlich meiner therapeutin (mache wegen der magersucht eine ambulante therapie) erzählen

Genau das solltest Du auch UNBEDINGT tun.

Daran ist nichts zu ändern - Du solltest es auch als Hilfe annehmen.

Schließlich kann es nur so erreicht werden, dass es Dir später wieder besser geht.

sophiehessen 27.01.2013, 13:19

ja klar das weiß ich, aber ich will nicht weg von zuhause aus der schule raus und so. ich weiß wie das ist, wenn man wieder zurückkommt und sich wieder in alles reinfinden muss. das ist verdammt schwer und ich stehe kurz vor meinem schulabschluss. wenn ich jetzt in die psychiatrie gehe muss ich die 10. klasse wiederholen. und warhscheinlich geht das nicht weil ich auch gesundheitlichen gründen die 10. grade schon zum 2. mal mache. dann stehe ich mit nem hauptschulabschluss auf der straße und das will ich auf keinen fall!

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bibi8888 27.01.2013, 13:21
@sophiehessen

okay, das ist doch schon mal ein Ziel und zwar kein schlechtes. Überlege, was helfen könnte, damit du dieses Ziel erreichst.

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PhotonX 27.01.2013, 13:23
@sophiehessen

Ich denke, deine Therapeutin will das genauso wenig wie du und wird eine gute Lösung finden.

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sophiehessen 27.01.2013, 13:24
@bibi8888

ich müsste erst mal die gedanken, dass mein leben sinnlos ist wegbekommen. und danach meine sucht eindämmen. aber ich weiß ums verrecken nicht wie ich das machen soll.

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sophiehessen 27.01.2013, 13:26
@PhotonX

@ PhotonX: meine therapeutin sagt immer dass sie das beste für mich rausholen will und ich weiß nicht ob der stress (der durch den schulabschluss automatisch kommt )der die sucht und alles nur noch verschlimmert das beste für mich momentan ist

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Dafür hast du doch eine Therapeutin um mit ihr über das zu reden, was dich belastet. Die Zwangseinweisung in eine Klinik ist immer der letzte Schritt, wenn nichts anderes mehr möglich ist. Friss deine Bedenken und Sorgen nicht in dich rein, sondern sprich mit ihr darüber, auch darüber dass du Angst hast vor einem weiteren möglichen Klinikaufenthalt und das dies das letzte ist was du möchtest. Arbeite mit ihr kleine Schritte aus, wie du dich selbst zu mehr Lebensfreude motivieren kannst.

Du bist nicht für den Zustand deines Vaters verantwortlich, sondern erst mal für dich selbst. So eine Situation macht auch Leute fertig, die keine Magersucht haben. Versuche aber nicht noch weniger zu essen, sondern überrede dich selbst zum Essen, wenigstens eine Kleinigkeit. Ich hatte auch schon tiefe Löcher, kann aber heute sagen, dass ich das Leben schön finde.

Ich wünsche dir ganz viel Lebensmut

Liebe Sophie! Rede es dir von der Seele. Bei deiner Therapeutin. Ohne Angst. Ich bin sicher schon deutlich älter als du, und ich kann dir nur sagen, dass das Leben immer wieder solche Tiefen mit sich bringt. Die Kunst ist es, nicht darin zu versinken, sondern Stärke daraus zu gewinnen, und den Glauben, dass alles sich verändert. Auch aus schlimmen Zeiten werden wieder bessere Tage. Das ist sicher. Überlege genau, was geschehen könnte, damit du dich wieder wohler fühlst. Und sage das auch deiner Therapeutin. Daran könntet ihr dann gezielt arbeiten. Alles Liebe für dich und deinen Vater!

sophiehessen 27.01.2013, 13:22

danke, denkst du denn, dass sie vorschlagen könnte dass ich in die psychiatrie gehen müsste.

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bibi8888 27.01.2013, 13:26
@sophiehessen

Das weiß ich nicht. Aber wenn sie es tut, dann besprecht deine Ängste, die man ja verstehen kann. Sie sind sicher auch Teil deiner Erkrankung. Du musst wirklich lernen, ohne Scheu über deine Gefühle zu sprechen, umso besser kann man die helfen. Wenn es wirklich keine Alternative zu einem Klinikaufenthalt gibt, so gehe diesen Weg. Schulisch wird sich gewiss eine Lösung finden lassen. In deinem späteren Leben fragt keiner mehr, wann du die Schule beendet hast. Wichtig ist, dass du geheilt wirst! DAS bestimmt dein weiteres Leben!

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Suchterkrankungen haben eines gemeinsam: Die Sucht versucht sich zu schützen und zu erhalten. Daraus resultiert auch deine Abwehr gegen die Psychiatrie. Du hast die Erfahrung gemacht, dass man dort wirksame Mittel hat, gegen deine Sucht vorzugehen.

Das ist ein sehr unangenehmer und auch leidvoller Prozess, denn er hindert dich daran, deine Sucht zu befriedigen. Solange du ambulant bist, kannst du dir Wege schaffen, sie dennoch weiter zu bedienen.

Aber: Deine Verzweiflung kommt daher, dass das Leben auf diese Weise unglaublich anstrengend ist. Du befindest dich in einem ständigen Kampf mit dir selbst, weil es dir nicht gelingt, die Sucht loszulassen. Das führt dazu, andere hintergehen zu müssen, damit das nicht auffliegt. Gleichzeitig zerstört dich die Sucht selbst jeden Tag ein bisschen mehr.

Wenn du eine Chance haben willst, zu einem glücklichen Menschen zu werden, bleibt dir nur die Psychiatrie. Nur wenn es gelingt, dich aus der Sucht zu befreien, kannst du auch ein freier, glücklicher Mensch werden.

Stell dir vor wie es deiner Mutter oder deinem Vater gehen würde, wenn du nicht mehr da wärst. Stell dir nicht vor das es für dich besser sein könnte sondern für die anderen schlimmer.

sophiehessen 27.01.2013, 13:21

klar wäre es für alle anderen richtig schlimm, dessen bin ich mir schon bewusst. aber mir wurde schon so oft gesagt, dass ich wenn ich nicht für mich kämpfen will für meine familie kämpfen soll. das hat jedes mal nicht geklappt, wenn man was erreichen will muss man es für sich machen und nicht für andere. so ist das zumindest bei mir.

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