keinen arbeitsvertrag

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8 Antworten

Wenn der Arbeitgeber keinen Arbeitsvertrag ausstellt,hat er zumindest  spätestens innerhalb eines Monats nach Arbeitsbeginn laut Nachweisgesetz folgendes auszuhändigen:

 

§ 2 Nachweispflicht (1) Der Arbeitgeber hat spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen. In die Niederschrift sind mindestens aufzunehmen: 1. der Name und die Anschrift der Vertragsparteien, 2. der Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses, 3. bei befristeten Arbeitsverhältnissen: die vorhersehbare Dauer des Arbeitsverhältnisses, 4. der Arbeitsort oder, falls der Arbeitnehmer nicht nur an einem bestimmten Arbeitsort tätig sein soll, ein Hinweis darauf, daß der Arbeitnehmer an verschiedenen Orten beschäftigt werden kann, 5. eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit, 6. die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit, 7. die vereinbarte Arbeitszeit, 8. die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs, 9. die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses, 10. ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind. Der Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen in elektronischer Form ist ausgeschlossen. Bei Arbeitnehmern, die eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch ausüben, ist außerdem der Hinweis aufzunehmen, daß der Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung die Stellung eines versicherungspflichtigen Arbeitnehmers erwerben kann, wenn er nach § 5 Abs. 2 Satz 2 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch auf die Versicherungsfreiheit durch Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber verzichtet.

Geltende Regeln

Ohne schriftlichen Vertrag sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber oft im Unklaren, welche Rechte nun gelten sollen. Grundsätzlich gilt zunächst einmal das, was die Parteien vereinbart haben, ob nun mündlich oder schriftlich ist hier nicht erheblich. Wenn nichts vereinbart ist, gibt es eine einfache Regel: Es gilt das, was im Gesetz steht. Der Arbeitnehmer bekommt also 24 Werktage Urlaub, darf bei den meisten Berufen im Durchschnitt nicht mehr als 8 Stunden täglich und im Einzelfall nicht mehr als 10 Stunden arbeiten, erhält den Lohn, oder das Gehalt, welches für den Beruf üblich ist, hat Anspruch auf Pausen, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und vieles mehr. Sofern ein Tarifvertrag für den Arbeitnehmer anzuwenden ist, gilt dann dieser.

http://berlin.lichtenberg-rechtsanwalt.de/Urteile/Arbeitsrecht/Schriftlich.html

 

Notfalls bleibt nur der Gang zum Gericht. Dein Arbeitgeber macht sich strafbar, da er Dich schwarz beschäftigt, er hat keine Abgaben bezahlt, kannst ihn anzeigen.

Kommt auf deine Situation an. Es gibt Situationen im Leben (etwa im Studium), wo man selbst so ein absolut rechtswiedriges Verhalten mitmachen muss, ansonsten gibts nichtmal ein soziales Netz, dass einen auffängt und die Existenz ist hin.

Falls du es dir leisten kannst, melde ihn. Mich würde es freuen. Den Job kannste allerdings dann vergessen.

Ein Arbeitsvertrag hat mit einer Versicherung überhaupt nichts zu tun. Arbeitest Du denn Vollzeit oder nur auf 400-Euro-Basis? Das ist auch noch ein Unterschied.

pascha123456 04.04.2011, 12:10

arbeite vollzeit

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blondie1705 04.04.2011, 12:11
@pascha123456

Dann musst Du ja auch eine Abrechnung erhalten. Was steht denn da bei Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung? Da muss ja Dein Arbeitgeber Beiträge abführen. Du wärst ja sonst nicht mal krankenversichert.

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guinan 04.04.2011, 12:12

Ein Arbeitsvertrag steht einem immer zu, auch wenn man nur 400-Euro-Kraft ist. Und auch wenns nicht so publik ist- in der Tat versuchen viele Arbeitgeber, Leute schwarz zu beschäftigen und ihnen alle Rechte zu verweigern, was bei vielen Notleidenden auch gut funktioniert und selten auffliegt. Da wird wohl nicht nur keine Sozialversicherung gezahlt, kein Anteil am Krankengeld, sondern Kündigungsschutz soll auch nicht gewährt werden und Urlaub und was nicht alles

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blondie1705 04.04.2011, 12:22
@guinan

Klar, es gibt alles, auch unerlaubtes. Leider! Du solltest Dich auf jeden Fall wehren und täglich nach Deinem Vertrag fragen. Habt Ihr vielleicht einen Betriebsrat oder bist Du in der Gewerkschaft? Dort kannst Du Dir auf jeden Fall Hilfe holen.

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melde es der versicherung! entweder bekommt er eine strafe oder du deinen arbeitsvertrag.. oder er eine strafe und du bist gefeuert.. jedenfalls ist das rechtswidrig und muss gemeldet werden, auch zum schutz derer die nach dir kommen!

Geh zur Arge und meld Dich arbeitslos! Dein Chef hätte auf jeden Fall Sozialversicherungsbeiträge für Dich abführen müssen!

gehe lieber zum Arbeitsamt oder rufe dort an und erkläre deine Situation... jetzt scheinst du Illegal zu Arbeiten...oder hat er dich angemeldet...

Rufe bei deiner Krankenkasse an und frage, ob du und von wem du angemeldet bist.

pascha123456 04.04.2011, 12:33

habe ich schon gemacht meine krankenkasse sagt das ich nicht angemeldet bin , habe aber eine kopie von meinem lohnzettel bekommen und da steht aber meine krankenkasse drinnen

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