Keine Zeit für die Psychiatrie?

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5 Antworten

Keine Zeit?
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dich um deine Gesundheit zu kümmern. Hast du mal die Ausbildung angefangen, dann bist du in der Ausbildung und danach arbeitest du in deinem Beruf weiter.. wann willst du es dann machen?

Und es gibt kein "Keine Zeit haben", wenn es um die Psyche geht. Es ist deine Psyche, deine Gesundheit. Na und, dann ist deine Familie halt etwas besorgt. Du musst jetzt an dich denken. Und glaube mir, im Nachhinein sind sie eher froh, dass du das ihnen anvertraut hast, als dass sie nichts ahnend denken, du wärst glücklich. Vertrau dich ihnen an. Du kannst auch zuerst nur sagen, dass es dir psychisch nicht gut geht und du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen willst. Wenn es dir zu viel ist, dann musst du (noch) nicht mehr sagen.

Aber trau dich. Ohne Behandlung wird es nur noch schwerer und umso eher du dich traust, desto besser kann man dich noch behandeln :)

Baue deine Gesundheit lieber jetzt auf. Was nützt es dir, wenn du die Ausbildung nun beginnst? Am Ende brichst du zusammen und dann war alle reingesteckte Energie umsonst. Das wäre sehr schade. Wenn es dir psychisch besser geht, kannst du beruflich auch viel mehr erreichen.

LG :)

Wenn du aufmerksame Eltern hast, werden sie bestimmt schon mit bekommen haben, dass es dir nicht gut geht. Vielleicht kämen sie nie auf Depressionen.

Sorgen werden sie sich auch machen, wenn es dir immer schlechter geht.

Sobald du dir Hilfe suchst, nimmst du ihnen vermutlich sogar eher die Sorgen, weil du dafür sorgst, dass es dir besser geht!

Und das Argument mit der Zeit ist arg schlecht. Wenn du einen Tumor hättest, würdest du ihn behandeln lassen oder würdest du sagen, dass du dafür keine Zeit hast?

Wusstest du, dass viel mehr junge Leute (zwischen 15-25) an Depressionen, also am Selbstmord sterben, als an Krebs?
Suizid ist die zweit häufigste Todesart in der genannten Altersklasse.

Eine Depression ist nicht zu unterschätzen!

Für die Behandlung hast du immer zeit!

Downboy16 12.09.2016, 10:54

okay du hast natürlich recht...ich werde darüber nachdenken

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Es ist doch erstmal positiv das du die realschule beendet hast oder? Also ich finde du kannst darauf sehe stolz sein und auch wenn du dir schon einen Ausbildungsplatz ausgesucht hast, ist doch jetzt eigentlich die beste Zeit für eine Therapie. Da du deinen Abschluss in der Tasche hast, deine Ausbildung noch nicht mitten drin ist und du dadurch auch nichts verpassen kannst oder aufholen müsstest! Nimm dir zeit für dich! Versuch dich ein wenig von den Strapazen der letzten Zeit zu erholen! Eine Ausbildung kannst du auch später anfangen und ich denke die Auszeit wird dir gut tun, es sei denn du magst ruhe nicht und brauchst Aktion! Versuch dich auf dich zu konzentrieren! Es ist dein leben und du darfst es frei gestalten und ich würde es sehr toll finden, wenn du erstmal für dich sorgst, um dann durchstarten zu können und deine Träume zu verwirklichen! Versuch dir nicht soviel Gedanken, um andere zu machen! Du bist wichtig! Es soll dir gut gehen! Ein Job soll Spaß machen und das kann er nur, wenn es dir gut geht. Du leidest am meisten unter der Situation und deinen eltern ist außerdem nicht damit geholfen, wenn du dir etwas antust oder es dir am Ende tausend mal schlechter geht. Glaub mir, wenn man merkt man kommt da allein nicht mehr raus, dann kommt man da höchstwahrscheinlich auch nicht mehr raus. Versuch jetzt in die Klinik zu gehen, damit es nicht irgendwann so schlimm ist das du gar nicht mehr kannst, denn der Zustand wird ja leider nicht besser. Ich wünsche dir ganz ganz viel glück!

Glg 

Hallo, ich kann dich gut verstehen. Von dem Druck, der in der Ausbildung auf dich wartet, werden deine Depressionen auch nicht besser. Ich würde an deiner Stelle sofort etwas tun. Es gibt zur Vermeidung von Psychiatrieaufenthalten Ambulant Psychiatrische Pflege (APP). Du würdest dann Besuch von einem Bezugstherapeuten bekommen und der würde mit dir alles erarbeiten, was du brauchst, damit du wieder klar kommst. Ein Facharzt müsste eine Verordnung ausstellen. Ich kann das nur sehr empfehlen. Du bleibst in deinem Umfeld und keiner bekommt etwas mit. Nur dass du Besuch bekommst... man kann auch abmachen sich woanders zu treffen...

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Alles Gute!

juliaha85 12.09.2016, 01:03

APP wird von der Krankenkasse bezahlt.

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Downboy16 12.09.2016, 01:04

Wie ist das mit den Kosten für die Psychiatrische Pflege? Müssen meine Eltern etwas mitbekommen? Bin 17 Jahre alt. Und wie genau läuft sowas ab und wo muss ich mich da melden? Danke für die Idee das klingt sehr gut.

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juliaha85 12.09.2016, 01:11
@Downboy16

Du musst zu einem Facharzt (Psychiater o.ä) kannst aber auch deinen Hausarzt ansprechen. Ärzte haben Schweigepflicht. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Wenn du über deine Eltern versichert bist, würde ich beim Arzt bzw. spätestens bei der Firma die APP anbietet nachfragen, ob irgendwer was mitbekommt.

Ich würde die Situation schildern. Eigentlich bieten die Firmen, die APP anbieten, kostenlose unverbindliche Infogespräche an. Ich würde dass mal googlen und dann da in der Firma anrufen.

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Downboy16 12.09.2016, 01:12

Die Krankenkasse wird das leider nicht bezahlen da ich bereits eine Therapie abgebrochen habe, da diese Therapeutin meiner Mutter Lügen erzählt hast wie, dass ich weine in den Sitzungen und sonstige Dinge die nicht wahr sind. Nur damit sie weiter Geld bekommt und deshalb hab ich aufgehört. Aus bürokratischen Gründen wird das also nichts.

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juliaha85 12.09.2016, 01:28
@Downboy16

Ich würde es aber trotzdem nochmal versuchen... quasi in Revision gehen. Da ist sicher noch Verhandlungsspielraum. Du bist ja nun auch älter geworden.

Ansonsten gibt es ja auch noch psychologische Beratungsstellen, für den Notfall ein Sorgentelefon oder Caritative Einrichtungen mit Beratung. 

Letztlich ist es so, dass du etwas tun musst, da du sonst nur weiter “sammelst“ und irgendwann überläufst. Depressionen haben Ursachen. Entweder brauchst du Psychopharmaka oder (und davon halte ich viel mehr!!!) Musst du die Ursachen bearbeiten und daran gesund werden.

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Downboy16 12.09.2016, 01:13

vielen Dank für die ganzen Infos.

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Ich kann mich natürlich nicht so gut in deine Gefühlslage versetzen, aber manchen Leuten tut es gut wenn sie anderen (Eltern zb) ihre Probleme erzählen, da somit vllt eine Last abfällt. Kann aber auch verstehen wenn du sagst dass du möchtest dass sie sich keine Sorgen machen. Vielleicht könntest du ja nochmal mit einem Psychologen sprechen der dich dabei auch berät was für dich das beste wäre, ob die Psychiatrie sinnvoll wäre oder ähnliches..

Downboy16 12.09.2016, 00:59

das ist sehr nett gemeint, aber mit meinen Eltern will ich nicht reden und es gibt auch sonst niemanden mit dem ich reden will oder kann. Das mit der Psychologin ist leider auch keine Option da ich durch den Abbruch der Therapie jegliche Bezahlung einer neuen Therapie durch das Amt verloren und da ich kein Geld habe und meine Eltern nichts erfahren sollen wird das wohl nichts :( Eine Psychologin hat das schon einmal bestätigt und ich persönlich denke auch, dass es eigentlich das Beste für mich wäre.

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