Keine Wahl in der Religion - jeder der nicht geboren wurde hat es dann doch besser - Bibelverständnisfrage?

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16 Antworten

Hallo Margaxbrain,

leider ist mit der Höllenlehre jahrhundertelang und anscheinend bis auf den heutigen Tag Angst und Schrecken verbreitet worden. Ich kann Dich allerdings beruhigen; einen Ort feuriger Qualen als Strafe für Sünden gibt es nämlich gar nicht!  Das haben auch einige Kirchenlehrer erkannt, z.B. John R. W. Stott aus Großbritannien, der schreibt, dass die „Heilige Schrift auf Vernichtung hindeutet“ und daß „die Lehre von der ‚ewigen Qual bei Bewußtsein‘ eine Überlieferung ist, die sich der höchsten Autorität der Heiligen Schrift unterordnen muß“ (Essentials—A Liberal-Evangelical Dialogue).

Wie bereits gesagt, lehrt die Bibel eindeutig nicht, dass Menschen für böse Taten oder Ungehorsam ewige Qualen in Aussicht stehen. In älteren Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn des zugrundeliegenden Wortes aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder.

In den hebräischen Ursprungstexten findet man das Wort "scheol".Da es kein genau entsprechendes deutsches Wort für das hebräische Wort "scheol" gibt, haben es einige Übersetzer nur transkribiert. Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder.
In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd. 11, S. 276) heißt es dazu: : „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“

Damit ist "scheol" einfach sozusagen der symbolische Aufenthaltsort der Toten, also das Grab der Menschheit. Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments, so z.B. dieser: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen...Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst (Prediger 9:5,10). Wie dieser Text deutlich macht, haben die Toten keinerlei Bewusstsein mehr, sie befinden sich einfach in einem Zustand der Nichtexistenz. Um jedoch in einem Höllenfeuer gequält zu werden, muss man leben und bei Bewusstsein sein.

In dem englischsprachigen Lexikon Collier’s Encyclopedia wird dies bestätigt, da man hier über das Wort „Hölle“ folgendes lesen kann: "In erster Linie steht es für das hebräische Wort Scheol im Alten Testament und für das griechische Wort Hades in der Septuaginta und im Neuen Testament. Da Scheol in alttestamentlichen Zeiten einfach den Aufenthaltsort der Toten meinte, ohne zwischen den Guten und den Bösen zu unterscheiden, ist das Wort ‚Hölle‘, wie man es heute versteht, keine glückliche Übersetzung." ( Collier’s Encyclopedia, 1986, Bd. 12, S. 28).

Wenn also die Lehre vom Höllenfeuer keine biblische Lehre ist, sondern eher ein Mythos, warum findet sie innerhalb der Christenheit überhaupt Anhänger? Die Erklärung dazu liefern die beiden Auszüge aus verschiedenen Nachschlagewerken:

„Unter den klassischen griechischen Philosophen ist Platon derjenige, der den traditionellen Gedanken von der Hölle am meisten geprägt hat“ (Die Hölle: zur Geschichte einer Fiktion von Georges Minois, Seite 63).

„Ab Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. verspürten Christen mit einer gewissen Vorbildung in griechischer Philosophie den Drang, ihrem Glauben in entsprechenden Begriffen Ausdruck zu verleihen . . . Die Philosophie, die ihnen am geeignetsten erschien, war der Platonismus“ (The New Encyclopædia Britannica, 1988, Band 25, Seite 890).

Die Höllenlehre ist somit keine biblische, sondern eine Lehre, die durch die Philosophie in die kirchliche Lehre Eingang fand. Die Frage ist also: Was ist glaubwürdiger - die Aussagen der Bibel oder die philosophischer Lehrer früherer Zeit? Das muss sich jeder selbst beantworten.

Noch einen Gedanken möchte ich dazu erwähnen: Die Lehre von einer Feuerhölle lässt sich in keiner Weise mit der Persönlichkeit Gottes vereinbaren, denn sie macht aus ihm einen grausamen und rachsüchtigen Gott. Wie die Bibel erkennen lässt hat er noch nicht einmal Gefallen am Tod eines Bösen ( siehe Hesekiel 18:23), wie viel weniger dann daran, einen Menschen in irgendeiner Form zu quälen. Selbst wir unvollkommenen Menschen betrachten körperliche oder auch seelische Qualen (Stichwort Folter), die jemandem als Strafe für gesetzloses Verhalten zugefügt werden, als widerlich und unmoralisch und diese werden in den meisten Ländern per Gesetz auch nicht zugelassen. Einem liebevollen Gott ein solches Verhalten zu unterstellen, ist äußerst verwerflich.

So hat die Höllenlehre leider dazu geführt, dass sich viele Menschen von Gott weggewendet haben oder erst gar nicht zum Glauben an ihn gekommen sind. Dadurch haben diejenigen, die diese Lehre vertreten, eine große Schuld auf sich geladen und Du kannst Dir sicher denken, dass solche Personen, auch wenn sie behaupten im Namen Gottes zu lehren, ganz und gar nicht seine Billigung finden, ganz im Gegenteil. Jesus sagte mit Blick auf solche falschen Lehrer, die sich anmaßen, seine Jünger zu sein folgendes: " Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘  Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit" (Matthäus 7:21-23). Man muss also schon genau hinsehen und vor allem die Bibel zu Rate ziehen, um nicht von solch falschen Lehrern in die Irre geführt zu werden.

LG Philipp

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Kommentar von diamond88
17.01.2016, 03:16

Was ist mit der Stelle mat 13 41Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun,  42und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. und das mit dem heulen und zähneknirschen in der Hölle kommt mehr als einmal vor

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Warum ist die Pforte in den Himmel eng und klein?Bedeutet es,daß nicht viele Menschen durchpassen? Es muß eine Schwierigkeit geben. Ist es die Liebe,die so schwierig zu leben ist?Ich denke nicht,denn lieben tun fast alle Menschen.
Mutter Theresa glaubte,nicht zu glauben.Sie hatte starke Zweifel,trotzdem liebte sie besonders die Leidenden,Kranken,Verstoßenen und Einsamen.

Ihr Beichtvater sagte: Gerade deshalb,weil ihre Seele schon so nahe bei Gott ist,leidet sie. Ich glaube umso mehr man sich Gott nähert,umso mehr bekommt man von Gottes Gegenwart-dies ist seine Liebe,dies ist sein Leiden.

Gott leidet wegen uns Menschen,weil seine Liebe nicht angenommen wird,oder sich sogar darüber lustig gemacht wird.
Die Pforte durch die man gehen muß,ist also das Leiden.

Viele schrecken davor zurück und wollen nicht durchgehen.Viele gehen erst gar nicht auf den Weg zu Gott,weil sie gehört haben,daß dann Leiden kommen können-sie haben Angst vor dem Ungewissen.

Deshalb wird Jesus auch gesagt haben:"Es ist leichter für ein Kamel durch das enge Tor nach Jerusalem -dem Nadelöhr- zu kommen, als für einen Reichen ins Himmelreich.Der Reichtum ist sicher auch geistig gemeint,daß man sich mit Wissen oder Sorgen vollladen kann,aber bestimmt auch materiell.

Ein Reicher kann sich viele Unannehmlichkeiten verhindern,durch sein Geld.Umso bequemer das Leben ist,umso mehr meidet man das Schwierige.Der breite Weg,sind die Annehmlichkeiten der Welt.Man nimmt sich aus der Größe und Menge des Angebotes für sich selbst. Auf dem schmalen Weg gibt man.Um durch die Pforte zu kommen muß man von sich abgeben,dann gibt sich Gott an uns.
Dabei sagt Gott ständig,wir sollen ihm vertrauen,keine Angst haben uns in die Arme des Vaters werfen.Der Vater wartet hinter dem Tor auf uns,er erleuchtet uns den Weg,er wägt ab,was er uns erleben lassen will und was nicht,was uns auf dem Weg gehen läßt und was nicht.Er schenkt uns seine Liebe.

Jesus nimmt uns an der Hand,er führt uns und geht mit uns,er stärkt uns,gibt uns Rat und schenkt uns seine Liebe. 

Der Heilige Geist ist in uns,er gibt uns Stärke im Glauben,im Vertrauen und passt auf,daß wir weiter gehen und nicht stehen bleiben.Und da uns Gott seine Liebe schenkt,haben wir Frieden.Erst wenn wir durch das Tor gegangen sind,kommen wir ins Reich,wo es keinen Tod mehr gibt,kein Leiden,nur noch Frieden,Liebe und Glück.

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Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen.

Ich für mein Teil sehe Religion viel einfacher. Diese ganzen Theorien um Himmel und Hölle und allem was damit in Zusammenhang steht, sind so fernab von unserer gelebten Realität und vor allem werden wir das schlicht erst nach unserem Leben wissen. Wozu also sich darüber einen Kopf machen?

Jesus nachfolgen heisst für mich, seine Lehre aus dem Ganzen heraus zu filtern, sprich die Gleichnisse zu betrachten und auch die Bergpredigt zum Teil und versuchen, diese Dinge im täglichen Leben umzusetzen. Es sind oft ganz einfache Sachen.

Und was ich nicht versteh, das lass ich bleiben, vielleicht betrifft es mich ja später mal im Leben, oder es wurde nicht für mich geschrieben...

Eine gute Antwort gibt meiner Meinung nach das Lied von Queen, "Bohemian Rhapsodie". Hier eine Version mit Text.

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Kommentar von DanielNord
13.01.2016, 23:42

Danke auch von mir für den Link.;)

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Das ist im Prinzig richtig, was Du schreibst, aber es kommt bei Dir alles aus einem Pflichtbewußtsein heruas, und nicht aus der Liebe.

Mir scheint, Du hast Dein Leben noch nicht ganz an den Herrn Jesus ausgeliefert, denn dann hättest Du Sehnsucht nach ihm, so wie er Sehnsucht nach uns hat. Bitte ihn darum, daß Du ihn lieben kannst, und bitte um Verzeihung, wenn Du es nicht hinkriegst. Er will DIch leiten, dazu schaue ihn einfach an.

Wachstum hat nichts mit Arbeit zu tun, deshalb bietet doch der Herr Jesus uns gerade dieses Gleichnis an. Wenn wir mit ihm verbunden sind, hauptsächlich durch Gebet, aber auch durch das Lesen und Verarbeiten seines Wortes, dann wird dieses Wachstum von alleine kommen.

Frucht kommt immer von alleine, aber nur dann, wenn wir "in Ihm" sind - in Gedanken, im Leben. Es läßt sich ncihts erzwingen. Aber Du darfst auch um Frucht bitten.


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Kommentar von Margaxbrain
13.01.2016, 19:56

Ich habe oft gebetet, meine Gebte wurden nicht erhört, vielleicht bete ich das falsche. Manche sagen, wir wünschen uns was aber gott kennt den besseren weg für uns.

Ich bin des betens müde geworden, ich bete eigentlich nur immer er möge mein Leben beenden weil ich die hoffnung bereits aufgegeben habe dass sich irgendetwas ändern wird, denn hätte gott das gewollt wäre es bestimmt schon passiert.

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Du lässt dich wie die meisten Gläubigen  verrückt machen, Nur weil der Mensch so denkt , denkt Gott noch lange nicht so.

Gott hat Kain mit dem Kainsmal versehen, damit er nicht von den Menschen bestraft werden soll, das war ein Schutzzeichen, Gott hatte Kain verziehen, weil der gesagt hat, ist denn meine Schuld so groß, das ich sie nicht tragen kann ?

 Sodom und Gomorrah sollten umkehren und besser miteinander umgehen, als sie es taten . , Gott hat nicht mal verlangt, das sie ihn als einzigen Gott anbeten sollten. Denn sie taten grausames untereinander. Aber sie haben gelacht, daher der Untergang.Ihnen wurde die Chance gegeben umzukehren. Aber warum straft hier Gott angeblich den Menschen , die mit ihm eigentlich nichts zu tun haben, die sich doch an andere Götter wenden, die ihre eigenen Rituale haben, wie sie zu dieser Zeit im vorderen Orient üblich waren.

 Wieso schwingt sich dieser Gott zu einem Rächer über diese Menschen auf, die ja nichts anderes getan haben als das, was bei ihnen üblich war? Dies sagt uns die Schrift ausdrücklich: Diese Menschen werden nämlich ausdrücklich nicht bestraft wegen ihres Spottes gegenüber diesem neuen monotheistischen Gott. Nein, das ist hier keineswegs so.

 Dies gilt übrigens auch für andere Katastrophen wie z. B. die Sintflut: Auch hier werden die Menschen nicht dafür bestraft. Die Moral von der Geschichte ist nämlich, dass diese Menschen wegen ihres schlechten Umgangs miteinander bestraft werden. Das ist die entscheidende Lektion für uns Monotheisten: "Du kannst Gott nicht am Mitmenschen vorbei lieben!" Man kann also nicht auf den Mitmenschen pfeifen, ihm möglicherweise sogar böses antun, aber ansonsten sich für einen streng gläubigen Menschen halten.

Der Gott Israels ist der Gott der ganzen Welt. Am Anfang der Genesisgeschichte schafft Gott die ganze Welt. Er ist also der Vater aller Menschen.

 Hiob oder auch die Einwohner von Ninive oder die Einwohner vieler anderer großer Städte, die in der Bibel vorkommen, sind ja keineswegs Juden oder Israeliten oder Judäer. Nein. Aber über viele von ihnen kommt immer wieder das Strafgericht Gottes, aber immer nur aus dem einen Grund, wenn sie miteinander schlecht umgehen. Das ist eine Mahnung. Und deswegen werden diese Sachen auch so ausführlich erzählt, denn das geht uns heute noch genauso an.

Kommen wir aber zurück zu Abraham. Abraham sagt hier nämlich etwas, das mir sehr nahe liegt: Abraham in seiner großen Vision mit Gott spricht sich gegen die Kollektivschuld aus. Abraham sagt zu Gott: "Lieber Vater, das ist schon alles richtig, sie sündigen gegeneinander. Aber du wirst doch nicht den Gerechten wie den Ungerechten strafen?"
Es könnten ja auch noch ein paar Gerechte in dieser Stadt leben, ein paar Gerechte, die freilich immer weniger werden.
Viel, viel später beim Propheten Habakuk. Auch dort ist es so: Der Gerechte wird nicht zusammen mit dem Ungerechten bestraft. Die Bösen werden jedenfalls sehr hart bestraft und manchmal erschrickt man schon vor diesem strafenden Gott

Aber das sollten Sie nicht, denn Sie sollten hier ein klein wenig umdenken. Man muss hier nämlich auch berücksichtigen, wo diese Stadt liegt, wo diese Menschen sich entschlossen haben zu wohnen. Sie leben deshalb dort, weil diese Gegend sehr fruchtbar und sehr reich ist. Sie hätten aber nicht zwangsweise dort siedeln müssen, denn diese Stadt liegt in einem sogenannten tektonischen Graben. Das heißt, das ist eine der fruchtbarsten, aber auch gefährlichsten Gegenden der Welt

Dies ist bis heute so geblieben. Dieser tektonische Graben reicht von der Türkei über Syrien, dasJordantal und das Tote Meer bis hinunter zum Roten Meer. Aufgrund dieses tektonischen Grabens gibt es in dieser Region andauernd Erdbebenund Erschütterungen. Darum geht es hier in dieser Geschichte ,Meiner Meinung nach: Wer dort unbedingt Reichtum anhäufen will, der muss eben auch mit diesem Risiko leben können. Dies dürfen wir also ruhig mit einbeziehen.

 Übrigens ist die Gegend um Sodom und das Tote Meer auch der niedrigste Punkt auf der Erde, denn er liegt 400 Meter unterhalb des Meeresspiegels.
Denn Abraham hatte wohl bei diesem Herunterhandeln Gottes im Hinblick auf die Gerechten an seinen Neffen Lot gedacht. Er sagt ja dieses Wort: "Willst du den Gerechten, den"zadik", zusammen mit den Ungerechten strafen?" Damit ist, wie erwähnt, die Frage der Kollektivschuld angesprochen, die ich übrigens auch für unsere heutige Zeit genauso stark wie Abraham verneine. Denn es gibt ebenso wenig eine Kollektivschuld wie eine Kollektivunschuld. Ich denke daher schon, dass Abraham mit dem Wort "zadik", also dem "Gerechten", Lot gemeint haben könnte. Denn in Sodom gibt es ja außer der allernächsten Verwandtschaft von Lot keine weiteren Gerechten. Noch nicht einmal seine komplette Familie ist ja zu diesen Gerechten zu zählen.

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Kommentar von tinimini
12.01.2016, 21:30

Die Sodomiten und die Menschen aus Gomorra sind in einen solch schlechten Ruf geraten,weil sie sich den Fremden gegenüber so schlecht verhalten. Neben vielen anderen Dingen werden ihnen hauptsächlich zwei Vergehen angelastet. Das erste und das schlimmste Vergehen ist die Verweigerung von Mitmenschlichkeit und Asyl. Das ist die Hauptsünde. Die zweite Sünde wird ein wenig verklausuliert dargestellt. Die Ausleger sind darüber auch ein wenig zerstritten. Manche sagen, die Sünde wäre Homosexualität gewesen. Diejenigen, die das sagen, meinen das anhand folgender Stelle nachweisen zu können. Als dieser eine Engel, der Lot retten will, nach Sodom kommt, nimmt Lot diese Botschaft an und will nun seinerseits seine Mitbürger retten. Er schreit dem Mob, der draußen vor seiner Türe tobt, zu: "Ich gebe euch meine zwei jungfräulichen Töchter, wenn ihr dafür die fremden, die Asyl suchenden Menschen in Ruhe lasst!" Daraus folgern nun einige Ausleger, dass die Menschen in Sodom Homosexualität betrieben hätten. Wieder andere folgern, dass damit noch lange keine Homosexualität gemeint sein muss. Sie folgern vielmehr, dass es sich hierbei um Sodomie handelt. Das ist ja etwas, das wir ebenfalls aus der Bibel wissen: Die Urmenschen – und wir sind hier ja in der Anfangsgeschichte der Menschheit – haben eben noch Sodomie, also Sexualverkehr mit Tieren begangen. So ist es also nach Ansicht dieser Ausleger um die Menschen in Sodom und Gomorra bestellt.

Lot sitzt also vor dem Tor, zwei Männer kommen und der eine Engel sagt zu ihm: "Pack deine Sachen, gehe, nimm deine Verwandtschaft mit, denn dieser Ort wird zerstört werden, weil Gott beschlossen hat, dass er von der Erde getilgt werden muss." Lot überlegt dann eine Weile, eine ganze Menge von Gedanken schwirren ihm durch den Kopf. Zunächst einmal ist es aber so, dass er diese zwei Gestalten, die da zu ihm gekommen sind, für Fremde hält. Er bittet sie in sein Haus und bietet ihnen Nachtquartier an. Diese Männer sagen dann aber, dass sie lieber vor der Stadt im Freien übernachten wollen. Gott hat nicht mit einem einzigen Federstrich dieses Urteil unterschrieben. Denn es findet vorher – und das ist für uns sehr wichtig – eine ganz große Verhandlung mit Abraham statt. In dieser Verhandlung konzediert Gott Abraham Folgendes: "Wenn es in dieser fruchtbaren Ebene mit ihren 100000 Einwohnern 50 Gerechte gibt, dann will ich um dieser 50 Gerechten willen der ganzen Stadt vergeben, obwohl sie es nicht wert ist." Abraham antwortet ihm in diesem berühmten Gespräch mit: "Und wenn es nur 40 sind?" Gott sagt also nicht sofort: "Zack, diese Stadt wird vernichtet!"

Es wird dann aber letztlich dieser Stadt nicht vergeben. weil sie nicht umkehren. Es geht hier also um die Einladung, Umkehr zu tun. Diese Umkehr ist eigentlich recht billig zu haben, aber sie lachen nur darüber. es geht hier also nicht nur um diese zehn Gerechten, die in der langen Verhandlung zwischen Abraham und Gott letztlich übrig bleiben. Jeder Einzelne in Sodom hätte gezählt: Um nur zehn Gerechter willen wäre die ganze Stadt gerettet worden! Das ist eine essentielle Aussage, die fü ralle Zeiten Gültigkeit hat. Deswegen wird sie uns erzählt. Diese zehnGerechten finden sich aber nicht. Dieses Angebot an diese heidnischen Städte geht freilich quer durch die ganze Bibel. Es gibt jedes Mal zuerst das Angebot umzukehren. Bei Ninive war es doch das Gleiche.
Gott sagt: "Ihr könnt es ja anders haben, wenn ihr das nur wollt!" Lot bekennt sich also beim Umgang mit diesen zwei Fremden zur Gastfreundschaft: Er nimmt sie auf. Warum aber wollten sie im Freien schlafen? Weil sie voraussehen, was noch kommen wird. Sie wollen niemanden provozieren: Wie es sich für anständige Menschen gehört, wollen sie eben ihre Gastgeber nicht provozieren. Lot hat, nebenbei gesagt, eine Ehefrau und zwei bereits verheiratete Töchter mit Ehemännern aus dieser Stadt. Diese Schwiegersöhne sind allerdings genauso schlecht wie alle anderen Menschen dort. Darüber hinaus hat er noch zwei unverheiratete Töchter.

Sie übernachten dann doch bei ihm und sofort rottet sich draußen vor der Türe die Menge zusammen.

Der Vorwurf lautet, Lot hätte Fremde in die Stadt gelassen! Das ist der Beweis: Das schlimmste Vergehen besteht also in Sodom darin, anständig zu sein und Fremden Asyl zu gewähren.

Wobei es sogar so ist, dass Lot noch einen Schritt weitergeht und sich sagt: "Ich muss hier Gastfreundschaft üben, auch wenn ich dafür einen sehr hohen Preis bezahlen muss." Denn er geht hinaus zu diesem Mob, wo ihmsofort die Forderung entgegenschlägt, diese beiden Fremdenherauszugeben. Er aber sagt, er müsse sie beschützen: Das seienFreunde, die er aufgenommen habe. An deren Stelle bietet er dem Mob seine beiden unverheirateten jungfräulichen Töchter an. Er sagt zum Mob: "Nehmt sie und macht mit ihnen, was ihr wollt!" Das ist ja eine für uns kaum begreifbare Situation.

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Oder ist es anders? Kann mir gerne jemand erklären,
der es weiß.

Wissen tut es keiner. Christen (du fragst ja in diesem Sinne) vertrauen der Botschaft Jesu und hoffen daß deren Verheißung für ein transzendentes Leben sich erfüllt.
Dieses wird tatsächlich nur bedingt gewährt. Diese "Bedingung" ist aber garnicht so unerfüllbar, wie du darstellst.
Es wird der gute Wille gefordert der Botschaft Jesu zu folgen. Da diese eigentlich nichts anderes fordert als das, was auch dein Gewissen die eingibt, was du nachvollziehbar als gerecht  (für andere wie für dich) ansiehst, ist diese Befolgung ja nicht widerstrebend - halt nur oft nicht immer deinem eigenen Vorteil zuträglich. Es ist tatsächlich oft nicht leicht, seinen "inneren Schweinehund zu überwinden.
Da wir da natürlich manchmal versagen, wir uns schuldig machen, ist von uns gefordert, unseren Mitmenschen ihr Versagen zu entschuldigen, wie wir das auch (von Gott) erhoffen.
Das ist im Prinzip schon alles. Das Liebesgebot Jesu ist ein Gebot der Gerechtigkeit wie oben angesprochen.
Der religiöse Aktionismus, den du glaubst betreiben zu müssen ist jedenfalls keine Forderung der Botschaft Jesu. Dieser ergibt sich für gläubige Menschen in Gemeinschaft mit anderen oder aus innerem Bedürfnis.
Wenn dies nicht so stark ausgeprägt ist, muß man sich deswegen nicht schuldig fühlen - nach Jesus.

müsste jeden tag aufs neue etwas für meinen glauben 
und für meinen "wachstum" im glauben tun, was mit
ständiger arbeit verbunden ist, arbeit mit dem glauben
und arbeit an sich selbst.

Nein, an deinem Glauben mußt du nicht arbeiten, den kann man nicht erzwingen - aber an der Vervollkommnung deiner "Gerechtigkeit" solltest du schon Interesse haben. Erwartest du (oder wünschst) du dies dir nicht auch von anderen, von denen welche bei dir sind  um sie von Herzen annehmen, ihnen vertrauen zu können ?

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Kommentar von gottesanbeterin
13.01.2016, 03:54

Aber bestimmt gibt es Menschen, die es wissen; die Wissenden halt.

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Zunächst ist einmal zu fragen, auf welche Glaubensrichtung bzw. Konfession sich berufen wird. Es ist nämlich der Fall, dass aufgrund der diversen Konfessionen es nicht unerhebliche Differenzen in den Glaubenslehren gibt. Zu einem ist die katholische Kirche, weiterhin die orthodoxen Christen, der Protestantismus (evangelische Kirche, Lutheraner, Calvinismus, etc.) und zum anderen freikirchliche Glaubensgemeinschaften (Pfingstkirche, Baptisten, Adventisten, Methodisten, usw.) sowie die christlichen Sonderngruppen (u.a. Zeugen Jehovas, Mormonen)

Aus evangelischer Perspektive gilt der Grundsatz: Die Heilszusage gilt für jeden und darf niemanden vorenthalten werden. Im Zentrum des evangelischen Glaubens steht der Grundsatz des bedingungslosen Heilswillens. Das Heil und der Frieden für die gesamte Menschen sowie gesamte Schöpfung steht im Mittelpunkt.

Hierfür möchte ich auf die Rechtfertigungslehre verweisen, dass der Menschen sich aus eigener Kraft nicht befreien kann von seiner Sündhaftigkeit. Der Mensch ist auf das heilvolle Handeln Gottes angewiesen.

Das einzige, was der Mensch tun kann, ist zu glauben. Der Glaube ist ein Gabe Gottes. Glaube bedeutet nichts weiter als, dass man sich Gott anvertraut und ihm vertraut.

Das Verhältnis von Gott zum Mensch ist als liebevoll und bejahend zu beschreiben. GOTT sagt "JA!" zu den Menschen als seine Geschöpfe. Wie Luther es selbst beschrieb, ist der Mensch Sünder und Gerechter zugleich. Gott möchte in liebevoller sowie bejahender Weise den Menschen auf den rechten Weg bringen. Gott akzeptiert den Menschen so, wie er ist. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der besser ist als der andere.

Ich kann dazu in der Bibel auf den Römerbrief des Apostels Paulus sowie die Worte Jesu "Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." hinweisen. Der Mensch ist ein Wesen, das noch zu lernen hat und es kann keiner von sich sagen, dass er fehlerfrei ist. Zu viel zum Thema: "Christliches Menschenbild."


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Kommentar von Margaxbrain
12.01.2016, 20:33

Es gibt doch dieses Gleichnis mit den Frauen die die Lichter anzünden um dem Bräutigam entgegen zu laufen. Der Bräutigam hat sich verspätet die klugen Frauen hatten noch ersatzöl dabei um die Lampen wieder anzuzünden, die anderen sagten wartet wir holen uns neues öl. Doch als sie zurück kamen war das Tor vor ihnen verschlossen, das bedeutet auch die auserwählten und getauften Menschen können vor verschlossener tür stehen. Das Öl ist auf den Glauben ausgelegt und der glaube ist ein wachsender Prozess, man wächst im glauben. Als Leitbild gilt die Bibel, das wort gottes.

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Das ist das Problem in "dieser Welt", deren "Gott" (2.Kor.11,14) alle Menschen verführt hat (2.Kor.4,4).

Die "Weltkirche" (Offb.12,9) zeichnet sich aus durch den "Zwang", unter dem die Bevölkerung steht (Eph.2,2).

Unser wahrer Schöpfer (Jes.45,22) gibt uns jedoch alle Wahrheit (Joh.17,17), so dass wir uns (wann und wo auch immer) für Ihn entscheiden können (Mt.7,7.14).

Wenn Gott uns ruft oder wir Ihn suchen (Hebr.11,8; Lk.11,9), werden wir Kontakt zu Ihm bekommen und Seinen Weg gehen können, denn bei Ihm dürfen wir uns "entscheiden" (5.Mose 30,19; Apg.22,3).


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Da kann ich eine Gewissheit verkünden: Es gibt ein Leben vor dem Tode.

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Kommentar von urikulm
19.12.2016, 19:53

Genau. Deswegen gibt s den Spruch: Heute lebst du, heute bekehr dich, ehe es mag wenden sich.

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Du hast zum Teil Recht.

Ja, es ist hart immerwieder an sich zu arbeiten.
Aber Margaxbrain, glaubst du wirklich irgendein Mensch ist sündfrei?

Wer das behauptet sündet selbst! Denn jeder Mensch hat die Sünde in sich. Die einzige Möglichkeit für uns errettet zu werden ist Jesus Christus.
Er verzeiht uns, da er schon unsere Schuld auf sich genommen hat.

Bereue und gebe deine Schuld an Jesus ab, sodass er dich bereinigt und mit Gottes Güte und deiner Aufopferung wirst du erettet sein.
Außerdem solltest du nicht alleine versuchen dich von der Sünde loszusagen, mit Gottes Hilfe aber schon.

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Noch eine kleine Anmerkung:

Ich würde nicht sagen, das die glücklich sind, die niemals geboren worden...
Wie konnten sie denn ihre Treue beweisen?

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Wer "nicht geboren wurde", kann sich nicht "glücklich schätzen", denn es gibt ihn nicht - Punkt.

Und wenn du deine Vorurteile von unserem ewigen Schöpfer beiseite legst, kann dir auch klar werden, dass wir ein Produkt von Gottes Liebe sind (1.Joh.4,9), für das Er sogar seinen Sohn opferte (Phil.2,8).

Wenn du allerdings dem "Gott dieser Welt" (1.Kor.4,4) mehr glaubst, der uns Menschen hasst und umbringen will (Offb.12,9), dann ist es deine Entscheidung, - du weißt es nun besser !

Keine Bange, in Gottes Reich wirst du das Leben finden, das dich glücklich machen wird (Offb.21,4).

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Hallo Margaxbrain,

die Bibel sagt folgendes im Hinblick auf die nicht geborenen:

Prediger 4:1 Und ich selbst wandte mich, damit ich all die Taten der Bedrückung sehen könnte, die unter der Sonne begangen werden, und siehe, die Tränen der Bedrückten, aber sie hatten keinen Tröster; und auf der Seite ihrer Bedrücker war Macht, so daß sie keinen Tröster hatten. 2 Und ich pries die Toten glücklich, die schon gestorben waren, mehr als die Lebenden, die noch am Leben waren. 3 Und besser daran als sie beide [ist] der, der noch nicht ins Dasein gekommen ist, der die unglückbringende Arbeit nicht gesehen hat, die unter der Sonne getan wird.

ABER in einem Punkt gleichen sich gemäß der Bibel die nicht geborenen und die Toten:

Einerseits weil:

Prediger 9:4  Denn wer immer allen Lebenden zugesellt ist, für den ist Zuversicht da, weil ein lebender Hund besser daran ist als ein toter Löwe.

Neben der Hoffnung erfährt man im Leben auch viel gutes:

Prediger 2:24  Für einen Menschen gibt es nichts Besseres, [als] daß er essen und trinken und seine Seele Gutes sehen lassen sollte wegen seiner harten Arbeit. Auch das habe ich gesehen, ja ich, daß dies von der Hand des [wahren] Gottes her ist. 

Und der Tote (also Verstorbene?)

1. Mose 3:19 . . .bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ 

Hiob 34:15 Wird alles Fleisch zusammen verscheiden, Und der Erdenmensch, er wird direkt zum Staub zurückkehren.

Prediger 3:20 Alle gehen an e i n e n Ort. Sie alle sind aus dem Staub geworden, und sie alle kehren zum Staub zurück.

Psalm 146:4  Sein Geist geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; An jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich.

Prediger 9:10 Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst. 

Aus menschlicher Sicht gibt es den Menschen nach seinem Tod nicht mehr, er wurde zu Staub. Jehova Gott kann sich jedoch seiner erinnern und ihn durch Jesus Christus wieder aus dem "Todesschlaf" auferwecken:

Apostelgeschichte 24:15 . . .und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 

Wann?

Johannes 6:39 . . .daß ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern daß ich es am letzten Tag zur Auferstehung bringe. 40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe, und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen.“

Johannes 6:44 . . .Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn; und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen. 

Johannes 11:23 . . .„Dein Bruder wird auferstehen.“ 24 Martha sagte zu ihm: „Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.“ 25 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer Glauben an mich ausübt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt; 

Allerdings:

Bevor gemäß der Bibel die irdische Auferstehung erfolgt, wird die Welt, wie wir sie kennen durch das Reich abgelöst worden sein, um das Christen im Vater unser beten. Die heutige Kriegs- und kriesengeschüttelte Welt ist dann "untergegangen" oder verschwunden.

Zurück zu Deiner guten Frage:

Weder nicht geborene noch Tote können lieben.

Solange ich lebe bemühe ich mich Nächstenliebe, also Liebe zu geben:

Lukas 6:31 Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.

Das macht glücklich, besonders verbunden mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde.

Zugleich ist klar, das ewige Leben nichts mit einer unsterblichen Seele zu tun hat sondern einzig der unverdienten Güte des Schöpfers zu danken ist.  

Die Feuerhölle mit dem Kochtopf und einem Teufel mit Pike ist ein unbiblisches Märchen. 

Vier Begriffe der Bibel sind in vielen Bibelübersetzungen durchweg mit Hölle übersetzt, was zur Verwirrung und Unklarheiten führt (z.B. hatte Luther seinerzeit nicht die Übersetzungsmöglichkeiten wie wir heute):

Scheol oder Hades: Das allgemeine Grab der Menschheit. Die Auferstehung erfolgt aus dem Scheol oder Hades, der am Ende des letzten Tages vernichtet wird:

Offenbarung 20:14, 15 14 Und der Tod und der Hạdes wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee. 

Gehenna oder Feuersee: Steht symbolisch für eine ewige Vernichtung (ohne Qual) und Auslöschung der Existenz für immer ohne Wiederkehr. Wurde der Hades vernichtet, bleibt also nur die Gehenna. 

 Psalm 30:5 Denn unter seinem Zorn zu sein währt einen Augenblick,
Unter seinem Wohlwollen zu sein währt ein Leben lang.

Auch Satan, der Teufel wird für all das Böse gemäß der Bibel zur Rechenschaft gezogen, in dem seine Existenz für immer im Feuersee vernichtet werden wird, am Ende des tausendjährigen letzten Tages:

Offenbarung 20:7 Und sobald die tausend Jahre zu Ende sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, 8 und er... 10 Und der Teufel, der sie irreführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert, wo [schon] . . .

Tartarus: Gemäß der Bibel Zustand oder Bereich, in dem sich heute die gefallenen Engel und Dämonen befinden, aufbehalten für das Gericht, also den letzten Tag:

2. Petrus 2:4 In der Tat, wenn Gott sich nicht davon zurückhielt, die Engel, die gesündigt hatten, zu bestrafen, sondern dadurch, daß er sie in den Tạrtarus warf, sie Gruben dichter Finsternis überlieferte, um sie für das Gericht aufzubehalten; 5 und er hielt sich nicht davon zurück, eine ehemalige Welt zu strafen, sondern hielt Noah, einen Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben anderen in Sicherheit, als er eine Sintflut über eine Welt gottloser Menschen brachte; 6 und indem er die Städte Sọdom und Gomọrra einäscherte, verurteilte er sie, wodurch er sie Gottlosen als ein Beispiel kommender Dinge hinstellte; 

Ewiges Leben ist eine Gnade, Lohn, Gabe - keine Strafe (ewige Qual). 

Beste Grüße

JensPeter

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Du tust mir leid, wenn du dir von einem von Menschen erfundenen Glauben so sehr dein Leben versauen lässt, dass du Nichtgeborene für die Glücklicheren hälst!

Du alleine bist für dein Schicksal verantwortlich, nicht irgendein Glaube!

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Kommentar von Margaxbrain
12.01.2016, 19:18

Das ist mir sehr wohl klar, wie soll ich es sagen? Mein ganzes Leben lang hat Religion in meiner Welt nichts verloren aber ich wünsche mir von ganzem Herzen das ich nie geboren wäre. Würde ich mit 100% sicherheit ausschließen können das es eine Hölle oder ein Leben danach gibt würde ich mich auf der Stelle umbringen um das Leben hinter mir zu haben.

Ich war beim Psychologen, mein denken ist verschroben, ich müsste eigentlich Tabletten nehmen aber die Tabletten sind auch nicht wirklich der bringer, sie ändern nicht mein denken sondern sie beeinflussen nur meine Emotionen, insofern ändert sich nichts an meinem Grundproblem.

Dann habe ich mich mit Religion beschäftigt um einen Sinn in diesem Leben zu finden, irgendetwas, vielleicht würde ich auf eine spirituelle art gereinigt werden und kann mein leben dankbarer und religiös verbringen aber bis jetzt habe ich noch keine zufriedenstellende antwort gefunden und wünsche mir als Mensch ohne glaubenszugehörigkeit ein baldigen tot.

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Es scheint mir du bist festgefahren. So oder so alles Mist.

Falsch!

Wer an Gott glaubt, hat den Heiligen Geist, der ihm Kraft gibt Gott wohlgefällig zu leben.

Aus eigener Kraft ist nichts getan.

Wie wird ein Mühlrad in Bewegung gesetzt? Von allein nicht, sondern durch die Kraft des Wassers. So ist es auch mit Gott.

"Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden, du und dein Haus." (deine Frau, deine Kinder und Enkel) Apostelgeschichte 16,31

Das ist eine Zusage, die wir im Glauben in Anspruch nehmen.

"LG und nun mal locker lassen"

Netie

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Natürlich steht es Dir frei an eine höhere Macht zu glauben.Aber ich kenne niemanden der schon in der Hölle oder im Himmel war und davon berichtet hat.

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Kommentar von Netie
14.01.2016, 14:28

Das sind ja auch 2 Endstationen.

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Jeder, der mich geboren wurde, hat es dann nicht wirklich besser. Sie leben dann nur nicht!

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Kommentar von tannein112
12.01.2016, 19:13

*nicht

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Kommentar von tannein112
12.01.2016, 19:20

Die Frage ist, ob du dann darüber philosophieren könntest und ob es dir tatsächlich besser ginge.

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Kommentar von tannein112
12.01.2016, 19:27

Allerdings gäbe es dann möglicherweise kein "du".
In dem Fall gäbe es für dich nur Negatives.
Ob dir das lieber wäre, hast du ja bereits beantwortet.
Allerdings muss man als Christ auch keine "Hölle" fürchten, so lange man im christlichen Sinne lebt.

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