Keine Toleranz der Intoleranz. Wie Tolerant ist man im Islam gegenüber Anders -und Nichtgläubigen?

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9 Antworten

da, wo Moslems in der Minderheit sind, sprechen sie sich für Religionsfreiheit und Toleranz aus, und präsentieren den Islam als eine Religion des Friedens und der Toleranz. Da wo sie die Mehrheit haben, stützen sie sich auf den Koran und Sunna als verbindlichen Gesetzesquellen und stellen die Scharia über die Menschenrechte (Kairoer Erklärung).

In den islamisch dominierten Ländern dürfen keine Kirchen neu gebaut werden und die christliche/jüdische/zarathustrische Religion nur privat, aber nicht öffentlich ausgeübt werden. Die übrigen Nicht-, Nichtmehr- und Andersgläubigen werden teils staatlich verfolgt und teils auch permanenten Pogromen ausgesetzt. Die Lebenserwartung praktizierender Buddhisten ist in islamischen Ländern niedriger als in Nordkorea.

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In einem Buch, wie dem Koran, in dem "Ungläubige" ständig mit höllischen Qualen bedroht werden, und dessen wörtlicher Auslegung immer noch viele Muslime folgen, kann ich nicht viel Toleranz finden.

Da nützt es dann auch wenig, wenn an anderer Stelle im besagten Buch steht, dass es keinen Zwang im Glauben gibt.

Die Religion bedarf dringend insgesamt einer zeitgemäßeren Sichtweise durch die Gläubigen.

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safevi2 20.04.2016, 20:07

fühlst du dich angesprochen wenn darin steht, dass Höllenbewohner leiden werden ? würdest du nicht auch verbreiten wie schlimm es im Gefängnis ist, damit die Leute weniger Straftaten begehen ?

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SibTiger 20.04.2016, 20:14
@safevi2

Ich fühle mich durch solchen höllischen Glauben nicht nur angesprochen, sondern auch angegriffen, auch wenn ich selbst nicht an eine Hölle glaube. So ein unsinniger Glaube hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren, und die Muslime, die so etwas verbreiten, gehören immer wieder darauf hingewiesen.

Positiv ist natürlich, dass es auch unter den Muslimen zunehmend Leute gibt, die ihr Buch etwas zeitgemäßer auslegen.

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Der Islam ist als "letzte, alleinseligmachende Botschaft Gottes" per Definition nicht tolerant.

Toleranz wäre die bedingungslose Akzeptanz anderer Lebensentwürfe und Glaubensinhalte im Rahmen der allgemeinen Freiheitsrechte.

Die Akzeptanz der anderen monotheistisch Gläubigen ist an Bedingungen geknüpft, zudem dürfen diese nicht hierarchisch über dem Islam und den Muslimen stehen.

Ungläubige, unreligiöse und Polytheisten sind im Gesellschaftskonzept des Islam nicht vorgesehen und werden daher nur unter äußeren Zwängen toleriert.

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marylinjackson 20.04.2016, 19:34

"Toleranz wäre die bedingungslose Akzeptanz anderer Lebensentwürfe"

Nein.

Vergiss dabei nicht  die Ignoranz.

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Was Toleranz betrifft, also Toleranz im Sinne von Akzeptanz, ist im Islam noch viel Luft nach oben. Wenn man den Koran wirklich genau wörtlich nimmt, ist Toleranz laut der medinensischen Suren, die durch Abrogation die friedlichen mekkanischen Suren aufheben, nicht vorgesehen, allerhöchstens mit absoluter Unterwerfung der Nichtmuslime.


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suziesext06 20.04.2016, 19:43

hi Dummie42 - hier ne nette Abendlektüre:

Von dem Rechtsgutachter Scheich Saleh al-Fawsan, Mitglied des Vorstands der muslimischen Gelehrten Saudi-Arabiens


(Institut für Islamfragen, dh, 27.07.2011)


Frage: "Wir hören neuerdings öfter die Aussage: 'Der Islam garantiert Glaubensfreiheit'. Diejenigen, die das behaupten, beziehen sich dabei auf den Koranvers 'Es gibt keinen Zwang
im Glauben' (Sure 2, 256). Nun, stimmt diese Behauptung?"

Antwort:
"Das ist eine Lüge, die Allah zugeschrieben wird. Der Islam hat nicht die Glaubensfreiheit verkündigt. Der Islam verkündigte das Verbot des Polytheismus und Unglaubens und schrieb den Kampf gegen die Polytheisten vor. Falls der Islam die Glaubensfreiheit verkündigt hätte, hätte die Menschheit weder die Sendung der Gesandten, noch die Herabsendung der Bücher [der Offenbarungen] benötigt. Die Menschheit hätte weder [die
Anweisung zum] Djihad noch zum Kampf nach Allahs Willen benötigt. Wenn dem so wäre, könnte jeder leben wie er wollte, jeder wäre frei. Nein, ganz im Gegenteil sagt Allah: 'Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen' (Sure 51, 56). Allah sagte nicht, dass jeder nach seinem [eigenen] Willen leben dürfe, sondern '...nur, damit sie Mir dienen.'

Allah sagte auch: ' Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung [mehr] gibt und die Religion Allah gehört' (Sure 2, 192). Derjenige, der sich weigert, Allah anzubeten, wird bekämpft. Er darf nicht sich selbst überlassen werden, sondern muss solange bekämpft werden, bis er entweder zur Religion [des Islam]
zurückkehrt oder getötet wird.

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Dummie42 20.04.2016, 19:44
@suziesext06

Ja, das ist die wahhabitische Auslegung. Und dieser extremistische Islam ist, das muss man leider sagen, zur Zeit auf dem Vormarsch. Die missionieren, wo sie nur können. Das heißt nicht, dass die gesamte islamische Welt so denkt, aber Gnade der Restwelt, wenn es einmal so kommen sollte. Dann hätten wir wohl wieder einen Weltkrieg.

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suziesext06 20.04.2016, 20:00
@Dummie42

es gibt KEINE EINZIGE sunnitische Autorität der Gegenwart, die ein dazu anderslautendes Rechtsgutachten erstellt hätte. Es gibt einige moderate Erklärungen islamischer Verbandssprecher in Westeuropa, die jedoch keinerlei Relevanz haben für das, was der Rechtgläubige zu glauben hat. Im sunnitischen Islam und der iranischen Schia entscheiden AUSSCHLIESSLICH die religiösen Autoritäten über den rechten Glauben. Was der Berliner moslemische Obstverkäufer sich so dazu denkt, ist irrelevant und wird weder in den Koranschulen noch im Freitagsgebet berücksicht.

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Ich würde mal sagen, es ist ausbaufähig. Hier in Deutschland triffst du mehr die toleranten Muslime aber in den Kernländern, hat man es oft mit starker Intoleranz zu tun. 
So bitter das klingt, leider kann man es nicht leugnen.

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safevi2 20.04.2016, 20:06

weil du es ja auch weißt und in diesen Ländern bist ?

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earnest 20.04.2016, 20:22
@safevi2

Weißt du, es gibt Menschen, die lesen.

Und es gibt Menschen, die Menschen kennen ... 

Und es gibt Menschen, die reisen.

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sarasonne 20.04.2016, 23:19

Ich weis nicht von welchen Länder du genau sprichst aber eins kann ich dir sagen: die Türkei ist das toleranteste Land das ich kenne. Man sieht hier Frauen mit Niqaab Arm in Arm mit Frauen in Hotpants und Spaghetti-Top. Es gibt Leute die sich rausputzen und hübsche Kleider anziehen, aber genauso gibt es Leute wo man sich anhand der Klamotten fragt ob sie obdachlos sind. Aber sie werdne hier alle akzeptiert und es interessiert hier keinen wie man aussieht.

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Dummie42 21.04.2016, 05:51
@sarasonne

Vor wenigen Jahren musste keine Frau in der Türkei Niqaab tragen, und wenn die Linie so bleibt, wird in wenigen Jahren dort keine Frau mehr Hotpants tragen, es sei denn, es handelt sich um eine mindestens mittelalte übergewichtige deutsche Touristin, die den Zeitgeist verschlafen hat... falls sich dann noch Touristen da hintrauen.

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josef050153 21.04.2016, 09:22
@sarasonne

die Türkei ist das toleranteste Land das ich kenne

Also entweder kennst du nicht viele Länder, oder das ist eine bewusste taqiyya. Darf ich aber trotzdem diesen Satz auf der Witzseite einer Zeitung veröffentlichen?

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Aus Wiki:
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"Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.

Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht."

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Noch weiter gehen heute Leute, die den Begriff Toleranz sogar mit dem Begriff Respekt verbinden.

Das ist aber eine Deutung, die mit der ursprünglichen nichts mehr zu tun hat.

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Andersgläubige werden wirtschaftlich ruiniert und letztendlich ermordet.

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Hallo ,
als Muslim hat man respektvoll mit seinen Mitmenschen umzugehen ganz egal welcher Religion oder Weltveranschaung sie angehören .
Hierzu ein Beispiel :
Unser Prophet s.a.w.s ( den sich die Muslime als Vorbild nehemn ) hatte einen jüdischen Nachbarn dieser hat regelmäßig seinen Müll vor die Tür des Propheten getragen .
Eines Tages fand unser Prophet keinen Müll vor seiner Tür und machte sich sorgen er fand heraus das der Jude im Krankenhaus ist und ging ihn besuchen um zu sehen ob es ihm gut geht .
Der Islam verbietet einen unverschämten umgang doch das Argument das stehts benutzt wird "Es ist Menschenverachtend zu sagen nicht Muslime kommen in die Hölle " nein ist es nicht denn man kann nicht dorthin kommen wenn es das garnicht gibt oder etwa nicht ? Nachdem die Atheisten nciht an die Hölle glauben seh ich keinen Grund das sie sich verachtet vorkommen ihre Ansicht nach haben sie recht und nach dem Tod passiert nix also bitte .
Das selbe gilt für die Christen ihrer Meinung nach kommt jeder ins Paradies also gut glaubt es doch ruhig aber fühlt euch nicht  angegriffen wenn ich etwas anderes glaube .

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Temas 20.04.2016, 20:07

Ich kann ja verstehen, dass sich Mohammed laut den Überlieferungen sehr vorbildlich gegenüber Nichtmuslimen verhalten hat, und ich finde es gut und man kann sich ein Beispiel daran nehmen.

Aber ganz so werden Andersgläubige nun auch nicht toleriert im Islam, beispielsweise müssen Juden und Christen in einem von der Scharia regierten Staat eine extra Steuer zahlen, wovon sie nur befreit sind, wenn sie den Islam annehmen, ich finde das jetzt nicht unbedingt sehr respektvoll. 

Im Gegensatz kann man sagen, dass Deutschland (etwas christlich/etwas atheistisch) überhaupt keine extra Steuer von Muslimen erwartet, denn alle Menschen sind hier gleichgestellt. 

Meiner Meinung nach ist das ein gerechter und respektvollerer Umgang, ein Land wo eben Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen friedlich miteinander leben können ohne, dass gewisse Bevölkerungsgruppen teils ausgegrenzt oder benachteiligt werden. 

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saidJ 20.04.2016, 20:11

gut doch trotzdem dürfen in deutschland die kirchglocken läuten aber ne moschee mit minaretevinclusive gebetsruf gibts noch nicht .
ganz so nach dem motto "alle sind gleich " ist es auch nicht .
lg

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Temas 20.04.2016, 20:18
@saidJ

Höre ich da einen Hauch von Whataboutism? ^^ 
lg

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saidJ 20.04.2016, 20:18

? verstehe ich nicht

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Temas 20.04.2016, 20:20
@saidJ

Wenn man ohne sich mit der Kritik auseinanderzusetzen mit einer Gegenkritik ankommt 

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saidJ 20.04.2016, 20:22
@Temas

Achso ja die Kirtik war ja das in Deutschland jeder gleich behandelt wird whärend in Ländern in denen die Scharija das Gesetz ist nicht das gleiche Recht für alle gilt und Menschen ausgegrenzt werden .
Ich hab dir damit lediglich gezeigt dass das sogenannte gleiche Recht für alle nicht ganz so gleich ist wie man vielleicht annimmt .
Es war nicht wirklich eine Gegenkritik viel mehr ein vergleich der zeigen soll das auch in Deutschland Muslime in einer gewissen Art und Weise benachteiligt werden .

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Dummie42 21.04.2016, 06:03
@saidJ

Kirchenglocken können nerven, aber für uns Europäer dienen sie  weniger als Ruf, sondern mehr als Uhr und sie haben bei aller Lautstärke noch etwas melodisches. Ein Muezzin hingegen klingt für uns wie jemand, der ungeheuer laut brüllt, weil ihm irgendwas höllische Schmerzen bereitet. Das hat mehr was von einer Alarmsirene. Von der möchte man auch nicht, dass die fünf mal am Tag los geht. Schon gar nicht vor dem Aufstehen.

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saidJ 21.04.2016, 09:59
@Dummie42

Das ist vielleicht dein Empfinden es gibt genug nicht Muslime die es als angenehm empfinden also verallgemeiner bitte nicht anhand deiner Warhnehmung .

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Dummie42 21.04.2016, 15:03
@saidJ

Ich kenne jedenfalls keinen einzigen der so denkt. Und garantiert möchte kein Nichtmuslim regelmäßig mitten in der Nacht von so einem Schreihals aus dem Schlaf gerissen werden.

Religionsfreiheit hin oder her, Zuwanderer haben sich unserer Kultur anzupassen, nicht umgekehrt. Mit Unterdrückung hat das nichts zu tun.

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saidJ 21.04.2016, 15:37

deine wortwahl "schreihals" zeigt mir schon das du äußerst objektiv an die sache rangehst und kein bisschen subjektiv "sarkasmus" .
in dem fall macht es natürlich besonders viel sinn mit dir zu diskutieren .
wenn du mit vernünftigen argumenten kommst können wir gerne reden aber" ihr müsst euch unserer kultur an passen weil sie eben unsdre ist " während man auf der anderen seite von gleichem menschenrecht für alle spricht ist unlogisch sonst müssten wir das recht verlangen  euch auch unsere kultur aufzuzwingen frei nach dem motto gleiches menschenrecht für alle .
aber ich seh schon deine denkweisei " das ist unser land also müsst ihr das tun was wir sagen !" so in etwa stell ich mir das vor .
also wie gesagt wenn du argumentieren wilst dann bitte objektiv und vernünftig .

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immer so tolerant, wie der gläubige bereit ist dafür ist............:)

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