Keine Reha - kein Krankengeld mehr?

5 Antworten

Wenn ich Krankenkasse wäre, würde ich das Geld einstellen. Wer eine Verbesserung seines Gesundheitszustandes ausschlägt (Reha), der will krank bleiben und hat, meiner Meinung nach, keine weiteren Zahlungen verdient.

Wenn ich Krankenkasse wäre, würde ich das Geld einstellen. Wer eine Verbesserung seines Gesundheitszustandes ausschlägt (Reha), der will krank bleiben und hat, meiner Meinung nach, keine weiteren Zahlungen verdient.<

Antwort:

Sie befinden sich da in einem sehr großen Irrtum, (wenn Sie alles über einen Kamm scheren) denn es gibt durchaus Situationen, wo kranke Menschen nicht REHA-fähig sind und wo der Arzt die REHA-Fähigkeit im betreffenden Formular der Rentenversicherung verneint!

Es macht keinen Sinn, eine REHA anzutreten, wenn der betreffende Patient derart geschwächt ist, daß er an den Therapien nicht mitwirken kann!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Ganz schön traurig, dass da aus der Ferne jemand glaubt, meinen Gesundheitszustand beurteilen zu können. Ich hatte lediglich gefragt, wie es sich in meiner momentanen Lage rechtlich verhält und nicht danach, wie jemand es beurteilt, dass ich nicht rehafähig bin. Wenn ich mir eine Meinung oder Einschätzung als Antwort erhofft hätte, hätte ich meine Fragestellung anders formuliert.

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Hallo muttisbester33,

Sie schreiben:

Keine Reha - kein Krankengeld mehr?<

Antwort:

Bevor Sie eine REHA antreten, müßen Sie sich in der Regel bei Ihrem Hausarzt melden und dort ein spezielles Formular der Rentenversicherung vorlegen!

In diesem Formular bestätigt der Hausarzt dann, ob Sie REHA-fähig sind!

Sind Sie nicht REHA-fähig, so muß der Hausarzt dies in diesem Formular entsprechend begründen und dieses Formular auf dem schnellsten Weg an die DRV weiterleiten!

Das selbe gilt für die Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit!

Es gibt Patienten, diese sind zwar REHA-fähig, aber Arbeitsunfähig!

Ist der Patient Arbeitsunfähig, so muß dies vom Hausarzt schriflich bestätigt werden, denn sonst wird der Patient in der Regel aus der REHA als arbeitsfähig über 6 Stunden entlassen!

Ich bin seit einigen Monaten krank geschrieben, beziehe Krankengeld.<

Antwort:

Bitte beachten Sie, daß das Krankengeld einschließlich Lohnfortzahlung seitens des Arbeitgebers in der Regel auf maximal 78 Wochen befristet ist und dann werden Sie ggf. endgültig ausgesteuert!

Im Anschluß daran bleibt nur noch das ebenfalls zeitlich berfristete ALG 1!

Dauer und Höhe des ALG 1 bei der zuständigen Agentur für Arbeit erfragen!

Ist auch das ALG 1 aufgebraucht, bleibt nur noch ALG 2 = Hartz4 bzw. Grundsicherung!

Geben Sie Acht daß Sie in keine finanzielle Notlage geraten, denn außer dem Antrag auf Erwerbsminderungsrente gibt es nicht viele Alternativen!

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

google>>

erwerbsminderungsrente.biz/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

google>>

vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

google>>

ra-buechner.de/meldungen/M121-Arbeitslosengeld-nach---125-SGB-III-muss-solange-gezahlt-werden,-bis-die-Rentenversicherung-Erwerbsminderung-positiv-festgestellt-hat-.php

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Hallo Konrad,

zunächst mal vielen Dank für die Mühe und die ausführliche Antwort!

Mein Arbeitgeber hat mich bereits auf die Straße gesetzt. Der so genannte Auszahlschein wandert also regelmäßig an meine Krankenkasse; mir würden sogar noch elf Monate ALG I zustehen, aber ich bin ja nicht vermittelbar.

Was passiert denn, wenn das Krankengeld "ausläuft", ich weder arbeits- noch rehafähig bin? Schickt man mich dann in Rente? Ich werde nächste Woche 45 Jahre, das ist ein echter Albtraum...

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Mein Arbeitgeber hat mich bereits auf die Straße gesetzt<

Antwort:

Wie kann denn das sein, (daß Sie von Ihrem Arbeitgeber einfach auf die Straße gesetzt werden) denn wegen einer Erkrankung allein kann Ihnen Ihr Arbeitgeber nicht so einfach kündigen!

Hoffentlich haben Sie sich mit dem Kündigungsschreiben Ihres Arbeitgebers umgehend bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit gemeldet und sich dort über die weitere Vorgehensweise beraten lassen!

Der so genannte Auszahlschein wandert also regelmäßig an meine Krankenkasse; mir würden sogar noch elf Monate ALG I zustehen, aber ich bin ja nicht vermittelbar.<

Antwort:

Sie haben da nicht viele Möglichkeiten!

Wenn Ihre Leistungsfähigkeit auf Grund Ihrer gesundheitlichen Beschwerden dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten wie Pförtner usw. abgesunken ist, dann sollten Sie schnellstens einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der DRV einreichen, sonst läuft Ihnen ggf. die Zeit davon!

Im Zusammenhang mit diesem Antrag auf Erwerbsminderungsrente sollte auch der Anspruch auf das ALG 1 aufleben!

Des weiteren kommt ggf. die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung in Betracht, was immer auch vom speziellen Einzelfall abhängt!

Lassen Sie sich am Besten beim VDK über die weitere Vorgehensweise beraten und unterstützen, denn als juristischer Laie haben Sie gegen die Sozialversicherungsträger kaum eine Erfolgsschance!

Was passiert denn, wenn das Krankengeld "ausläuft", ich weder arbeits- noch rehafähig bin? Schickt man mich dann in Rente?<

Antwort:

Wenn das Krankengeld ausläuft, bleibt nur noch das ALG 1! Ist auch dieser Anspruch aufgebraucht, gibt es nur noch das ALG2=Hartz4 bzw. Grundsicherung, wobei hier aber das gesamte Haushaltseinkommen auf den Prüfstand kommt und werden in diesem Zusammenhang bestimmte Freibeträge überschritten, gibt es oft gar nichts!

Ich werde nächste Woche 45 Jahre, das ist ein echter Albtraum...<

Antwort:

Es ist an dieser Stelle nicht nachvollziehbar, warum Sie von Ihrer Krankenkasse noch nicht zu einem Antrag auf Erwerbsminderungsrente aufgefordert worden sind bzw. warum Sie nicht selbst schon längst aktiv geworden und einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der DRV eingereicht haben, denn von alleine passiert da in der Regel gar nichts!

Sie werden auch von niemandem so mir nichts Dir nichts in Rente geschickt, sondern dies geschieht nur im Zusammenhang mit einem Rentenantrag und mit einem Rentenantragsverfahren, wo Sie glasklar nachweisen müßen, daß Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden abgesunken ist!

Das Alles funktioniert aber in der Regel nur, wenn Sie schnellstmöglich Ihre Hausaufgaben machen und Ihre Krankenakte optimieren!

google>>

erwerbsminderungsrente.biz/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

Ich war am Tag der Kündigung durch meinen Arbeitgeber in der Probezeit, sonst wäre ich selbstverständlich dagegen vorgegangen. Dass ich mich VOR ABLAUF der Krankengeld-Zeit um eine Erwerbsminderungsrente kümmern muss, lese ich jetzt zum ersten Mal - gut, dass wir darüber gesprochen haben! Werde umgehend meinen Sachbearbeiter von der Krankenkasse kontaktieren und mal hören, was der sagt.

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@muttisbester33
Dass ich mich VOR ABLAUF der Krankengeld-Zeit um eine Erwerbsminderungsrente kümmern muss, lese ich jetzt zum ersten Mal - gut, dass wir darüber gesprochen haben!<

Antwort:

Nicht Wissen schützt leider nicht vor finanziellen Nachteilen!

In der Regel kommen die Krankenkassen spätestens nach 4-5 Monaten auf die Krankengeldbezieher zu und legen entweder einen REHA-Antrag oder aber einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente per Fristsetzung nahe!

Folgt der Krankengeldbezieher dieser Aufforderung nicht, verstößt er ggf. gegen die gesetzliche Mitwirkungspflicht und riskiert, daß die Krankengeldzahlung eingestellt wird!

Wenn ein kranker Mensch feststellt, daß er in absehbarer Zeit seine Leistungsfähigkeit nicht wiedererlangt, dann ist er gut beraten, wenn er sich um seine finanzielle Zukunft sorgt, die Dinge vorantreibt und nicht abwartet, bis irgendein Sachbearbeiter reagiert!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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