Keine negative Rückkopplung?

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1 Antwort

Hallo,

ich verstehe die Frage nicht.

Wenn eine zu große Menge an Schilddrüsenhormon ins Blut abgegeben wird, spricht man von einer Üerfunktion. Bei zu wenig Schilddrüsenhormon im Blut spricht man von einer Unterfunktion.

Die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone unterliegt einem speziellen Regelkreis. Dabei wird in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) im Gehirn das TSH (Thyroidea stimulierendes Hormon) produziert. Im Falle von zu wenig Schilddrüsenhormon im Blut (Unterfunktion) wird mehr Steuerhormon (TSH) ausgeschüttet. Der Wert ist also zu hoch (über 2,5). Im Falle von zu viel Schilddrüsenhormon im Blut (Überfunktion) wird weniger Steuerhormon (TSH) ausgeschüttet

Nimmt man nun aufgrund einer Unterfunktion der Schilddrüse Thyroxin ein, dann ersetzt man das fehlende Schilddrüsenhormon, so dass das TSH wieder sinkt, da ausreichend Schilddrüsenhormone vorhanden sind und kein übermäßiges TSH mehr ausgeschüttet werden muss.

Das Prinzip ist also ganz logisch.

GrußCatlyn

Lalight 26.06.2011, 11:38

und obwohl du die frage nicht verstanden hast, hast du das super erklärt, danke :)

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Catlyn 26.06.2011, 14:21
@Lalight

Hm. Du hast Recht. Ich hätte die Frage genauer lesen sollen. Ich versuche es nochmal:

Es gibt sowohl einen positiven als auch einen negativen Rückkopplungsmechanismus, der für die regelrechte Schilddrüsenfunktion wesentlich ist:

  • Niedrige freie Schilddrüsenhormonkonzentration (fT4 und fT3) stimuliert die Bildung von TRH und TSH (positive Rückkopplung).

  • Bei genügend hoher freier Schilddrüsenhormonkonzentration hemmen fT4 und fT3 die TSH-Ausschüttung der Hypophyse (negative Rückkopplung).

(entnommen aus: "Klinische Chemie für den Einstieg" von Jürgen Hallbach.)

Da wir von einer normalen Schilddrüsenfunktion ausgehen, handelt es sich in beiden Fällen nicht um eine Unter- oder Überfunktion sondern nur um eine natürliche Ausbalancierung der Hormonkonzentration, da die Schilddrüsenhormonkonzentration nie gleich ist und immer schwankt. Eine Unter- oder Überfunktion entsteht erst dann, wenn "zu wenig" (niedrige SD-Hormonkonzentration) oder "zu viel" (hohe SD-Hormonkonzentration) Schilddrüsenhormon trotz Stimulation (TSH) nicht mehr ausgeglichen werden kann. Kann nicht ausgeglichen werden, dann steigt bei einer positiven Rückkopplung das TSH an, bei einer negativen Rückkopplung wird das TSH gehemmt.

Dann greift wiederum meine erste Erkärung: Zu hohes TSH=Unterfunktion, zu niedriges TSH-Überfunktion.

Daraus kann man schlussfolgern und Deine Frage klar beantworten: Bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse liegt bei einer positiven Rückkopplung eine Unterfunktion vor und bei einer negativen Rückkopplung eine Überfunktion.

Ich hoffe, dass ich Dir doch noch weiterhelfen konnte.

Gruß Catlyn

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