Keine Krankenversicherung / kurz vor neuem Job / scheiterte an fehlender KV

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6 Antworten

Was gebe ich bei meinem neuen Arbeitgeber als Krankenversicherung an?

PKV. Durch die Aufnahme einer SV-pflichtigen Tätigkeit entsteht aber Versicherungspflicht in der GKV.

Ist es korrekt, dass ich mir bei einem neuen Job, weil ich ja aus der Selbstständigkeit komme, eine neue GKV aussuchen kann?

Ja.

Durfte mich die PKV im Dezember 2008 kündigen? (Pflichtversicherungsgesetz) ?

Ja. Allerdings ist die Kündigung rückwirkend unwirksam, da keine Anschlussversicherung bestand. Die Folge ist, dass der PKV die Beiträge für die Zeit zwischen Kündigung und Aufnahme in die GKV zustehen.

Was erwartet mich an evtl. Strafzahlungen für die nicht versicherten 46 Monate.?

Die Beiträge sind inkl. Zinsen und Säumniszuschlägen nachträglich zu entrichten. Sofort Kontakt zur PKV aufnehmen,da diese eine Meldung der aufnehmenden GKV erhält und sonst unverzüglich das Mahnverfahren startet.

Vorweg: es handelt sich gff. keinesfalls um Strafzahlungen, sondern vielmehr um von dir geschuldete Nachzahlungen fällig gewesener und von dir ausgelassener Beitragszahlungen. Du könntest so vorgehen, - daß Du gegenüber der PKV, die dir in 2008 gesetzlich unzulässig kündigte, die Beiträge seither nachentrichtest (bzw. ihr dies unter dem Vorhalt ihrer Rechtspflichten zunächst einmal vorschlägst); das kommt dich billiger, denn die PKV ist in deiner Altersklasse regelmäßig deutlich günstiger im Preis gegenüber selbst dem Mindestbeitrag der GKV oder - Du raffst das Geld zusammen für den Wiedereinstieg in die GKV (das solltest Du aber vor Arbeitsantritt klären, denn der Arbeitgeber braucht für die Erfüllung seiner Sozialvversicherungs-Meldeverpflichtungen deine KV-Adresse mit Versicherten-Nummer. Hast Du das Geld für beide Varianten nicht zur Verfügung und kannst es auch nicht beschaffen, so geh' zur Schuldnerberatung oder ins Bürgeramt zur "Krisensitzung". Ist nichts ehrenrühriges, wo es doch prominenteste Politiker heute allertage tun!

Hallo,

in Deutschland gilt Krankenkversicherungspflicht. Von daher wirst Du keine Strafzahlungen zahlen müssen, wohl aber die Beiträge nachbezahlen. Als Versicherung gibst Du die an bei der Du Dich jetzt melden wirst (Du BRAUCHST eine Krankenversicherung).

Und ja, die Kündigung der PVK war rechtens denn Du hast die Beiträge nicht bezahlt und im Gegensatz zur GKV dürfen sich PKV ihre Versicherten aussuchen.

Grüße und viel Erfolg bei der Jobsuche

Bei Aufnahme einer angestellten Tätigkeit, deren Entgelt unter der Beitragsbemessungsgrenze bleibt, kannst Du Dir in der Tat eine GKV aussuchen.

Die Beitragsschulden der versicherungslosen Zeit musst Du abzahlen. Leider kommen darauf 5 Prozent Zinsen pro Monat (!). Eine "Strafe" gibt es nicht, aber das ist sicherlich happig genug.

SIeh zu, dass auch die Beitragsschulden bestimmt werden und somit in die Insolvenz aufgenommen werden.

Und beantrage schnellstens ALGII, wenn Du noch nicht hast. Das JC übernimmt auch krankenversicherung. Zwar nicht rückwirkend, aber mindestens ab dem laufenden Monat, und zwar in Höhe des vollen Beitrags Basistarif; auch bei der PKV. Solange der Monat noch nicht zuende ist, kannst Du noch für diesen Monat den Antrag auf ALGII stellen.

So, hier nun Teil 2 meiner Antwort!

•Was gebe ich bei meinem neuen Arbeitgeber als Krankenversicherung an?

Suche Dir eine GKV aus, stelle dort einen Antrag und gib diese KK beim Arbeitgeber an.

•Ist es korrekt, dass ich mir bei einem neuen Job, weil ich ja aus der Selbstständigkeit komme, eine neue GKV aussuchen kann?

So ist es!

•Durfte mich die PKV im Dezember 2008 kündigen? (Pflichtversicherungsgesetz)?

Ja, weil Zahlungspflicht!

•Was erwartet mich an evtl. Strafzahlungen für die nicht versicherten 46 Monate.?

Auf jeden Fall 46 mal Beiträge in Form einer Nachzahlung! Mindestens!

Die KV-Pflicht setzt auch die Zahlungspflicht voraus. Ja, sie kann!

•Gibt es eine zentrale Informationsstelle für meinen Fall ?

Kann sein, weiß ich aber nicht!

und erhoffe hilfreiche Antworten, für die ich Euch schon jetzt danken möchte.

Bitteschön!

;-)

Hallo!

Kurz und knackig. Es gibt in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Die gesetzlichen KK dürfen niemanden ablehnen. Wer sich längere Zeit nicht versichert, muss alle Beiträge aus der Vergangenheit nachbezahlen.

Schöne Grüße

Palomas 23.10.2012, 15:36

Vielen dank

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