Keine Grunderwerbsteuer bei Erwerb aus Teilungsversteigerung, unterschiedliche Verwandschaftsverhältnisse der Veräußerer?

2 Antworten

Ich meine nicht, dass hier Befreiungsvorschriften greifen, weil hier nicht der Erwerb, sondern das Meistgebot im Zwangsversteigerungsverfahren besteuert wird (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 GrEStG).

Die Steuer ID hat nur Bedeutung für die ertragssteuerliche Behandlung des Grundstücks.

Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG)
§ 1 Erwerbsvorgänge


(1) Der Grunderwerbsteuer unterliegen die folgenden Rechtsvorgänge, soweit sie sich auf inländische Grundstücke beziehen: 1.ein Kaufvertrag oder ein anderes Rechtsgeschäft, das den Anspruch auf Übereignung begründet;2.die Auflassung, wenn kein Rechtsgeschäft vorausgegangen ist, das den Anspruch auf Übereignung begründet;3.der
Übergang des Eigentums, wenn kein den Anspruch auf Übereignung
begründendes Rechtsgeschäft vorausgegangen ist und es auch keiner
Auflassung bedarf. Ausgenommen sinda)der
Übergang des Eigentums durch die Abfindung in Land und die
unentgeltliche Zuteilung von Land für gemeinschaftliche Anlagen im
Flurbereinigungsverfahren sowie durch die entsprechenden Rechtsvorgänge
im beschleunigten Zusammenlegungsverfahren und im Landtauschverfahren
nach dem Flurbereinigungsgesetz in seiner jeweils geltenden Fassung,b)der
Übergang des Eigentums im Umlegungsverfahren nach dem Bundesbaugesetz
in seiner jeweils geltenden Fassung, wenn der neue Eigentümer in diesem
Verfahren als Eigentümer eines im Umlegungsgebiet gelegenen Grundstücks
Beteiligter ist,c)der Übergang des Eigentums im Zwangsversteigerungsverfahren;4.das Meistgebot im Zwangsversteigerungsverfahren;



Ergänzend dazu: es gibt noch mehr Gründe zur Steuerbefreiung, die im o.g. Zitat fehlen. U.a. fällt bei Veräußerungen, deren Wert unter 2500 € liegt, m.E. keine Steuer an. Da es sich um eine Bruchteilsgemeinschaft handelte, könnte es sein, dass die Bruchteile unter 2500 € einzeln berechnet werden und ggf. nicht berücksichtigt werden?

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Mit der Löschung der Auflassungsvormerkung und den Daten der Überweisung habe ich das Finanzamt angeschrieben, um die Grunderwerbssteuer zurück erstattet zu bekommen.


Die haben aber die Grunderwerbssteuer, auf ein Schreiben des Gegenanwalts, schon vor über einem Jahr auf das Konto des Käufers überwiesen, ohne Rückfrage beim Notar oder beim Verkäufer, allein aufgrund der Aktenlage- im Kaufvertrag stand ja- Grunderwerbssteuer trägt der Käufer. Zu der Zeit war die Rückabwicklung des Verkaufes aber noch gar nicht abgeschlossen!!!


Der Gegenanwalt behauptet jetzt auch noch, er hätte dem Finanzamt gar nicht geschrieben, der Brief wäre wohl vom Käufer gefälscht worden.


Ich sehe die Schuld beim Finanzamt, da sie die Sachlage nicht überprüft haben. Das Finanzamt streitet die Schuld aber ab.


LG

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