keine Gewöhnung an Routinen?

5 Antworten

Routine hat nicht jeder Mensch. Evolutionär ist die Routine sogar gar nicht vorgesehen worden!

Unsere Vorfahren hatten jeden Tag immer wieder neue schwierige Situationen und hatten somit auch keine Routine. Die heutigen Menschen haben sich das aber irgendwie angeeignet.

Wenn man jung ist, fällt Routine schwer. Wenn man älter wird, gewöhnt man sich aber langsam daran. Das gewöhnt man sich nicht in ein paar Wochen oder Monaten an, sondern das braucht viele Jahre.

Wenn man z.B. gerade erst den Führerschein hat, dann ist es was neues und ungewohnt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Wenn man dann aber schon 40 Jahre alt ist und schon seit 20 Jahren täglich den gleichen Weg mit dem Auto zur Arbeit fährt, dann ist es selbstverständlich Routine und man könne sich es gar nicht mehr anders vorstellen.

Auch Du hast Routine - alles, was man sich angewöhnt hat und regelmäßig macht, macht man irgendwann routiniert.

Das geht beim morgendlichen Waschen/Anziehen los und hört beim Zubettgehen auf. Autofahren, Mahlzeiten zu sich nehmen - all das ist Routine. Man tut es, ohne darüber nachzudenken - es herrscht der Automatismus auch bei Dir.

Vielleicht hast Du aber Deine passenden Rituale noch nicht gefunden - orientiere Dich dabei nicht an anderen.

Wenn es Dir schwer fällt, Dir morgens einen Kaffee zu machen, dann trinke eben Tee oder Kakao. Frühstücke etwas, worauf Du wirklich Lust hast.

Routine ist etwas, vorüber man sich i. d. R. nicht den Kopf zerbricht.

Es erweckt in mir den Eindruck, als wärst Du auf der Suche nach Veränderung, eventuell empfindest Du dein Leben als nicht sehr aufregend.

edit: vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich ansonsten auch keinen festen Tagesablauf habe, ich arbeite in Schichten. Allerdings war das früher als ich noch einen gewissen vorgegebenen "Alltagsablauf" hatte, nicht anders.

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