keine diagnose bekommen bw zwei verschidnee?

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6 Antworten

Deine Geschichte klingt alles andere als Lustig. Ich bin kein Arzt und kann schon gar nicht eine Ferndiagnose wagen (wie niemand hier), doch kann ich dir Anhaltspunkte bezüglich Borderline und Depressionen geben damit du selbst eine Einschätzung treffen kannst. Mit dieser Einschätzung solltest du dich an die betreffende Fachperson wenden, da eine Selbstdiagnose auch nicht möglich ist.

Ich gebe dir nun eine etwas medizinisch-trockene und weniger sozialtechnische Antwort. Ich glaube das war deine Frage bzw. die Frage nach der Diagnose.

Grundsätzlich können Depressionen alleine oder auch im Zusammenhang mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung auftreten. Das erste was mir auffällt ist, dass SVV nicht zu den typischen Symptomen einer Depression gehört (kann in seltenen Fällen jedoch auch auftreten). SVV ist hingegen bei Borderline sehr weit verbreitet. Suizidgedanken sind wiederum bei Depressionen und Borderline ein Problem. Aber mal der Reihe nach:

Damit es zu einer Diagnose "Depression" kommt, müssen bestimmte objektive Kriteren "erfüllt" werden. Diese sind im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 festgehalten. Erfüllt sein müssen mind. 2 Haupt- und 3 Nebensymptome für eine Dauer (ohne Unterbruch) von mind. 2 Wochen in ausreichender Stärke.

Hauptsymptome einer Depression sind:

  • Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust. Nichts kann einem aufheitern was sonst Freude gemacht hat. Nichts interessiert einem, was einem früher mal interessierte.
  • Stimmungseinengung. Man hat nur noch negative Gedanken. Dies kann soweit gehen, dass man in einem Gefühl der Gefühlslosigkeit festhängt. Nichts positives dringt zu einem hindurch.
  • Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit. Es fehlt die Energie bzw. der Antrieb um Sachen anzupacken und zu erledingen. Dies kann soweit gehen, dass man keine Kraft mehr hat alltägliches zu erledigen wie z.B. einkaufen zu gehen, zu kochen, zu duschen etc. Zudem wird man schnell müde und abgekämpft, auch wenn die Tätigkeiten normalerweise nicht ermüdend sind.

Nebensymptome einer Depression sind:

  • Schlafstörungen, also Probleme beim Ein- und/oder Durchschlafen
  • Veränderter Appetit mit entsprechender Gewichtsveränderung. Man isst zuviel oder zuwenig bzw. hat immer Hunger oder nie Hunger.
  • Suizidgedanken bzw. Selbstmordgedanken bis hin zurm Drang sich zu suizidieren.
  • Psychomotorische Aktiviertheit oder Hemmung. Man ist hypernervös oder das Gegenteil, die Bewegungen sind verlangsamt.
  • Negative Zukunftsperspektive (für sich selbst) bzw. Hoffnungslosigkeit. Dies kann soweit gehen, dass man das Gefühl hat nie wieder gesund zu werden.
  • Vermindertes Konzentrationsvermögen. Mann kann sich einfach auf nichts mehr konzentrieren.
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und/oder Selbstvertrauen.

Ebenfalls häufig sind andere Symptome wie z.B. Schuldgefühle, Libidoverlust, Depersonalisation/Derealisation etc.

Kommen wir zu der Borderline-Persönlichkeitsstörung (auch emotional instabile Persönlichkeitsstörung genannt). Die Kriterien für Borderline sind vor allem im Diagnoseverzeichnis DSM-V der APA (Amerikanischer Psychiatrie Verband) festgehalten. Erfüllt sein müssen mind. 5 der folgenden 9 Punkte:

    - Hektisches Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.

    - Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist. Einmal empfindet man jemand als genial, dann wieder als das Hinterletzte.

    - Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung. Dazu gehört auch mangelndes Selbstvertrauen.

    - Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden
    Bereichen (z. B. Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch,
    rücksichtsloses Fahren, "Essanfälle").

    - Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

    - Emotionale Instabilität infolge einer ausgeprägten Sprunghaftigkeit der Stimmung (z. B. Depression, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).

    - Chronische Gefühle von Leere.

    - Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

    - Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziation_(Psychologie))
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Zunächst einmal: Diagnosen bei psychischen Krankheiten sind immer nur ungefähre Diagnosen. Es gibt Patienten, bei denen ist es fast glasklar, was sie haben, alle anderen haben eine Mischung aus... Depressionen, Ängsten, Persönlichkeitsstörungen etc. Es ist bekannt, dass die Chance, bei einer PS auch noch eine Depression zu bekommen, sehr hoch ist.

Dir geht es aktuell ja sehr schlecht: Ich würde sagen, Du brauchst DRINGEND Medikamente, also Antidepressiva. Du musst erst einmal gut 'eingestellt' werden, damit Du überhaupt in einer Therapie mitarbeiten kannst.

Weil es leider meist eineige Wochen dauert, bis man einen Termin beim Psychiater bekommt (bei Dir: für Kinder- und Jugendpsychiatrie), könnte Dir auch ein Hausarzt Antidepressiva verschreiben, nur haben Psychiater hier oft das bessere 'Händchen'. Achtung: Wenn man mit der Einnahme beginnt, wird erst die Aktivität erhöht, dann kommt erst nach 14 Tagen bis 3 Wochen die Besserung der Stimmung. Das heißt, in den ersten Woche ist man stärker selbstmordgefährdet!

Oder Du gehst für ein paar Tage in die Psychiatrie, dort bekommst Du ebenfalls eine Menge Medikamente und wirst dann mit einem Rezept entlassen, bzw. einer Empfehlung für ein Medikament. Ob sie dort immer die besten Medis finden, weiß ich nicht, hier fehlt mir die Erfahrung.

Das ist alles zur Krisenbewältung. Mittelfristig würde ich an Deiner Stelle dringend in eine Psychosomatische Fachklinik mit Jugendstation gehen, dort bekommst Du sogar Schulunterricht, wenn Du das möchtest. Und wenn Du dann wieder entlassen wirst, bist Du froh, dass Du einen ambulanten Therapeuten/in hast.

Also: Du brauchst langfristig einen Therapeuten/in, dem/der Du vertraust und der/die Dir hilft, es reicht nicht 'irgendeiner'. Und Du brauchst einen Psychiater, der Dir Tabletten verschreibt, und einen guten Hausarzt, der mögliche körperlichen Ursachen ausschließt.

Das klingt jetzt wie viel, aber glaube mir: VIELE Leute brauchen diese Fachkräfte, um klarzukommen (ich auch), und es gibt einen WEG aus der Krise!! Bestimmt und versprochen.

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Kommentar von MeinEndeee
15.10.2016, 11:04

also in therapie bin ich ja. sie ist gut und ich vertaue ihr  auch. also das problem gelöst. medikamente wärwn wohl gut wobei och befürchte das es dann wirklich zu nem versuch kommt da die gedanken.momentan.allein schon heftig sind..

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Eine leichte Borderline Störung gibt es nicht. Borderline hat man oder nicht. Genausowenig sind leichte Depressionen ein Grund für einen stationären Aufenthalt. Da scheint weit mehr dahinter zu stecken.

Die Diagnose ist abhängig vom Behandler und wie derjenige dich einschätzt. Du bist minderjährig und da ist es eher ungewöhnlich eine Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren und selbst wenn das vorhanden sein sollte schließt das nicht automatisch weitere Erkrankungen aus. Selbstverständlich ist es sinnvoll nachzufragen wie die Diagnose aussieht. Mir erscheint sowas ein logischer Vorgang wo ich nicht extra bei Fremden nachfragen muss ob man beim Therapeuten nachfragen soll oder nicht.

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eine psychiatrische Diagnose läßt sich nicht so leicht erstellen wie zum Beispiel die Diagnose eines gebrochenen Knochens. Aber was erwartest du nun? Man soll dir helfen, aber wie wenn du eine Therapie schon nach zwei Wochen abbrichst! Du solltest auch wollen das man dir hilft und das es dir wieder besser geht. Halte dich nicht an der Diagnose fest, die ist zweitrangig! Arbeite mit den Therapeuten zusammen und nicht gegen sie. Bei einer psychischen Erkrankung kann es sein das du bis an dein Lebensende Medikamente nehmen mußt.

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Kommentar von MeinEndeee
15.10.2016, 10:59

ich bin gegangen weil die größte gefahr des suizids nicht mehr da war und ich prüfunhen hatte die ich nicht.alle.wiederholen konnte da ich schon.eine durch die klinik wiederholen.musste. die realschilprüfungen waren ser wichtig für mich.. und medikamente nehme.ich nicht 

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Wie alt bist du?

Ich bin der Meinung, dass das was du hast kein Borderline ist, denn meiner Meinung nach gibt es kein 'leichtes' Borderline. Entweder man hat es oder man hat es nicht.

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Kommentar von MeinEndeee
15.10.2016, 22:43

ich bin 17

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sorry.für die rechtschreibfehler meine handytastatur funktioniert.nicht richtig

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Kommentar von MeinEndeee
15.10.2016, 10:53

achso und in therapie bin ich vorallem weil ich nach den sommerferen.irgendwann nochmal 10ibu800 genommen habe. ich war nicht beim arzt aber als.mama das wusste war klar ich brauche therapie

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