Kein Vitamin B12 aufnehmen und mir geht's super?

14 Antworten

Wenn du viel draußen in der Natur bist, von natürlichen Quellen trinkst, mit Erde arbeitest, Kräuter und Pflanzen isst ohne sie erst gründlich zu waschen, ... dann bekommst du genügend B12 ab. Der Mensch und auch Tiere brauchen nur Spuren von B12, einige Mikrogramm (Millionstel Gramm) pro Tag und können das B12 sammeln und über Jahre speichern.

Deshalb müssen auch Pflanzenfresser kein B12 supplementieren.

Ansonsten verwende wenigstens eine B12 Zahnpasta (von Sante) und Produkte die B12 zugesetzt haben.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass (teilweise) in Leitungswasser B12 enthalten ist. Kommt aber eben auf die Quelle an und ob Chlor, etc. zugesetzt wird.

Die B12-Reserven weisen eine sehr lange Speicherzeit auf. Verschiedene Studien legen nahe, dass eine Überversorgung über den Speicher hinaus ohnehin nichts bewirkt, da das überschüssige B12 wieder abgestoßen wird. Man verspürt Mangelerscheinungen daher - wenn sie überhaupt auftreten- erst nach einiger Zeit.

Wenn der Körper Mängel nicht kompensieren könnte, wäre die Bevölkerungsdichte der Welt weitaus geringer. Insbesondere der Mangel an Vitamin D tritt in Deutschland weiträumig auf (obwohl die meisten nach wie vor Hühnerperiode und Co. konsumieren), was den wenigsten bewusst ist. Demnach leben wir Deutsche alle einen Mangellebensstil. Und dennoch leben wir unser Leben weiter. Gesundheitliche Einschränkungen können in Folge von Mängeln auftreten, müssen dies aber keineswegs. Man sollte sich nach Möglichkeit durchaus mit einer Zuführung, beispielsweise in Form von Supplementen auseinandersetzen, braucht jedoch auch nicht gleich in Hysterie zu fallen.

Die Leber kann B12 recht lange speichern. Bei Erwachsenen tritt der Mangel erst nach Monaten auf, manchmal erst nach Jahren. Der Mangel kommt auch nicht plötzlich, die Symptome sind nicht so offensichtlich wie bei Skorbut. Etwas Blutarmut, geringere körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, etwas Müdigkeit, Immunschwäche und Koordinationsstörungen fallen erst auf, wenn sie schon weit fortgeschritten sind und eben nicht sofort, da der Prozess schleichend eintritt. Die Mangelerscheinungen kommen so langsam, dass man sich daran gewöhnt, so lange sie noch nicht besonders schlimm sind.

Sind die Auswirkungen so groß, dass man sie bemerkt, sind viele davon irreversibel, zum beispiel die Nervenschäden.

Der Mensch braucht eben B12. Nur Pflanzenfresser können B12 in ausreichender Menge selbst herstellen, akkumulieren und aufnehmen. Menschen können das nicht, aber die sind ja auch keine reinen Pflanzenfresser.

Mangelerscheinungen merkt man nicht von heute auf morgen, das ist ein langwieriger und unbemerkter Prozess der in deinem Körper abläuft. Merken tut man es erst, wenn es zu spät ist.

Deshalb sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt ein absolutes muß. Denn der kann anhand eines Blutbildes feststellen wo Mangel besteht und rechtzeitig gegensteuern.

Der Körper hat Reserven. Es wird also eine Weile dauern bis diese aufgebraucht sind und du in einen Mangel rutschst.

Es ist aber besser, vorzubeugen, denn einen Mangel lässt sich schwerer ausgleichen.

In jedem Fall solltest du mit deinem Hausarzt sprechen und regelmäßig eine Blutuntersuchung durchführen lassen.

Naja ich lebe schon seit mehreren Jahren vegan

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