Kein Salz oder andere Gewürze für´s Baby? Warum?

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7 Antworten

Leider gibt es zum Thema Zucker und Salz aufgrund restriktiver Empfehlungen immer wieder Besorgnis unter den Muttern. Keinesfalls ist es aber so, dass Sie ihrem Kind mit dem Salz- und Zuckerzusatz in unseren Babyglaschen irgendeinen Schaden zufugen.

Natrium und Chlorid, die Bestandteile von Kochsalz sind Mineralstoffe, die der Korper zur Aufrechterhaltung einer Vielzahl von Stoffwechselfunktionen unbedingt benotigt (z.B. zur Weiterleitung von Nervenimpulsen, Produktion von Magensaft). Eine zu hohe Zufuhr von Natrium und Chlorid bzw. von Kochsalz mit der Nahrung ist jedoch ungunstig, vor allem fur den jungen Saugling, dessen Niere noch nicht voll ausgereift ist. Deswegen wird empfohlen, den Kochsalz-Gehalt der Nahrung bis zum Beginn der Familienkost (ca. ab dem 10. Monat) niedrig zu halten bzw. nur langsam zu steigern bis die Nieren des Kindes voll ausgereift sind (etwa um den 18. Monat). Da Nahrungsmittel wie z.B. Milch schon von Natur aus hohe Mengen an Natrium enthalten, empfiehlt das Forschungsinstitut fur Kinderernahrung aus Grunden der Praktikabilitat (sehr kleine Salzmengen sind im Haushalt schlecht zu dosieren) selbsthergestellter Beikost kein Salz zuzusetzen.

Die Deutsche Diat-Verordnung, die die Zusammensetzung von industriell hergestellter Glaschenkost regelt, begrenzt die Natriumzufuhr auf 200 mg pro 100 g Nahrung. 200 mg Natrium entspricht ca. einen halben Gramm Kochsalz. Die Alete Gemuse und Menus enthalten entsprechend dieser Richtlinie geringe Mengen an Kochsalz. So kann das Kind allmahlich an hohere Natriummengen, wie sie ab dem Kleinkindalter ublich sind (Milch enthalt z.B. 500 mg Natrium pro 100 ml) gewohnt werden. Die Alete Gemuse und Baby-Menus nach dem 4. Monat sind als natriumarm einzustufen. Sie enthalten weniger als 120 mg Natrium bzw. weniger als 0,3 g Kochsalz. Die Junior-Menus ab dem 8. Monat enthalten ca. 150 mg Natrium bzw. 0,4 g Kochsalz und die Kleinkindmenus ab 12. Monat enthalten max. 200 mg Natrium bzw. 0,5 g Kochsalz pro 100 g. Durch den Zusatz dieser geringen und fur den Saugling vollig unbedenklichen Mengen an Kochsalz soll ein Nachsalzen durch die Eltern unterbleiben.

Säuglinge haben noch keine ausgebildete Darmflora und können Gewürze deshalb nicht gut verdauen. Und jedes Gewürz hat auch Wirkungen, bzw. Nebenwirkungen, die für einen Säugling gefährlich werden können, weil der Körper es noch nicht verarbeiten kann, bzw. die Dosis für den kleinen Körper zu hoch ist. Was für uns eine Messerspitze voll ist, ist für einen Säugling ein Teller voll.

Mit 10 Monaten kann er "normales" Essen mitessen. Koch mit wenig Gewürzen und würzt für die Großen lieber nach. So kann er unbesorgt auch normales Essen bekommen.

Mit 10 Monaten kann durchaus langsam an die Erwachsenenkost herangeführt werden, mit einem Jahr kann er dann fast alles bei euch mitessen. Achte einfach darauf daß du Schärfe und zuviel Salz vermeidest.

Meiner hat mit 10 Monaten schon normales Essen milder gewürzt gegessen und mit einem Jahr dann alles, was wir auch gegessen haben.

http://www.babyservice.de/Main/FAQs/BabysErnaehrung/

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