Kein Mensch ist mehr frei?

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24 Antworten

Solche Fragen sollte es echt öfter geben!

Wir Menschen leben wie Elektronen in einem Kabel, wie Schafe in einer Herde, wie Zahnräder in einer Maschine .... suche dir was davon aus.

Wir achten auf die Masse statt selbst zu handeln, wir rauben uns die Freiheit selber. 

Das Prinzip Staat ist, grob gesagt, nichts anderes als Schutzgelderpressung. Das soll nicht bedeuten das ein Staat ein schlechtes Konzept ist, lediglich das Prinzip darstellen. Denn du musst bedenken das die Menschen, die damals wie du es nennst "frei geboren wurden" auch um einiges früher starben. Wirklich frei waren jene Menschen auch nicht, sie lebten wie Affen mit mehreren anderen Menschen zusammen und auch dort bestimmte eine gewisse Person. 

Menschen die sich damals von ihren Artgenossen distanzierten um wirklich frei zu leben starben. Der Mensch ist ein Lebewesen welches von Gesellschaft abhängig ist. Nicht direkt um sich zu unterhalten, um zu überleben. Damals waren es die Jagd und heute ist es der globale Handel.

Zurück zum Zahnrad Beispiel: Ein Zahnrad alleine bringt es zu nichts, viele klug aneinander gereihte können allerdings großes bewegen ... negative so wie positive Dinge.

Abgesehen davon: Die wenigsten Menschen werden in Staaten wie Deutschland eingeboren. Die meisten werden in Staaten wie China, Indien oder weite Teile Afrikas hinein geboren. Wir beschweren uns weil wir es nicht anders kennen, nach 3 Wochen in China würdest du nie wieder eine solche Frage stellen. 

Welche Menschen beschweren sich überhaupt am meisten? Oft sind es die, die Materielle Dinge im Überfluss haben. Arme Menschen sind meist bescheidender und vor allem bereit zu teilen, etwas was doch eigentlich umgekehrt sein sollte? Reiche Menschen sind meiner Ansicht nach unglücklicher als arme, arme haben Träume ... doch ein Reicher hat viele seiner Ziele bereits erreicht.

Selbst Menschen die in Deutschland Harz 4  beziehen gehören weltweit gesehen zu den 50%, welche ein besseres Leben haben. Andererseits sollte man beachten das 1% der Bevölkerung soviel wie die restlichen 99% hat. 

Abgesehen davon:

Egal was du machst, absolute Freiheit wirst du niemals erreichen. Wenn jeder tun kann was er will würde Chaos ausbrechen, früher oder später entsteht ein totalitäres System .. das liegt in unserer Natur - wir sind Primaten.

Wenn du alleine auf einer Insel wärst hättest du wohl die Freiheit, doch würdest ein erbärmliches Ende finden. Selbst wenn du lange überlebst, du lebst ein unwürdiges Leben.

Die Freiheit als Gedankenspiel ist ein schönes Konzept, in der Realität würde sie allerdings mehr zerstörerisches an sich haben als Vorteile.

Viel besser wäre ein System welches jedem Menschen erlaubt zu tun und zu lassen was er will, solange er dabei niemand anderes außer sich selbst in Gefahr bringt. Es ist unnötig einem Menschen Dinge zu verbieten die niemanden stören würde, weshalb darf man die Asche seiner Eltern nicht zuhause aufbewahren? Weshalb muss sie unbedingt bestattet werden? Ein Beispiel.

Die Steuern sollten sich mehr zum Wohl des Bürgers richten, dass stimmt. Im großen und ganzen können wir uns in Deutschland allerdings nicht beschweren. Selbst wenn man viel verbessern könnte, es gibt Menschen die leben viel schlimmer als wir ... jenen sollten wir erstmal helfen. 

Die Menschheit ist eine Art, eine Familie ... dieses momentane Staatenkonzept hindert uns nur vor größerem Fortschritt.

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Maxieu 13.04.2016, 00:29

"Wir Menschen leben wie Elektronen in einem Kabel, wie Schafe in einer Herde, wie Zahnräder in einer Maschine .... suche dir was davon aus."

Du warst schon mal eines davon, so dass du weißt, wie sich das anfühlt?
Ich sehe von den dreien nur einen Kandidaten, der da in Frage käme...

Oder erwartest du umgekhrt von den Lesern hier, dass sie auf so eine Erfahrung zurückgreifen können, um von daher ihre menschliche Existenz besser zu verstehen?

Und, welchen Aspekt deiner Veranschaulichung darf ich mir auswählen:

Zahnräder leben?
Dann werde ich wohl meine Fahrradkette ab jetzt besser etwas   aufmerksamer im Auge behalten.

Oder sind du und ich wirklich tot?
Ehrlich gesagt: Dann möchte ich ewig tot sein!

Der Rest, den du schreibst, hört sich gar nicht nach Zombie-Kommunikation an, sondern klingt doch eher vernünftig.
Warum also so eine Einleitung?

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Digarl 13.04.2016, 20:33
@Maxieu

Oh wie niedlich .... jemand der keine Metaphern versteht.....

Schon mal was von sprachlichen Mitteln und stilistischen Figuren gehört?

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Oberste Regel: Es gibt kein Ich ohne Du. Hättest du nur eine Palme als "sozialem" Interaktionspartner könntest du bis heute nicht "Ich" sagen und dabei eine Vorstellung von diesem "Ich" in Abgrenzung zum "Anderen" / "Nicht-Ich" haben. - Spätestens bei der Frage was diejenigen mit dir machen, die dich gezeugt haben wäre dein Ansatz am Ende denn du bist wahrscheinlich nicht einfach so vom Himmel gefallen. - So gesehen bist du auch immer insofern dem Zufall ausgeliefert, in welche sozialen Verhältnisse (Familie, Staat, Peer-Group usw.) du hineingeboren wirst und du Freiheit im Verhältnis zu Unfreiheit  erlebst. Möglicherweise empfindest / erlebst du dann auch Unfreiheit als Ungerechtigkeit und beide Begriffe verschmelzen (psychologische gesehen) für dich miteinander. Dennoch ist der Freiheitsbegriff niemals ein totaler sondern immer ein wechselabhängiger (interdependenter) Begriff der durch eine Wechselbeziehung zwischen dir und deinem sozialen Alter Ego erst entstehen kann (s.u.). In dieser Verbindung gegenseitig das größtmögliche Maß an individueller Freiheit zu finden und gegenseitig zu vereinbaren ist Kern jeder Rechtsphilosophie oder Ethik. Anders geht es überhaupt nicht und macht letztlich auch den Unterschied zwischen sozial und a- oder antisozial aus. Freiheit ist immer nur definierbar in Projektion auf die Gemeinschaft und damit ist die Freiheit des Einzelnen immer die Freiheit des Einzelnen in seiner gemeinschaftlichen Vielzahl oder Vielheit. - Nicht mehr aber auch nicht weniger.

PS: Und nochmal zum logisches Problem deiner Vorstellung von Freiheit - wie wolltest du (deine) Freiheit ohne Begrenzung (durch die Freiheitsansprüche des Anderen) überhaupt als solche wahrnehmen und definieren können.

Übrigens: Es gibt nicht nur die Freiheit "etwas" zu tun sondern auch die Freiheit "etwas" zu lassen (als Vernunftentscheidung - also als freie Entscheidung aus Einsicht). ;-)

Gruß


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Das Problem liegt darin, dass völlige Freiheit auch völlige Unabhängigkeit bedeutet. Völlig unabhängig von anderen Menschen kann der Mensch aber nicht überleben. Die Kunst liegt darin, den Mittelweg zwischen vollumsorgter Unfreiheit und lebensgefährlicher Freiheit zu finden.

Wenn man seine Teilnahme an einer Gesellschaft aber nur insoweit kündigt, dass man sich der Pflichten entledigt, zum Überleben aber doch die Gemeinschaft in Anspruch nimmt, sollte man sich nicht wundern, wenn die Gesellschaft eine Gegenkündigung schickt.

Selbstverständlich kannst du die Mitgliedschaft in Deutschland kündigen und auswandern. Du kannst sogar deine Staatsbürgerschaft ablegen. Als Staatenloser bist du niemandem mehr untertan (könnte man denken). Oder hast du dir das in der Art vorgestellt, dass zu zum Chef des Sportstudios gehst und ihm sagst: "Ab nächsten Monat kündige ich. Die Geräte benutze ich aber weiter."?

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ThxForHelpSupp 12.04.2016, 21:00

Die Leute nehemen meine Überlegung etwas zu ernst. Ich spiele nicht mit dem Gedanken Staatenloser zu werden. Aber mich interessiert einfach diese Idee.

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Hamburger02 12.04.2016, 21:04
@ThxForHelpSupp

Da brauchst du dir bei mir keine Sorgen zu machen. Kann sehr wohl zwischen Gedankenspielen bzw. Wortgefechten im Konjunktiv und realen Handlungsabsichten unterscheiden.

Und den Begriff Freiheit in allen Formen durchzudeklinieren kann ich nur unterstützen. Persönlich neige ich deutlich zur Freiheit und nehme die Risiken in Kauf.

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Das Spiel von Freiheit und Sicherheit. Je mehr Freiheit umso weniger Sicherheit und umgekehrt.

Zu jeder Zeit musste man sich mit den Lebewesen in seiner Umgebung arrangieren. Das Recht des Stärkeren gab es schon immer. Ob dich ein Staat für einen Landfriedensbruch einsperrt oder ein Bär auffrisst..

Aus einer gewissen Sicht sind wir komplett frei, wenn wir bereit sind auf alle Sicherheiten zu verzichten. Keiner kann jemanden zu irgendetwas zwingen. Man muss halt mit den Konsequenzen umgehen können.

Dennoch: "Was nützt die Freiheit, wenn die Freien unter den Unfreien leben müssen? Anstatt nur frei zu sein, bemüht euch einen Zustand zu schaffen, der alle befreit. Auch die Liebe zur Freiheit überflüssig macht." (Bertold Brecht)

Weil John F. Kennedy sicher nicht unrecht hatte wenn er sagte: "Freiheit ist unteilbar. Ist nur einer unfrei, so sind alle versklavt."

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Sollte, könnte, wollte...

Du bist so etwas wie Steuervieh. Bezahlst 50% Einkommenssteuer + 20% Mehrwertssteuer + kleinere Sachen ~ Summe ungefähr 70 % auf alles. Wenn nicht du zahlt eben der bei dem du es kauft die Einkommenssteuer.

Zahlst du nicht kommen dich Leute in bunten Fantasieuniformen besuchen.

Im Gegenzug bekommst du Rechte, die du erst einmal durchsetzen musst. Das ist das beste Geschäft der Welt. Und Staat ist der größte Wirtschaftszweig der Welt.

Wieso sollte dich irgendjemanden da rauslassen ? Ich würde dich da auch nicht raus lassen. Sondern mein Geld einstreifen und darauf achten, dass die Statistiken nicht zu schlecht ausfallen.


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Zicke52 13.04.2016, 17:22

"Im Gegenzug (zu Steuern) bekommst du Rechte, die du erst einmal durchsetzen musst"

Da habe ich aber Glück gehabt. Ich musste das Recht auf Bildung nicht durchsetzen, es wurde mir förmlich aufgedrängt und war gratis. Auch steht mir das Recht zu, Straßen zu benutzen, die ich nicht gebaut habe, im Bedarfsfall die Dienste der Polizei, der Justiz und des Gesundheitswesens in Anspruch zu nehmen, meine Volksvertreter zu wählen, und vieles mehr.

Was musstest du denn alles tun, um diese steuerfinanzierten Rechte durchzusetzen?

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Selbst in der Steinzeit musste man sich der Gruppe unterordnen, da man alleine nicht überleben hätte können. Ich möchte nicht in einem Gesellschaftssystem leben in dem es überhaupt keine Regeln mehr gibt.

Staaten und willkürlich gezogene Grenzen lehne ich aber auch ab.

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Machtnix53 19.04.2016, 19:16

Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen sich jemandem  unterzuordnen und sich mit jemandem zu einigen. In der Steinzeit lebten die Menschen als Sammler und Jäger ohne hierarchische Machtstrukturen in Freundesgruppen.

Gerade weil sie so sehr aufeinander angewiesen waren und sich aufeinander verlassen mussten, konnten sie sich keine Konkurrenzen und Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe leisten.

Gut verständlich dargestellt ist das zB hier

http://einblogfuereltern.blogspot.de/2013/11/die-grundlegendste-aller-freiheiten-ist.html

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Was für ein philosophischer Kindsgram! Deine Freiheit gibt es nicht. Das ist ein Hirngespinst und keine Philosophie! Das wussten schon die Philosophen der frühen Antike. Das ist eine kindische Spinnerei, die sich Herr Rousseau geleistet hat als Idealbild eines angeblich freien Menschen: Der freie Wilde. Nur konnte man Rousseau nicht vorwerfen, dass ihm das Forschungswissen zur frühen Menschheit fehlte. Setz Dich mal allein in die Savanne, wo hinter jedem Busch ein hungriger Löwe auf Spinner lauert. Da bist Du von allem frei, nur nicht von Todesängsten. Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und der Wohlstand, den Du genießt, verdankst Du allen Menschen, die in gesellschaftlicher Kooperation über lange oft schmerzliche Entwicklungsphasen den Wohlstand in Deutschland begründet haben. Staaten sind keine Erfindung sondern eine Fortentwicklung des menschlich-gesellschaftlichen Charakters. Deine Geschichtskenntnisse von früher sind in der Tat "frei": Frei von jedweder Kenntnis und dafür voll von Wunschträumen. Wenn Du aus einem Staat austreten willst, dann bitte, gib Deine Staatsbürgerschaft ab und zieh in die Wüste. Dann machen in Zukunft die Touristen an einem Skelett halt und fotografieren sich mit dem Abglanz eines komplett freien Menschen.

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KleineFrage00 26.07.2016, 03:56

Ich Glaube sie haben den sinn der Frage nicht begriffen.

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Staaten (Verwaltungsgebiete) waren ja eine Erfundung des Menschen

Da bin ich mir nicht ganz sicher. Denn man könnte sogenannte Verwaltungsgebiete auch Territorien nennen, oder Reviere. Und wir wir wissen, grenzen viele Tierarten ihr Territorium gegen andere Individuen der gleichen Art ab. In diesem Sinne ist z.B. ein junger Rehbock, der seine Mutter verlässt, auch nicht frei, denn er ist gezwungen, ein freies Revier für sich zu finden und wird später viel Zeit damit verbringen, es gegen andere Böcke zu verteidigen. Nur als Beispiel. Somit wäre das Gebiet im "Besitz" des betreffenden Rehbockes. Vielleicht sind dort die Anfänge des Staates angesiedelt?

Staatsgebiete haben mehr oder weniger willkürlich gezogene Grenzen. Du unterstehst somit immer dem geltenden (Un-)Recht des Staates, in den du hineingeboren wirst und hast keine Möglichkeit, in ein Gebiet zu kommen, das nicht von einem Staat verwaltet wird.

Nur, so ganz verstehe ich noch nicht, welche Freiheit du meinst. Könntest du das genauer beschreiben?

Zu welcher Zeit wurde man frei geboren? Und war man schon frei, nur weil es keinen Staat gab?

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Ich denke, die Vorstellung von "Freiheit" wird meiner Meinung nach oft zu einseitig gesehen.

Viele Menschen verstehen unter "Freiheit" die Möglichkeit zur Individualität,zur freien Entfaltung und zum Selbstausdruck. Sie können tun "was sie wollen" und sind möglichst wenig gesellschaftlichen Zwängen unterworfen.

Meiner Meinung nach ist das aber keine wirkliche Freiheit, denn in Wirklichkeit sind wir selbst mit viel Wohlstand, oder auf einer autarken Öko-Farm, deren Bewohner sich durch Selbstversorgung ernähren, nicht frei.

Wir unterliegen immer noch zahlreichen Einschränkungen - wir sind durch Erziehung und Gesellschaft konditioniert, haben Vorurteile und sind ständig dabei, Dinge zu bewerten - also alles in allem ziemlich "beschränkt".

Wirkliche Freiheit bedeutet für mich nicht, einen gut bezahlten Job an den Nagel zu Hängen, den eigenen Ausweis zu verbrennen und als Aussteiger in die Welt hinauszuziehen - das ist vielleicht ganz nett, aber keine echte Freiheit für mich.

Wirkliche Freiheit bedeutet für mich, sich von sich selbst zu befreien - auch indem wir den falschen Individualismus verwerfen.

Ich nenne ihn "falsch", weil wir nämlich gar nicht so  einzigartig und  besonders sind, wir wir uns gerne einbilden. Natürlich gibt es uns nur ein einziges Mal auf der Welt - aber das gilt für Milliarden Menschen genau so. Damit sind wir auch nur wieder eines von vielen Individuen und nehmen uns selbst zu wichtig.

Außerdem sind wir oft ziemlich "gleichgeschaltet" - unser Denken und Handeln verläuft in bestimmten Bahnen, die durch Kultur, Erziehung und Gesellschaft, sowie Lebenserfahrung geprägt sind.

Anstatt also darüber zu klagen, dass wir Steuern zahlen müssen, könnte man auch darüber nachdenken, ob wirkliche Freiheit nicht darin bestehen könnte, mal Urlaub von sich selbst zu nehmen und das eigene Ego mitsamt seinen Erwartungen mal etwas zurückzufahren.

Meiner Meinung nach suchen zu viele Menschen ausschließlich eine rein äußere Freiheit und zu wenige auch eine innere Freiheit.

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Enzylexikon 13.04.2016, 12:30

Da es offenbar noch nicht jeder verstanden hat:

Der "Daumen runter" dient der Abwertung inhaltlich minderwertiger Antworten und nicht dazu, feige und anonym seine eigene Meinung durchzudrücken.

Da ich mich meist doch um ein gewisses Niveau meiner Antworten bemühe, würde ich es begrüßen, wenn die Menschen hier aufrichtig genug wären, ihre Ablehnung meiner Antwort zu begründen, anstatt im Schutzmantel der Anonymität einfach einen "Daumen runter" zu klicken.

Auch wenn es sicher Menschen gibt, die keine Argumente haben, so dass ihnen nur der verschämte Mausklick bleibt.

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Nein wir sind nicht frei, so zimlich jedes Fleckchen Land das Leben versorgen könnte ist durch das "ich habe den letzten der vor mir das hier seins nannte getötet und meinen Staat drauf gebaut" Recht beansprucht und jeder dieser Staaten hat seine ganz eigenen Vorstellungen von was sein muss um das niemand rum kommt.

Auswandern ist auch längst nicht so einfach wie man das ganze gern sagt denn dafür muss einen ein anderes Land ersteinmal wollen sonst kommt man auf Dauer in kein Land mehr rein außer das in dem man zufällig geboren wurde.

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Früher (weit früher) wurde jeder Mensch komplett frei
geboren und musste sich eigentlich niemanden
unterordnen.

Ja, er konnte dann auch frei verrecken.
Ab welchen Zeitpunkt rückwirkend gab es für dich diese Freiheit ?
Als die Menschen noch "auf den Bäumen hausten" (sprichwörtlich)
Soziale Sicherheit ist immer mit Einschränkungen verbunden.

Man müsste  von einem.... Staat  austreten zu dürfen 
und sich seine Existenz alleine aufbauen zu dürfen.

Wie geht das alleine ? Nur in der Wildnis. Wenn zwei zusammen sind und brauchen, ist es mit der Freiheit deiner Vorstellung schon vorbei.
Denk mal darüber nach - wenn du das bringst.

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Hast du dir schon mal überlegt was es bedeutet wirklich staatenlos zu sein? Das ist nicht wirklich witzig. Deshalb steht auch in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte :

Artikel 15

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit

2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Ich empfehle dir das gesamte Dokument mal wirklich gut zu lesen. Da stehen noch andere interessante Dinge mit Bezug auf deine Frage geschrieben. Zum Beispiel:

Artikel 13

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Was bedeutet für dich denn Freiheit? Kann denn ein Mensch überhaupt zu 100% frei sein?

Früher (weit früher) wurde jeder Mensch komplett frei geboren und musste sich eigentlich niemanden unterordnen.

Wann soll das denn gewesen sein? Selbst in der Steinzeit, oder noch davor, als der Mensch noch eher ein Tier war, musste sich das Individuum an die Regeln des Rudels halten. Wirklich frei war man da auch nur, wenn man verstoßen wurde.

Im Mittelalter gab es den Begriff der Vogelfreiheit. Dann war man zum Abschuss frei gegeben. Jeder der einen vogelfreien sah, durfte mit ihm machen was er wollte, weil der König ( bzw. der Gesetzgeber ) sich nicht um ihn scherte.

Damit wäre ich wieder beim Anfang. Wirklich frei zu sein, bedeutet auch heute, auch frei von allen Rechten zu sein.

http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

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lafondationlune 12.04.2016, 21:09

Mmm, nein. Ursprünglich war der Reisepass ein Privileg und keine Pflicht.

Es war ein Schutzbrief und jeder konnte wandern wohin er wollte. Das System funktioniert deshalb nicht mehr, weil es Sozialleistungen gibt und manche Staaten einfach erheblich mehr Freiheiten erlauben als andere.

Mit anderen Worten, der Staat ist andauernd nur damit beschäftigt, Probleme zu lösen die er vorher selber erschaffen hat.

Wenn Politiker ein einziges sinnvolles Problem lösen könnten, wären sie in der Privatwirtschaft und würden Millionen verdienen.

Deshalb finde ich die Politikerhetze so dämlich, es weiß doch jeder ganz genau mit welcher Art von Personen er es zu tun hat.

Die können das Geld anderer Leute verschwenden und Statistiken verdrehen und genau damit endet auch was der Staat kann und was nicht.

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Chaoist 12.04.2016, 21:15
@lafondationlune

Mmm, nein. Ursprünglich war der Reisepass ein Privileg und keine Pflicht.

Ich habe zu keiner Zeit von einem Reisepass geschrieben. Ich verstehe nicht worauf Sie sich mit ihrem "Mmm, nein." beziehen.

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lafondationlune 12.04.2016, 21:25
@Chaoist

Der Begriff Staatenlos macht Sinn, wenn du einen Staat vorraussetzt.

Der Klub der Staaten, UNO, und beschlossen jeden der kein Mitglied ist, der Pass ist deine Mitgliederkarte, zu bestrafen.

Also das was Kartelle so tun. Inwiefern eine Staatszugehörigkeit oder ein Stück Papier irgendein ein Problem löst verstehe ich nicht.

Oder zeigst du Räubern auch immer ein Stück Gesetzestext auf dem steht "Du darfst mich gar nicht überfallen."

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Chaoist 12.04.2016, 21:41
@lafondationlune

Der Begriff Staatenlos macht Sinn, wenn du einen Staat vorraussetzt.

Die ursprüngliche Frage geht davon aus.

Der Klub der Staaten, UNO, und beschlossen jeden der kein Mitglied ist, der Pass ist deine Mitgliederkarte, zu bestrafen.

Ich müsste viel zu viel interpretieren, um auf diesen Abschnitt antworten zu können.

Also das was Kartelle so tun. Inwiefern eine Staatszugehörigkeit oder ein Stück Papier irgendein ein Problem löst verstehe ich nicht.

Sie denken hier wohl noch immer an den Reisepass, an den ich bei meiner Antwort keine Sekunde lang dachte.

Oder zeigst du Räubern auch immer ein Stück Gesetzestext auf dem steht "Du darfst mich gar nicht überfallen."

Sind Sie sicher dass ihre Realität einen ungetrübten Blick auf die Wirklichkeit zulässt?

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Freiheit ist nur ein subjektives Gefühl,welches daraus resultiert,wenn für uns negative Einflüsse durch positive abgelöst werden.Das ist eine offensichtliche Täuschung.Freiheit als Zustand existiert nicht und dieser Begriff wird mit Privilegien verwechselt.Lies doch mal Goethes Egmont.

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Was die Frage der Freiheit betrifft. Kein Mensch der Welt ist absolut frei. Ganz am Ende sind es die Naturgesetze, die dich zurückhalten. Ich würde gerne fliegen können, kann es aber nicht, weil die Schwerkraft mich am Boden hält.

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Zitat aus dem Film "Matrix", sehr interessant, meiner Meinung nach:

Morpheus	Ich weiß ganz genau, was Du meinst. Ich will Dir sagen, wieso Du hierbist.
Du bist hier, weil Du etwas weißt, etwas, dass Du nicht erklären kannst, aber
Du fühlst es. Du fühlst es schon Dein ganzes Leben lang, dass mit der Welt
etwas nicht stimmt. Du weißt nicht was, aber es ist da. Wie ein Splitter in
Deinem Kopf, der Dich verrückt macht. Dieses Gefühl hat Dich zu mir geführt.
Weißt Du wovon ich spreche?
Neo Von der Matrix?
Morpheus Möchtest Du wissen, was genau Sie ist?
Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns, selbst hier ist sie, in diesem
Zimmer. Du siehst sie, wenn Du aus dem Fenster guckst, oder den Fernseher
anmachst. Du kannst sie spüren, wenn Du zur Arbeit gehst. Oder in die Kirche,
oder wenn Du Deine Steuern zahlst. Es ist eine Scheinwelt, die man Dir
vorgaukelt, um Dich von der Wahrheit abzulenken -
Neo Welche Wahrheit?
Morpheus Das Du ein Sklave bist, Neo. Du wurdest wie alle in die Sklaverei geboren, und
lebst in einem Gefängnis, das Du weder anfassen noch riechen kannst. Ein
Gefängnis für Deinen Verstand.
Dummerweise ist es schwer jemandem zu erklären, was die Matrix ist.
Jeder muss sie selbst erleben.
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berkersheim 13.04.2016, 09:30

Ach ja, die Matrix. In Filmen kann man schön rumspinnen und mit dem Rumspinnen ein gutes Geld verdienen, an allen, die nicht merken, wie per Filmschnitt alle die Passagen weggeschnitten sind, die man in der Realität nicht so einfach wegschneiden kann. Wenn jedermanns Gefühl die Wahrheit ist, sind wir wieder im Hexenwahn des Mittelalters. Ist das erstrebenswert?

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Dann würde Anarchismus herrschen, nach dem Prinzip: Geben wir jedem eine Waffe in die Hand und sehen was passiert. Würdest du dich in einem solchen System freier fühlen?

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ThxForHelpSupp 12.04.2016, 20:44

Ich gabe nie gesagt, dass ich das auf mich beziehe.

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Nijori 12.04.2016, 20:47
@Kodringer

Wieso sollte jmd das Recht haben Rechte zu verteilen?

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Kodringer 12.04.2016, 20:48
@Nijori

Weil es dem Großteil der Menschen mit einer gewissen Ordnung besser geht.

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Nijori 12.04.2016, 20:50
@Kodringer

Und das erteilt jmd irgendein Recht?
Unsere Rechte Gesetze und Pflichten basieren allein darauf das wir sie für gegeben halten.

Es gibt keine Rechte, das ist etwas vollkommen unnatürliches.

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Kodringer 12.04.2016, 20:54
@Nijori

Nicht die Tatsache tut das, sondern die Gesellschaft. Rechte gibt es sehr wohl, sonst würden sie nicht funktionieren. Nur weil etwas Gedanklich ist bedeutet es nicht, dass es nicht vorhanden ist. Recht ist nur ein Begriff - wenn es ihn nicht gäbe, dürftest du nach der Definition gar nichts.

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Nijori 12.04.2016, 21:41
@Kodringer

Rechte sind etwas das nur Menschen kennen, von Natur aus hat nichts und niemand Rechte nur Möglichkeiten.

Sicher, irgendwie muss man das Zusammenleben unter vielen Menschen reglementieren, aber ein Recht ist doch auch nur das selbe wie ein Verbot, es kommt immer drauf an von welcher Seite man das ganze betrachtet.

Man sollte "Rechte" nicht auf ein so hohes Podest stellen, ich wäre für etwas mehr Freiheit gewillt auf viele der Verbote unseres Staates zu verzichten.

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jeder mensch, der jemals geboren wurde, musste sich immer irgendjemanden unterwerfen, z.b. seiner eigenen familie/sippe........... denn gebote/gesetze haben nicht nur negative zwecke sondern vor allem auch viele positiven.........

würde jeder so frei leben können wir er es will, würde pure anarchie herrschen, denn nicht alle menschen denken wie du, diebe würden sich freuen, pädophile ebenso, vergewaltiger hätten freie bahn usw. usw. usw.......... alle negativen dinge hätten dann keine grenzen mehr............

die freiheit, die du meinst gibt es nicht, kann es auch gar nicht geben, weil ALLES immer irgendeinem "gesetz" unterliegt, überall im universum existiert eine gewisse "ordnung".............selbst dein körper lässt eine echte freiheit nicht zu, du musst essen, musst aufs klo, musst atmen usw....auch alles zwang.............

jeder mensch kann in gewissem maß in vielen ländern in "freiheit" leben, aber eben nur bis zu einer gewissen grenze.............sonst kommt wieder der negative aspekt ins spiel und mal ehrlich, du willst doch sicher nicht, dass irgendjemand seine "freiheit" dazu nutzt, dich täglich abzuziehen oder deiner mutter schlimme gewalt anzutun?............

wie schon geschrieben, freiheit ist immer relativ und wird von jeden anders betrachtet, eingeordnet..........manche jugendliche fühlen sich fei, wenn sie sich abends sinnlos betrinken können, andere wiederum beim kiffen ohne grenzen usw...... willst du wirklich diese freiheit ohne grenzen?...............:)

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Weit früher ... das solltest du mal definieren.Ich gehe mal 1000 Jahre zurück:Da waren die meisten Menschen Leibeigene . Da hatte sogar der Leibherr das Recht mit der künftigen Frau in der Hochzeitsnacht des Leibeigen zu schlafen.Was blieb dann Übrig? Freie Städte mit Bürger. Und dort gab es auch nur was wenn man arbeitete und Steuern zahlte.

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Digarl 12.04.2016, 21:36

Denk mal nach. Wann waren Menschen laut Fragesteller wirklich frei? Logisch denken hilft .. als es noch keine Staaten gab. 

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Modem1 12.04.2016, 21:42
@Digarl

 Da waren Menschen in der Urgemeinschaft.Und da herrschte die Ordnung des Stärkeren.Da war das Individuum nicht frei.Vor allen Frauen waren Freiwild.Wer sollte damals als Individuum ohne Gemeinschaft überleben? Und Gemeinschaft fordert Anpassung. Daher .... 

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DerBuddha 12.04.2016, 21:43
@Digarl

es gab nie freie menschen, denn selbst die ur-menschen unterlagen einer bestimmten ordnung ihrer sippen/clans...........ohne diese dinge wäre ein überleben gar nicht möglich und nur die menschen hatten meistens einen überlebenschance, die in gruppen zusammen lebten..........:)

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Digarl 12.04.2016, 22:19
@Modem1

Das habe ich nie abgestritten. Ich wollte euch nur schreiben, dass es dennoch logisch ist was er meint .. vor allem weil er es in der Frage mehr oder weniger selbst erklärt hat.

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Maxieu 13.04.2016, 00:42

"Da hatte sogar der Leibherr das Recht, mit der künftigen Frau in der Hochzeitsnacht des Leibeigen zu schlafen."

Ein Gerücht, das sich hartnäckig hält und erst Jahrhunderte später in Umlauf gebracht wurde.

S. Alain Boureau: Le droit de cuissage (Dt.: Das Recht der ersten Nacht)

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Seit der Jungsteinzeit gibt es keine wirkliche Freiheit, zuumindest keine weitreichende.

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"Phylosophen" - ernsthaft?

Du kannst dein Zelt in der Wüste aufschlagen, sollte kein Problem sein. Musst dann halt auf Fließendes Wasser, Strom, Einkaufsläden und alles andere verzichten was dir die Gemeinschaft so bietet.

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