Kein Kindergeld, übernimmt jetzt das Amt?

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8 Antworten

Du kannst beim zuständigen Jobcenter ergänzendes ALG - 2 ( Hartz - lV ) beantragen,darauf hast du einen Anspruch,zumindest wenn du BAB - bekommst und dein gesamtes anrechenbares Einkommen deinen Grundbedarf nach dem SGB - ll nicht deckt !

Deine 351 € Warmmiete sollte für eine Person nach dem SGB - ll auch angemessen sein,so sollte dein Bedarf nach dem SGB - ll derzeit mit den 409 € Regelsatz für den Lebensunterhalt bei min. 760 € liegen.

Du hast 690 € Netto Vergütung und bekommst 69 € BAB.

Mit Steuerklasse 1 solltest du bei 690 € Netto um die 860 € Brutto haben und auf dieses Brutto steht dir nach § 11 b SGB - ll ein Freibetrag auf Erwerbseinkommen zu,dass wären zunächst mal 100 € Grundfreibetrag.

Ab 100 € - 1000 € Brutto kommen noch mal 20 % und ab 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % an Freibetrag dazu,würdest du selber noch ein minderjähriges Kind haben oder in deiner BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) min.ein minderjähriges Kind leben,dann würde sich die letzte Stufe der Freibeträge von 1000 € - 1500 € Brutto erhöhen und davon dann noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deiner Netto Vergütung abgezogen und dazu kommen dann sogenannte sonstige Einkommen wie Kindergeld / Unterhalt / Waisenrente oder BAB - usw. und das ergibt dann dein gesamtes anrechenbares Einkommen was dann auf deinen Bedarf nach dem SGB - ll angerechnet wird.

Besteht dann noch Bedarf steht dir eine sogenannte Aufstockung vom Jobcenter zu.

Bei 860 € Brutto würde dein Freibetrag also erst mal bei den 100 € Grundfreibetrag liegen und von den übersteigenden 760 € stehen dir noch mal 20 % Freibetrag zu,es kämen also nochmal 152 € dazu,dein gesamter Freibetrag läge dann bei ca. 252 € pro Monat.

690 € Netto - ca. 250 € Freibetrag ) = ca. 440 € anrechenbares Erwerbseinkommen + 69 € BAB = ca. 510 € gesamtes anrechenbares Einkommen.

760 € Mindestbedarf - ca. 510 € gesamtes anrechenbares Einkommen = ca. 250 € monatliche Aufstockung durchs Jobcenter.

Da deine monatlichen Fahrkosten 106 € betragen und du für berufsbedingte Aufwendungen nur die 100 € Grundfreibetrag einsetzen musst,könntest du sogar den übersteigenden Betrag von 6 € noch zusätzlich geltend machen.

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Kommentar von isomatte
17.07.2017, 11:06

Den Antrag solltest du unbedingt diesen Monat noch stellen,weil dieser dann rückwirkend auf den 1.des Antragsmonats gilt !

Hauptantrag und benötigte Anlagen findest du auch im Internet zum ausdrucken,da weißt du dann schon mal was für Nachweise usw.du brauchst.

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Doch das kann sein, hatte genau das gleiche Problem...Aber wenn man sparsam ist geht das! Du leistest dir halt den Luxus einer eigenen Wohnung, andere Azubis machen etwas anderes mit ihrem Geld

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Kommentar von Catballyhoo
17.07.2017, 10:03

ist doch doof und als Luxus kann man das auch kaum bezeichnen ... aber Danke :)

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Naja so ist es halt in der Ausbildung. Wie wäre es denn mit einem Nebenjob?
Auch ich habe 2 Jahre lang neben der Ausbildung gearbeitet, um mir auch noch etwas anderes als Unterhaltskosten usw. leisten zu können ;)

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Kommentar von Catballyhoo
17.07.2017, 10:04

Ja das ist die nächste Überlegung (nur ich stehe jetzt kurz vor den Prüfungen wenn dann ab November wenn diese vorbei sind) :)

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Ich vermute mal schwer, du lebst auch nicht mit dem KV zusammen. Der wäre dann für Unterhalt zuständig. Ansonsten, da nehm ich auch kein Blatt vor den Mund: selber Schuld!

Aber frag trotzdem beim A-Amt nach. Vielleicht füttern die dich ja auch durch.

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Kommentar von Catballyhoo
17.07.2017, 10:03

macht das Sinn für 6 Monate noch Unterhalt einzuklagen??

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Kommentar von Apfel2016
17.07.2017, 10:05

Sie hat mit keinem Wort geschrieben, dass sie selbst ein Kind hat. Es geht um ihr eigenes Kindergeld!

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das Amt kann nicht immer alles finanzieren

wenn du auf den "Luxus" einer eigenen Wohnung nicht verzichten willst musst du entweder in eine kleinere ziehen, in eine WG oder dir einen Nebenjob suchen

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Dann lebe bei deinen Eltern oder Freunde dann hast du nicht so viel Miete

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Kommentar von Catballyhoo
17.07.2017, 10:02

Super Idee... Ich geb nicht meinen ganzen Hausstand auf um mit meiner Mutter zusammen zuziehen (die nebenbei erwähnt noch zwei kleine Kinder hat und dann umziehen müsste) zumal ich dann weiter weg von meiner Arbeit wohnen würde... also bitte

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ich glaube es gibt wohngeld oder nicht die das aufstocken.
korrigiert mich wenn ich falsch liege

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