Kein Hunger nach Beziehungsaus?

10 Antworten

Hallo Marie,

Du könntest doch Deinem Therapeuten von Deinen Problemen nach dem Beziehungsaus erzählen. Ganz offensichtlich wirst Du damit allein nicht fertig.

Der Trennungsschmerz, den Du im Moment vermutlich erlebst, hat Dich verständlicherweise in ein totales Tief gestürzt, und Du fragst Dich natürlich: Wie werde ich jemals darüber hinwegkommen? Möglicherweise ist Eure Trennung das Schlimmste, was Du je erlebt hast. Manche empfinden das Ende einer Liebe ein bisschen so wie sterben.

Viele, die sich in einer ähnlichen Situation wie Du befinden, durchleben regelrechte Trauerphasen wie z. B. "nicht wahrhaben wollen", "Wut" oder "tiefe Traurigkeit". Du kannst Dir das zwar jetzt noch nicht vorstellen, doch irgendwann magst Du soweit sein, dass Du die Trennung akzeptieren kannst. Wie lange das dauert, hängt sicher auch zum Teil davon ab, wie tief Eure Beziehung war. Was Dich sicher momentan am meisten beschäftigt ist die Frage, wie Du über Deinen großen Schmerz hinwegkommen kannst.

Erst einmal ist es wichtig, Deine Trauer nicht zu unterdrücken. Es ist völlig normal, in dieser schwierigen Phase Tränen zu vergießen. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Lass Dich nicht all zu sehr hängen und tue etwas, was Dir gut tut: Etwas Sport, ein Spaziergang, Musik hören etc.
Auch wenn Dir danach ist, Dich jetzt zu verkriechen, wäre es besser, mit denen Zeit zu verbringen, denen etwas an Dir liegt. Das lenkt Dich etwas ab und hilft Dir auch, wieder auf positive Gedanken zu kommen.

Wenn etwas Zeit verstrichen ist und der Schmerz nachgelassen hat, dann könntest Du Dich ja einmal bewusst damit auseinander setzen, was in Eurer Beziehung schiefgelaufen ist. Hättest Du im Rückblick vielleicht irgend etwas anders machen können? Was könntest Du daraus für Deine nächste Beziehung lernen?

Ich weiß zwar nicht, ob Du an Gott glaubst - falls doch, könnte es Dir Erleichterung bringen, ihm im Gebet Dein Herz auszuschütten. Ich bin beim Lesen der Bibel einmal auf einen schönen Text gestoßen, der auch für diese Situation ganz gut passt: " Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten" (Philipper 4:6,7). Du kannst sicher sein, dass ER Dich versteht und ihm ist es nicht gleichgültig, dass Du so leiden musst. Da ich selbst auch schon schwere Krisen durchstehen musste, kann ich sagen, dass in der Bibel sehr viel Rat und Trost zu finden ist, der vor allem in Krisenzeiten äußerst hilfreich ist.

Auch wenn Dein Leben jetzt noch wie mit Wolken verhangen ist und alles trübe und grau aussieht, kannst Du sicher sein, das irgendwann auch wieder die Sonne scheint. Das haben viele vor Dir auch schon erfahren. Auch Du wirst es ganz bestimmt schaffen!

LG Philipp

ich kann dich verstehen wie du dich fühlst.
Versuch dich mal etwas abzulenken. troff dich mit .ner Freundin,geht ins Kino...du bist an einen Punkt wo du natürlich verarbeitet und realisiert, ist bei mir nicht anders. was mir persönlich sehr gut hilft das hört sich sehr doof an aber selbstgespräche wenn ich sauer oder wütend bin mache ich mir so etwas Luft dann kommen die Tränen und dann geht es besser. Du musst nicht viel essen probiere kleine Portionen und Versuch es zu steigern... wenn also nichts bringt geht bitte zum Psychologen der dir professionell über die Trennung hinweg hilft aber die 1. Trennung ist immer die allerschlimmste. da du eine neue Erfahrung machst. lg und alles gute dir

Ich formuliere es mal etwas drastischer:

Mach bitte nicht den selben Mist wie ich damals.

Ich konnte über Wochen kaum etwas essen. Mir wurde nach einer Weile sogar vom Geruch einer Scheibe Brot (trocken) schlecht. Weißt du was passierte? Ich nahm drastisch ab, wachte erst bei einem Gewicht von ca 46 Kilo auf - durch ein Foto das ich in dieser Zeit von mir machte. Haut und Knochen, mehr war ich nicht mehr.

Dadurch machte ich mir meinen Stoffwechsel kaputt. Nicht nur das, meine Haut/ die Haare litten darunter.

Bis ein guter Freund mich aus meinem Tief herausholte (mit viel Zeit und Geduld). Er zwang mich regelrecht zu regelmäßigen Mahlzeiten im Kreise seiner Familie. Er lenkte mich durch Unternehmungen ab. Er brachte mich Stück für Stück wieder dazu mit all meinen Sinnen Lust an Süßkram/ Obst/ Gemüse zu finden.

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