kein Arbeitsvertrag, Arbeitgeber kündigt schriftlich 400 €-Job mit 4 Wochen Vorlauf

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6 Antworten

Der Arbeitgeber kann dir fristgemäß natürlich kündigen. Das hat er ja getan. Aber ebenso selbstverständlich muss er diese Kündigungszeit noch bezahlen. Ob er dich frei stellt, ist seine Sache.

Einen schriftlichen Arbeitsvertrag braucht es nicht. Dann gelten die gesetzlichen Mindestregeln.

Urlaubsanspruch hast du für 3 volle Monate also 6 Tage. Nachtschichtzulagen gibt es nur, wenn sie im Arbeitsvertrag vereinbart sind.

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Ein mündlich geschloßener Vertrag ist ebenfalls rechtkräftig.

Eine Kündigung kann, wenn sie zu Beginn eines Monats dem Arbeitnehmer zugeht 4 Wochen, also bis zum Monatsende laufen oder wenn sie mitte des Monats gestellt wird bis zum 15ten. des nächsten Monats.

Wichtig ist der Kündigungsgrund! Es gibt sogenannte Ordenliche oder Außerordentliche kündigungen.

Hier mal eine kleine zusammenfassung des Arbeitsrechts:

Kündigung durch Arbeitgeber, sowie Arbeitnehmer kann sein: ordentlich (Frist gerecht) außer ordentlich (fristlos)

Durch Arbeitnehmer:

ordentlich: 1. Fristgerecht 2. Schriftform nach § 623 BGB 3. Unterschrift beider Parteien 4. Gründe sind nicht zu nennen

außer ordentlich:
1. Schriftform nach § 623 BGB 2. Gründe müssen genannt werden nach § 626 BGB

Durch Arbeitgeber:

ordentlich: 1. Schriftform nach § 623 BGB 2. Kündigungsfrist 3. Gründen nur wenn das KschG gilt

außer ordentlich: 1. Schriftform nach § 623 BGB 2. Aus wichtigem Grund nach § 626 BGB 3. Beweis für die Gründe

Für eine rechtskräftige Kündigung, nach vergehen muss eine Abmahnung ausgesprochen werden. Dies muss folgendes beachten:

                       Abmahnung (Artg)                     

1) Genaue Schilderung des Sachverhalts wieso abgemahnt wird 2) Erläuterung der Pflichtverletzung 3) Androhung einer Kündigung

→ Dies alles gilt auch bei einer mündlichen Abmahnung. Hierbei muss der Arbeitgeber die Beweispflicht erbringen, da kein schriftlicher Nachweis besteht. → Der Arbeitgeber kann nach einer Abmahnung eine Kündigung aussprechen, sobald erneut ein verstoß in der selben Angelegenheit vorliegt.

Wehren gegen eine Abmahnung

→ Beim Arbeitsgericht Antrag auf: Entfernung der Abmahnung → Betriebsrat / MAV in Anspruch nehmen → schriftliche Gegendarstellung verfassen → die Abmahnung muss nach 2 Jahren aus der Personalakte entfernt werden → Der Arbeitgeber hat max. ein halbes Jahr zeit zum Abmahnen

Beendigung des Arbeitsverhältnis nach § 622

1) Kündigung 2) befristeter Arbeitsvertrag 3) Tod des Arbeitnehmers 4) Beendigung durch Aufhebungsvertrag → Beidseitig einverstanden

Kündigung

Schriftform nach § 623 BGB Kündigungsfristen nach § 622 abs.2 gilt nur bei einer Kündigung des Arbeitgebers. Die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15ten eines Monats oder zum Ende eines Vertrages. (ggf. auch Tariflich festgesetzt) → 3 Wochen beträgt die Klagefirst für Arbeitnehmer, nach Eingang beim Arbeitsgericht, um sich gegen eine Kündigung zu wehren. Die Rechtsantragsstelle wird die Klageschrift kostenfrei aufnehmen.

Kündigungsschutzgesetz (KschG)

  1. Arbeitnehmer muss länger als 6 Monate beschäftigt sein
  2. Im Betrieb müssen mindestens 11 Arbeitnehmer beschäftigt sein Erst wenn beide Punkte vorhanden sind gilt das KschG Gilt das KschG muss der Arbeitgeber Gründe für die Kündigung nennen Betriebsbegründet ( Sozialauswahl) Verhaltensbedingt ( muss vorher abgemahnt sein) personenbezogen ( z.B. Krankheitsbedingt)

→ Arbeitgeber muss den Grund beweisen und detailliert begründen → Auszubildene gelten nicht unterm KschG & können nicht fristgerecht gekündigt werden, sondern nur fristlos nach §626 BGB

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Hi,

auch ohne Arbeitsvertrag gilt das Selbe wie bei einem Anderen Mitarbeiter in Teilzeit und Vollzeitbeschäftigung. Also Dir steht für die Freistellung das Gehalt zu und Du hast Anspruch auf Urlaub und Schichtzulage.

Der 400-Euro-Job und seine Position im Arbeitsrecht

Auch wenn der Arbeitgeber es bislang versäumt hat, dem Minijobber eine schriftliche Bestätigung auszuhändigen, so ist der mündlich geschlossene Arbeitsvertrag bei einem 400-Euro-Job dennoch gültig. Kommt es allerdings im Rahmen der Ausübung des Minijobs zu einer arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung, wird der Arbeitgeber Schwierigkeiten in der Beweisführung haben, wenn er sich auf angebliche mündliche Absprachen beruft.

Anderes gilt bei zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen. Unabhängig von der Dauer verlangt hier der Gesetzgeber die Schriftform. Fehlt diese, so ist die getroffene Vereinbarung über die Befristung unwirksam und der Arbeitnehmer ist dauerhaft beschäftigt. Insgesamt ist der Minijobber im Arbeitsvertrag den in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmern gleichgestellt. Minijobber haben ebenfalls einen Urlaubsanspruch und genießen Kündigungs- und Mutterschutz.

wenn Du mehr wissen willst, siehe Link

http://www.sozialhilfe24.de/arbeitsrecht/arbeitsvertrag/400-euro-mini-job.html

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Der März muss aber mit dem Durchschnittslohn bezahlt werden.Wenn in dem betrieb mehr als 10 Menschen beschäftigt sind,ist Die Unterschrift des Betriebsrates erforderlich,soweit Einer vorhanden ist.Der Urlaubsanteil kann aber mit der Freistellung verrechnet werden.

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du hast , ohne vertrag gearbeite, aber dein AG muss ja für dich Abgaben gezahlt haben, bei der Bundesknappschaft heisst das, glaube ich, Von daher hast du offiziell gearbeitet. Natürlich muss er dich ncith weiter beschäftigen und dich von der Arbeit freistellen. Aber dann musss er auch , bis zum Vertragsende zahlen, wie du sagtest, den Durchschnittslohn.

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Kommentar von stelari
15.03.2012, 10:34

bei 400€-Jobs gibt es keinen Durchschnittslohn - die 400€ sind fix

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Auch während einer laufenden Kündigungsfrist hast du Anspruch auf die vertragliche Vergütung - die Freistellung bedeutet nur, dass es dafür nicht erforderlich ist zur Arbeit zu erscheinen.

Habe ich Anspruch auf meinen Durchschnittslohn für den März?

nein - hast du nicht, du hast Anspruch auf den vollen Lohn

Kann der AG sich darauf berufen, daß kein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen wurde und die Einstellung durch die Filialleiterin nur mündlich erfolgte.

das ändert nichts an der ganzen Sache - auch ein mündlicher Vertrag ist gültig, dann gelten die Vorschriften des BGB

Hab ich gesetzlichen Anspruch auf Urlaub und Nachtschichtzulagen?

Urlaub anteilig nach den Vorschriften des TzbfG und BurlG - Zulagen sind nicht anspruchsfähig oder eine Tarifvertrag sagt was anderes

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Kommentar von Reservist
15.03.2012, 10:42

Voller Lohn sind hier 226 Euro. (40x 5,67 Eur)

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