Kaufvertrag mit 17 Jahren nichtig, Mutter will mir meine Katzen nehmen?

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5 Antworten

Was will sie bei der Polizei den argumentieren? Das sie nicht verstanden hat das ihr der Züchterin Geld gebt und ihr dafür die Katzen mit nehmt? Das versteht man auch wenn man kein Deutsch kann. Zumal es 1 Jahre später auch keinen Sinn mehr macht.

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Die Polizei interessiert sich überhaupt nicht für solche zivilrechtlichen Geschichten. Ist ja überhaupt nichts Strafbares passiert. 

Du hast es selbst schon alles richtig erkannt: Der Vertrag war schwebend unwirksam und da deine Mutti nicht wenige Tage danach hingegangen ist und gesagt hat "Mooooment, wir nehmen die Viecher nicht!" ist da auch überhaupt nichts anderes zu behaupten.

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Hi,

Der friedlichere Weg wäre evtl eher nochmal ein Gespräch. Und ich bin der Meinung das es rechtlich deine Katzen sind. Deine Mutter hat sich ja überreden lassen und war mit den Kauf einverstanden, auch wird sie dir ja das Geld gegeben haben für die Katzen. Sie war ja anscheinend auch beim Kauf dabei, im Prinzip hat sie so ihr Einverständnis gegeben. 

Und mit der Polizei ist eine leere Drohung, ich glaub nicht das die für Familienstreitigkeiten um die Katze rauskommen. Und mit den Verständnisproblemen kann sie auch nicht argumentieren, sie müsste dann sagen wofür sie  die 1360,- Eur  in die Hand gegeben hat ;) 

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Eine Zustimmung eines Vertrages durch den gesetzlichen Vertreters liegt nur bis zu deinem 18. Geburtstag vor, ab dem 18. Geburtstag (welchen Du ja nun mittlerweile erreicht hast) genügt deine Zustimmung.

Siehe BGB §108 Abs.3:

(3) Ist der Minderjährige unbeschränkt geschäftsfähig geworden, so tritt seine Genehmigung an die Stelle der Genehmigung des Vertreters.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_108.html

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Erstens interessiert sich die Polizei nicht dafür.

Und Zweitens kann deine Mutter fordern, was sie will, das wird ihr allerdings wenig nützen, wenn sie unrecht hat. Zwar stimmt es, dass du mit 17 die Katze noch nicht hättest wirksam kaufen können. Allerdings ist der Vertrag nicht nichtig, sondern schwebend unwirksam. Das bedeutet, dass die Genehmigung des gesetzlichen Vertreters des Minderjährigen zu dem Rechtsgeschäft vorliegen muss (§ 107 BGB), dass es gültig wird. Allerdings ist die Genehmigung des gesetzlichen Vertresters nicht mehr notwendig, wenn der Minderjährige die unbeschränkte Geschäftsfähigkeit durch Vollendung des 18. Lebensjahres erlangt, vgl. § 108 III BGB. Daher ist das Verbot bzw. die mangelnde Genehmigung der Eltern ab dem 17.10. unerheblich.

Drittens denke ich aber, dass es besser Möglichkeiten gibt, Familienstreitigkeiten zu lösen, als mit Paragraphen um sich zu werfen...

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