Kaufpreisminderung / Sschadensersatzansprüche abtreten

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2 Antworten

Hi, ich gehe mal davon aus, dass es sich um einen Verkauf von Privat zu Privat handelt - ansonsten müsstest Du meines Wissens nach sowieso Gewährleistung geben. Das Problem ist, dass selbst wenn Du eine solche Vertragsklausel verwendest, der andere behaupten könnte, dass Du weitere Mängel verschwiegen hast und er dadurch unangemessen benachteiligt ist - das könnte dann vielleicht die Vereinbarung kippen.

Ich würde wenn es so probieren: um mich aus einem späteren möglichen Verdachtsvorwurf rauszuziehen eine Fahrzeugbewertung beim unabhängigen Sachverständigen machen - ich glaube sowas kostet um die 100 Euro. Ich weiß natürlich nicht, um welche Beträge es hier geht, ist dann vielleicht schon nicht mehr sinnvoll. Ansonsten vielleicht folgende Formulierung zusätzlich in den Kaufvertrag schreiben:

Das Fahrzeug wird mit folgendem Mangel verkauft: ...... . Zum Ausgleich des Mangels akzeptiert der Verkäufer eine Kaufpreisminderung in Höhe von X Euro. Das Fahrzeug wurde darüberhinaus auf Kosten des Verkäufers vom Sachverständigen begutachtet und es wurden keine weiteren Mängel gefunden. Es wird vom Verkäufer zugesichert, dass darüber hinaus keine weiteren Mängel bekannt sind. Im Gegenzug akzeptiert der Käufer den geminderten Kaufpreis in Höhe von X Euro und verzichtet auf das Recht, weitere Schadensersatzforderungen geltend machen zu können.

Ob das aber am Ende rechtlich genauso wirksam ist, kann Dir nur ein Anwalt wirklich beantworten - ich bin keiner, ist alles nur meine persönliche Einschätzung!!! Wenn es hier eh schon kritisch ist, ist es vielleicht besser, das doch von einem Anwalt formulieren zu lassen. Gruß Don

Hallo!

Ganz werde ich aus den Vorfall nicht klug?

Du schreibst, das Auto wurde verkauft!

Der Kauf ist also vollzogen worden. Geld ist geflossen, Papiere sind getauscht worden, Kunde hat die Ware bekommen. Oder sehe ich da etwas falsch?

Ich nehme an, dass es ein Verkauf von Privat an Privat war?

  • Wieso findet jetzt der Käufer einen Mangel, den er vor dem Kauf nicht gefunden hat?

Wenn du nichts verschwiegen hast und von dem Mangel nichts gewusst hast, dann gehört der Mangel jetzt dem Käufer. Ein Käufer hat sich vor dem Kauf von der Qualität zu überzeugen ..., danach gehört ihm der Mangel.

  • Wieso kannst du erst nach Preisminderung den Verkauf abschliessen?

Dann hätte ja noch gar kein Verkauf stattgefunden. Maximal eine Kaufabsicht. Also ich verstehe das alles nicht?

  • Hast du jetzt verkauft oder nicht? Das ist entscheidend!

Wenn du noch nicht verkauft hast, dann ist das keine Preisminderung, sondern eine Verhandlungssache und bedarf keiner weiteren Formulierung. Ausser "... wie besichtigt und probegefahren."

Wenn du verkauft hast und du bist reinen Gewissens, dann brauchst du nichts nachlassen. Risiko-Übergang an den Käufer ... wie das so schön heisst.

Wenn du trotzdem einen Preisnachlass gewährst, ist das quasi ein Eingeständnis, dass du etwas gewusst und nicht erwähnt hast. Ich würde das nicht machen.

Wo du sowieso befürchtest, dass der Käufer diese Preisminderung wiederholen könnte, dann wäre es besser du machst den Verkauf rückgängig.

LG Bernd

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