Kaufberatung Jaguar XJ6 3.2 1990

7 Antworten

Ich hatte mal einen Kollegen, der einen XJ fuhr - welche Motorisierung genau, weiß ich nicht mehr. Er berichtete, dass man ihn theoretisch mit acht Litern fahren könne - bei Tempo 90 auf der Autobahn. In der Stadt oder mit spaßorientierter Fahrweise aber auch mal mit 20 Litern. Außerdem wusste er von horrenden Preisen für Ersatz- und Verschleißteile zu berichten - allein die Reifen kamen seinerzeit (späte 90er) schon auf 700 DM pro Stück. Hochgerechnet dürfte ein Satz heute locker das kosten, was du als Anschaffungspreis für das Fahrzeug anpeilst.

In meinen Augen grenzt es an finanziellen Selbstmord, sich eine derart betagte Luxuslimousine zuzulegen. Ich liebäugele selbst mit einem Jaguar, habe dabei aber eher einen X-Type im Auge, der noch halbwegs nach dem klassischen Jaguar aussieht, aber unter Ford-Regie gebaut wurde und qualitativ einen um Klassen besseren Ruf genießt. Unter 5000 Euro würde ich aber auch da keinesfalls ausgeben. Wenn man sich das nicht leisten kann, sollte man wohl der Wahrheit ins Auge sehen, dass ein Jaguar einfach eine Nummer zu groß ist.

10 L sind nicht realistisch. Kann ich Dir als Jaguar-Faher bestätigen.

ich fahre seit zwei Jahren einen X-Type 2,5 V6. Ist von der Leistung her also eine ganze Ecke kleiner als der XJ6 und ich halte meinen mit sehr ruhiger Fahrweise knapp auf 10 Liter im Schnitt und ich fahre fast ausschließlich auf Landstraßen.

Die laufenden Kosten werden bei dem Ding ziemlich teuer sein. Ich bin damals ganz gezielt auf die Suche nach einem X-Type gegangen, weil X-Type und S-Type zu der zeit gebaut wurden, als Jaguar zu Ford gehörten und daher die Ersatzteilversorgung für alles, was im Bereich Fahrwerk passiert, über Ford und damit zu erträglichen Preisen läuft. Tatsächlich gebe ich meinen zu kleinen bis mittleren Reparaturen meist in eine Ford-Werkstatt. Beim örtlichen Jaguar-Haus bin ich letztens für eine normale Interwall-Inspektion inkl Ölwechsel und einem einem Bremsbelag knapp 900 Euro losgeworden.

Baujahr 1990 halte ich für recht alt, aber andererseits sind 2.000 Euro auch nicht die Welt. Wenn Du Dir das leisten kannst, ohne dich dafür an den Rand deiner finanziellen Spielräume zu bringen, dann mach es. Im schlimmsten Fall verkaufst Du das Ding in einem Jahr für 1.000 Euro weiter und hast mal nen Jaguar gefahren. Manchmal muss man sich ein bisschen Unvernunft einfach mal leisten.

Zwecks Kaufberatrung empfehle ich Dir http://www.jaguar-forum.de/

Jaguare gelten als ziemlich "verbaut", so dass viele Reparaturen mit extrem hohem Arbeitsaufwand verbunden sind.

In GB gibt es "jetzt helfe ich mir selbst"- Ausgaben auch für Jaguar und eine furchtlose Schraubergemeinde, die sie trotzdem mit ihren zölligen Werkzeugsätzen instandhalten und sich mit Teilen bei den dortigen Schrottis eindecken. Viele kleine gewerbliche "Schrauber" kennen sich dort mit Jaguar aus und können sie für relativ kleines Geld reparieren.

Da diese Infrastruktur hier fehlt, kommst Du kaum um die Werkstätten herum, die bei einem Jag einfach ein teurer Spaß sind.

Wenn Du die Reserven für die Instandhaltung hast, kann das aber schon ein Auto sein, mit dem Du viel Spaß hast.

Also was schrauben angeht, das sollte ich schon irgendwie hinbekommen, hab relativ viel erfahrung, haben auch grube, hebebühne und alles drum und dran hier aufm dorf, da gibts immer einen, der sich damit auskennt :D

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