Kaufberatung für ein Fitness-/Urbanbike

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4 Antworten

Urbanspeedbikes, oder was man so nennen könnte, habe ich ein paar. Die sehen gut aus und sind in der Tat einem Baumarktpanzer (schön beschrieben!) und sogar einem Singlespeed vorzuziehen, die meiste Zeit stehen sie aber rum weil sie irgendetwas nicht haben bzw. nicht können.

Im Gelände sind sie zu unbequem, nachts haben sie kein gutes Licht, zum Pendeln an die Arbeit fehlen die Schutzbleche und der Übersetzungsbereich ist bei keinem optimal. Was fahre ich also auch zum Training? Den guten alten Trekker mit 50-28:11-28, 37er Reifen, Stahlgabel und Nabendynamo. Oder gestern abend z.B., war ich eingeladen, ein Date. Es regnete hin und wieder, nachts wollte ich zurück. Nichts für ein Speedbike.

Die Alfine mag für eine flache Stadt ausreichend sein, für mich wäre sie das nicht. Auf meinem Trainingskurs würden entweder große oder kleine Gänge fehlen, oder beides. Ich wohne im Mittelgebirge. Es geht runter bis auf Schritttempo und bergab will ich auch mit 40 km/h noch ordentlich Schwung geben können.

Vom Riemenantrieb weiß ich nur, dass er wartungsfrei sein soll. Wenn der Riemen fertig ist, holt man sich eben einen neuen.

Naja wie gesagt die andern Gänge würden bei mir verrosten, wohn oben im Norden, hab auf meinen Arbeitsweg vielleicht 2-3 km ne Steigung wo ich mal aus den Sattel muss mitten Singlespeed, da es mir sonst wohl die Beine brechen würde bzw. ich garnicht genug Kraft erzeugen kann aber ansonsten isses recht flach und man kommt mitten Singlespeed gut durch.

Aber wie gesagt auf diesen 2-3 km könnte es ein bissle leichterer Gang sein, sowie auf dem geraden Rest zum Großteil etwas schweres, womit ich mit einer humanen Trittfrequenz vorwärts komm.

Licht hab ich Stecklichter dies meist tun, hab nen Bürojob und bin eigentlich nur selten so spät unterwegs, dass ich überhaupt Licht bräuchte, dazu meist an entsprechenden Straßen wo Laternen sind und Geschäfte, nicht irgendwo abseits.

Hast du auch schon Räder gefahren, auf denen 25 oder 28iger Reifen drauf waren? Merkt man komforttechnisch einen großen Unterschied zu etwas um 35-37?

Schutzbleche und co. stören mich auch wenig, auffem Weg zur Arbeit fahr ich relativ gemütlich, man will ja nicht total verschwitzt ankommen, nachhaus wird eher geheizt, danach gehts aber eh unter die Dusche und die Klamotten inne Wäsche, am Wochenende wenn ich am Deich fahr siehts ähnlich aus.

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@apachy

Ja, von 20 bis 60 mm fahre ich alle Reifen. Ja, man hat mehr Komfort mit den dickeren. So ab 32 mm komme ich auch Schotter- und Waldwege einigermaßen runter. Auf den 20ern habe ich nicht den erlaubten Druck drauf, weil ich sonst kaum über Kopfsteinpflaster komme.

Im Norden ist es zwar flach, aber es hat Wind. Man braucht nicht so den riesen Übersetzungsbereich, aber viele eng abgestufte Gänge wie beim Rennrad fand ich schon sehr vorteilhaft. Die bietet dir die Alfine nicht, eine Kettenschaltung aber immer. Bei jeder kannst du einfach die Kassette gegen eine flachere austauschen (oder von vornherein fordern), die immer nur ein bis maximal zwei Zähne Unterschied von Gang zu Gang hat. Dann bist du erstens immer im richtigen Gang und zweitens fallen die unnötigen Minigänge weg. Würde ich dir empfehlen.

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So ein Update sofern es wen interessiert und jemand änhliche Räder sucht, ist bei mir persönlich nun ein Cannondale Bad Boy 0 geworden, hauptsächlich den Umstand geschuldet, dass mein Arbeitgeber mir Rad und entsprechende Bekleidung zur Verfügung gestellt hat, als eine Art zusätzliches, steuerfreies Weihnachtsgeld.

Zusammengefasst 700x28c Räder, Slicks, vorne ne eingebaute LED, hinten nen Stecklicht, Alfine 11. Mir reicht die Alfine hier mehr als dicke, am liebsten wären mir sogar noch weniger Gänge mit einer härteren Abstufung. Im Vergleich zum alten Singlespeed mit 46/18 hab ich nu auch etwas härtere Gänge, wobei ich sagen muss, dass dann relativ fix Schluß ist, da kommt einfach nen Punkt bei den man das Gefühl hat gegen eine Wand aus Luft zu fahren. Die leichteren Gänge machen vorallem beim Anfahren Spaß, wobei ich weder da, noch bei Steigungen die ganz leichten Gänge wähle, ich brauch einfach ein gewissen Widerstand und eine gewisse Beschleunigung.

Über 32mm Kenda Small Block Eight wird noch nachgedacht, ebenso über Schutzbleche für den Winter und eine Sattelstange mit Versatz um etwas sportlicher zu fahren.

Ich fahre an meinem Stadtrad eine Alfine 8. Ja, sie ist an Steigungen zu lang und bei Gefälle zu kurz übersetzt, aber sie hat immerhin 8 Gänge im Gegensatz zu 3 oder Singlespeed. Den Rest kompensiere ich durch schneller Treten bzw. nur rollen lassen oder eben durch aufstehen aus dem Sattel :-)

Eine Alternative wäre die Alfine11 oder gar eine Rohloff, wobei letztere für's "platte Land" wohl doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen wäre.

Und wo ist jetzt der editierte Teil des obigen Kommentars? :-E

Copy and Paste sei' Dank: Ich bevorzuge in jedem Fall Nabenschaltungen aufgrund ihrer unkomplizierten Bedienung (kein Gucken, ob die Kette evtl. schräg läuft und ich vorn und hinten andere Gänge einlegen muss), ihrer Wartungsarmut, der immer gerade laufenden Kette (weniger Kettenverschleiß) und der Schaltbarkeit im Stand (hier beliebig viele Gänge in einem Schaltvorgang!) und unter leichter Last. Außerdem benötigen sie -an Rahmen mit waagerechten Ausfallenden- keinen Kettenspanner, was eine "aufgeräumte Optik" zur Folge hat :-) Und was nicht da ist (Schaltwerk) kann nicht irgendwo hängen bleiben und kaputt gehen.

Wie sich Kettenschaltungen dermaßen durchsetzen konnten, obwohl geschätzt 85% der Nutzer (bzw. 99% der Altagsradler) nicht sachgemäß damit umgehen können (hauptsächlich krachendes Schalten -am besten mehrere Gänge- unter Vollast), wird mir wohl weiterhin ein Rätsel bleiben.

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@Franek

Ja, ist was dran. Sehr viele Leute verstehen ihre Kettenschaltung einfach nicht, interessiert sie auch nicht. 24 Gänge? Nein, gibt es nicht! 8 + 2 + 2 sind das bei einem Trekkingrad. Da wird wie verrückt über Kreuz geschaltet und am Ende sind doch nur Ritzel Nr. 2 und 3 abgenudelt.

Trotzdem hat die Kettenschaltung, für mich jedenfalls, entscheidende technische Vorteile: leichter, mehr Gänge, größerer Übersetzungsbereich, die Gänge, die ich will, leichtere Wartung, billiger. Irgendwann will ja auch die Nabenschaltung mal auseinandergenommen und gefettet werden und das traue ich mir nicht zu. Ausnahme Rohloff. Bei der macht man regelmäßig einen Ölwechsel. Wenn sie aber doch mal zickt, das kommt vor, muss sie eingeschickt werden.

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Nun Alfine 11 oder Rohloff klingt zwar ganz toll (wobei mich da eher die Alfine 11 reizen würde, die ist soweit ich gelesen hab auch technisch etwas anders und wird mit Öl statt anderem Fett betrieben, weshalb sie im Winter besser laufen soll auf den ersten paar Kilometern), jedoch hab ich allgemein nicht viele andere Räder gefunden, die mir so eine Geometrie bieten.

Die meisten sind eben doch klassische Trekking/Crossrahmen. Und ne Alfine 11 finde ich generell nicht so oft, würde dann wohl eher in Richtung selbst aufbauen gehen und auch da steht für mich dann die Frage nach den Rahmen. Was ich an den Focus sehr schön finde, neben der MTB Geometrie ist, dass da noch ordentlich Platz ist für ggf. breitere Reifen, sofern ich es mal mit noch mehr Komfort versuchen möchte.

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@apachy

Die Rohloff läuft auch mit Öl, welches sich bei Rohloff bestellen läßt (es sind gerade einmal 25ml) und ein Schraubnippel für das Ablassen / Einfüllen des Öles ist im Lieferumfang der Nabe enthalten :-) Und dass sie bei kalter Witterung (habe sie schon im Schnee gefahren) schwergängiger läuft, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung nicht berichten. Eher, dass besonders in den Gängen, in denen sich (fast) alle Zahnräder mitdrehen (also in den Gägnen 6 und 7) das Treten oft recht mühsam ist und herunterschalten zwar die Geschwindkeit verringert, das Treten aber gefühlt nicht leichter macht. Wie gesagt: beides subjektive Wahrnehmungen.

Was für mich am ehesten dagegenspräche wäre der Preis in Verbindung mit der Tatsache, dass Du eigentlich nicht so eine große Spreizung der möglichen Übersetzungsverhältnisse (die "Cola-Dose", wie sie unter Radbegeisterten oft genannt wird, bietet nämlich 535%) benötigst.

Übrigens: Wenn irgendwo eine Alfine8 verbaut ist, sollte die Umrüstung auf eine Alfine11 eigentlich kein Problem darstellen; der Rahmen sollte bereits die richtigen Aufnahmen (im Idealfall waagerechte Ausfallenden) haben. Wenn die Drehmomentabstützung bei den beiden Modellen gleich ist, müsste man nur das Hinterrad aus- und mit der Alfine11 wieder einspeichen. Und den anderen Schalthebel verbauen und dessen Züge verlegen :-)

Vielleicht wäre das auch eine Option für die Zukunft, wenn Du irgenwann doch mal mehr als 8 Gänge haben möchtest.

Frage an die Fahrrad(teile-und Reparatur-)spezialisten hier: Was ist eigentlich aus der SRAM iMotion9 geworden? Erst war sie kaum als Einzelteil am Markt zu finden, nun ist sie gänzlich verschwunden, auch von der HP von SRAM, wenn ich nicht irre?? Die war nämlich mein eigentlicher Favorit bei der Umrüstung meines Stadtrades auf eine Nabenschaltung...

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@Franek

i-motion 9 von 2006 bis 2010, wurde abgelöst vom Modell G8. SRAM hat nur noch die G8- und die i3-Getriebenaben. Recht gute Erfahrungen habe ich mit den Dualdrive-Schaltungen (DD) gemacht, schon als sie noch von Sachs direkt kamen. Bei der Kombination aus Nabe und Kette muss man eben nicht verstehen, wie die Schaltung funktioniert. (Hilfreich wäre allerdings schon zu wissen, dass die Dreigangnabe im mittleren Gang null Reibungsverluste hat.)

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@Franek

Ob Trigger und (Ketten)Schaltwerk der DD wohl auch eine 1:1 Übertragung haben, so wie die übrigen SRAM-Produkte, so dass man ein anderes, besseres Schaltwerk (z.B. X9 Typ2) mit der DD kombinieren kann??

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@Franek

Ah, unter "Technologies" steht's: 1:1 Actuation. Also kann man Kassette, Schaltwerk und Trigger frei aus dem SRAM-Programm wählen freu

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Hier nochmal ein Bild vom Objekt der Begierde, sofern das hilfreich sein sollte.

Focus Planet 2.0 - (Fahrrad, Gates, fitnessbike)

So kurzes Update, wenn würde es wohl eher ein Planet 3.0 sein. Ist quasi baugleich aber ohne Riemenantrieb, dafür mit normaler Kette. Das wechseln des Riemens scheint mir doch ein wenig zu Benutzerunfreundlich, falls man mal nen Platten hätte.

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@apachy

So nochmal nen kleines Update, mein größtes Problem momentan ist, dass hier wirklich kein Radladen Räder dieser Art hat. Nur stinknormale Trekkingräder, Cityräder und MTB sind hier zu kriegen. Nichtmal normale Crossräder, geschweige sowas.

Und übers Inet bestellen ohne Probefahrt und co. ist mir bei einem 4stelligen Betrag irgendwie ein wenig unangenehm.

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@FelixLingelbach

Bezweifel aber stark, dass sie da nen Satz verschiedener Modelle und Größen für ne Radart bestellen, die sie garnicht führen und wegkriegen, damit ich mal testen kann. Soviel verdienen se an mir ja nicht. Abgesehen davon hatte ich auch noch auf Input seitens der Fachhändler gehofft im Bezug auf andere oder ähnliche Modelle, die wussten garnicht wovon ich rede.

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@apachy

Also dass sich Händler mehrere Größen bestellen, damit Du probefahren kannst, ist in der Tat (und selbst bei markengebundenen Händlern) normalerweise nicht drin, zumindest aber sehr schwierig, aus den von Dir genannten Gründen.

Dass die Händler in Deiner Umgebung gar nicht so recht wissen was Du von ihnen willst, ist zwar traurig, aber leider auch quasi normal geworden für einen Markt, der nicht nur in die Höhe (Anzahl der verkauften Räder), sondern auch in die Breite (Vielfalt) wächst.

Da sind wir Hobbyisten, vernagel...äh...verliebt in das Objekt unserer Begierde wie wir es nunmal sind, nicht selten im Vorteil. Weil wir uns viel mehr (und vielleicht nur für einen Teilbereich des Marktes) interessieren, dass darum umso intensiver.

Also mir ist das schon öfter (und auch in ganz anderen Bereichen) passiert, dass ein interessierter Laie einem Händler ebenbürtig in der Beobachtung des Marktes und überlegen in Sachen technische Details (oder anders herum) ist (Beispiele: Handys, Digitalkameras). Also nicht ärgern, nur wundern.

So wie's aussieht wirst Du nicht umhinkommen irgendwohin zu reisen, um die entsprechenden Größen Probe zu fahren. Wenn Du 1. eine vierstellige Summe investierst und 2. dafür ein Rad bekommst, auf dem Du Dich dann viele Jahre wohlfühlst, wäre mir das an Deiner Stelle die Sache wert :-)

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@Franek

Ich habe heute in Ruhe nochmal über Dein Traumbike und bspeziell den PReis nachgedacht: Wirklich eine vierstellige Summe für einen Rahmen ohne jegliche (teuren) Federelemente und mit einer Nabenschaltung, die als Zubehörteil deutlich unter 200 Euro kostet?

Wenn ich mich recht erinnere, hat der Einbau meiner Alfine8 (inkl. aller Teile und aus- und wiedereinspeichen des Hinterrades) keine 180,-€ gekostet. Was zum Henker macht dieses Bike dermaßen teuer?

Oder ist die Variante ohne den Gates-Antrieb wesentlich günstiger?

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@Franek

Ohne Gates nen 1000er, mit Gates zwischen 1,2 und 1,3. Ist noch eins der günstigeren Räder, viele andere Räder dieser Art wie das BMC Alpenchallenge oder Cannondale Bad Boy 8 kosten 1,5 und aufwärts.

Preislich wunder ich mich auch, immerhin gibs bei Anbietern wie Pepperbikes für 600 Euro komplette Deore Crosser, da sollte es für 800 möglich sein ein ähnlich gutes Bike mit Alfine anzubieten aber naja.

Würde wohl die Variante ohne Gates nehmen, wobei der Rahmen Gates aufrüstbar wäre, soweit ich das gesehen hab. Letztlich brauch ich eh nen neues Rad, das alte ist am Sattelrohr gerissen und wird mir bald unterm Hinterm wegbrachen.

Frage ist nur, wenns keine Probefahrt gibt welche Größe, sofern das Focus. Nähste wo ichs sicher testen könnte ist Bielefeld, das sind aber 200 km Weg und 100 Euro an Bahntickets.

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