Kaufangebot überhaupt rechtskräftig?

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5 Antworten

Er macht Dir doch nur ein Angebot. Dieses kann alleinstehend nicht rechtskräftig sein. Rechtskräftig wird es erst, wenn Du diesem Angebot zustimmst und es somit zu einem Vertrag kommt.

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Kommentar von Unwissen
18.06.2011, 12:13

Da eine Antwort bereits als hilfreichste ausgezeichnet worden ist, möchte ich nicht näher auf die Fragestellung eingehen, jedoch kurz erklären, was an dieser Antwort hier inhaltlich falsch ist.

I.

Der Begriff der Rechtskraft befasst sich mit der prozessualen Wirkung gerichtlicher Entscheidungen, z.B. Urteile und Beschlüsse.

siehe: http://www.rechtslexikon-online.de/Rechtskraft.html

Die ausgezeichnete Antwort befasst sich hingegen mit der Wirksamkeit von Willenserklärungen.

II.

Das zu der Wirksamkeit Gesagte ist darüberhinaus auch falsch. Läge ein wirksames Angebot vor, hat das nichts mit der Frage einer wirksamen Annahme und eines wirksamen Vertragsschlusses zu tun. Es muss unterschieden werden zwischen wirksamen Angebot, Annahme und Vertrag.

Ansonsten finde ich die Antwort aber gut.

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wenn ihr euch beide auf einen Kaufpreis von € 1.- pro qm einigt, dann ist das genauso rechtskräftig möglich wie bei einem Preis von € 100.-. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Wenn du irgendwann selber verkaufen möchtest, kannst du ja ein Gutachen in Auftrag geben und dann hast DU eine Verhandlungsbasis.......

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Nunja, ein Gutachten ist eben nur ein Gutachten, nichts weiter. Du kannst es als gültig für dich anerkennen oder auch nicht. Der Verkehrswert hingegen wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn du es nicht verkaufen willst, brauchst du dich nicht weiter zu kümmern. Niemand kann dich zwingen, das Land zu verkaufen. Willst du es verkaufen, dann sag dem Bieter: sehr schön und gut ihr Gutachten aber ich verkaufe es für XXX €. Wollen sie es?

P.S: wenn er sich ein Gutachten leistet, wird er wohl sehr interessiert sein!

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Kommentar von Zoxea
17.06.2011, 20:14

Angebot und Nachfrage, stimmt... da war ja mal was ;)Mir ging es auch weniger um ein Gutachten an sich sondern um die Gültigkeitsdauer eines solchen. Dies erklärt sich aber nun von selbst. Mit den ersten Gedankenzüge habe ich mich im Affekt in die falsche Richtung leiten lassen. Deine Antwort hat mich auf den richtigen Weg kommen lassen Danke.

P.S: Das Gutachten ist mit dem selben Nachnahmen wie der des Angebotsstellers unterzeichnet. Ich nehme also an familierische Hilfestellung ( aus dem Amt ) um mehr Eindruck zu hinterlassen.Sein großes Interesse begründe ich darin, dass mein Grundstück genau mitten auf seinem Feld liegt. Es teilt die eine Feld- von der anderen Feldhälfte. Er bewirtschaftet für sich jedoch seit jeher mein Mittelstück mit. Bis dato wüsste ich davon nichts. Ich denke mein Vater bzw sogar schon dessen Vater hat mit seiner Familie damals der Einfachheit wegen abgemacht, dass sie als Bauern ruhig unser Grundstück mit benutzen können da sie sonst immer herum müssten.Jetzt meldet sich wohl der Erbe des Erben des Unternehmens bei mir um mir nun das Grundstück abzukaufen.Alles schön und gut, macht auch Sinn. Nur stößt mir die Sache etwas unangenehm auf da ich zu einem persönlichen Schreiben eben ein Gutachten erhalten, mit dem er mir Auszudrücken versucht das mein Grundstück ja gar nichts Wert sei und seinen Brief mit den Worten " ein besseres Angebot als meines werden Sie hier eh nicht erhalten" beendet. Nun bin ich etwas entsetz über so eine dreiste Wortwahl, weswegen ich meine Frage hier stellte.Ich denke ja wohl das ich in der Position sitze a) den Wert des Grundstückes zu bestimmen und b) ihm auch ganz einfach verbieten könnte von nun an mein Grundstück für seine Zwecke zu benutzen.Es lässt sich also herauslesen mir ging es weniger um eine rein rechtliche Sache, als viel mehr um eine Ethische. So beginnt man, nach meiner Meinung nach, keine Verhandlungen.

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er braucht, um dir ein angebot zu unterbreiten, nicht mal ein gutachten...

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AN ALLE DIE HIER BISHER GEANTWORTET HABEN:

Ich danke euch für eure Hilfe. Jede der Antworten hat mir weitergeholfen.

Der Ansatz in welche Richtung ich zu Anfang gedacht habe, war völlig falsch.Hierbei war das Wort "rechtskräftig" etwas unglücklich gewählt.

Meine Frage hat sich damit erledigt!

P.S: Ich dachte ich könne jede Frage mit "hilfreich" Auszeichnen. Dies wollte ich tun, wobei jetzt nun nur eine als " Hilfreichste Antwort" ausgezeichnet wurde.IHR dürft euch aber alle als gleich hilfreich betrachten ;)

Noch einmal DANKE

Gruß

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