Kauf einer Eigentumswohnung - Abrechnung Hausverwaltung

7 Antworten

Entscheidend dürfte hier der Kaufvertrag sein. Die Hausverwaltung darf normalerweise an den Vermieter jetzt nichts mehr auszahlen. Hat die Verwaltung zwei getrennte Abrechnungen gemacht, muss sie beide Dir zuschicken und Dir ggf. auch das Guthaben auszahlen. Ob der Ex-Eigentümer dann noch Ansprüche darauf geltend machen darf, ist allein eine Frage, wie das im Kaufvertrag geregelt wurde.

Hat die Hausverwaltung an den Vermieter ausbezahlt und dieser will davon nichts mehr hergeben, muss ein Rechtsanwalt den Kaufvertrag genau prüfen und schauen, ob die Schwester einen Anspruch an die Hausverwaltung oder den Ex-Eigentümer geltend machen kann. Das ist der einzige Weg. Evt. hilft noch der Notar, mit dem der Vertrag ausgearbeitet wurde.

Danke für die hilfreiche Antwort. Gibt es auch einen Paragraphen dafür, damit wir uns das mal genau anschauen und besser argumentieren können? Danke

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@Britta126

Mir ist dafür kein spezieller Paragraph bekannt, da es im Rahmen der Vertragsfreiheit geregelt werden muss. Aber grundsätzlich gilt folgendes: Eine Hausverwaltung hat als Vertragspartner die Eigentümergemeinschaft. Diese hat ihn beauftragt. Zur Eigentümergemeinschaft gehört jeweils nur der, der auch im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist. Forderungen der Eigentümergemeinschaft, die durch die Hausverwaltung vertreten wird, an einzelne Eigentümer können nur an tatsächliche Eigentümer gestellt werden, da es keine Rechtsbeziehung mehr zum früheren Eigentümer gibt.

Aus diesem Grund wird in der Regel im Rahmen der Vertragsverhandlungen vereinbart, wie das mit aufgelaufenen Zahlungsverpflichtungen oder Guthaben ist. Vereinbart man nichts spezielles (Notarvertrag!), kauft man diese praktisch mit.

So könnte es sein, dass ein Eigentümer deswegen verkauft, weil eine teure Sonderumlage für die Restzahlung einer Baumaßnahme ansteht, die bereits durchgeführt wurde. Als neuer Eigentümer kauft man diese mit und muss zahlen. Das wäre dann evt. eine böse Überraschung.

Umgekehrt genauso: Wenn für eine umfassende Renovierung Sonderumlage von den Eigentümern kassiert wurde und am Ende stellt sich heraus, dass diese zu hoch war, geht die Rückzahlung an den neuen Eigentümer. Der Verkäufer darf keine Ansprüche mehr stellen. Entscheidend ist also Euer Kaufvertrag. Wenn ihr damit nicht klar kommt, kann man den Notar fragen, der ihn erstellt hat oder einen Rechtsanwalt. Nur die können ziemlich sicher sagen, was in Eurem Fall gilt.

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Auf keinen Fall.

Der ehem. Vermieter muss die Betriebskostenvorauszahlungen deiner Schwester herausrücken. Ein sich daraus ergebendes Guthaben steht dem neuen Eigentümer zu. Denn es wird die Wohnung für das gesamte Wirtschaftsjahr abgerechnet. Dabei spielt ein Eigentümerwechsel überhaupt keine Rolle. Wenn die Verwaltung tatsächlich die 900,00 EUR an den ehem. Vermieter ausbezahlt hat, dann hat sie dies nicht mit befreider Wirkung getan. Du solltest hier dringend einen Anwalt (am Besten für Miet- und Wohnungseigentumsrecht) aufsuchen und die Abrechnung entweder anfechten oder zumindest die Betriebskostenvorauszahlung vom ehem. Vermieter, sowie das Guthaben von 900 EUR vom Verwalter einfordern.

Der ehem. Vermieter muss zunächst einmal gar nichts. Es kommt allein auf den Inhalt des Kaufvertrages an.

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Danke für die hilfreiche Antwort. Gibt es auch einen Paragraphen dafür, damit wir uns das mal genau anschauen und besser argumentieren können? Danke

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@Britta126

Ja natürlich.

Das steht in der Kommentierung des § 28 WEG. Leider ist das Gesetz hier nicht so ausführlich. Dafür ist die Rechtssprechung diesbezüglich eindeutig, weshalb du, bzw. ein Anwalt in der Kommentierung des § 28 (Stichwort: Abrechnungsspitze) nachlesen müsste.

siehe auch BGH, NJW 96, 725

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Wie immer kommt es drauf an, was vereinbart wurde. Die Hausverwaltung darf überhaupt keine zwei Abrechnungen erstellen, sie geht der Eigentümerwechsel nichts an, sie muss eine einzige Abrechnung für das ganze Jahr erstellen, die nach dem Fälligkeitsprinzip Deine Schwester bekommt und in der auch die Vorauszahlungen des Verkäufers berücksichtigt sind. Die 900 Euro stehen aus Sicht der Hausverwaltung also ihr zu. Alles andere müssen Verkäufer und Käufer untereinander klären...

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