Katzenallergie Rassenbedingt?

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3 Antworten

Hi,

es gibt keine Katzenrasse, die weniger oder gar kein FelD1 produziert. Wenn, dann gibt es einzelne Katzen verschiedener Rassen, bei denen das so ist.

Du kannst dir also nicht einfach eine Katze der Rasse X kaufen weil irgendjemand meint, diese Rasse sei für Allergiker geeignet oder weil du mal nicht auf diese Rasse reagiert hast.

Kleiner Tip für dich - am wenigsten FelD1 produzieren weibliche, kastrierte Katzen. Wenn du eine Katze suchst solltest du dir VOR deren Enzug eine Fellprobe geben lassen (= Katze bürsten) und dich dann gezielt auf diese Fellprobe testen lassen. Ob du so eine Katze findest, mit der du leben kannst kann ich dir aber nicht sagen.

October

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Hallo m1511,

ja, das liegt auch an der Rasse.

Allgemeininfo zum Thema Katzenallergie:

Eine Katzenallergie hat NIE etwas mit dem Fell und/oder den Schuppen zu tun. Das ist ein Mythos der sich echt hartnäckig hält.

Man reagiert ausschließlich auf das Hauptallergen, das aus einem Protein, also ein Eiweiß (Fel d 1) besteht. Der Speichel der Katze, so wie der Urin und das Sekret der Hautdrüsen (Tränen-, Talg und Analdrüsen) enthalten dieses Protein.

Es ist in der Tat so, das nicht jeder der an einer Katzenallergie leidet auf alle Katzenarten gleich reagiert. Das hängt von der Produktion des Protein Fel d 1 ab, das Katzen abhängig von Alter, Rasse und Geschlecht in verschiedenen Mengen abgeben. Noch bis zwei Jahre nach Entfernen einer Katze aus dem Haus, sind Katzenallergene nachweisbar.

Der Mythos der Hypoallergenen Katze, ist ein Ammenmärchen ! 

Symptome:
- Jucken, brennen, Rötungen oder Anschwellen der Augen
- laufende oder verstopfte Nase
- Hustenreiz
- starke Hustenanfälle
- kratzen im Hals
- Niesen
- Hautreaktionen (Nesselsucht, Rötung der Haut, juckende Quaddeln)
- im Extremfall auch Atemnot oder auch Asthmaanfälle, bis hin zum anaphylaktischen Schock

Therapie:
Eine wirkliche Therapie gibt es leider nicht. Es gibt gegen die verschiedenen Symptome Medikamente, die sogenannten Antihistaminika. Dazu bitte einen Allergologen aufsuchen und Testen, so wie beraten lassen. Oder man kann sich Hyposensibilisieren lassen.

Allerdings ist das auch keine heilende Lösung. Denn eine Allergie läßt sich nicht heilen, laut dem Facharzt für Lungenheilkunde Norbert Mülleneisen, Leverkusen, der dazu etwas veröffentlicht hat.

Das Ziel einer Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt, ist es, die Empfindlichkeit des Allergens herab zu setzten. Eine Behandlung dauert 36 Monate. Danach fällt die allergische Reaktion harmloser aus.

Die Kosten muss man hier oft selbst tragen, da die Kassen mit dem Argument kommen, das man Tieren ausweichen kann. In den meisten Fällen muss die Katze also leider abgegeben bzw. der Kontakt zu Katzen vermieden werden.

Alles Gute

LG

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Kommentar von m1511
05.04.2016, 13:04

Danke erstmal. Dass Fel  d 1 das verantwortliche Allergen ist war mir bekannt, ich hatte gehofft in Erfahrung zu bringen ob und welche Katzenrassen davon weniger produzieren, sodass ich selbst eine halten könnte. Denn bei den Ragdolls meiner Freundin ist wie gesagt überhaupt keine Symptomatik aufgetreten.

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Das ist eine gute Frage!

Eine 100% wissenschaftlich fundierte Antwort kann ich dir nicht geben aber aus eigener Erfahrung berichten:

Als Kind war ich stark allergisch gegen alles möglich mittlerweile bin ich nur noch gering allergisch gegen Katzen UND reagiere auch nur auf gewisse Rassen (!) oder zumindest bemerke ich es nur ausgeprägt bei gewissen.

Vertrage gut Katzen mit viel Unterwolle wie z.B. BKH, Langhaar Katzen gehen garnicht und EKH ist es sehr verschieden.

Es wird gemunkelt das auch die Farbe eine rolle spielen soll...

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