Katze Tierheim, wie füttern?

9 Antworten

Zunächst Lob und Anerkennung dafür, dass Du Dich für eine Katze aus dem Tierheim entschieden hast! DH!
Ich selbst habe mein Katerle (ein echter Glücksfall und Musterkater) im Februar aus dem Tierheim adoptiert, habe meine Entscheidung nie bereut und drücke die Daumen, dass es Dir mit Deiner Fellnase ebenso ergeht.

Neben den zahlreichen guten Tipps, die Du hier inzwischen schon bekommen hast, könnten vielleicht ein paar der folgenden Überlegungen noch hilfreich sein?

Wenn Du die Katze bei ihrer Ankunft im neuen Heim bei den Katzentoiletten aus der Transportbox herauslässt, sollte sie ihr "Örtchen" später sicher wiederfinden.
Ich hatte bei dieser Gelegenheit vorab - mit meinem Katerchen noch in der Transportbox - einen kleinen Rundgang durch sein neues Heim gemacht und ihm die Örtlichkeiten (z.B. Futter- und Wasserstellen) gezeigt, was auch nicht geschadet hat.

Entsprechend einer bewährten Faustregel empfiehlt es sich übrigens, immer eine Katzentoilette mehr anzubieten, als Katzen vorhanden sind, da Fellnasen besonders reinliche Tiere sind, und ihr "Geschäft" nach Urin und Kot gerne sauber trennen. Für eine Katze solltest Du also mindestens zwei Katzentoiletten aufstellen, die mit ausreichendem Abstand voneinander - und auch von der Futterstelle - positioniert werden sollten.

Katzen sind Gewohnheitstiere und hassen Veränderungen, daher stellt ein Umzug ins neue Heim natürlich einen besonderen Stress für sie dar. Du solltest deshalb versuchen, Deinem Neuzugang den Wechsel möglichst angenehm zu gestalten.
So hat es sich zum Beispiel bewährt, (zunächst) das gleiche Futter und das gleiche Katzenstreu anzubieten, wie die Fellnase es vom Tierheim her (oder ggf. auch von ihrer früheren Umgebung) gewohnt ist.
Hilfreich wäre es, falls Du vom Tierheim Dinge mitbekommen könntest, die Deiner Katze besonders vertraut sind (z.B. ihr Lieblingsdeckchen oder -spielzeug).
Wichtig ist natürlich auch, ihr von Anfang an ihre Futter- und Wasserstellen bereitzustellen, um ihr die Möglichkeit zum Trinken und Fressen zu geben (wenn ihr vor Aufregung überhaupt danach ist).
Die Wassernäpfe sollten übrigens immer in einiger Entfernung von Fressnäpfen stehen, da die meisten Katzen nicht gerne an ihrer Futterstelle trinken.

Erfahrungsgemäß wird sich Deine Katze zunächst ein Versteck suchen, und dort für einige Stunden, vielleicht sogar für einen ganzen Tag, verschwinden.
Lass die Fellnase auf alle Fälle erst mal zur Ruhe kommen und bedränge sie nicht, sondern lass sie auf Dich zukommen, wenn ihr danach ist. Wenn sie sich ein wenig beruhigt und akklimatisiert hat, wird sie sich von ganz alleine hervortrauen, getrieben von Neugier, vielleicht auch von Hunger oder Durst.
Falls sie länger "abgetaucht" bleibt, kannst Du ihr ihren Futter- und Wassernapf in Sicht- und Reichweite stellen, bis sie sich aus ihrem Versteck traut.
Viele Katzen erkunden ihr neues Heim übrigens erst nachts im Schutze der Dunkelheit, wenn sie sich in aller Ruhe dort umsehen können.

Falls Deine Katze als Einzelkatze (vielleicht auch als Wohnungskatze?) geplant ist, solltest Du - wenn die Situation es zulässt - baldmöglichst über einen Kumpel für sie nachdenken, da Katzen i.d.R. keine Einzelgänger sind.
Jetzt wäre z.B. der ideale Zeitpunkt, ihr eine(n) Partner(in) dazu zu holen, den/die sie vielleicht schon aus dem Tierheim kennt (und eventuell sogar vermissen würde) - dann entfällt der später mögliche Stress einer Zusammenführung mit einer gänzlich unbekannten Samtpfote (zumal beide Katzen dann bei Dir die gleichen "Startbedingungen" haben).

Ansonsten sollte der Kontakt mit (kleinen) Kindern, anderen Haustieren oder Fremden in der Einführungsphase möglichst auf ein Minimum beschränkt werden, um die Katze nicht zu überfordern.

Eventuell stressbedingten Problemen solltest Du - natürlich nicht nur in der Anfangsphase - mit viel Ruhe, Geduld, Toleranz und Verständnis begegnen.

Viel Vergnügen mit der Fellnase, alles Gute Dir und Deinem neuen Familienmitglied!

Hallo Chinaladen,

an Deiner Stelle würde ich nachfragen, was sie die letzten Tage bekommen hat und zu Hause erst einmal für ca. 1 Woche genau das gleiche füttern.

Danach kannst Du langsam und schrittweise das Futter umstellen.

Der Umzug ist für die Katze viel Stress. Daher möglichst nicht noch mehr Neues beim Futter ;)

Ich habe mich gründlich über Katzenernährung informiert, als wir unseren Kater bekommen haben.

Ich bin überzeugt, dass richtiges Barfen ideal wäre. Aber trotzdem bekomme ich es nicht hin. Eine Bekannte hat eine alte, kranke Katze auf Barf umgestellt und diese ist darunter noch einmal aufgeblüht.

Junior kannst Du noch geben, es muss aber nicht unbedingt sein!

Unser Kater ist sehr schlank und beim Futter mäkelig. An rohem oder halbgarem isst er nur Hühnerherzen und Fleisch.

Im Sommer barft er sich selbst - er ist ein guter Mäusejäger ;)

Ich füttere daher gutes Nassfutter - ohne Zucker, ohne Getreide (z.B. Dehners Best Nature, Animonda, Bonzita). Falls er es nicht annimmt mische ich es mit ein wenig Sheba (da gibt es auch Sorten ohne Getreide). Sheba ist das einzige Futter, dass er mit Begeisterung isst. Aber gerade deswegen traue ich Sheba nicht so recht ;)

Das Nassfutter beträufle ich mit ein wenig Wasser - zum einen um es zu wärmen wenn es aus dem Kühlschrank kommt, zum anderen um zusätzliches Wasser zuzuführen. Viele Katzen nehmen zu wenig Flüssigkeit zu sich und bekommen später Nierenprobleme. 

Ein sehr hochwertiges Trockenfutter (Wilderniss) haben wir immer bereit stehen, zur Sicherheit, damit eben immer etwas da ist.

Braucht man aber eigentlich nicht.

Noch ein Tip: wir hatten anfangs die tiefen Näpfe von der Vorbesitzerin und haben herausgefunden, dass viele Katzen Teller lieber mögen, weil sie dann nicht mit den Tasthaaren anstoßen. Auch unserer frisst lieber vom tiefen Teller.

Wir verwenden Porzelanteller vom Trödel. Die werden auch gut sauber.

Denkt daran in den ersten Tagen Verstecke anzubieten. Viele Katzen lieben Pappkartons ;)

Aus einem karton und einem T-Shirt kann man nette Hölen bauen - Anleitung auf youtube. Wenn Du ein getragenes Shirt nimmst gewöhnt sie sich so auch an Deinen Geruch ;)

LG und alles Gute!

Hourriyah

Du hast ja schon einige Tipps erhalten. Natürlich kannst Du Kitten-Futter geben, brauchst DU aber nicht. Die Kleine sollte in jedem Fall so viel zu fressen bekommen, wie sie will, und zwar hochwertiges Nassfutter. Ich habe jetzt mal Animonda-Carny gekauft, das gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, und mein Paul (14 !!) ist ganz verrückt danach. Sorge immer dafür, daß ausreichend Wasser (keine Milch) vorhanden ist, und Du kannst, wenn Du magst, auch ein bisschen Trockenfutter hinstellen.

Ich habe meine Katzen jahrelang fast nur mit Trockenfutter ernährt und habe in über 30 Jahren nur eine einzige nierenkranke Katze gehabt, und die ist 19 geworden. Dennoch bekommen meine beiden Altertümer jetzt fast ausschließlich Naßfutter. Seitdem wird das TroFu nur noch ganz selten angerührt.

An Katzenstreu würde ich in jedem Fall ein Klumpstreu kaufen. Von Edeka gibt es ein gutes, preiswertes, dann kann ich noch Natusan Klumpstreu und Biocats (das im felben Sack) empfehlen. Ich selbst nutze nur noch Cats Öko Best plus, weil es sehr viel haltbarer, daher also viel preiswerter ist und dazu auch noch überhaupt keinen unangenehmen Geruch zuläßt. Das einzige, was mich daran stört, ist, daß es sehr leicht im Fell oder an den Pfoten haftet und dadurch schon mal die Krümel in der Wohnung verteilt werden. Deshalb sollte man ggf. ein Stück Teppichboden unter und vor die Toiletten legen.

Dann brauchst Du 2 Katzenklos, denn Katzen trennen gern, möglichst ohne Deckel. Futter/Wasser und Klos sollten nicht in unmittelbarer Nähe zueimnander stehen.

Wenn Du nach Hause kommst, laß die Katze vor der Toilette aus der Transportbox heraus, und setz Dich dann irgendwo ganz ruhig hin. Laß sie völlig in Ruhe. Erzähle ich ständig etwas und warte ein paart Tage ab. Viel Glück.

Katze aus tierhhilfe?

Also ich bin 14 und ich und meine familie würden uns bald eine katze. Aus dem Tierheim holen und haben diese auch schon angeschaut und sie gefällt uns ( ihr versteht was ich meine ) nur das einzigste Problem ist bzw warum sie ins tierheim kam, war das sie unsauber geworden ist und nicht das katzenklo hergenommen hat. Über ein Jahr hat sich dann die ehemalige Besitzerin des angeschaut sozusagen und trotz Tipps vom Tierheim hat sie die Katze ins Tierheim gegeben . Jedoch im Tierheim ist die Katze von anfang an sauber und war noch nie unsauber. Jetzt habe ichvorallem angst das wenn wir die katze zu uns holen sie unsauber wird.

Habt ihr Ideen warum die Katze bei ihrer ehemaligen Besitzerin und sauber geworden ist aber im Tierheim komplett sauber ist und wie kann ich verhindern dass die Katze Wenn sie bei uns zu Hause ist dann aufs Katzenklo sauber geht ?

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