Katze richtig erziehen aber wie das ist die frage?

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4 Antworten

Hier gibt es ein Katzenforum mit  "Erziehungs"-Unterforum:

https://www.katzen-forum.net/verhalten-und-erziehung/

Grundsätzlich sage ich jetzt mal als Wellensittichhalterin ;-) und ehemals Kurzzeit WG-Mitglied einer Katze: Ja, erziehen ist im weitesten Sinne möglich. Katzen reagieren auf Menschen und machen das, was sich lohnt, wie die meisten Lebewesen.

Ich würde folgendes versuchen:

1. Katze auslasten, also viel mit ihr spielen, sie zu Bewegung animieren.

2. (Falls ihr dafür Interesse habt) clickern (weil das gut und meist schnell funktioniert) und sie so auch geistig auslasten. Vorteil beim Clickern: Man kann sie aus der Ferne mit dem Click beeinflussen, ihr also sagen, dass das, was sie gerade tut, eine Belohnung verdient (die sie dann bekommt). So könnt ihr üben, dass sie am Boden ist, wenn ihr am Tisch sitzt und auch, dass sie am Boden ist, wenn ihr in den Raum kommt. Einfach immer, wenn das passiert., clicken und ein kleines Leckerli, das sie nur zum Training bekommt, hinwerfen. 

3. Gebt ihr etwas, das sie stark interessiert, etwas zum Kratzen oder ein Futtersuchspiel (da gibt es zahlreiche Angebote zum Kaufen oder Selbermachen) und bietet ihr das im dem Raum mit dem Tisch an. Der Tisch ist dann weniger interessant als die Alternative.

4. Belohnt sie öfter mal spontan, wenn sie weiter weg vom Tisch ist, sich mit den Sachen beschäftigt, die ihr für sie vorgesehen habt oder eben nicht auf den Tisch springt, wenn ihr dabei seid oder gerade ins Zimmer kommt. Nach und nach wird sie das interessanter finden als den Tisch. Katze runter setzen könnte für einige Katzen auch ein schönes Spiel sein: Die setzen mich runter, ich springe wieder drauf. Macht mit ihr Spiele, bei denen sie von und auf andere Orte springen darf (Kratzbaum, Treppe usw.), so dass sie dort Spaß hat und (von) alleine auch eher dort tobt.

Mit "meiner" WG Katze (die mir nicht gehörte) habe ich damals "Springen von Stuhl zu Stuhl" mit Leckerli gespielt und Jagtspiele. Die Stühle ließ sie außerhalb unserer Spiele in Ruhe. Sie hatte ein Stück abesägten Baumstamms, das sie als Kratzbaum benutzte und eine Treppe, die wir sie im Spiel mit Papierbällchen rauf- und runterscheuchten (sie folgte halt den Bällchen) und nach den Spielen war sie k.o. und hat das restliche Mobiliar in Ruhe gelassen. Die Katze lebte dort ca. ein halbes Jahr weitgehend in einem 30-Quadratmeter-Zimmer, in dem auch die Spiele stattfanden. Eure Katze wird sicherlich mehr Platz und Anregungen haben, so dass sie noch weniger Grund hat, auf den Tisch zu springen, wenn die Alternativen interessanter sind und sich das auf den Tisch springen explizit nicht lohnt, weil die Alternative belohnt wird.

Ne Siam, :) Grüsse von meinen 3 Siamtantchen.

Siam sind eigentlich Menschenkatzen, die recht schnell lernen, was ihrem Personal nicht gefällt, um aber oft nach Gusto ihres zu tun.

Allerdings lernen sie, auf Ansprache manches zu unterlassen, und dein Dämchen ist mit 6 mon. grad im besten Flegelalter, in dem man sich austesten, Grenzen ergründen muss.

Mir zirpt oder pustet (= höchste Warnstufe bevor was mehr kommt) Kali gern mal frech ins Gesicht während ihre Schwester Shiva sich ins Off verzupft und Sirikit sich einfach nur ihrer Namensvetterin Königin Sirikit entsprechend verhält: vornehm zurückhaltend nämlich, schimpfe ich sie.

Deine Königin braucht aber einen Kollegen, mit dem sie über den Tag mal rumtösen kann, wenn du nicht da bist: grade Siam benötigen Ansprache, denn sie sind sehr kommunikative Katzen, kaum einem Schwatz, Spiel oder gegenseitiger Körperpflege abgeneigt.

Bei deinem Tantchen hilft nur: konsequent immer wieder herab setzen, aber nicht mit Nackengriff - der wird nur Mama sicher beherrscht, sondern Hände unter Brustkorb und Bauch- anheben - runter mit dem Mädel - konsequent auch gefühlte 1000x.

LG + viel Erfolg.

Katzen sind sehr eigen und sie zu erziehen, ist fast unmöglich. Das erstmal vorweg. Du kannst Deine Katze mit Wasser bespritzen, wenn sie auf den Tisch hoppt - das wird sie verstehen. Aber damit zerstörst Du auch Dein Verhältnis zu ihr. Selbst, wenn Du es schaffst, Deine Katze vom Tisch fern zu halten: Irgendwann wird sie doch wieder auf den Tisch hoppen, wenn ihr danach ist. Katzen sind eigen. Ich mag das. Meine Katze sitzt während unseres Essens nicht auf dem Tisch, weil sie auf dem Boden ein Schälchen mit Futter bekommt - sie frisst eben auch nicht gern allein. Und so haben wir alles was davon.

Einen junge Katze ist erstens zu wenig. Die brauchen Kumpels zum Toben, dann sind sie zufriedener und machen nicht so viel anderen Blödsinn.

Und wenn ich mir ein (Raub-)Tier anschaffe, das von Natur aus klettert und springt, dann habe ich es eben auf den Möbeln sitzen. Wenn ich das nicht will, dann halte ich keine Katzen, sondern Meerschweinchen.

Eine gute Antwort.🙂

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