Katze mit im Urlaub, was soll ins Notfall-Set? Welche Medikamente sollte man dabei haben?

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2 Antworten

Dein Karter bleibt nicht gerne zuhause, weil er dort keinen Artgenossen hat. Dem ist total stinkelangweilig. Katzen brauchen Artgenossen zu einer artgerechten Haltung:

http://www.feline-senses.de/keine-einzelhaltung.html

Bis zum nächsten Urlaub solltest du ihm einen etwa gleichaltrigen Kumpel besorgen, dann muss er im nächsten Urlaub auch nicht mehr mit. Katzen sollten nicht mit in den Urlaub genommen werden, das ist für sie purer Stress.

Was deine Notfallapotheke anbelangt, die kannst du noch ergänzen mit homöopathischen Globuli gegen Durchfall und Erbrechen (Arsenicum Album), sowie etwas homöopathisches zur Beruhigung während der Fahrt (Rescue Pets Tropfen).

Und bis zum nächsten Urlaub durchforste mal tierheimlinks.de und suche deinem Kater einen Freund. Es hilft ihm nichts, wenn ihn sein Mensch abgöttisch liebt. Er ist eine Katze und braucht andere Katzen, um artgerecht leben zu können, so wie du andere Menschen brauchst. Wenn du nur alleine auf einer einsamen Insel wärst, ohne Menschenkontakt für den Rest deines Lebens, wirst du Verhaltensstörungen entwickeln. Genauso geht es deinem Kater.

Ich wünsch euch einen schönen Urlaub, aber bitte den letzten mit Katze.

Er hatte einen gleichaltrigen Kumpel, der wäre fast an Stress eingegangen und mein Kater auch, obwohl wir die beiden SEHR vorsichtig aneinander herangeführt haben. Als die beiden sich nach über vier Monaten noch angegiftet haben wie sonst was, haben wir beschlossen, den Stress für beide Tiere zu beenden und haben den anderen Kater an unsere Nachbarin abgegeben. Ich weiß, dass es ein Fehler war, ihm nicht gleich als ganz kleines Kitten einen Kumpel geholt zu haben, aber dieser Fehler scheint wirktlich nicht mehr wett zu machen zu sein.

Langweilen muss er sich auch wenn wir weg sind nicht, er hat hier freien Zugang zu einem großen Garten im Innenhof.

Ich vertrete auch die Meinung, dass man Katzen nicht mit in den Urlaub nehmen sollte, aber mein Kater ist da wirklich "anders". Er steigt sogar in fremde Autos, wenn man nicht aufpasst, weil er wirklich einfach gerne Auto fährt. Auch neue Umgebungen findet er prima, er erkundet alles ganz genau und sucht sich sehr schnell seine Lieblingsplätzchen zum schlafen und ruhen.

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@notextor0101

Diese Vergesellschaftung mag ein Extremfall gewesen sein. Ich habe in 36 Jahren noch alles vergesellschaftet, was 4 Pfoten hat. Manches dauert eben etwas länger. Bis zu einem Jahr war bei uns auch schon drin... .

Wie alt ist denn dein Kater? Wenn er nicht zu alt ist, könntest du ihm ein Katzenkind dazu gesellen. Die werden nahezu immer innerhalb kürzester Zeit akzeptiert. Ich weiß ja auch nicht, wie alt dein Kater war, als er zum ersten mal eine andere Katze gesehen hat. Wenn er natürlich bereits Jahre ohne Artgenossen gelebt hat, dann ist er desozialisiert und reagiert völlig panisch auf andere Artgenossen. Er erlebt ja nur Menschen und reagiert entsprechend. Wenigstens scheint er Freigänger zu sein, dann kann er draußen vielleicht einen Kumpel finden (sofern er aus diesem Innenhof raus kann).

Was auch gut funktioniert, wenn du eine Katze hast, die so schwer zu vergesellschaften ist, wenn du zwei Kitten holst. Die haben sich dann gegenseitig zum Spielen, und der "Oldie" kann zusehen, und ist nicht maßgeblich beteiligt. So kann er sich langsam über Monate an die neue Situation gewöhnen, und ist nicht so direkt konfrontiert, wie wenn er eine gleichaltrige Katze vorgesetzt bekommt.

Aber ob du dazu bereit bist, musst du selber entscheiden. Ich fände es halt nur ganz schade, wenn der Kater noch jung ist, und noch 15 Jahre einzeln leben müßte. Es wäre vieles einfacher, hätte er eine Zweitkatze an seiner Seite... .

http://haustierwir.blogspot.de/2011/03/katzen-zusammenfuhren.html

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@polarbaer64

Ich hätte kein Problem gehabt, hätte die Vergesellschaftung länger gedauert, aber es hat an beiden Katzen deutlich gezehrt. Es tat einem echt im Herzen weh zu sehen, dass es beiden über die gesamte Zeit überhaupt nicht gut ging, beide haben in der Zeit wenig gefressen und deutlich an Gewicht verloren. Mittlerweile ist er fünf Jahre alt.

Ich befürchte fast, es hat wenig Sinn, weiter zu versuchen, ihn zu vergesellschaften. Es geht ihm sichtlich gut, er ist gesund und kann jederzeit raus, Vögel und Mäuse jagen und in der Sonne liegen,wenn ihm langweilig ist. (Wobei er es noch nie geschafft hat, ein Tier wirklich zu fangen...der größte aller Jäger ist er irgendwie auch nicht)

Einmal hatte sich tatsächlich eine Katze in den Innenhof verirrt bzw. war von dem Balkon eines Nachbarn in den Garten gefallen. Mein Kater fand das alles andere als witzig und ist auf sie losgegangen und hat sich in ihr verbissen. Gott sei dank konnten wir die zwei schnell auseinanderziehen, so dass die Geschichte mit einer vorbeugenden Antibiotikagabe und desinfektion der Bisswunde bei der armen Katze erledigt hatte.

Es war wirklich ein Fehler, ihn nicht als kleines Kitten zu vergesellschaften, leider war ich mir dessen als er noch ganz klein war nicht bewusst. Mittlerweile empfindet er jede andere Katze als Eindringling in sein Revier, das kann er gar nicht leiden. Ich würde es ja von mir aus noch einmal versuchen, aber wenn es wieder nicht klappt, habe ich niemanden, der die andere Katze im Notfal nehmen könnte. Und eine Katze aus dem Tierheim zu holen und dann, wenn es schief geht wieder hinzubringen....das wäre schon relativ grausam für die arme Katze.

Ich weiß, es klingt komisch, aber er ist mittlerweile dermaßen fehlgeprägt, dass er sich auch nicht mehr in allen Belangen wie eine "richtige" Katze verhält. Im letzten Urlaub ist er am Strand herumgesprungen und hat kleine Krebse gefangen...ich weiß gar nicht mehr, wie oft wir darauf angesprochen wurden, dass wir da aber einen komischen Hund hätten.... Ich habe so langsam auch das Gefühl, er könnte sich mit einem Hund gar besser verstehen als mit einer Katze, denn mit Hunden hat er so gar kein Problem, so lange sie nicht in seine Nähe kommen.

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@notextor0101

Ich denke, mein nächster (und letzter) Versuch wird sein, ihn mit den Katzen einer Freundin in deren Wohnung zu vergesellschaften. Die beiden sind sehr freundlich gegenüber allen anderen Katzen und ungemein verträglich. Wenn er die beiden gut findet und vielleicht auch lernt, mit anderen Katzen umzugehen, könnte ich eine erneute Vergesellschaftung hier in seinem Revier versuchen - oder ihn gar bei meiner Freundin lassen, die würde ihn auch direkt nehmen, wenn sich die drei denn verstehen. Das täte mir zwar im Herzen weh, aber was solls. Bei allem anderen sehe ich wenig bis keine Aussichten, dass das klappen könnte.

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@notextor0101

Hm, irgendwie tut mir der Kater leid, und du auch, weil du eigentlich trauri drüber bist, dass es nicht klappt. Du musst wissen, dass das ein völlig normales Revierverhalten ist, wenn dein Kater eine fremde Katze,d ie da plötzlich in seinem Innenhof landet, verkloppt. Das ist SEINS, und das verteidigt er bis auf´s Blut.

Eine Vergesellschaftung mit den Katzen deiner Freundin? Wie muss man sich denn das vorstellen? Du kannst die doch nicht einfach zusammenstecken und hoffen, dass die sich vertragen. Das werden sie nicht. Es dauert immer Wochen bis Monate, wenn sich fremde Katzen miteinander klar kommen. Das ist natürlich charakterabhängig, und so wie du deine Fellnase beschreibst, dauert das Monate. Wenn du wirklich willst, würde ich den Test mit 2 Kitten machen. Tierheime bieten an, die Katzen innerhalb 2 Wochen zurückzunehmen. Ich glaube nicht, dass dein Kater ein Kitten beisst. Es gibt zwar bei Katzen keinen Welpenschutz, aber ich habe schon Kitten zu einer 16jährigen Zickenkatze dazu bekommen. Die hat bloß die ersten Wochen rumgegrummelt, dann hat sie´s akzeptiert. Gerade diese Zickenkatze war so zickig, weil sie die ersten 6 Jahre ihres Lebens als einzelne Wohnungskatze gehalten wurde. Die bekam dann bei mir einen Kumpel und Freigang, und nach kürzester Zeit war sie viel ausgeglichener als zuvor. Und als ihr Kumpel eben starb, war sie schon alt, und ich päppelte ein 6wöchiges Findelkitten vom Tierschutz auf, welches wir dann behalten haben.

Das wichtigste bei der ganzen Vergesellschaftung ist, dass man selber absolute Ruhe bewahrt. Wenn man selber Stress, Angst und Aufregung spüren lässt, ist alles für die Katz. Du bist der Chef, und wenn d ruhig bist, haben die Katzen nicht viel Grund, Angst zu haben. Angst ist der wichtigste Grund, warum Katzen sich anfangs so anfeinden.

Wenn du das wirklich machen willst, mit den Katzen deiner Freundin, da musst du ihn dann aber tatsächlich dann ihr überlassen, denn das wäre dem Tier gegenüber total unfair, wenn er sich wirklich eingelebt hätte, und du reißt ihn dann wieder raus. Dann hättest du eine neue Chance auf Katzen, und dann von Anfang an alles richtig zu machen.

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@polarbaer64

Naja, seinen längerfristigen Kumpel hat er auch ständig angefallen bzw. es versucht, obwohl wir die beiden sehr langsam aneinander gewöhnt haben, also erst mit Türspalt, dann Gittertür, dann mal beschnuppern lassen - und spätestens da kam der Ausraster. Auch Clickertraining hat nichts geholfen. Und man sollte bedenken, dass er da erst ein knappes Jahr alt war.

Ich würde meinem Kater ja von Herzen einen Freund gönnen, und so sehr ich das befürworte - ich habe das Gefühl, er möchte es einfach nicht, eventuell auch aus Gewohnheit. Manchmal frage ich mich da schon, ob es wirklich sinnig ist, ihn über Monate dermaßen zu stressen, obwohl er so ein ziemlich zufriedenes Leben zu haben scheint. Bei einer reinen Wohnungskatze würde ich das ja noch einmal anders sehen, weil da sonst einfach viel Langeweile aufkommt - aber er hat ja (wenn auch etwas räumlich begrenzten) Freigang.

Auch mein alter Kater, Freigänger mit vielen Nachbarskatzen, hat so überhaupt keinen Wert auf Katzengesellschaft gelegt...ganz im Gegenteil.

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Ich denke, das reicht aus, was du aufgeschrieben hast. Wichtig wäre eher, das Wissen, wie und was man macht bei allen Notsituationen. Was bei Vergiftungen, Verbrennungen, Sonnenstich, Ersticken am Fremdkörper usw. man macht. Ohne das Wissen, nützt dir ein Notfallset nichts. Ist wahrscheinlich schon zu spät, aber ich rate einen Erste-Hilfe-Kurs für Tiere. Ich habe so einen gemacht...

Wenn ich das "Set" abholen gehe bekomme auch vom TA auch eine Einweisung, was im Notfall zu tun ist. Das ist auf jeden Fall ungeher wichtig! Vielen Lieben Dank!

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@notextor0101

Ja, das ist gut. Allerdings habe ich nen richtigen Kurs gemacht, der ging ca 5-6 Stunden. Da lernt man richtig, wie man bei Atemstillstand beatmet (an einer Tierpuppe), wie man Herzmassage macht usw. Also richtig praktisch erlernen. Bei der Herzmassage darf es ja nicht zu wenig sein, aber auch nicht zuviel (sonst bricht man dem Tier die Rippen). Muss ja auch im richtigen Takt sein... Aber mach dir keine Panik...ich reise mit meinen beiden 5 Jahre alten Siamkatzen auch immer in den Urlaub und ich musste bisher nur die Zeckenzange benutzen. ;)

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@Kaoru74

Ja, leider wurde ich auf diese Kurse erst vor kurzem Aufmerksam, vor meinem Urlaub wird keiner mehr angeboten. Das ist natürlich schade, andererseits hoffe ich sehr, dass dem kleinen Kerl so oder so nichts schlimmeres passieren wird.

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