Katze krank? Blutspritzer gefunden - HILFE!

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4 Antworten

Das solltest du auf jeden Fall weiter beobachten. Wenn die Katze Blut erbricht kann das ein Zeichen sein von Krebs oder Gastritis oder ähnliches. Ich erlebe meistens dass die Tierärzte die Katzen immer nur oberflächlich untersuchen und vllcht mal Antibiotikum spritzen. Wie gesagt weiter beobachten und ggf. nochmal zum Tierarzt oder gleich in die Klinik für genauere Untersuchungen. Meine Katze hatte Lymphdrüsenkrebs und ihr ging es manchmal gut und manchmal nicht so gut und dann wollte sie auch nicht fressen und lag die meiste Zeit nur. Der Tierarzt hatte auch nichts feststellen können und meinte dass das evtl nur ein Infekt sei.

Vani2708 04.02.2015, 14:17

Danke für deine Meinung, naja es sah nicht aus wie erbrochenes Blut, waren nur Spritzer, Klekse und weit verteilt. Dachte eher an Niesen oder Wunde, aber hab noch kein Niesen mitbekommen und keine Wunden entdeckt.

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Soviel vorweg: Was genau hat der Tierarzt denn untersucht? Schien es nur so, als würde dein Kater Futter verweigern oder tat er es tatsächlich verweigert? Und wenn ja, wie lange?

Merke: Nahrungsentzüge bzw. -verweigerungen sind bei Katzen stets ernstzunehmen. Schlimmstenfalls können sie dadurch eine hepatische Lipidose (Fettleber) erleiden. Dazu kommt es wie folgt: Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird oder er viel Gewicht in kurzer Zeit verliert, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert.

Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen, eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden (notfalls auch ungesundes Trockenfutter) - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Auch geringe Tagesmengen sind riskant! Obendrein verzeichnen selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist. Der Tod tritt (Leberverfettung vorausgesetzt) meist erst nach Tagen oder Wochen ein, je nach Schwere der Vorerkrankung (==> die dem fast immer vorausgeht). Die Funktionstüchtigkeit der Leber nimmt dabei peu à peu ab.

Siehe bitte auch unter Behandlung und Prognose des folgenden Links: https://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle/40874/Fettlebersyndrom.

Wichtig: Nahrungsentzüge und schlechtes Fressverhalten zählen zu den Frühsymptomen einer Fettleber! Im Falle X müssen betroffene Tiere hochkalorisch ernährt werden, um eine eventuelle Fettleber in den Griff zu bekommen oder eine sich anbahnende rechtzeitig abzuwenden. Denn Fakt ist: Bei Fettlebern beschränkt man sich i. d. R. auf Verdachtsdiagnosen, z. B. Inappetenz, Abmagerung, Erbrechen, Blutwert-Veränderungen oder Untersuchungen per Ultraschall (==> diese zeigen ggf. eine vergrößerte, formveränderte und strukturverdichtete Leber). Die Entnahme von Lebergewebe mittels Tru-Cut-Biopsie, d. h. die zuverlässigste Diagnosemethode, wird nur in Ausnahmefällen vorgenommen (==> zu hohes Narkoserisiko für erkrankte Tiere).

Bei Vorliegen einer Fettleber muss Ursachenforschung betrieben werden ==> ohnehin muss es das! Begründung: Sehr häufig gehen der Fettleber behandlungsbedürftige Krankheiten voraus, z. B.

  • eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein Darmverschluss oder CNI (chronische Niereninsuffizienz), denn alle lösen Appetitlosigkeit aus
  • Zahnerkrankungen, z. B. eine Zahnfleischentzündung oder FORL (==> nur mittels Gebiss-Röntgenaufnahme erkennbar)
  • ein Schnupfen (==> durch schlechtes Riechen lockt das Futter weniger)
  • Herzschwäche
  • eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Übergewicht
  • oder Wurmbefall.

Merke bitte auch, dass Faktor Zeit ist bei mangelnder Nahrungszufuhr und möglichen Entzündungsherden in mehrerlei Hinsicht alles entscheidend ist (Stichwort nahrungsentzugsbedingte Leberschäden, austrocknungsbedingte Nierenschäden + entzündungsbedingte Herzschäden, die lebensbedrohlich werden können).


All dies sei gesagt, damit du (und sei es auch nur für die Zukunft) gleich alarmiert bist, wenn du Vergleichbares beobachtest, was auch heißen kann häufiges Erbrechen oder anhaltender Durchfall. Allerdings: Je nachdem, wie sich die eingangs gestellten Fragen beantworten lassen, würde ich sicherheitshalber einen Leber-Ultraschall und dergleichen machen lassen, und zwar so schnell wie möglich.

Alles Gute für deinen Kater!

Vani2708 04.02.2015, 22:04

Also - er frisst ganz normal, das war nur anfangs eine Vermutung weil er halt zur Zeit keine Leckerchen mag, sonst frisst er aber gut! ;) danke dir!

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Hast du dir mal die Krallen angeschaut .? Vielleicht ist dein Kater irgendwo mit der Kralle hängen geblieben und hat sie sich herausgerissen .!? Zähne nachschauen könnte auch nicht verkehrt sein .!

Vani2708 04.02.2015, 22:04

Wie gesagt - wurde alles gecheckt, auch beim anderen Kater. Vermutung von allen bisher: Die haben sich nen Tag vorher oder nachts gezofft...... ?!

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erstmal nicht beim Tierarzt, weil eine Bekannte meinte, die Tierheilpraktikerin ist, dass es vielleicht Trauer sein kann,

Glaubst du noch an den Weihnachtsmann? Ab zum TIERARZT.

Vani2708 04.02.2015, 14:09

War bereits beim Tierarzt, der hat nix gefunden. Beobachte das weiter und gehe sonst morgen noch einmal zu einem anderen!

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