Katze hat einen harten Bauch?

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4 Antworten

Wenn die Katze nen harten Bauch hat, könnte das auf Schmerzen hinweisen... vielleicht sind irgentwelche Nebenwirkungen von Kastraktion aufgetreten und irgentetwas in der Bauchgegend angeschwollen, was auf dem Röntgenbild nicht zu sehen war... das behindert jetzt schmerzhafterweise andere Organe und so weiter... habt ihr schon das Blut auf die Entzündungswerte untersuchen lassen? Oder allgeimein Blut abgenommen? Und den Urin/Kot solltet ihr auch testen lassen, vielleicht hilft irgendetwas von ich geschrieben habe ja weiter, aber mehr weis ich leider auch nicht, tut mir leid ;( Ansonsten kann ich nur sagen: Andere Meinungen von anderen Ärtzten könnten Hinweise liefern, die dann zusammentragen und zum nächsten gehen und so weiter.

Vielleicht auch mal mit Ultraschall die Bauchgegend abchecken?

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Aufgrund der Symptome könnte es eine chronische Darmentzündung sein - auch bekannt unter IBD (= Inflammatory Bowel Disease). Diese Krankheit tritt bei Katzen äußerst selten auf und ist (wenn sie den Dickdarm betrifft) gekennzeichnet durch

  • kleine Kotmengen und
  • tastbare Verhärtungen (==> d. h. entzündungsbedingte Darmverdickungen, welche die Verdauung beeinträchtigen).

Verhärtungen hast du ja immerhin festgestellt. Beachte bitte: Sie können zu schmerzhaften Abdomen führen, also zu potentiell lebensbedrohlichen Bauchraumerkrankungen! Abdomen sind gekennzeichnet durch urplötzlich starke Bauchschmerzen, Schwierigkeiten beim Kotabsatz, erhöhte Temperatur und eine gespannte Bauchdeckenmuskulatur. Wichtig: Sie bedürfen einer schnellen Diagnose, oft einhergehend mit einer Operation.

Wie erfolgt die Diagnose? Da solche Patienten selbst über einen längeren Zeitraum oftmals keine weiteren klinischen Verdachtsmomente zeigen, können folgende Untersuchungen notwendig werden:

  • Blutuntersuchung: Diese sollte auf FIV (Katzenaids), FELV (Katzenleukämie), FIP (ansteckende Bauchfellentzündung) und auf eine Hypherthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) hin erfolgen.
  • rektale Untersuchung: Dabei tastet der Tierarzt mit einem Finger das Bauchinnere des Tieres ab und untersucht es auf angestaute Kotmengen bzw. Steinkot (diese können den Kotabsatz erschweren), auf Darmverengungen, Polypen, verknotete Gewebeneubildungen, Tumore, einen Dammbruch sowie Schleimhautentzündungen.
  • Laboruntersuchung: Diese bedient sich zur Ursachenforschung dem Untersuchen von Kot (auf Bakterien, Endosporen + Parasiten) sowie dem Untersuchen von Darmschleimhaut (auf veränderte bzw. bösartige Zellen, Endosporen, Pilze + verschiedene Bakterien).
  • Röntgenuntersuchung (wobei diese ja bereits durchgeführt wurde)
  • Ultraschall / Sonographie: Diese erweist sich mitunter als gute Methode zur Darmwandbeurteilung.
  • Koloskopie (Dickdarmspiegelung): Diese kommt zum Tragen, wenn aufgrund der obigen Diagnose-Verfahren nichts auf eine Darmerkrankung hindeutet, das Tier aber gleichzeitig typische Symptome hat. Koloskopien können sowohl unter Vollnarkose als auch unter Verabreichung von Beruhigungsmitteln durchgeführt werden.

Folgende Therapien werden angewandt:

  • Einsatz von Klysmen: Durch einen Einlauf wird Flüssigkeit in den Darm geleitet, um ihn zu reinigen und einer möglichen Verstopfung entgegenzuwirken. Oft wird gleichzeitig zu einer Entwurmung geraten.
  • Ist die Darmentzündung futtermittelbedingt, ist eine Futterumstellung in Form einer hypoallergenen Diät (==> Spezialnahrung für Tiere mit Allergie oder Allergierisiko) vielversprechend.
  • Sind jene Therapien erfolglos, basieren die anknüpfenden auf der Diagnose von Gewebeproben, wobei sich idiopathische (= Ursache nicht erkennbar) und chronisch-entzündliche Darmleiden als die häufigsten herausstellen. Dabei können Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, zum Einsatz kommen bis hin zu Chemotherapeutika ==> doch dieser Punkt ist eher abstrakt dargestellt, weshalb du zur genaueren Erörterung am besten nochmal den Tierarzt befragst - was du ja ohnehin immer tun solltest ;-)

Wichtig: Falls die Beschwerden vom Dünndarm ausgehen, frage nach einer Gastroduodenoskopie (Magen-Dünndarm-Spiegelung). Ebenso wichtig: Sofern du noch nicht in einer Tierklinik vorgesprochen hast, tu es bitte - die haben dort mehr Möglichkeiten.

Alles Gute für deine Katze!

Anbei: Ich habe noch ein wenig zum Thema recherchiert und stieß auf einen Fall, in dem ein Kater 6 lange Jahre(!) IBD-Symptome hatte, die innerhalb eines einzigen Tages(!) verschwanden! Wie? Durch Umstellung auf getreidefreies Rohfutter! Jene Katzenbesitzerin hat überdies auch andere Tierhalter, deren Tiere selbige Leiden hatten und die gar kurz vor der Einschläferung standen, dazu überredet - mit Erfolg: die Leiden verschwanden! Bitte klick den Link mit der Überschrift "Offener Brief an Tierärzte" (PDF-Datei) des Artikels http://www.petsnature.de/info/products/Katzen-Ratgeber/Katzenkrankheiten/Chronisch-entzuendliche-Darmerkrankung-bei-Katzen-8211-IBD-8.html an. Zu einer derartigen Fütterung würde ich somit als allererstes raten, wenn die Diagnose IBD lautet. Womöglich sparst du dir dann zeit-, schmerz- und kostenaufwendige Therapien beim Tierarzt. Da kannst du alternativ ja immer noch hingehen …!

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Tja- wenn bis jetzt kein Tierarzt helfen konnte, würde ich nochmal einen anderen aufsuchen. Einen anderen Rat kann dir hier wohl keiner geben. Hört sich auf jeden Fall nicht gut an, was du schreibst. Muss doch was zu finden sein............

Gib ihr ausnahmsweise mal wenig Milch. Eventuell hilft das je in dem Fall mal weiter.

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