Katze hat Blasenentzündung - gibt es Alternativen zur Antibiose?

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7 Antworten

Auch wenn es jetzt gleich wieder üble Beschimpfungen hagelt: grundsätzlich kann man die Blasenentzündung auch klassisch homöopathisch behandeln. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die Tigerin dem Behandler schon bekannt ist, er also besser beurteilen kann, welche Symptome der akuten Erkrankung zuzuordnen sind, damit er danach treffsicher das ähnlichste Mittel auswählen kann. Lass die Katze also vorsichtshalber dieses Mal noch mit Antibiotika behandeln und stelle sie anschließend einem guten Tierheilpraktiker (am besten mit Fachgebiet Homöopathie) vor, der eine ausführliche Anamnese durchführt. Er wird wahrscheinlich zunächst ein Medikament verordnen, dass die durch die Antibiose gestörte Darmflora (und damit die Abwehrkraft) wieder halbwegs in Ordnung bringt. Außerdem kann er mit einem Konstitutionsmittel die 'Lebenskraft' (=Begriff der klassischen Homöopathen für die Kraft, die den Körper dazu bringt, sich selbst zu heilen) der Katze stärken, damit es möglichst gar nicht erst wieder zu einer Blasenentzündung kommt. Gute Besserung für die Tigerin!

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Kommentar von Thomas3005
11.10.2011, 20:17

Auch wenn es jetzt gleich wieder üble Beschimpfungen hagelt:

Nö es hagelt nur gleich ein paar kritische Anmerkungen..

grundsätzlich kann man die Blasenentzündung auch klassisch homöopathisch behandeln.

Grundsätzlich kann man auch alles mit einem Glas Wasser behandeln - die Frage ist eben nur wie hoch die Erfolgsaussichten sind. Wie immer haben Homöopathen dazu "sicherheitshalber" keinerlei Daten.

Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die Tigerin dem Behandler schon bekannt ist, er also besser beurteilen kann, welche Symptome der akuten Erkrankung zuzuordnen sind, damit er danach treffsicher das ähnlichste Mittel auswählen kann.

Grundsätzlich (sagt zumindest FragenFragenFra - ich kann gerne den betreffenden Beitrag heraussuchen) behandelt man ja in der Homöpathie keine Krankheiten sondern den ganzen Menschen (in dem Fall eben die ganze Katze).

Und bei einer derart "ganzheitlichen" Betrachtung sind ja logischerweise alle Symptome der Katze zu berucksichtigen und nicht nur die, die aus schulmedizinischer Sicht mit einer bestimmten Krankheit verbunden sind.

Lass die Katze also vorsichtshalber dieses Mal noch mit Antibiotika behandeln und

Allzu weit scheint das Vertrauen in die Homöopathie ja nicht zu reichen ;-) Was hätte den seinerzeit Meister Hahnemann gemacht?

stelle sie anschließend einem guten Tierheilpraktiker (am besten mit Fachgebiet Homöopathie) vor, der eine ausführliche Anamnese durchführt.

Also wenn die Katze anschließend gesund ist macht eine Anamnese keinen Sinn. Und ist die Katze nach der Antibiotika-Behandlung nicht gesund macht eine Anamnese auch keinen Sinn - denn sonst hätte man auch gleich auf die Antibiotika verzichten können gleich homöopathisch behandeln können.

Er wird wahrscheinlich zunächst ein Medikament verordnen, dass die durch die Antibiose gestörte Darmflora (und damit die Abwehrkraft) wieder halbwegs in Ordnung bringt.

Zum einen zerstören nicht alle Antibiotika die Darmflora - und zum anderen bringt die sich normalerweise ganz von alleine wieder in Ordnung - mit entsprechender Ernährung kann man das ein bisschen beschleunigen - mit Zuckerpillen nicht.

Außerdem kann er mit einem Konstitutionsmittel die 'Lebenskraft' (=Begriff der klassischen Homöopathen für die Kraft, die den Körper dazu bringt, sich selbst zu heilen) der Katze stärken,

Die Selbstheilungskräfte des Körpers haben über tausende von Jahren bestens ohne Hahnemanns Globuli funktioniert - und dafür das Globuli irgendeinen positiven Einfluss aufs Immunssystem hätten gibt es (wie immer in der Homöopathie) nicht den Hauch einen Beleges.

damit es möglichst gar nicht erst wieder zu einer Blasenentzündung kommt. Gute Besserung für die Tigerin!

Hochinteressant ist übriges auch, dass Homöopathen zwar immer betonen wie individuell ihr Heilverfahren ist dann aber keinerlei Probleme damit haben die am gesunden Menschen (vermeintlich) festgestellten Arzneimittelbilder zur Behandlung von Katzen heranzuziehen....

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Kommentar von frijola
11.10.2011, 20:30

danke, bruenette! es gibt leider selten antworten, die einfach mal die gestellte frage beantworten, statt mit einer salve von vorhaltungen oder beschimpfungen aufzuwarten. wer sich nicht für naturheilverfahren interessiert bzw. null erfahrung damit hat, sollte m.e. auch keine antwort auf eine solche frage geben - what for???

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Bitte keine Experimente bei solch einer Entzündung. Da müssen Antibiotika ran, die Gefahr, dass die Entzündung aufsteigt und die Nieren befällt ist sonst wirklich sehr hoch. gerade Katzennieren sind sehr empfindlich! Dann wäre das Ergebnis Nierenversagen und das Tier nicht mehr zu retten. DAS wäre dann für alle eine Tortur.

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Kommentar von October2011
11.10.2011, 14:15

Ich schließe mich dieser Meinung an!

Bitte nicht herumexperimentieren sondern die Katze vom Tierarzt behandeln lassen- mit Antibiotika.

Eine Blasenetzündung tut eurer Katze auch weh, sie wird also auch Schmerzen haben- noch ein Grund, nicht herum zu experimentieren.

Überlegt euch lieber, wie ihr die Tablettengabe erträglicher für die Tigerin machen könnt, also in welche Leckerlies ihr die Tabletten verstecken könntet.

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Gesteigerte Diurese, z.B. durch Zugabe von speziellen Kräutern und es gibt Möglichkeiten, einer Blasenentzündung generell alternativ gezielt vorzubeugen. Aber dazu muss die Katze in professionelle Behandlung (z.B. bei einem Tierheilpraktiker), denn bei einer akuten Entzündung muss konventionell behandelt (bzw. an einen Tierarzt überwiesen) werden, die Gefahr für die Nieren ist viel zu groß.

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Für Menschen gibt es Präparate die die Blase durchspühlen. Damit kannst du aber nur eine Blasenentzündung vorbeugen. Bei einer bestehenden Entzündung bitte keine Homöopathie, das bringt wenig. Besprich die Alternativen am besten mit deinem Tierarzt.

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Kommentar von Astair
14.10.2011, 08:50

bei einer bestehenden Entzündung bitte keine Homöopathie, das bringt wenig. > wie kommst du zu dieser aussage? eigene erfahrung? fundiertes allumfassendes wissen, was homöopathie kann und was nicht? oder einfach so ein gedanke? dass sie zum tierarzt kann wusste sie schon ohne deinen rat...

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Hallo frijola,
Wahrscheinlich braucht dein kleines Kätzchen Solidagoren, dreimal 15 Tropfen täglich. Aber ich weiß nicht wie es schmeckt und ob es ihr leichter eingeflößt werden , als das Antibiotikum vom Tierarzt.
Oft ist es aber so, das Tiere instinktiv das, was ihnen hilft auch gerne nehmen. Aber gerade bei Blasenentzündungen weiß ich von meinen Patienten, dass es oft vorkommt, dass die Mittel gewechselt werden müssen, sofern man von den Menschen auf die Tiere schließen kann. Von den Tee-Sorten ist der offiziellen Medizin fast nur der Bärentraubenblättertee und der Birkenblättertee bekannt. Wenn die kleine Tigerin Solidago verweigert, dann kann es sinnvoll sein, Ihr noch einen dieser beiden Tees anzubieten. Oder aber auch einen der folgenden, fast nur Natur-Ärzten bekannten Tees: Agrimonia (=Odermennig), Cynosbatus e fructibus (=Hagebutten), Malva silvestris e floribus ( die Waldmalve, in Bayern auch Käsepappeltee genannt), Ononis spinosa (= die dornige Hauhechel) oder Equisetum arvense (=Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut) oder aber den indischen Nierentee (=Orthosiphon). Mehrere zu mischen ist selten gut.
Eine meiner Patientinnen braucht für ihr Blasenleiden oft den Harpagophytum-Tee. Obwohl ich von anderen weiß, dass er entsetzlich schmeckt, trinkt sie ihn dann sogar gerne. Mit freundlichen Grüßen,
retum

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ganz klar: zum tierhomöopathen! hier ein mittel zu empfehlen bringt nicht viel - die katze braucht das mittel, das individuell zu ihr passt. dann wirkt es auch schnell genug. und von wegen nicht herumexperimentieren: das richtige mittel ist kein experiment - wenn sich die katze jedoch weigert, die antibiotika zu fressen, führt das zu einer situation, wo mühsam experimentiert werden muss und viel zeit verloren geht...

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Cantharis D6 kann in akutem Zustand der Blasenentzundung helfen. Wenn sich Symptome ändern, dann auch ein Folgemittel einsetzen, das muss vom Tierhomöopathen festgestellt werden.

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