Katze aus Tierheim auf was achten?

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6 Antworten

Zunächst einmal: Super, daß Ihr einem Tierheimtier eine Chance geben wollt und bitte, wie schon gesagt wurde, versucht es auch ruhig mit einem älteren Tier.

Ich muß aber mal eine Lanze für die Tierheime brechen. Ich hatte selbst viele Jahre eines, und kann Dir sagen, daß nirgendwo so viel gelogen wird wie dort. Die Leute, die ein Tier abgeben wollen, sind darauf erpicht, es los zu werden. Da werden Geschichten erzählt, die an Romane grenzen. Als TH-Mitarbeiter notierst Du das und gibst es weiter. Im Heim kommt dann der Schock: Viele Katzen sitzen in einem Raum. Der kann noch so toll eingerichtet sein, es ist immer nur die 2. beste aller Lösungen. Viele Tiere haben ungeheuren Streß, das Verhalten ist völlig anders, als in einer "normalen" Zuhause-Umgebung.

Umgekehrt sind Tierheim-Menschen natürlich gewillt, Tiere zu vermitteln, da wird gern mal übertrieben und das Tier den Umständen "angepasst". Daß Katzen nur in Freilauf und nur zu zweit abgegeben werden, halte ich für völligen Blödsinn. Genau wie bei jedem anderen Lebewesen auf gibt es solche und solche. Ich hatte schon Katzen, die mir alles vollgepinkelt haben, sobald eine andere in die Nähe kam, in Einzelhaltung waren sie absolut glücklich.

Bitte nehmt Euch Zeit. Setzt Euch in einer Katzenabteilung hin, fragt vorher, ob Ihr Leckerlis geben dürft, und laßt EUCH aussuchen. Natürlich muß es von Eurer Seite auch Liebe sein, aber mit der anderen Methode habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Bei mir sind schon Leute mit einem schwarzen Hauskater gegangen, die wegen einr weißen Perserkatze gekommen sind.

Habt Geduld. Wenn Ihr nicht 100%ig sicher seid, geht nochmals oder in ein anderes Tierheim. Ich habe aber immer die erstbesten, älteren Tiere genommen, die, die niemand haben will und einfach aufgeben, wenn sie zu lange im Tierheim sind.

Melde Dich doch mal, ob Ihr fündig geworden seid, und wenn wir Euch noch Tipps geben können, tun wir das gern. Viel Erfolg.

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Kommentar von Tina4495
12.09.2016, 11:43

Das heißt wir sollten dann schauen welches Kätzchen auf uns zukommt ?
Oder hab ich das falsch verstanden mit dem "lasst euch aussuchen" oder so in der Richtung

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Das Verhalten von Katzen in einem Tierheim hat überhaupt nichts zu sagen.

Wir holen uns immer unsere Katzen aus Tierheimen, wir pflegen die zu nehmen, die uns einfach auf Anhieb gefallen.

Unsere Anja war in diesem Tierheim recht munter, bei uns zuhause war sie die ersten Tage völlig verängstigt wegen der neuen Umgebung; saß meist unter dem Kleiderschrank. Hat also überhaupt nichts zu sagen.

Anderes Beispiel: Meine Heidi saß völlig verängstigt in der Ecke des Tierheims, bei uns daheim lebte sie völlig auf und erkundete erstmal das neue Terrain und hat sich ganz schnell eingelebt.

Wenn ihr gute Nerven habt und was wirklich Gutes tun wollt, nehmt Euch eine ältere Katze, wo bereits bekannt ist, dass sie gesundheitlich nicht mehr so gut drauf ist. Das sind die Tiere, die normalerweise kein Mensch nimmt. Lebt dann halt nicht so lange und ihr müsst Euch überlegen, ob ihr das Geld für die regelmäßigen Tierarztbesuche habt.

lg Lilo

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Kommentar von LiselotteHerz
12.09.2016, 09:02

Ach ja, noch was. In unserem Tierheim haben sie einen Schaden, vermitteln nur junge Katzen, die Freigang haben können. Lasst Euch, falls ihr sie nur in der Wohnung oder im Haus halten wollt, nicht abschrecken. Wir hatten mal eine Katze, die lt. deren Aussage ein Freigänger war - bei uns ist sie nie raus. Die hatte anscheinend genug vom Freigang, genug schlechte Erfahrungen da draußen gemacht.

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Klasse, dass Ihr eine Katze aus dem Tierheim adoptieren wollt!

Zunächst solltet Ihr Euch das Tierheim selbst etwas genauer anschauen. Achtet z.B. darauf, ob die Katzenzimmer (Räume, Futternäpfe, Katzentoiletten usw.) sauber und adäquat eingerichtet sind, die Fellnasen einen gesunden und gepflegten Eindruck machen, die Räume nicht überbelegt sind etc..

Eine kompetente, freundliche Beratung, die sich Zeit für Euch nimmt, auf Eure Vorstellungen und Gegebenheiten eingeht, und "ihre" Fellnasen mit allen Vor- und Nachteilen zu präsentieren weiß, ist dann schon die halbe Miete.

Seht Euch nicht zuletzt in Ruhe um, und schaut nicht nur auf die
"Rampensäue" unter den Katzen, sondern achtet auch mal auf die scheuen Samtpfoten, die i.d.R. eher unter dem Tisch oder in der Katzenhöhle warten.

Setzt Euch nicht unter Zeitdruck und seht Euch ruhig auch in mehreren Tierheimen um.
Ich habe mein Katerchen im insgesamt 4. Tierheim gefunden (na ja, er hat eher mich gefunden ;-)), und seitdem keinen Tag mit ihm bereut!

Alles Gute für die Suche nach der richtigen Fellnase!

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Fragt die Mitarbeiter nach den Tieren, die ihr euch ausgesucht habt. Die kennen sich meist ein bissel aus, was für ein Typ die Katze ist. Meistens geben die Tierheime aber selten Tiere in Einzelhaltung ab. Es sei denn, es sind Einzelgänger. Wünsche euch ganz viel Glück mit eurem neuen Mitbewohner/in

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Es kommt darauf an, was ihr sucht. 

Eine Wohnungskatze oder Freigänger. Eine Zweitkatze oder einen Einzelgänger. 

Bevorzugt ihr ein ruhiges Tier oder darf sie wild durch die Wohnung toben, in letzem Fall geht ein Katzenkind. 

Am besten lasst ihr euch führen, die Pfleger können euch beraten, welches Tier am besten zu euch passt. 

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Klasse, das ihr eine Tierheim-Katze haben wollt. Sie sollte auf jeden Fall kastriert, gechipt und bei Tasso angemeldet sein. Über alles andere können ihr euch von den Tierheim-Mitarbeitern erklären lassen.

Außerdem solltet ihr euch vorher ein Katzenklo, Katzenstreu und Futter besorgen.

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