Katze aus dem Tierheim? Selbstauskunft?

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12 Antworten

Tierheime müssen so knallharte Verträge machen, um Scharlatane abzuhalten. Es würde auch der Arbeit der Tierheime widersprechen, wenn sie nicht das künftige Zuhause ihrer Fellnasen kontrollieren würden, nachdem sie diese vielleicht gerade eben aus schlechter Haltung herausgeholt haben. Es gibt genügend Menschen, die, aus Unwissenheit vielleicht, aus Ignoranz oder Böswilligkeit, Katzen nicht artgerecht halten und diese damit quälen. Die Tierheime müssen ja dagegen vorgehen, indem sie das vertraglich regeln, sonst müßten sie ihre Tiere ständig wieder irgendwo rausholen.

Es wird übrigens meistens heißer gekocht, wie es gegessen wird. Die Verträge sind wie gesagt so "scharf", damit sich kein Tierquäler einschleicht. - Wenn du freundlich rüberkommst, und dich fachlich kundig zeigst, dann wirst du gute Chancen haben, ein Miezelchen zu bekommen. Es ist üblich, dass die Tierheime oder Pflegestellen nach einem gewissen Zeitraum telefonisch nachfragen, ob alles in Ordnung ist. Auch wird bei Kitten im Alter von 6 Monaten ein Kastrationsnachweis vom Tierarzt verlangt. Das ist wichtig, damit dagegen vorgegangen wird, dass die Leute die Katzen nicht weiter sinnlos vermehren. - Wenn du dich also ganz normal liebevoll um deine Tigerchen kümmerst, deine Wohnung katzengerecht ist, und du genügend Zeit für deine Katzen hast, dann steht dem nichts im Wege. Menschen, die den ganzen Tag berufstätig sind, werden aber mit Sicherheit keine Kitten bekommen, da diese schonmal 6 mal am Tag etwas zu futtern brauchen, und da sie viel Ansprache brauchen. Es sind schließlich Babies.

Aus diesem Grund geben Tierheime grundsätzlich auch keine Kitten in Einzelhaltung ab. Die Einzelhaltung von Katzen ist nicht artgerecht, und dass Katzen Einzelgänger sein sollen, ist ein Klischee aus dem Mittelalter. Katzen sind lediglich Einzeljäger, und in Einzelhaltung gehalten werden leider viele Katzen verhaltensauffällig. Es ist noch zu vertreten, wenn das Tier später mal Freigang bekommt. Aber gerade Kitten brauchen einen Spielkameraden. Und da man sie erst in Freigang lassen kann, wenn sie einmal kastriert und mindestens ein halbes Jahr alt sind, sollte man sich gut überlegen, ob man überhaupt Kitten holen möchte, oder lieber bereits eine ältere, bereits kastrierte Katze.

Du solltest dir keinen allzugroßen Kopf wegen dem Vertrag machen, das ist schon richtig so. Die familiäre Seite ist auch relativ. Ein einzelner Mensch wird genauso wie eine Familie eine oder zwei Katzen bekommen. Wichtig ist, dass die Bedingungen stimmen. Denn Tierschutz heißt ja nicht Aufbewahrung der Katze, sondern eine artgerechte Haltung.

Und wenn du sagst, du kennst dich aus, dann wirst du ja wissen, wie man eine Katze artgerecht hält, und was sie alles braucht ;o) . Auch wenn sich das mit der Einzelhaltung bis zu dir noch nicht rumgesprochen hat ^^ ... .

Viel Spaß beim Tigerchen aussuchen :o) !

wenn du damit nicht einverstanden bist, dann such dir einen andren tierheim, die nicht so streng sind. vielleicht haben die durchaus schlchte erfahrung gemacht, deshelb reagiren die so streng, muß ja gründe dafür geben, auf eine annonce würd ich nicht machen.

Gerade als "aktive Tierschützerin" solltest Du Dir kein Tier von irgendwelchen Vermehrern durch ne Zeitungsannonce beschaffen, nur weil Du die korrekte Vermittlung von Heimtieren lästig findest!

Wie hier schon gesagt wurde, die Tiere kommen meist aus schlimmen Verhältnissen, und das Tierheim will sie in GUTE Hände weitergeben. Ich finde das verständlich und auch absolut in Ordnung. Viele Menschen holen sich Tiere aus dem Tierheim und haben keine Ahnung. Dann sind die Tiere nach 3 Tagen wieder da, weil man z. B. feststellt, daß eine Katze ihre Krallen benutzt oder Haare verliert. Wenn man da im Vorwege etwas genauer hinguckt, erspart man den Tieren solche Erlebnisse wohl eher, weil viele, die es nicht ernst mit den Tieren meinen, auf den Fragebogen nicht eingehen.

Viele meiner Freunde haben Tierheimkatzen aufgenommen. Es gab mal einen "Kontrollbesuch", aber der war nett und locker, und ansonsten gab es keinerlei Probleme mit dem Tierheim.

cuckoo 11.04.2012, 11:47

Gerade als "aktive Tierschützerin" solltest Du Dir kein Tier von irgendwelchen Vermehrern durch ne Zeitungsannonce beschaffen

Da schliesse ich mich doch gerade mal mit einem fetten DH an!

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Muss dir da leider Recht geben. Unsere Erfahrungen sind auch eher schlecht. Auskünfte die sie nix angehen und sie wollen, zumindest in unserer Gegend immer nur 2 Tiere gleichzeitig vermitteln. Haben uns dann auch eine Katze von Privat aus der Zeitung geholt. Bei der Praxis der Tierheime wundert es mich wirklich nicht, dass die Tierheime überfüllt sind. Es macht eher den Eindruck, als wollten sie die Tiere gar nicht vermitteln.

polarbaer64 11.04.2012, 14:09

Und du machst leider den Eindruck, als hättest du von praktiziertem Tierschutz keine Ahnung ^^ ... . Natürlich vermitteln Tierheime Katzen nur zu zweit oder zu einer vorhandenen Katze dazu. Katzen sind KEINE Einzelgänger, und werden einzeln in Wohnungshaltung gehalten über kurz oder lang verhaltensgestört. Was glaubst du, warum solche Katzen dann apathisch in der Ecke sitzen, oder aggressiv werden, oder gar unsauber?

Dadurch, dass man die Katzen von Privatleuten holt, unterstützt man noch, dass jeder sinnlos Katzen vermehrt. In vielen Gegenden Deutschlands gibt es bereits ein Kastrationsgesetz, dass die Halter verpflichtet, ihre Katzen kastrieren zu lassen (Bremen, Paderborn, Delmenhorst...). Du weißt offenbar nicht, wieviele Katzen jedes Jahr ausgesetzt werden, und im Tierheim landen.

Genau DESHALB haben Tierheime solche strengen Auflagen. Und wer kein schlechtes Gewissen haben muss, bekommt auch gerne eine oder zwei (oder mehr) Katzen aus dem Tierheim. Ich habe fast mein Leben lang (genauer seit 35 Jahren) Katzen ausschließlich aus Tierheimen. Und ich hatte NIE irgendein Problem mit den Leuten. Im Gegenteil erweisen sie sich im Nachhinein als hilfreich, wenn man irgendwelche Fragen hat, oder etwas braucht.

Also es wundert mich nicht, wenn Menschen mit einer Einstellung wie deiner keine Tierheimtiere bekommen.

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driver1951 11.04.2012, 19:54
@polarbaer64

An polarbaer64: Ist ja schön das du nur gute Erfahrungen gemacht hast. Nur zur Info: wir haben eine 3jährige, geimpfte, kastrierte und gechipte Katze von einem privaten Halter übernommen, der sie aus Platzgründen nicht mehr halten konnte. Die Wohnung war wirklich zu klein. Und wir hätten schon ein Tier aus dem Heim bekommen, aber die waren so unfreundlich, das wir nicht mehr wollten. Schön das es Menschen wie dich gibt, die doch immer alles genau über Andere wissen, was würden wir nur ohne Euch tun.

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Erfahrung mit Tierheimen habe ich nicht, aber als langjähriger "Sklave einer Katze" ;-) gebe ich dir da schon Recht, einige der von dir hier vorgestellten Fragen sind nahezu lächerlich, vielleicht solltest du wirklich auf die Annoncen warten, die in aller Regelmässichkeit erscheinen die da so lauten, Kätzchen zu verschenken, oder ähnlich.

Meinen Kater haben wir auch aus dem Tierheim (Rostock) dort wurden lediglich angaben gemacht, ob man arbeit hat und bei manchen katzen auch erfahrung hat. Die telefonnr wollen sie haben, um mal anzurufen wie es der katze geht und natürlich kannst auch du dich melden, wenn du fragen hast.

also ganz unkompliziert. Bis jetzt haben die einmal angerufen und wir sind auch eimal hin mit ihm. weil wir noch ne gratis untersuchung frei hatten. Alles super....

Ich würde an deiner Stelle nicht die Hoffnung aufgeben und einfach ein weiteres Tierheim in deiner Umgebung aufsuchen =) Tierheime haben in der Regel Platzmangel und sind froh, wenn sich jemand ihrer Lieblinge antraut =)

Ich habe eine meiner beiden Katzen auch aus dem Tierheim. Das ist aber schon 14 Jahre her. Wir mussten damals solche Angaben nicht machen. Allerdings mussten wir unterschreiben, dass wir jederzeit mit Kontrollbesuchen einverstanden sind. Aber tatsächlich vorbeigekommen ist niemand.

Das Tierheim ist um den Schutz der Tiere bemüht und hat diese teils aus erbärmlichen Zuständen geholt.

Das die dann Fragen stellen ob das Tier lange alleine ist (deswegen die Frage nach dem Partner), ob der Partner auch einverstanden ist, ob die Katze nachts ins warme Haus darf und etc, finde ich daher normal. Die wollen nicht das die armen Tiere wieder kaum Beachtung finden oder in viel zu kleinen Buden hocken.

Stell dir mal vor einer kauft zb nen kleinen Hund, ist single und der Tier hockt täglich 12 Stunden alleine ?

Wir haben unsere damals aus dem TA geholt und nichts bereut.

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ToxicAngel21 11.04.2012, 11:12

vertippt fg TH, nicht TA

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also als ich mir meine katzen aus dem tierheim geholt habe haben die auch so viele irrsinnige fragen gestellt und gesagt dass sie das kontrollieren werden aber die katzen sind jetzt vor ner woche ungefähr 1 jahr alt geworden und bis jetzt ham die sich kein einziges mal gemeldet

Ich bin selbst aktive Tierschützerin und kann gut verstehen, wenn die Tierheime auf Nummer sicher gehen wollen, aber man kann es auch übertreiben. Inzwischen denke ich ernsthaft darüber nach, mir eine Katze durch Zeitungsanzeigen oder ähnliches zu suchen. Echt schade :-(

Das ist ein so genanntes "zweischneidiges Schwert".

Ich kann für Deine Argumente, aber auch für die Argumente des Tierschutzvereines Verständnis aufbringen.

Mein RAT:

Gehe selbst dort hin, lerne das Tier kennen.

Das sagt mehr als Formulare.

Ein Kontrollbesuch nach einer Vermittlung ist aber normal und sinnvoll, meine ich.

wenn du die auskunft nicht ausfüllst, gibts von denen auch kein tier.

egal, was du persönlich davon hälst.

ist ja deine entscheidung... die werden nicht mit dir diskutieren, sondern sich auf ihre jahrzentelangen erfahrungen mit leuten, die tierheimtiere wollen, verlassen..

du hast gar nichts zu befürchten. füll das ding nach gutem gewissen aus. wenn du deine katze vernünftig hälst, wird sie dir nicht weggenommen. einen solchen fall gibt es nur sehr selten, und dann liegt wirklich viel im argen.

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